NLP Grundannahme 7:
Es gibt einen Kontext, in dem jedes Verhalten nützlich ist

Du weisst nie, wofür Deine Erfahrungen gut sind!

Heute geht es um Deine Gefühle. Wie oft schon hast Du Dich über den Tag hinweg mit schlechten Gefühlen gequält, weil Du Dich auf Dinge konzentriert hast, von denen Du glaubtest, sie wären falsch gelaufen. „Oh, da habe ich jetzt schon wieder einen Fehler gemacht!“, diese Aussage höre ich oft. Neben den erwähnten Nachteilen für Dein spirituelles Wohlbefinden hast Du Dich damit in die Sackgasse Deines eigenen Verhaltens manövriert. Aus der findest Du nur durch aktive Lösungsansätze wieder heraus.

Alles wie geplant

Taschenmesser NLP Grundannahme 6 - Verhalten und Kontext

Lass es mich einmal ganz nüchtern betrachten:
Etwas in Deinem Leben ist nicht so gelaufen, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Oder vielleicht kennst du auch diese Version:
Du stellst Dir vor, wie etwas in der Zukunft nicht so läuft, wie es laufen könnte – und verzichtest gleich von vorne herein auf ein mögliches Handeln.

Wundere Dich also nicht über Dein langweiliges Leben. So erlebst Du immer nur wieder dasselbe gleiche. Wenn Du etwas anderes willst, kommt Dir vielleicht da ja die siebte Grundannahme gerade recht. Hier ist sie:

“Es gibt einen Kontext, in dem JEDES Verhalten nützlich ist. “

Video NLP Grundannahme Nr. 7

Oft höre ich von den unterschiedlichsten Menschen, wie viele Fehler sie machen würden. Da gibt es diese und jenes, was falsch lief und Mancher scheint nur aus Fehlverhalten zu bestehen. Wie so oft im Modell von NLP hilft es Dir, Deinen Fokus zu verändern und ein Verhalten, das nicht zum gewünschten Ziel geführt haben mag, als einen Beitrag zum lebenslangen Lernen zu markieren. Denke doch lieber: “Wer weiss, wo ich dieses Verhalten später einmal gut brauchen kann…!”

Ich bin überzeugt, dass die Beschäftigung mit dem Thema auch Deinen Fokus zum Positiven verändern kann. Ganz besonders gilt dies für Dich, wenn Du zu starker Selbstkritik neigst und meinst, im Leben nichts richtig zu machen. 

Jedes Verhalten in seinem Kontext

Eigentlich ist es doch wieder einmal ganz einfach. Lass mich dazu auf ein mögliches Beispiel aus einer möglichen Vergangenheit zurückgreifen. Es mag ja passiert sein, dass Du in der Schule als ein Großmaul bezeichnet wurdest, oder als stur und aufsässig gebrandmarkt wurdest. Im Klassenzimmer, mit dreißig anderen Mitschülern ist es vielleicht tatsächlich nötig gewesen, ein Mindestmaß an Ruhe und Disziplin zu halten. Vielleicht warst Du damals in Deinem Alter und mit Deinem Drang nach Artikulation und Aktion sauer über diese Einschätzung. Das muss allerdings noch lange nicht heißen, dass Dein damaliges Verhalten deshalb per se schlecht gewesen wäre.

Wer weiss, vielleicht bist Du in Deinem heutigen Beruf als Verkäufer mittlerweile der Beste, gerade WEGEN Deiner aktiven Sprache, Lebendigkeit und sprachlicher Eloquenz. Vielleicht nützen Dir Deine zielbewusste Geradlinigkeit und Deine Konsequenz in Deiner Position als Projektleiter. Du merkst schon, es gibt durchaus verschiedene Worte für das gleiche Verhalten, je nach Kontext, nach Perspektive und leider auch: je nach Vorurteil.

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In meinem kleinen Beispiel findest Du auch eine nützliche NLP Technik verborgen, die beschreibenden Worte solchen Verhaltens in Zukunft sinnvoller zu wählen. Die Technik wird “Reframing” genannt. Es ist die Strategie, den beschreibenden Worten für ein Verhalten einen Rahmen zu geben, der die Tätigkeit dahinter positiv deutet. Dein Verhalten mag einmal als „Großmaul“ tituliert werden, ein andermal als „lebendiger Mensch mit aktiver Artikulation“. Und sicherlich kannst Du mit “zielstrebig” als Eigenschaft mehr anfangen, als mit “stur”. Kontaktfreudig klingt ebenfalls besser, als “aufsässig”. Wenn sich der Kontext der Beurteilung verändert hat, mag auch die Beurteilung des Menschen selbst verändert wahrgenommen werden.

Wenn Dich also das nächste Mal jemand kritisiert, wenn er oder sie behauptet, Du hättest einen Fehler begangen, kannst Du Dir als Reaktion darauf im Kopf fünf unterschiedliche Situationen vorstellen, in denen genau dieses, also Dein als falsch gebrandmarktes Verhalten nützlich gewesen wäre. Das heißt natürlich nicht, dass die vorgebrachte Kritik im beschriebenen Kontext nicht zutreffend gewesen wäre, sie entkleidet sie nur einer möglichen Emotionalität und reduziert sie auf das, was sie war, die Sache. Das wirklich Gute an dieser Technik ist übrigens, dass Du sie bereits als Verhalten beherrscht.

Jede Kritik enthält deshalb auch automatisch die Anerkennung als ein Reservoir für mögliches zukünftiges Verhalten. Das ist doch TOLL!!

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Übung: Optionen für bessere Gefühle

In dieser Übung geht es um Deinen Umgang mit möglichen schlechten Gefühlen. Ich meine, es ist einfacher: Dich garnicht erst darauf einzulassen, Dinge zu tun, die zu einer solchen Einschätzung führen.

Wenn Du an die Erlebnisse Deiner Vergangenheit denkst, neigst Du wahrscheinlich dazu – wie so viele Menschen – sie in zwei Schubladen zu stecken. Das eine Erleben war gut, das andere war schlecht. Denke nach: Es könnte sich ja auch ganz anders verhalten haben. Vielleicht hat das Universum jenes Erlebnis für Dich geschaffen, damit Du etwas lernst, was wirklich wichtig für Dein Leben ist.

Schritt 1: Erinnern mit Nebeneffekt

Denke an ein Erlebnis zurück, von dem Du meinst, es wäre in der negativen Schublade gelandet. Und ja, beschäftige Dich damit. Erinnere die Einzelheiten und wenn Du kannst, denke an die Zeit zurück. Wer warst Du damals? Wie beschränkt warst Du in Deinen Entscheidungsoptionen? An anderer Stelle habe ich Dir gezeigt, dass Du dieses Erlebnis mit einer einfachen Technik so gestalten kannst, dass es sich für Dein heutiges Erleben positiv darstellt. Heute gehen wir gemeinsam einen anderen Weg.

Schritt 2: Leiden oder Lernen

Forsche nach, welche Art von Lernerfahrung in diesem vermeintlichen Erlebnis verborgen sein könnte. Etwas, das Du aus Deiner heutigen Sicht als wertvolle Erfahrung einschätzen würdest. Bemerkst Du, dass Deine “gut” oder “schlecht” Schubladen sehr monodimensional gestaltet sind? Ich möchte Dir zeigen, daß auch ein in der “schlechten”-Schublade gelandetes Erlebnis zumindest in Teilen in anderen Schubladen landen kann. Dazu braucht es etwas Gedankenschmalz und die Bereitschaft, sich auch einmal mit negativen Erlebnissen konstruktiv zu beschäftigen. 

Schritt 3: Lernen wollen…

Wenn Du Gewissenserforschung bei Deinem vermeintlich negativ verlaufenen Erlebnis betreibst, wirst wahrscheinlich darauf stossen, dass Dir Leid widerfahren ist. Leiden, ja das kannst Du! Hast Du dabei auch an das Grundprinzip im Leben gedacht: “Leiden heisst: nicht lernen wollen!” Ja ich weiss, wahrscheinlich hast Du gerade daran nicht gedacht. Also dann jetzt: Frage Dich: “Was zeigt mir das Universum in seiner unerschöpflichen Weisheit, das ich gerade wieder einmal aus Sturheit nicht lernen will?” Du wirst entweder wichtige Dinge lernen, oder musst einfach noch ein bisschen weiter leiden. 

Mir hat diese Einstellung viel Einsicht gegeben und oft langes Leiden erspart. Die kleine Übung hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: sie relativiert Dein Verhältnis zu sogenannten “schlechten Erlebnissen”, wirft das Ruder herum und funktioniert erst für Dich, wenn Du die vielen Seiten eines Erlebnisses betrachtest. Es kann also sein, dass Dein Leben in Zukunft weniger extrem verläuft. Mancher wünscht sich das, mancher leidet lieber weiter.

Der Zusammenhang der NLP Grundannahmen

Darf ich Dir in diesem Kontext noch ein paar allgemeine Anmerkungen über die Grundannahmen mit auf den Weg geben? Du hast sicher bemerkt, dass viele der hier vorgestellten NLP Grundannahmen ineinander greifen. Das gilt auch für die hier vorgestellte Grundannahme. Verändere Deinen Fokus und wende danach die zehnte Grundannahme an, die Dich aus der Sackgasse hinausführt: „Wenn das, was Du gerade tust, nicht funktioniert, tue etwas anderes!“ Mit dieser Strategie im Kopf kannst Du überlegen, welches ANDERE Verhalten im gerade kritisierten Kontext nützlich oder zielführend für Dich wäre.

Oft ist es ja so, dass viele Mitmenschen bei Kritik erst einmal negative Gedanken haben und blockieren, sich zurückgewiesen und vor den Kopf gestoßen fühlen. Daraus resultieren schlechte Gefühle. Und so entstehen Strategien von Vermeidungshaltungen, die das „Weg von“, das “ich will nicht mehr…”  als Handlungsmaxime beinhalten. Dabei sind es die „Hin Zu“-Aktionen, die Dich ans Ziel führen.

Schaffe Dir ein erfülltes Leben

Wenn Du die Inhalte der sechsten Grundannahme, in eine Essenz destilliert und als Maxime mit hinaus ins Leben nimmst, kann die oben beschriebene Strategie sehr nützlich sein. Zumindest, wenn Du sie nach meiner Interpretation verinnerlicht hast: “Lehn Dich zurück und mach, was Dir wichtig scheint.” Wenn Du damit ans Ziel gelangst, toll. Wenn nicht, dann hast Du wieder einmal etwas Sinnvolles gelernt und tust einfach etwas anderes. Das kannst Du durchaus zum Extrem treiben. Ein guter Freund hat über eine bestimmte Zeit hinweg einfach alle Angebote zur Zeitgestaltung angenommen, den ihm Freunde oder Bekannte oder der Zufall angeboten hatten.

Das kann in hier Berlin eine ganze Menge sein. Kunstausstellung am Montag, Gruppendiskussion Dienstags, Swinger Club am Mittwoch, Chilling Lounge Donnerstags und Große Oper am Freitag Abend. Samstags zwei Stunden Yoga und Sonntags abends zur Entspannung eine Massage. Halte diese Strategie für drei Monate durch und Du hast eine Ahnung davon, wie intensiv Dein Leben sein kann.

Es kann ja sein, dass Du so ein Programm zu intensiv für Dich findest. Wenn Du gegenwärtig allerdings jeden Abend zu Hause vor dem Fernseher sitzt brauchst Du Dich dann allerdings auch nicht über ein langweiliges Leben beklagen. Ja ich weiss: „Man müsste mal wieder…!“ Viel Spass wünsche ich Dir beim “man” und beim “müssen”. 

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

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