Was ist Hypnose und wie funktioniert sie?

Meine Erfahrungen aus 25 Jahre Hypnose Anwendung

Wenn ich auf meinen vielen Reisen in Gesprächen nach meinem Beruf gefragt werde, sage ich oft, ich wäre Lehrer für Hypnose. Das ist zwar eine etwas verkürzte Darstellung führt aber meist zu interessanten Situationen: „Oh Gott, da darf ich Dir ja nicht mehr in die Augen schauen, sonst machst Du mit mir, was Du willst!“

Was ist Hypnose Spirale?

Es gibt offensichtlich noch immer eine Menge an Vorurteilen und natürlich trägt eine sensationelle Berichterstattung in den Medien nicht immer dazu bei, das Phänomen Hypnose von diesen Vorurteilen frei zu halten. Dabei bin ich der festen Überzeugung, dass wir uns mit unserem Verständnis und der Nutzung hypnotischer Techniken noch ganz am Anfang befinden. Ich komme mir selbst vor, wie ein kleines neugieriges Kind, für das sich hinter jeder Ecke eine neue Welt verbirgt. Das muss Dich allerdings nicht davon abhalten, gute Erfahrungen mit Hypnose zu machen und selbst herauszufinden, was denn nun „dran“ ist, an den vielen Gerüchten und Geschichten.

Was ist Hypnose im Video

Meine Definition von Hypnose

Hypnose bezeichnet den Prozess, der zu einem Trancezustand führt. Als hypnotischen Zustand oder Trance bezeichnet man einen Zustand der das Ergebnis des Prozesses einer hypnotischen Induktion ist. Eine Trance ist gekennzeichnet durch einen tief entspannten Zustand mit eingeschränkter und fokussierter Aufmerksamkeit und einer weitgehenden Aufhebung der bewussten „kritischen Instanz“.

Das Wort Hypnose ist abgeleitet vom altgriechischen Wort ὕπνος (hýpnos) für Schlaf. Das Wort wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom französischen Arzt Jean-Martin Charcot am Hôpital de la Salpêtrière in Paris geprägt. Der englischen Arzt James Braid führte es später in seinen Schriften ein und seither wird davon allgemeiner Gebrauch in der Literatur gemacht.

Funktioniert Hypnose wirklich?

Das kommt darauf an, was Du unter „funktionieren“ verstehen willst. Von vielen Hypnotiseuren wird es bereits als Erfolg angesehen, wenn Du Dich in einem mehr oder weniger tiefen Trancezustand wiederfindest. Viele Menschen jedoch erwarten sich etwas ganz Bestimmtes, wenn sie sich auf eine Hypnosesitzung einlassen. Sie haben ein Ziel. Sie wollen ein paar Pfunde abnehmen oder gleich die Struktur des Essverhaltens verändern, in die Vergangenheit abtauchen oder tiefsitzende Traumata auflösen. Mit dem Rauchen aufhören oder schlimmere Süchte bewältigen.

Was auch immer es ist, tausende und abertausende von erfolgreichen Hypnosesitzungen beweisen Dir, dass die Technik der Hypnose, verantwortungsvoll angewendet wirklich funktioniert. Ob sie für Dich funktioniert, das musst Du selbst herausfinden. Auf wieder einem anderen Blatt steht die Frage, ob Du selbst hypnotische Techniken erlernen kannst, so dass sie für Dein Gegenüber funktionieren. Das hängt von Deiner Flexibilität und von vielen weiteren Faktoren ab. Von den Teilnehmern an meinen Workshops wird diese Frage in den allermeisten Fällen mit JA beantwortet.

Hypnotische Zustände im Alltag

Bist Du schon einmal an der Ampel „in Gedanken versunken“ stehen geblieben, obwohl das Licht längst auf Grün gewechselt hatte? Bist Du schon einmal in einen Fernseh- oder Kinofilm so eingetaucht, dass Du vermeintlich Teil der Handlung wurdest? Hast Du gedankenverloren in einen Sonnenuntergang geblickt und Zeit und Raum dabei vollständig vergessen? Ist die Zeit langsamer gelaufen, als Du in einer langen Schlange standest und ist sie schneller vergangen, als Du mit einem lieben Menschen in ein angeregtes Gespräch vertieft warst? Bist Du „weggeträumt“, als Du gedankenverloren ins flackernde Lagerfeuer geblickt hast? Das alles kannst Du bereits als als einen hypnotischen Zustand ansehen.

Wenn Du Dein Alltagsverhalten einmal genauer betrachtest, scheint es mir eher, als dass Du Dein gesamtes Leben lang von einem Trancezustand in den nächsten wechselst. Du kannst Dein Leben als eine Folge von unterschiedlichen und mehr oder weniger von Trance begleiteten Zuständen wahrnehmen. Wenn Du „konzentriert“ einen Text in den Computer hackst, wenn Du Auto fährst oder wenn Du eine Yogasitzung im Zustand des Flow absolvierst, bist Du in einer Art von Trance. Es hilft Dir, all diese kreativen und nützlichen Zustände nutzbar zu machen, wie Du es in meinen Workshops gelernt hast. Dein Leben wird reicher werden, und Du wirst endlich bewusster leben.

Hypnose Induktion nach Dave Elman
NLP Elemente Modul 07: Die schnelle Tranceinduktion

Lerne eine Tranceinduktion und -utilisation (Nutzung), die täglich von tausenden Hypnotherapeuten in aller Welt erfolgreich eingesetzt wird. Mit etwas Übung kannst Du lernen, bereits nach vier Minuten Tieftrancephänomene  hervorzurufen. Dazu gehören Phänomene wie: Schmerzen lindern, Zeitwahrnehmung verändern, positive oder negative Halluzinationen.

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Eine kurze Historie der Hypnose

Hypnose ist eine der ältesten Therapieformen der Menschheit. Entsprechende Texte aus dem Sanskrit und von den Sumerern lassen sich bis etwa 8.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Allerdings wurden unterschiedliche Namen und Bezeichnungen dafür verwendet.

Aus Ägypten stammt der der Papyrus Ebers eine Schriftrolle, die 1600 Jahr v.Chr. niedergeschrieben wurde. Sie enthält Anweisungen mit „Beschwörungen“, die heutzutage bei der Hypnosetherapie verwendeten Suggestionen sehr ähnlich sind.

In der griechischen Kultur wurde der Asklepios-Kult mit der Tradition der Schlaftempel zur Behandlung psychischer Leiden praktiziert. Dazu nutzten Mönche einen leichten Schlafzustand der Patienten und gaben ihnen währenddessen positive Suggestionen. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde der Kult des Tempelschlafes von den Römern übernommen.

Die Geschichte der modernen Hypnose beginnt im 18. Jahrhundert als ein Effekt der Aufklärung. Man interessierte sich verstärkt für die logisch rationale Erklärung der unterschiedlichsten Phänomene. Es war der Ursprung unserer modernen Wissenschaft. Ich streife die wichtigsten Entwicklungen nachfolgend. Weiterführende Artikel kannst Du einfach im Internet finden.

Der Urvater der Hypnose als modernes Therapieverfahren ist Franz Anton Mesmer (1734-1815). Er prägte und popularisierte das Bild der Hypnose im 19. Jahrhundert nachhaltig. Er bemerkte, dass für das Erreichen hypnotischer Zustände keine Hilfsmittel oder Drogen nötig waren. Er führte die Entstehung einer Trance auf einen, dem Körper innewohnenden Magnetismus zurück. Die Bedeutung des Wortes war damals weiter gefasst und wurde im Sinne nicht erklärbarer Strahlen verstanden. Mesmer experimentierte mit der Übertragung dieses magnetischen Fluidums auf seine Patienten, indem er sie körperlich abstrich. Er legte nicht etwa, wie so oft und falsch angenommen, Magnete auf den Körper seiner Patienten. Durch seine guten Kontakte zum französischen Adel und seine Präsenz in der Pariser Gesellschaft popularisierte er die Hypnose als gesellschaftliches Phänomen. Seine spektakulären Demonstrationen in den Pariser Salons waren bestens besucht und wurden unter anderem von E.T.A. Hoffmann in einem Essay beschrieben.

James Esdaile (1808–1859) war als schottischer Chirurg in Indien tätig. Er entdeckte aus Mangel an Narkosemitteln die tiefen Zustände der Trance und die damit verbundenen Phänomene der hypnotisch induzierten Schmerzunempfindlichkeit. Der Esdaile Zustand ist nach ihm benannt. Der portugiesische Abbé Faria (1755 – 1819) studierte hypnotische Trancezustände bei James Esdaile in Indien. Er verstand die Wirkung der Sprache und der Suggestion. Er ist damit der Vater der hypnotischen Suggestion.

Der englische Augenarzt James Braid (1795 – 1860) wollte der Hypnose wissenschaftlich auf den Grund gehen. Er setzte den Prozess der Hypnose für positive Veränderungsprozesse ein und wurde so zum ersten Psychotherapeuten.

Emile Coué (1857 – 1926) entwickelte die Lehre der Autosuggestion. Er erkannte, dass jede Hypnose auch eine Selbsthypnose ist. Er prägte darüber hinaus einige wirksame und oft verwendete Suggestionen. Beispiel: „Mir geht es von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser.“

I.H. Schultz entwickelte in den 1920er Jahren das autogene Training. Es ist ein einfaches und standartisiertes Verfahren der Selbsthypnose. 

In den USA entwickelte Dave Elman (1900 – 1967) eine schnelle und effiziente hypnotische Tranceinduktion. Die Elman-Induktion gehört heute zum Standard-Repertoire vieler Hypnotiseure und Ärzte. Er gliederte die Hypnosesitzung in verschiedene Teile und liefert funktionale Testverfahren für die unterschiedliche Trancetiefen.

Der Arzt und Hypnosetherapeut Milton H.Erickson entwickelte die nach ihm benannte, indirekte Hypnosetechnik.

Wie ein Trance-Zustand entsteht

Ein Trance-Zustand (umgangssprachlich eine Trance) entsteht als Folge einer Tranceinduktion. Der Hypnotiseur spricht dabei an den jeweiligen Zustand angepasste Sätze und beobachtet die Reaktionen seines Gegenüber. Durch die Veränderung der Sprachmelodie und des Inhalts verstärkt er die hypnotischen Reaktionen und führt sein Gegenüber in einen tieferen Zustand der Entspannung.

Wenn derHypnotiseur gut ausgebildet ist, kennt er Testverfahren, die ihm anzeigen, wann der jeweils nötige Zustand für die Tranceutilierung erreicht ist. Als Tranceutilisierung bezeichnet man den Abschnitt innerhalb einer Hypnosesitzung, bei dem geeignete Suggestionen so gegeben werden, dass das Unbewusste beim Erreichen des vorgestellten Ziels hilft.

Bin ich hypnotisierbar?

Ob Du es glaubst, oder nicht, das ist die Frage, die mir am meisten gestellt wird. Natürlich willst Du meine Antwort wissen, die für die meisten Menschen unerwartet ausfällt: „Ob Du hypnotisierbar bist, halte ich nicht für die richtige Frage. Mir stellt sich eher die Frage, wie ich Dich aus jener Trance aufwecken kann, in der Du Dich Dein ganzes Leben lang befunden hast!“ Und das meine ich durchaus ernsthaft. JEDER Mensch ist hypnotisierbar. Jene, die von sich glauben, es nicht zu sein, sind oft am anfälligsten für die entsprechenden Suggestionen. Das liegt am ausufernden internen Dialog, mit dem sie meist beschäftigt sind, um „wegzuerklären“, was gerade passiert.

Ich hatte Menschen auf der Bühne, die, während sie ernsthaft von sich behaupteten, gerade nicht in Trance zu sein, alle suggerierten Phänomene von Armlevitation über Amnesie bis hin zu irrationalen Verhaltensänderungen ausführten. Entsprechende Beweise findest Du bei youtube. Lehn Dich also zurück und nimm Dir vor, jede Art von Suggestion zu geniessen, die Dir gute Gefühle macht und Dir hilft, Deine grossen und kleinen Ziele zu erreichen. Und wenn Dir Trance und Hypnose Angst machen…. lass es einfach sein. Jeder gut ausgebildete und menschlich arbeitende Hypnotiseur wird dafür sorgen, dass Deine Hypnosesitzung oder Dein Hypnoseworkshop von vielen guten Gefühlen begleitet ist.

Welche Fähigkeiten brauchst Du für eine Hypnosesitzung

Damit Du eine hypnotische Sitzung passiv geniessen kannst: überhaupt keine. Du kannst es dem Hypnotisieur und seiner Professionalität überlassen, mit allen Vorbehalten und Glaubenssätzen auf eine effektive Art und Weise umzugehen. Tut er das nicht, verabschiede Dich einfach und geh woanders hin.

Etwas anders verhält es sich, wenn Du das Hypnotisieren erlernen willst. Du brauchst eine gehörige Portion an Flexibilität und Lernwillen. Neues sollte Dich anziehen, nicht abstossen. Du solltest Interesse am Umgang mit anderen Menschen haben. Elfenbeinturmkünstler sind schlechte Hypnotiseure. Hypnose ist eine Form von zwischenmenschlicher Kommunikation. Sie bedingt die Auseinandersetzung mit anderen Menschen. Wenn Du mit Glaubenssätzen ausgestattet sind, die Dein Leben leichter machen, wenn Du Dir und Anderen gerne gute Gefühle machst und wenn das Leben an sich ein grosses Abenteuer für Dich darstellt, dann bist Du in einem Workshop für Hypnose sehr gut aufgehoben. Viele Menschen glauben, im einigen oder anderen Bereich Defizite zu haben und absolvieren gerade deshalb in eine Hypnoseausbildung. Damit arbeiten sie an ihrer Persönlichkeit und an ihren Vorbehalten. Auch das ist ein guter Weg, mit dem Leben besser zurecht zu kommen. → Mehr im Artikel: Hypnose lernen in Schritten.

Blitzhypnose was ist dran?

Viele denken beim Begriff der Blitzhypnose an jene Induktionen, die sie bei youtube gesehen haben. Dort zeigen Jungs, wie sie Menschen (meist Frauen) auf der Strasse hypnotisieren. Es kann durchaus sein, dass die Taktik der Musterunterbrechung und Überrumpelung tatsächlich für eine momentane Verwirrung sorgt, die zu einer Demonstration entsprechender hypnotischer Phänomene führt. Die aus diesen Techniken resultierenden „Erfolge“ werden in den Filmen nur angedeutet. Es liegt an Dir, was Du daraus machst, so das Angebot. In den meisten Fällen ist das ein Mittel, das zum Besuch der entsprechenden Workshops führen soll.

Wenn es sich um junge Männer mit entsprechenden Fantasien handelt, schlage ich meist vor, an meinen Workshops teilzunehmen und zu lernen, mit den dahinter liegenden Unsicherheiten umzugehen. Das nennt man umgangssprachlich „erwachsen werden“. Ich habe mir überdies aus berufenem Munde sagen lassen, dass viele junge Frauen unsichere junge Männer, die mit ihrer Unsicherheit ehrlich umgehen, diese Eigenschaft ganz süss finden.

Es gibt natürlich auch nützliche Verfahren, einen Patienten schnell in Trance zu versetzen. Ich unterrichte diese Verfahren. Stell Dir nur einmal die Notaufnahme eines Krankenhauses vor. Ein Unfallopfer wird mit einem offenen Beinbruch eingeliefert. Der Notarzt hat keine Ahnung ob und wie dieser Patient auf die Gabe von Schmerz- oder Betäubungsmitteln reagieren würde. Eine Schnellhypnose kann den Patienten ruhigstellen und die Blutung mindern. Das ist das tausendfach erfolgreiche Ergebnis einer sensibel angewendeten Blitzhypnose.

Willst Du ein weiteres Beispiel? Wurzelbehandlungen beim Zahnarzt sind schmerzhaft. Was sind die Optionen für einen Patienten, der allergisch auf die Betäubungsspritze reagiert? Dave Elman hat ein Verfahren entwickelt, diesen Menschen zu helfen. Es ist unter dem Begriff „Elman Induktion“ in der Zahnheilkunde weit verbreitet und hat, seitdem es in den 1930er Jahren entwickelt wurde, buchstäblich tausenden von Patienten ihr Los erleichtert. Für diese Formen der Anwendung wurde die Schnellindution ursprünglich entwickelt.

Showhypnose

Für den unbeteiligten Zuschauer sind die Effekte, die Showhypnotiseure auf der Bühne mit hypnotischen Effekten erzielen lassen, schlichtweg spektakulär. Es verhält sich damit wie bei einer guten Zaubershow. Das was die Teilnehmer zu sehen glauben ist das Ergebnis guten Timings und hervorragender Technik. Ein guter Showhypnotiseur leitet die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer dahin, wo er sie gerade braucht. Eine gute Hypnoseshow ist unterhaltsam und belässt die „Demoobjekte“ menschlich.

Auch wenn die Showhypnose nicht mein eigentliches Thema ist, kenne ich natürlich eine Menge der Tricks, die einen guten Showhypnotiseur ausmachen. Wenn Du Dich damit näher befassen willst, rate ich Dir, ein Mensch zu sein, der schon auf der Bühne Erfahrungen gesammelt hat. Kannst Du Menschen zum Lachen bringen? Kannst Du Spannung mit Handlungen erzeugen und es aussehen lassen, als wäre das die einfachste Sache der Welt? Ja? Dann ist es nicht schwer, Elemente der Hypnose einfliessen zu lassen. Dann kannst Du Deinen Zuschauern etwas Nützliches anbieten, was noch den Nebeneffekt hat, lustig und spannend zu sein.

Wenn Du willst, gebe ich Dir ein paar der Tricks preis, die zu den spektakulären Effekten führen, die Du in einer Show siehst. Bei den Fernsehshows gibt es den sogenannten „Anheizer“. Er macht Stimmung im Publikum und „nebenher“ sucht er nach Menschen, die leicht in Trance gehen. Er „demonstriert“ das, was später passieren wird und ankert den Prozess der Tranceinduktion und die erreichten Trancezustände. Später, bei der Show, löst der Hypnotiseur vor der Kamera den Anker aus und das Demoobjekt geht spektakulär und wie von selbst in Trance.

Musterunterbrechungen wie der modifizierte „handshake Interrupt“ sind ebenfalls ein effektiver Weg, vermeintlich unbeteiligte Zuschauer zur Demonstration entsprechender Effekte in eine leichte Trance zu bringen. Mit einer entsprechenden Begabung zur Bühnenpräsenz und etwas Erfahrung in hypnotischen Techniken kann aus Dir ein erfolgreicher Showhypnotiseur werden.

Lohnt sich eine Hypnosetherapie bei Angst, Phobie, Trauma oder Depression?

Es gibt vielerlei Linderungs- und Heilungsansätze für psychosomatische Krankheiten. Einer davon kann in der Hypnosetherapie bestehen. Milton H. Erickson verzeichnete lang anhaltende Erfolge mit seinen Therapiesitzungen. Die Form der indirekten Suggestionen dringt tief in Unbewusste und wirkt für lange Zeit. Jede Art von Phobie kannst Du mit einer hypnotisch geführten oder hypnotisch verstärkten NLP Fast Phobia Cure auflösen. Garantiert. Auch bei tief sitzenden Traumata werden von Fall zu Fall ausgezeichnete Resultate mit NLP Techniken und/oder hypnotischen Suggestionen erzielt.

Das besondere an einer erfolgreichen Hypnosetherapie liegt in der Fähigkeit des Hypnotiseurs, die traumatischen Erlebnisse quasi auszulöschen. Amnesie nennt sich diese Technik. Sie ist sehr wirksam. Auf YouTube kannst Du sehen, wie einfach es ist, einen Teilnehmer seinen eigenen Namen vergessen zu lassen. Wenn dies funktioniert, kannst Du alles vergessen. Und das passiert Dir unfreiwillig ja oft: „Wo hab ich denn meine Schlüssel hingelegt, vorhin waren sie noch genau da!“ ist bestimmt ein Satz den Du von Dir schon öfter gehört hast. Negative Halluzinationen gehören zum Alltag wie zum Bäcker das Brot. Lerne, sie zu nutzen oder gehe zu jemanden, der sie nutzen kann.

Bei Depressionen halte ich einen verhaltenstherapeutischen Ansatz mit NLP und hypnotischer Unterstützung für sehr erfolgreich. Im Internet findest Du, wenn Du betroffen bist, sehr leicht gute Therapeuten, die mit diesem Ansatz arbeiten.

Kann ich durch Hypnose manipuliert werden?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht einfach. Manipulation gehört ja zum Leben. Viele Menschen meinen es gut mit Dir und geben Dir Ratschläge, die bestenfalls auf der eigenen, limitierten Erkenntnis der Sachlage beruhen. Auch der Hypnotiseur meint es gut mit Dir und arbeitet auf der Basis seines Wissens und seiner Fähigkeiten mit Dir. Die Weltsysteme Deiner Umgebung schwingen in jeder Form von Kommunikation mit. Das Wort Manipulation kommt von Manus und ist im lateinischen die Hand. Ein Manipulateur war ein Mensch, der sein Handwerk gut verstand. Erst im 18. Jahrhundert bekam das Wort die negative Bedeutung, die wir ihm heute beimessen.

In diesem Sinne versteht sich Manipulation in unserer Zeit meistens als etwas, das sich gegen Deine Glaubenssysteme und Überzeugungen richtet. Oft ist es ja schon die Unfähigkeit, sich zu entspannen, die den Tranceprozess unterbricht. „Ich kann nicht hypnotisiert werden!“ ist dann die Aussage. Stimmt nicht und jeder gute Hypnotiseur kennt Mittel und Wege, Deine Verspannungen aufzulösen.

Was aber, wenn jemand bewusst Suggestionen geben will, die Schaden anrichten? In meiner Intensivausbildung zum Hypnotiseur in Amerika versuchten genau dies. Wir wollten Schaden anrichten um zu erforschen, was dann passiert. Es gelang uns nicht. Dein Unbewusstes schützt Dich vor Schaden und das kann es besser, als es Dein Bewusstsein kann.

Trotzdem gibt es immer wieder Rotzbengel in meinen Workshops, die aus purem Übermut versuchen, irgendeinen Blödsinn mit Hypnose anzustellen. Meistens, um im Mittelpunkt zu stehen oder als der grosse Zampano zu gelten. Deshalb baue ich gleich am Beginn sogenannte indirekte Schutzsuggestionen ein. Sie relativieren den angestellten Blödsinn sofort und sie lassen niemanden bewusst oder unbewusst Schaden anrichten. Das ist ja auch sehr wichtig, wenn Du zu einem Workshop kommst und Hypnosetechniken von mir lernst. Aus gutem Willen könnte mit schrägen Suggestionen durchaus einmal Schaden entstehen. Doch ich habe vorgesorgt. Trau Dich also in meinen Workshops ruhig, wild zu experimentieren. Positives wird übernommen, Negatives funktioniert nicht. So soll Lernen funktionieren.

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2 Kommentare

  • Hallo Lieber Chris,

    wieder einmal, ein spannender, lehrreicher Artikel aus Deiner „Tastatur“.
    Sehr informativ, mit einer feinen Spur von Humor, so macht das lesen
    und lernen Spaß,

    Danke dass Du das mit Deinen Lesern teilst,

    Alles Liebe, Christoph

    Antworten

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