Tag 5: TimeLine

Inhalt Tag fünf und sechs: Die Zwiebel im Gehirn — Zeitordnungen.

Kommentar von Chris:

Mit dem Betrachten der Aufzeichnung von Tag 5 hast Du das Konzept der TimeLine vermittelt bekommen. Gerade an diesem Tag sind es die ÜBUNGEN am Nachmittag, die den Unterschied machen. Und erst die Trance INTEGRATION bringt die Strategien auf der unbewussten Ebene zum Laufen. DAS kannst Du NUR erfahren, wenn Du am Practitioner teilnimmst.

Nach den Videos etwas zum Üben und Nachdenken:

Übungen des Tages als PDFHausaufgabe als PDF

Tad James und Wyatt Woodsmall veröffentlichten im Jahre 1988 das Buch „Time Line and the Basis of Personality”. Das Werk besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil schreibt Tad James über die Veränderung von Glaubenssätzen und im zweiten Teil stellt Wyatt Woodsmall sein Modell der Time Line vor. Beide erforschen mit ihren Themen die Grundlagen der Veränderungsarbeit.

Das, was Du glaubst, dass Deine Realität darstellt, ist das, was Deine Realität ausmacht. So lässt sich die Aussage von Tad James in einem Satz fassen. Wenn Du den Glauben an das veränderst, was Du für Dich für möglich hältst, wird sich auch Deine Realtiät verändern. Das ist DER zentrale Hebel für jede Veränderungsarbeit. Davon in späteren Newslettern mehr.

Wyatt Woodsmall beobachtete, dass unsere Wahrnehmung der Zeit erst dann für uns fassbar wird, wenn wir uns unbewusst ein (visuell wahrgenommenes) Konstrukt erschaffen, das uns eine räumliche Bezugnahme auf zeitliche Ereignisse erlaubt. Aus diesen Beobachtungen formulierte er sein Modell der Time Line. Es gibt im Modell von NLP heute viele sehr wirksame Formate, die dieses Modell zur Grundlage nehmen. Ich halte die damit verbundenen Möglichkeiten für so effektiv, dass ich im NLP Practitioner dem TimeLine Modell zwei ganze Tage widme.

Die gängige Limitierung auf die unbewusste Organisation der Zeit, also auf das TimeLine-Modell als Teil des Modells von NLP, greift nach meinem Dafürhalten jedoch viel zu kurz. Die wenigsten Anwender erkennen, dass ALLES, was uns ausmacht, dass Dein Gehirn die gesamte subbewusste Weltwahrnehmung und die Interaktionen, die daraus resultieren, in einem virtuellen Kosmos visuell und AUSSERHALB des Gehirns organisiert. Über unsere visuelle Wahrnehmung der Welt haben wir quasi eine zweite, unbewusste Hülle gelegt, mit der wir uns hoch effektiv organisieren.

Im NLP Practitioner gebe ich Dir häufig Beispiele, bei denen Du durch sorgfältiges Beobachten viele wertvolle Informationen über diese subbewusst ablaufenden Organisationsprozesse gewinnen kannst. So spiegelt sich zum Beispiel jede Entscheidungsstrategie auf dieser Ebene. Wenn Du Dich schon etwas mit dem Modell von NLP befasst hast, ist Dir das bestimmt schon aufgefallen. Wenn Du in einer Übung Dein Gegenüber beobachtest, während er „nachdenkt” oder Entscheidungen fällt, dass sich die Augen rastlos bewegen und unterschiedliche Punkte im Raum fixieren: Das ist EIN Weg, die virtuellen Organisationstrukturen des Gehirns zu erkennen und auch zu nutzen.

Ich wollte mit den vorangegangenen Zeilen darstellen, dass das Modell der TimeLine „nur” ein Bestandteil eines sehr viel größer zu fassenden Modells ist. Leider jedoch gibt es zu diesen Erkenntnissen noch keine Publikation. Das Modell und die Anwendungen dazu sind noch nirgendwo schriftlich niedergelegt. Du bist also auf die Vermittlung im Workshopkontext angewiesen und deshalb erfährst Du auch vieles zu diesem Thema im NLP Practitioner.

Erlaube mir an dieser Stelle eine kleine Metabetrachtung: In manchen Schulen der Psychotherapie gibt es die Ansicht, dass vergangene negative Erlebnisse unser heutiges Handeln beeinflussen und für die Limitierungen unseres Handelns und unserer Persönlichkeit verantwortlich sind. Damit Du diese Limitierungen auflösen kannst, ist also zuerst eine Art von „Grossreinemachen” nötig — und dann kannst Du Dich an die Gestaltung Deiner Zukunft machen.

So habe ich auch den NLP Practitioner organisiert. Von den zehn Tagen, die dieser Workshop dauert, beschäftigen sich die ersten fünf mit dem „Grossreinemachen” auf den unterschiedlichsten Ebenen, der zweite Teil vermittelt Dir dann die Werkzeuge für ein erfolgreiche(re)s Leben. Als Verbindungsglied und Überleitung nutze ich die verschiedenen Formate im Modell der TimeLine. Es geht am fünften Tag um die Wahrnehmung Deiner eigenen TimeLine und das ist ein sehr interessantes Forschungsprojekt.

Viele Trainer haben noch nicht erkannt, dass unser Gehirn die TimeLine „erschafft” und verbringen viel Zeit und Mühe damit, die „wahre”” TimeLine ihrer Teilnehmer herauszufinden. Der einfachere Weg (für den Fall, dass Du glaubst (sic!), Deine TimeLine nicht erkennen zu können) besteht jedoch darin, Dir selbst eine TimeLine zu konstruieren. Das funktioniert hervorragend. Wo ein Konstrukt existiert, kann auch ein zweites seinen Platz finden. Viele meiner Teilnehmer sind auch verunsichert, wenn sie in den Übungen  mehrere TimeLines wahrnehmen, die je nach Kontext unterschiedlich ausfallen. Kein Problem, es gilt der vorher geschriebene Satz. Wenn Du willst, kannst Du die TimeLine und die anderen, subbewussten Schichten wie eine Zwiebel (Titel des Newsletters) wahrnehmen, in der sich die unterschiedlichen Organisationsmodelle schichten.

Die Formate, die Du anwendest, wenn Du auf die eine oder andere Weise in den „Besitz” Deiner TimeLine gekommen bist, zählen mit zu den interessantesten Interaktionen im Modell von NLP. Lies Dir einfach die Übungen im Übungsbuch durch und Du wirst erkennen,welch riesiges Potenzial in der Beschäftigung mit der TimeLine verborgen ist.

An dieser Stelle möchte ich besonders auf die abendlichen Musiktrancen hinweisen, die an diesem und dem nächsten Tag von herausragender Bedeutung sind. Ich finde es nämlich in jedem NLP Practitioner etwas Besonderes, auf der TimeLine zu reisen und konstruktive Veränderungen vorzunehmen. Die beiden Trancen wirken nach meiner Erkenntnis besonders lange und organisieren Veränderungen in einem generalisierten Kontext auf subbewusster Ebene. Das heißt, die „Dinge” passieren ohne Dein bewusstes Zutun und ohne bewusste Entscheidungsprozesse, die für die meisten sowieso nur ein Hindernis (Glaubenssysteme sic!) darstellen.

Damit möchte ich meine heutigen Ausführungen beschließen. Der Text mag nur kurz sein, hat jedoch in meinen Augen eine große Bedeutung für die Wirksamkeit in der Anwendung des Modells von NLP. Und wahrscheinlich geht es Dir wie mir: dass jede aufgestoßene Erkenntnisstüre in Räume führt, die noch mehr Türen haben. Wenn Dich also das Lesen dieses Newsletters neugierig oder gar unzufrieden zurückgelassen hat, dann ist es Zeit, die Anwort auf Deine Fragen durch die Teilnahme am NLP Practitioner zu suchen. Dort bist Du beim Suchen wenigstens in guter Gesellschaft.

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