Dein Lebensplan: Was tun, wenn Du es geschafft hast.

Eine kleine Ökologie des Wünschens und Planens

Was kannst Du heute schon an Gewonheiten annehmen und welche Planungsdetails kannst Du heute schon berücksichtigen, damit Du Deine Zeit auch glücklich genießen kannst, wenn Du es dann einmal „geschafft“ hast?

News-LebensplanEs ist kurz vor Silvester und wieder einmal neigt sich das Jahr dem Ende zu . Vielleicht geht es Dir wie mir und Du bemerkst an solchen „Meilensteinen“, wie schnell die Zeit verrinnt. Wenn Du noch jung bist, magst Du Dich vielleicht fragen, ob Du in diesem Jahr wieder ein Stückchen weiter gekommen bist, in dem, was Du erreichen wolltest. Wenn Du schon etwas älter bist, fragst Du Dich vielleicht, ob das, was Du erreicht hast, das ist, was Du ursprünglich wolltest.

Im einem anderen Artikel habe ich Dir geraten, Dich wieder einmal mit Deinem Lebensplan zu beschäftigen. Ihn entweder zu entwerfen oder zu „verbessern“. Ein Lebensplan ist die schriftliche und übersichtlich gegliederte Notation Deiner zukünftigen Vorhaben. Er setzt voraus, dass Du Dich mit Dir und Deiner gegenwärtigen Situation beschäftigst, sie analysierst und bewertest. Du gliederst das, was Du tust in Abschnitte und fragst Dich, ob das, was Du tust (oder tun musst) auch das ist, was Du tun willst.

Das Ergebnis der Auseinandersetzung mit Dir wird in jedem Fall eine Form von Zukunftsentwurf sein. Nehmen wir dazu für einen Moment an, dass dieser Entwurf statisch wäre. Das heißt, er verändert sich im Laufe der Zeit nicht mehr. Dann ist das Ziel Deines Entwurfes eine Form von Lebensstruktur. Ich nehme an, dieser Entwurf ist nicht deckungsgleich mit dem, was Du im Moment in Deinem Leben vorfindest.

Es wird also einmal in Zukunft einen Zeitabschnitt geben, in dem alle Vorsätze, Planungen, Strategien und Projekte Deines jetzigen Lebensplanes eingetreten und fertiggestellt sind. Dann hast Du es „geschafft“. Und dann? Was wird passieren, wenn all das eingetreten sein wird, was Du Dir vornimmst? Was, wenn Du es endlich geschafft hast?

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In diesem Artikel möchte ich der Frage nachgehen, ob ich Dir einige gute Ratschläge geben kann, die Dir heute und vor allem später nutzen, wenn Du es geschafft hast. Wenn Du in den Artikeln auf dieser Webseite liest, findest Du ja viele Artikel für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben – auf die eine oder andere Art und Weise.

Ich habe in vielen Gesprächen festgestellt, dass die meisten Menschen, die „es“ noch nicht (ganz) geschafft haben, die Struktur ihrer Wünsche so gestalten, dass sie sich häufig selber ein Bein damit stellen. Meistens scheint das, was Du Dir wünschst, aus dem Material zu entstehen, das in Dir verankert ist – meinst Du. Das sagt ja indirekt auch eine Grundannahme im Modell von NLP, wenn Du sie etwas freier interpretierst: Alle Ressourcen trägst Du bereits in Dir. Ersetzedas Wort „Ressource“ durch „Glaubenssatz“ und „Wunsch“, dann könntest Du annehmen, dass all das, was Dich ausmacht, in Dir entstanden ist. Bei genauer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass die meisten Wünsche Reaktionen auf Geschehnisse Deiner Umwelt darstellen und Werte und Glaubenssätze beinhalten, die keineswegs von Dir stammen. Doch der Reihe nach.

Die große Reise

Vielleicht gehst Du in deinem jetzigen Leben einer beruflichen Tätigkeit als Arbeiter oder Angestellter nach. Du „verkaufst“ damit einen Großteil Deiner Lebenszeit für ein monatliches Salär. Meistens ist der Lohn (oder so scheint es Dir jedenfalls) für diese Arbeit nicht genug, um irgendwann einmal „frei“ zu sein. Die Aufgabe Deiner Befreiung übernimmt der Staat meist für Dich. Mit 65 oder 67 Jahren kannst Du in Rente gehen (wenn Du dann noch kannst). Damit ist die Zeit, die Du ganz nach Belieben für Dich nutzen kannst, sehr beschränkt. Kein Wunder also, dass viele Menschen im Korsett einer „unselbständigen Arbeit“ von einer anderen Art von Freiheit träumen.

Einer der beliebtesten Ausflüchte aus der täglichen „Misere“ bietet Dir ja die Zeit Deines jährlichen Urlaubs. Dann kannst Du endlich dem Korsett der täglichen Tretmühle entfliehen und „frei“ sein. Dass daraus auch einer der häufigsten diffusen Wünsche für einen Lebensplan entspringt, ist verständlich. „Wenn ich es einmal geschafft habe, werde ich durch die Welt reisen.“ Im Modell von NLP bezeichnen wir den Ursprung dieser Motivation als „moving away“. WEIL Du die tägliche Arbeit als Korsett empfindest, weil sie Dir die Entscheidung (ab)nimmt, frei über Deine Zeit und Deinen Ort bestimmen zu können, willst Du in Gedanken und Träumen entfliehen und phantasierst von einer unendlich langen und unendlich spannenden Reise. Doch ganz so einfach ist es nicht, diesen Traum umzusetzen.

Während eine gewisse Form von Mobilität und Flexibilität heutzutage zu einem selbstbestimmten Leben gehören, würde es Dir vermutlich nach relativ kurzer Zeit entweder zu langweilig oder zu anstrengend werden, beim Reisen. Vor allem, wenn Du dabei wirkliche Abenteuer erleben willst. Ich meine nicht die gekauften Abenteuer, die vor Dir schon hunderte von Menschen erlebt haben. Ich meine die Durchquerung der Wüste Gobi alleine, mit einem Kamel, ich meine die Fahrt mit dem Fahrrad und einem Freund von Berlin nach Shanghai, ich meine die Durchquerung des amerikanischen Kontinents von Nord nach Süd, von Alaska bis Feuerland. Nein, nicht auf dem Motorrad sondern zu Fuß (in zwei Jahren). All das sind Abenteuer, von denen mir gute Freunde berichtet haben, „die es geschafft“ haben.

Wenn Du Dir also das Reisen wünscht, beginne doch vielleicht schon einmal damit, Dein Abenteuer zu planen. In meiner Welt ist es wichtig, möglichst viele Informationen über Deine geplanten Reisen zu sammeln und vorab im Kopf vorzubereiten, WIE GENAU und wohin Du reisen willst. Das Internet bietet Dir eine Fülle von Informationen. Vielleicht stellst Du Dir einen Reiseplan nach Tagen auf und planst jeden Tag genau. Plane auch Zeiten ein, in denen Du Dich treiben lassen kannst und denke daran, etwa alle vier bis sechs Wochen eine Woche des Nichtstuns zu planen.

Das süße Nichtstun

Ja, ich kann gut verstehen, dass derjenige, der tagein, tagaus fremdbestimmt „malochen“ muss, den starken Drang verspürt, einmal einfach nur faul sein zu dürfen. Im China der Ming Dynastie hatte es zum Beispiel derjenige geschafft, der vollständig von körperlicher Arbeit befreit war. Obwohl die Ming Dynastie im 15ten Jahrhundert stattfand, hat sich viel von dieser Einstellung auch im heutigen China bewahrt.

In der Sauna in vielen guten Hotels wird Dein Körper von einem „Wäscher“ gewaschen. In den Huang Bergen, wenn es mehr als fünfzig Meter bergauf oder bergab geht, verdingen sich Träger mit Sänften um Dich möglichst bequem hinauf oder hinunter zu bringen. Einer meiner chinesischen Freunde hat die Anteile seiner Firma verkauft und lebt nun in einem schönen Appartement in Guangzhou seinen chinesischen Traum. Der besteht offensichtlich in unserer heutigen Zeit darin, pro Tag drei bis vier DVD-Filme im perfekt ausgestatteten Heimkino anzusehen, danach mit guten Freunden zum Essen zu gehen und sich den Rest des Tages zu langweilen. Wäre diese Form von Faulenzen nicht auch ein Traum für Dich? Keine Angst, war nur Spass – oder?

Ein anderer meiner (vormaligen) Freunde hat die Anteile an seiner Firma verkauft und damit genug erlöst, um nie mehr arbeiten zu müssen. Nach einigen Jahren der hemmungslosen Befriedigung seines (programmierten?) Konsumtriebs ist er für Jahre dem Drogenkonsum verfallen und knapp dem Tod von der Schippe gesprungen.

Keiner dieser Freunde hatte bedacht, dass es tatsächlich eine wichtige Aufgabe darstellen könnte, die Lebensumstände seines Erfolges vorher zu planen. Bei den Teilnehmern am TrainerTrack bemerke ich diese Tendenzen ebenfalls. Viele wissen genau, was sie nicht (mehr) wollen und planen und wünschen in genau die entgegengesetzte Richtung. Das ist also das bisherige Fazit meiner Zeilen: Der „moving away“ Ansatz führt oft in die Irre.

So, jetzt habe ich Dir indirekt beschrieben, wie es nicht geht. Nun folgt, genauso indirekt, was Du berücksichtigen kannst, um mit einer guten Planung auch ein harmonisches „Erfolgsleben“ haben zu können. Dazu einige Faustregeln:

Gute Gewohnheiten annehmen und nutzen

„Geschafft“ hast Du es, wenn Du ein Leben führen kannst, das in weiten Bereichen von Dir selbst bestimmt ist. Dazu gehören einige Voraussetzungen, an denen Du schon arbeiten kannst, während Du noch auf dem Weg bist. Du kannst nie früh genug damit anfangen, vielleicht sogar sofort.

Löse Dich von gesellschaftlichen Konsumprogrammierungen

Wer nicht genug Geld hat, träumt davon, was er kaufen wird, wenn er einmal genug Geld hat. Davon lebt die Werbung: Vom Träumen. Die Konsummaschine hat Dich diesbezüglich ganz schön im Griff. Tagtäglich erlebst Du etwa 20.000 Werbekontakte (das haben Wissenschaftler herausgefunden), die Dir genau zeigen, wie Dein Traum eines Lebens aussehen soll. Du kennst sicherlich den Spruch: „Mein Haus, meine Yacht, mein Auto, meine Frau, usw.“ Alle Formen dieser Art von „Lebensverwirklichung“ nutzen nur denen, die damit Geld verdienen. Wenn Du davon träumst, Dir ein schnelles Auto anzuschaffen, wenn Du einmal genug Geld haben wirst, dann bist Du schon in die Falle getappt. Vielleicht überprüfst Du einmal Deine sogenannten „Wünsche“ darauf hin. Natürlich ist nichts gegen ein tolles Auto einzuwenden, ich jedoch würde mir erst so ein Auto kaufen, wenn die Höhe der Geldausgabe für mein Vermögen unerheblich geworden ist. Wenn es denn ein Auto sein muss. Es lohnt sich wirklich, die zehn oder zwanzig materiellen Wünsche auf ein Blatt Papier zu schreiben und dann zu priorisieren (nach Wichtigkeit gliedern), der wichtigste Wunsch ganz oben und so weiter. Dann prüfe Dich: Welches immaterielle Bedürfnis soll die materielle Befriedigung meines Wunsches befriedigen: Ansehen, Status?

Achte auf Qualität

Ein Sprichwort sagt: „Wer billig kauft, kauft mehrmals!“ Achte auf Qualität in Deinem Leben. Das gilt für Kleidung, Essen, Freunde, Tätigkeiten, Hobbies und noch vieles mehr. Vielleicht musst Du erst Ressourcen dazu schaffen. Da ist der Weg dann meist schon das Ziel. In punkto Kleidung: Was ist ein Kleidungsstil, der Deine Persönlichkeit unterstreicht? Was für Basics (Grundausstattung an Kleidungsstücken) brauchst Du? Wie kannst Du Qualität in Material und Verarbeitung erkennen? Das sind nur die anfänglichen Fragen, denen Du mit viel Freude nachgehen kannst – auch oder gerade als Mann. Das selbe gilt für Deinen Ernährungsstil: Muss es vegan sein? (Ich persönlich glaube, nein) Was ist gesundes Essen, welchen Ernährungsstil braucht mein Lebensstil? In meiner Artikelreihe „Frühjahrskur für Dich“ bin ich diesen Fragen etwas genauer nachgegangen.

Engagiere Dich für Andere

Alleine auf dieser Welt bist Du zum Sterben verdammt. ALLE der schrägen Menschen, die ich während der Zeit meines psychotherapeutischen Praktikums getroffen und gesprochen hatte, waren Einzelgänger. Freunde sind das kostbarste Gut, das Du im Leben haben kannst. Ich halte das Thema Freundschaft für so wichtig, dass ich ihm einen eigenen Artikel gewidmet habe. Der Apell hat auch eine zweite Bedeutung: Soziales Engagement. Im J. Paul Getty Museum in Los Angeles kannst Du an einem beliebigen Tag auf die Creme der Gesellschaft treffen, die dort als Museumswärter oder Thekenkräfte freiwillige Zeit ableisten. Soziales Engagement kann viele Formen haben, sollte aber immer persönlich und direkt sein. Geld kann Dich nicht loskaufen.

Beschäftige Dich mit dem Lernen neuer Dinge

Diese Webseite beschäftigt sich eigentlich mit nichts anderem als dem Lernen neuer Dinge. Auch damit kannst Du schon heute anfangen. Es geht nicht immer nur um das Verlassen Deiner Komfortzone, das ist nur ein Teilaspekt des Themas. Wann hast Du zuletzt ein „gutes“ Buch gelesen? Wieviele Sprachen sprichst Du? Kannst Du zeichnen, malen, kalligraphieren, ein Instrument oder mehrere spielen? Dahin gehen meine Empfehlungen! Kennst Du Dich aus in der Kunst, Musik, im Schachspiel…? Was von dem Vielen, das Du noch nicht kennst taugt dazu, dich für einige Zeit auf Deinem Lebensweg zu begleiten? Auch hier kannst Du eine kleine Liste anfertigen und nach Wichtigkeit gliedern. Das Wichtigste würde ich sofort beginnen…

Plane Deinen Tag

Das ist ein Ratschlag, den ich schon in vielen Artikeln gegeben habe und dessen Nützlichkeit Du gar nicht hoch genug einschätzen kannst. Lerne Deinen Tag zu planen und führe tägliche Rituale ein. Du glaubst gar nicht, wie viel Du zustande bringen kannst, wenn Du nur eine bestimmte Zeit des Tages dafür reservierst. Das kannst Du selbst sehr einfach ausprobieren. Nimm Dir eine dicke Schwarte vor. Egon Friedells: Eine kleine Kulturgeschichte der Menschheit ist prima dafür geeignet. Gibt es auch digital. Eine halbe Stunde pro Tag, vor dem Einschlafen kannst Du darin lesen. Nicht nur wirst Du sehr viel Interessantes über unsere Kultur erfahren, sondern auch herausfinden, dass Du dieses Buch sehr viel schneller gelesen haben wirst, als Du Dir vorher vorgestellt hast. Du kannst ja zu Beginn schätzen, wie lange Du dafür brauchen wirst.

Alle meine Ratschläge sind jederzeit nützlich – wenn Du sie befolgst. Du kannst, wenn Du willst, also sofort mit der Umsetzung beginnen. DAS hielte ich für einen sehr guten Vorsatz für das neue Jahr. Vielleicht nimmst Du als Zeitrahmen für einen Test das gesamte nächste Jahr. Viel Spass damit und dabei.

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