Deine karmische Bestimmung

Was das Universum für Dich bereithält - und was nicht.

Das Thema dieses Artikels hat auf den ersten Blick mehr mit Esoterik als mit dem Modell von NLP zu tun. In jedem meiner Workshops jedoch begegnet mir irgendwann die Frage: „Was ist meine karmische Bestimmung?“ Viele, besonders die jungen Teilnehmer an meinen Workshops möchten gerne NLP Techniken von mir bekommen, damit sie herausfinden, was denn ihre karmische Bestimmung wäre.

Wenn Du mich persönlich nach meiner karmischen Bestimmung fragst, bekommst Du zur Antwort:

„Ich schätze mich glücklich, mit meiner Tätigkeit meine karmische Bestimmung gefunden zu haben. Das Universum hat mich genau für diesen Platz bestimmt.“

Das schreibt sich so einfach hin, birgt jedoch eine Menge an stillschweigenden Voraussetzungen in sich. Deshalb bringe ich gleich das Modell von NLP zum Einsatz. Die obige Aussage ist ein Glaubenssatz. Im NLP-sprech korrekt formuliert sollte er lauten: Ich glaube, in meiner jetzigen Tätigkeit meine karmische Bestimmung gefunden zu haben. Ich glaube, das Universum hat mich für diesen Platz bestimmt. Dieser Glaube trägt zu meinem persönlichen Lebensglück bei.

Die schaktilinischen Alternationen
Die subbewusste Programmierung Deiner Bedarfsmuster

NLP und Hypnose stellen uns Sprachmuster zur Verfügung, die Veränderungen herbeiführen, ohne dass Du dabei die genauen Inhalte kennen musst. Prozessorientiertes Arbeiten nennt man das. Bei den schaktilinischen Alternationen treibe ich dieses Prinzip auf die Spitze. Ich fragte mich: "Wie würden Werkzeuge heißen, die etwas könnten, von dem nur mein Unbewusstes weiß, wie ich sie gebrauchen werde.

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Karmische Bestimmung – was ist das?

So, oder so ähnlich formuliere ich es auch in meinen Workshops. Indirekt schwingt dabei die stillschweigende Voraussetzung mit: Wenn Du Deine karmische Bestimmung gefunden hast, hast Du ein glücklicheres Leben. Es ist also kein Wunder, dass viele der Teilnehmer an meinen Workshops als ihr ultimatives Ziel angeben: “Ich will mir über meine karmische Bestimmung klar werden.”

Dabei nimmt jener (fiktive) Teilnehmer an, es gäbe ein Universum. Und dieses Universum würde sich um jeden in ihnen wohnenden Individuen „persönlich“ kümmern und hätte ein Ziel mit jedem Individuum. Und es würde Kräfte entfesseln, jedem Menschen Hilfestellung zu leisten, genau dieses Ziel zu erreichen. Den Weg zur endgültigen Bestimmung (der Erleuchtung) bezeichnet man dann als den karmischen Weg. Er führt oft über viele Leben und hat viele Zwischenstationen.

Noch vor ein paar Jahren war das Bemühen um meine karmische Bestimmung auch mein erklärtes Lebensziel. Dies hat sich verändert und die Ergebnisse meiner Gedanken und Erfahrungen bestimmen diesen Artikel. Was soll das eigentlich sein, Deine “karmische Bestimmung”? Damit Du sie wollen und schließlich vielleicht auch haben könntest, brauchst Du erst einmal einen Satz gar nicht so selbstverständlicher Glaubenssätze, die das oben geschriebene auf andere Weise „framen“.

Zum Beispiel brauchst Du den fundamentalen Glaubenssatz, dass Deine Geschicke von einer “höheren Macht” beeinflusst werden. Und auch jenen, dass diese höhere Macht “Dein Bestes” für eine nicht näher bestimmte Zielsetzung im Sinne habe. Und weiter, dass dieses “Beste” auch gut für DICH ist.

Was passiert, wenn Du nichts tust?

Interessant wird es, wenn Du Dir vorstellst, was passieren würde, wenn Du nichts unternimmst, um diese, Deine karmische Bestimmung zu erreichen. Oder vielleicht, wenn Du gar nichts von seiner Existenz weißt, oder wissen willst? Wirst Du bestraft? Vielleicht durch weniger gute Gefühle oder etwas ähnliches?

Strafe ist in unserer westeuropäisch religionsgeprägten Gesellschaft tief verankert, unter anderem auch durch die Lehren der grossen europäischen Kirchen. Tue, was eine höhere Macht (natürlich interpretiert und verordnet durch Menschen) befiehlt und Du wirst dafür (mit dem Himmel) belohnt. Ansonsten wirst Du bestraft. Hölle, Teufel und das ewige Feuer. So kommt dann ein moralisches Denk- und Handlungsgerüst zum Vorschein, das Dir mehr oder weniger diffus eine Art von Wohlergehen verspricht, wenn Du Deiner karmischen Bestimmung (interpretiert für Dich durch andere Menschen) folgst.

Ich frage deshalb die Teilnehmer an meinen Workshops: “Warum brauchst Du das Wissen über Deine karmische Bestimmung?” Die Antwort darauf: “Na, weil ich dann ein glücklicheres Leben habe!” Wieder ein Glaubenssatz (wenngleich kein schlechter). Für mich verweist eine solche Antwort häufig auf tiefer liegende Defizite im eigenen Lebensentwurf.

Zum Einen spiegelt sich in dieser Antwort das oben beschriebene gesellschaftlich programmierte Moralgerüst wieder. Zum Anderen offenbart sich damit im Untergrund ein unbefriedigender Verlauf des gegenwärtigen Lebensentwurfs. Und genau da vermute ich den wahren Grund für diese “Suche nach der karmischen Bestimmung”.

Häufige Annahme: Wegen der Nichtbeachtung unsichtbarer Regeln, die mir eine höhere Macht zum Zwecke der Findung meiner Bestimmung präsentiert hat, bin ich in meinem jetzigen Zustand gelandet. Ich bin bestraft worden, mit meinem gegenwärtigen Leben.

Dieser Zustand gefällt Dir nicht und deshalb willst Du wissen, was Deine karmische Bestimmung ist. Freiwillig würdest Du gerne alles tun, um als Belohnung dafür vom Universum mit einem „besseren“ Leben gesegnet zu werden. Wobei dieses „besser“ natürlich in Deiner Fantasie wiederum genau definiert ist. Das Universum wird so zum Erfüllungsgehilfen Deiner Denkmaschine, die sich aus sich selbst speist. In einer anderen Welt nennt man sowas etwas locker eine Hirnwichserei.

Ich finde die Pseudologik dieser krausen Gedanken, um es mal bayerisch auszudrücken, einen großen Schmarrn. Wir Deutschen neigen ja dazu, Autoritäten nicht nur zu akzeptieren, sondern als Lebens- und Moralgerüst geradezu zu brauchen. Da kommt Dir eine unsichtbare Macht, die Dein Bestes will, gerade recht. Ich finde, es geht doch in erster Linie in Deinem Leben darum, es mit Anstand zu leben. Das heißt in meinen Worten: Ein selbstbestimmtes und selbstverwirklichtes Leben zu führen, das die Dir gebotenen Möglichkeiten maximal ausschöpft.

Was die höhere Instanz dazu sagt

In diesem Zusammenhang fällt mir die Reflektion eines Rimpoche (Wiedergeborener) ein. Das Erlebnis fand während unseres Besuches anlässlich der Abschlussreise zum TrainerTrack  statt. Einer der Teilnehmer befragte den Wiedergeborenen nach dem “Know How zum Erreichen der karmischen Bestimmung”.

Er lächelte versonnen und gab zur Antwort: „In jedem Augenblick realisiert sich Deine karmische Bestimmung, was immer Du tust.“ Er sagte weiter: “Das (Wissen um die karmische Bestimmung) macht mir Angst! Heute bin ich ein Mönch, morgen könnte ich Polizist sein und übermorgen ein Soldat, der Menschen tötet. Das will ich gar nicht wissen!”

Das gilt doch auch für Dich! Willst Du wirklich wissen, was Deine karmische Bestimmung ist? Nicht jeder ist zum Albert Schweizer oder Henri Dunant bestimmt. Vielleicht wird auf dem Weg zur Erläuchtung im nächsten Leben – oder in diesem – ein Despot aus Dir, oder ein Verbrecher. Vielleicht sollst Du für die Gemeinschaft geopfert werden oder es soll noch Schlimmeres passieren.

Wenn Du alles wüsstest, was zur Erfüllung Deines Karmas nötig ist und es Deinen Wünschen nicht entspricht, würdest Du dann Deine Ziele trotzdem diesem “höheren” Ziel unterstellen?

Vor vielen Jahre besuchte ich einen Workshop für angehende Hellseher. Meine Einstellung zu diesem Thema war gelinde gesagt eine kritische, ebenso waren es die Umstände meiner Teilnahme. Bestandteil des Workshops war eine einstündige Seance mit dem englischen Medium Margaret Pearson. Sie sah in meine Zukunft und sagte mir, sie sähe mich auf einer Bühne stehen und einer großen Menge an Menschen Lebenshilfe (sie sagte “Life Support”) geben. In der damaligen Beschränktheit meiner Gedanken tat ich diese Nachrichten aus der Zukunft als fantastische Erfindungen einer minderbemittelten Person ab. Mein damaliger Beruf machte mir viel Spaß und war sehr gut bezahlt. Wozu also alles ändern? Wie die Dinge jedoch im Leben so laufen, liefen sie anders – heute sehe ich diese damalige Sitzung mit anderen Augen.

Die Wahrheit über Deine karmische Bestimmung

Was will ich damit sagen? Selbst, wenn Du Deine Bestimmung wüsstest, Du nicht mit ihr übereinstimmst, sie nicht akzeptierst und nichts tust – sie wird passieren. Das liegt in der Natur der Sache. Damit sind wir dann wieder beim eigentlichen Thema gelandet. Dazu mein Ratschlag: Kümmere Dich weniger um Deine karmische Bestimmung in einer unbestimmten Zukunft, lebe Dein Leben im JETZT richtig.

Der Rest passiert sowieso. Glückwunsch, mit dem Lesen des letzten Absatzes hast Du also doch noch zu Deiner karmische Bestimmung gefunden. Was jedoch ist diese “richtige Lebensweise” ? Auch darauf hatte der Rimpoche eine einfache und einleuchtende Antwort: “

Schade nicht Dir und schade nicht Anderen!

Das ist es – auf den Punkt gebracht. Mit dieser Weisheit kann ich auch die Frage nach dem Ziel meiner Workshops beantworten: Lerne, wie Du Dir selbst weniger Schaden zufügst und den Schaden reparierst, den Du selbst und den Andere Dir in der Vergangenheit zugefügt haben.

Mit diesem Versprechen als Teil meiner karmischen Bestimmung bin ich glücklich. Ich helfe Dir gerne mit allem, was in meiner Macht steht. Und wenn die Kenntnis der Techniken aus dem Modell von NLP dazu gehört, dann ist es eben so.

Meine Workshops sind ja eher ein Konglomerat vieler verschiedener Wirkstoffe. Denke vielleicht einmal darüber nach, ob ein glückliches und selbstbestimmtes Leben auch zu Dir passen würde. Vielleicht kommen dann mit der Zeit etwas mehr Klarheit und Ruhe in Dein Leben. Und vielleicht kommst Du sogar einmal zu einem meiner Workshops.

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8 Kommentare

  • Die Frage nach der Bestimmung interessiert so viele….. der Weg zur Verwirklichung dessen, was in uns steckt kann als wichtigen Baustein NLP haben. Als Medium „sehe“ und „fühle2 ich zwar viel, aber um es den Menschen nahe zu bringen und bei der Verwirklichung zu helfen verwende ich bewährte tools, ja, auch NLP! Danke Dir für diesen newsletter!!! … und dein ganz spezielles Sein.

    Antworten
  • Bist ein sehr interessanter
    Mensch..mit der Aussagekraft und Ausstrahlung..die man selten zu diesen Themen
    findet…einfach gut ausgedrückt..auch für Normalos…“ danke „

    Antworten
  • Ein wunderbarer Artikel Chris, danke dafür. Es darf beides SEIN, das Jetzt und der Gedanke an das, was kommen wird, wenn es das JETZT bereichert und dabei hilft täglich liebevoller zu sich zu sein. Vielleicht bis irgendwann einmal, in einem Deiner Workshops, Daniela

    Antworten
  • Hallo Chris,
    das war ein Newsletter, beim dem ich nach dem Lesen ein intensives Lächeln im Gesicht gespürt habe. Danke! Du hast dieses Thema wunderbar auf den Punkt gebracht.
    Liebe Grüße von einer Teilnehmerin aus früheren und hoffentlich zukünftigen Jahren.

    Antworten

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