Beziehung und Partnerschaft richtig leben

Zwischenmenschliche Beziehungen Teil 3

Der Unterschied zwischen einer Freundschaft und einer Beziehung oder Partnerschaft ist einfach: Beziehung bringt Sex. Freundschaft ist platonisch, kann allerdings durchaus erotisch sein. Ich meine mit „erotisch“ das Knistern der Nähe, das gegenseitige Flirten und das Spiel mit Anziehung und Distanz. In einer Beziehung gehst Du einen Schritt weiter über die Grenze der Nähe hinaus. Sie beinhaltet Sexualität. Sie wird genital. Oft sind diese Abgrenzungen mit beträchtlichen Missverständnissen und Schwierigkeiten verbunden.

Teil der Serie „Zwischenmenschliche Beziehungen“:
1. Über die Freude der Bekanntschaft
2. Nutze das Geschenk der Freundschaft
3. Beziehung und Partnerschaft richtig leben
4. Beziehung retten – Beziehungstipps

Beziehung – dieses Wort kannst Du durchaus mehrdeutig verstehen. Ich habe es in den vergangenen Artikeln häufig schon als Überbegriff für die Formen des Umgangs der Menschen untereinander verwendet. Du unterhältst „Beziehungen“ zu allen Menschen, mit denen Du jemals Kontakt gepflegt hast. Das ist die esoterische Variante. In diesem Sinne gehören die Bekanntschaft, die Freundschaft und alles andere zur Kategorie der zwischenmenschlichen Beziehungen.

Definition einer Beziehung

Wir gebrauchen in unserer Gesellschaft das Wort „Beziehung“ als Kurzbezeichnung für eine besondere Form der zwischenmenschlichen Beziehung. Es gibt ja leider keine Nomenklatur (verbindliche Sammlung von Benennungen aus einem bestimmten Themen- oder Anwendungsgebiet) für die Bezeichnungen der unterschiedlichen Beziehungsformen. Diese Begriffsklärungist ein Grund für die Artikel dieser Serie. Gestatte mir also, dass ich mich auch an einer Begriffsunterscheidung versuche.

Der Unterschied zwischen einer Freundschaft und einer Beziehung oder Partnerschaft ist bei mir einfach: Beziehung bringt Sex. Eine Freundschaft ist platonisch, und kann dabei durchaus erotisch sein. Ich meine mit „erotisch“ das Knistern der Nähe, das gegenseitige Flirten und das Spiel mit Anziehung und Distanz. Die Beziehung geht einen Schritt weiter über die Grenze der Nähe hinaus. Sie beinhaltet Sexualität und wird damit genital.

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Zwei weitere Faktoren sind bestimmend, damit aus einer Freundschaft eine Beziehung werden kann: Zeitdauer und Verbindlichkeit. In einer Beziehung sind beide Teile über einen andauernden Zeitraum hinweg die Verbindlichkeit eingegangen, ausschließlich und monogam füreinander da zu sein. So definiert zumindest unsere mitteleuropäische Gesellschaftsordnung eine Beziehung.

Eine Beziehung hast Du also dann, wenn Du EINEN Partner (oder Partnerin) ausgewählt hast, mit dem Du abgesprochen hast, dass sich beide Beziehungspartner in ihrer Beziehung ausschließlich aufeinander beziehen. Monogamie also. Ist gar nicht so einfach, Ordnung in ein Wort- und Bedeutungsschlamassel zu bringen. Wenn Du kein monogames Verhältnis zu Deinem Gegenüber eingehen möchtest, hast Du (nach meiner Definition) eine Partnerschaft.

Die Vorteile einer offenen Beziehung

Eine Partnerschaft markiert in meiner Welt den nächsten Schritt der Ebenen zwischenmenschlicher Beziehungen. Wenn Du Dich in Deiner Beziehung sicher fühlst, kannst Du vielleicht zulassen, dass sich diese Beziehung nach außen hin öffnet. Das kann im Extremfall eben auch Casual Sex mit Menschen außerhalb der Partnerschaft bedeuten. Und das gilt natürlich für beide Partner in der Partnerschaft.

Wenn allerdings der Sex (und nicht Liebe und Zuneigung) Deine Beziehung dominiert, ist etwas faul. Dein Herz kannst Du nicht dauernd an unterschiedliche Menschen vergeben. Sich auf das Experiment der offenen partnerschaftlichen Beziehungsform einzulassen – dazu gehört eine Menge Persönlichkeitsarbeit.

Erstens nämlich richtet sich diese Form der Beziehung gegen den gesellschaftlichen Konsens. Auch gegen den rechtlichen. In unserer Gesellschaft ist es üblich, nach einer bestimmten Zeit des Zusammenseins die Beziehung zu „legitimieren“ und kirchlich und rechtlich den „Deckel drauf zu machen“. Und zweitens triggert eine offene Beziehung all die unaufgearbeiteten Ängste, die sich in Eifersucht, Verlustangst und anderen emotionalen Unwägbarkeiten äußern.

Dabei hilft Dir die Einsicht in die möglichen Ursachen dieser Phänomene wenig, da werden viel ältere Schalter umgelegt, die essentielle Arbeit nötig machen. Einer dieser Schalter wurde uns in der Evolution mitgegeben. Der Mann neigt ja üblicherweise, zur Unverbindlichkeit in der Beziehung. Das liegt an der Fähigkeit des Mannes, viele Frauen „begatten“ zu können. Das ist übrigens auch ein Grund, warum Männer und nicht Frauen in den Krieg gezogen sind. Ein Mann, der überlebt, kann theoretisch sehr schnell bei einer Menge an Frauen für Nachwuchs sorgen.

Andere Länder, andere Sitten

Das hat sich natürlich in neuerer Zeit sehr stark geändert und in unserer Gesellschaft ist eine solche Form der Polygamie nicht akzeptiert. Obwohl wahrscheinlich mancher junge Mann, der diese Zeilen liest, dies durchaus gerne erleben würde. Es lohnt es sich, Dich im Internet umzusehen und „kulturanthropologische Forschungen“ anzustellen. Ich finde beispielsweise hochinteressant, wie es die Stammeskulturen auf Vanuatu mit ihren partnerschaftlichen und zwischenmenschlichen Beziehungen halten oder wie die Mosuo (Ricardo Coler: Das Paradies ist weiblich) auf monogame partnerschaftliche Beziehungen verzichten können. Also Männer, auf nach Vanuatu oder Mosuo. Dort herrschen offensichtlich paradiesische Verhältnisse für euch.

Während der Mann also zur Unverbindlichkeit neigt und die Last der Verbindlichkeit während der „Aufzucht der Kinder“ eher scheut, ist die Frau ganz anders „drauf“.  Die Frau, will das „Nest und die Brut“ schützen und sucht gerade deshalb Verbindlichkeit und Sicherheit. In unserer Gesellschaft übernehmen Staat und Kirche die Garantie dafür. Bitte entschuldige den Gebrauch der möglicherweise als chauvinistisch interpretierbaren Ausdrücke, ich habe sie zur Verdeutlichung aus dem Tierreich übernommen, wo die Verhältnisse ja ähnlich liegen, sich aber „natürlich“ regeln müssen.

Und im Tierreich…

Interessanterweise kümmern sich nämlich Staat und Kirche weder um Enten noch um Gorillas. Du kannst ja einmal die Namen „Konrad Lorenz“, „Eibl-Eibesfeldt“ und „Dian Fossey“ googeln. Das sind die Namen von berühmten Verhaltensforschern, die aus dem Verhalten von Tieren Rückschlüsse auf das Verhalten von Menschen gezogen haben. Denn die Enten und die Gorillas regeln sowohl das Zusammenleben untereinander als auch die Paarbindung auf sehr geschickte und funktionelle Weise.

Ich bin ganz glücklich, dass wir in einer Zeit leben, in der Du die herkömmlich überlieferten Formen von Partnerschaft, Beziehung, Ehe und anderen Formen von Lebensgemeinschaft durchaus einmal (vielleicht sogar zusammen mit Deinem „Partner“) hinterfragen kannst. Die Gesellschaft erlaubt Dir auch, vielleicht einmal ganz neue Formen des Zusammenlebens auszuprobieren. Das muss durchaus nicht in Verhältnissen wie in der Kommune 1 – Phase 2 (tja, bitte googeln) enden.

Ich habe viele Freunde und Bekannte, die sich mit den ungeschriebenen Regeln des Zusammenseins aktiv auseinandergesetzt haben und spannende Experimente leben. Nicht immer einfach, doch IMMER abenteuerlich und lernintensiv. Wenn Du mit Deinem Partner eine eingefahrene Beziehung verbessern und zu „neuen Ufern aufbrechen“ willst, hier ein paar wichtige Regeln, die Du beachten kannst.

Fünf Regeln für eine glückliche Beziehung

Beachte: diese fünf Regeln sind die die Spitze des Eisbergs. Es lohnt sich wirklich, damit aktiv zu arbeiten.

  1. Deine Beziehung funktioniert auf der Basis von Angeboten. „Ich wäre ja gar nicht eifersüchtig, wenn MEINE FREUNDIN nur…!“ Merkst Du es? Häufig machst Du Dein Wohlergehen (nicht nur in der Beziehung) davon abhängig, ob und wie andere Menschen ihr Verhalten ändern. Warum aber bei Anderen beginnen, was Du selbst sehr viel einfacher bewerkstelligen kannst: Dein Verhalten dem gewünschten Ergebnis anzupassen.
  2. Deine Beziehung funktioniert mit Freiraum den DU gewährst. „Trautes Heim, Glück zu Zweien“ sagt das Sprichwort. Nichts ist gefährlicher für eine Beziehung als 24/7 aufeinander zu hocken und ALLES gemeinsam zu machen. Wo bleiben Deine Freunde, mit denen Du früher die Wochenenden und Ferien verbracht hast? Was ist mit Deinen Sportkameraden los? Woher kommt plötzlich der Bauchansatz, weil Du aufgehört hast, Fussball zu spielen? Als Faustregel, auch in einer neu eingegangenen Beziehung, gilt: ein Drittel der FREIEN Zeit (ohne Schlafen und Arbeiten) solltest Du außerhalb Deiner Beziehung verbringen. Am besten mit den (gleichgeschlechtlichen) Freunden. Siehe letzter Artikel.
  3. Deine Beziehung funktioniert mit streitfreier Kommunikation. Ah ja, die Geschichte mit dem Streiten. Wäre es nicht toll, dieses Thema ganz einfach zu vermeiden? Das geht tatsächlich sehr einfach. Eine ausführliche und sehr wirkungsvolle Erklärung findest Du in meinen Erläuterungen zum E-Prime Sprachmodell von Alfred Korzybski, einem der Pioniere, die den Weg zum Modell von NLP geebnet haben. Er erklärt, wie Du Deine Sprache und Deine Vorstellung der Welt anpassen kannst, dass beiden Partnern Raum genug bleibt, ihre Meinung zu artikulieren und die Meinung des anderen trotzdem zu hören.Es gibt von mir einen ausführlichen Artikel zum Thema „Beziehung retten – Beziehungstipps“, der sich in wesentlichen Teilen mit der streitfreien Kommunikation auseinandersetzt. Hier findest Du ihn.
  4. Deine Beziehung funktioniert mit Kompromissen. Jaja, da mag sich Dein Machismo (für die männliche Leserschaft) noch so ausgeprägt entwickelt haben, eine Beziehung ist leider nicht mit einem Menschen zu haben. Eine Beziehung – so platt es klingen mag – ist nur zu zweit (oder mehr) zu haben. Und wenn Du verliebt bist, scheint in der Anfangszeit Dein Partner der ideale und perfekte Mensch zu sein. Keine Kompromisse nötig. Aber eben nur solange, bis „die Hormone nachlassen“. Dann beginnt die Arbeit, Formen des Zusammenlebens zu finden, mit der BEIDE Partner in einer Beziehung zufrieden sind. Das ist eine schöne Arbeit. Aber eben verbunden mit Kompromissen. Vermutlich wirst Du dabei Dinge lernen, die Du ohne Deinen Partner niemals erfahren hättest.
  5. Deine Beziehung funktioniert sehr viel besser auf der Basis von Lob als auf der Basis von Kritik. Darüber habe ich schon so viel geschrieben, bleibt an dieser Stelle nur das Statement. Wenn du herausfinden willst, wie stark Stimmungen großer Gruppen von Lob und Kritik beeinflusst werden, ist der NLP Practitioner eine sehr gute Gelegenheit dazu. Eine Faustregel jedoch sollte Standard für Dich sein: Erst sieben Male loben, dann ein Mal kritisieren. So ist es richtig.

Auf dieser Basis lohnt es sich also durchaus, das konventionelle Beziehungsmuster aufzubrechen und mit neuen Wegen und alternativen Formen zu experimentieren. Wenn Du dann trotzdem wieder in einer von Liebe bestimmten, monogamen Beziehung landest, weisst Du wenigstens, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes nur grüner scheint.

Hier zum kostenlosen online NLP Practitioner.

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