FLOW Zustand – Fokus und Glücksgefühl

Mehr positive Trancezustände für Dein Leben

„Wo sind denn die letzten vier Stunden geblieben?“ Diese Frage magst Du Dir stellen, wenn Du Dich „für ein paar Minuten“ völlig in ein Computerspiel vertieft hattest und sich plötzlich Deine Blase meldet. Der wunderbare Zustand, in dem alles wie von selbst zu gelingen scheint wird als FLOW bezeichnet. Ein befreundeter Künstler versichert mir glaubhaft, ohne diesen speziellen Zustand der völligen Versenkung keinen Pinsel anrühren zu können. Willst Du diesen Zustand öfters in Dein Leben lassen?

Das Wort Flow kommt aus dem Englischen und bezeichnet dort das „Fließen oder Strömen“. Das Wort für den Zustand des Flow prägte der Glücksforscher Mihály Csikszentmihalyi (sprich: Tschik-ssent-michalji). Er gilt als Begründer der Flow-Theorie. Er formulierte seine Theorie im Buch Flow – Das Geheimnis des Glücks. Er fand durch qualifizierte Interviews und die Beobachtung von Extremsportlern heraus, dass Bestimmte Zustände vorhanden sein müssen, um Spitzenleistungen zu erreichen. Neuere Forschungen legen nahe, dass Flow-Zustände Ausprägungen spezifischer Trancezustände sind. Der Zustand des Flow stellt sich je nach Situation und Anforderung unterschiedlich dar.

Im FLOW befindest Du Dich in einem mentalen (Trance)Zustand der völligen Versenkung in Deine Tätigkeit. Er wird von den meisten Menschen als beglückend und positiv erlebt. Wenn Du vollständig in Deiner Tätigkeit aufgegangen bist, wenn sie wie von selbst, wie „geschmiert“ abläuft, dann bist Du im FLOW. Diesen Zustand kannst Du allerdings ganz unterschiedlich erleben. Einige Bestandteile des FLOW müssen jedoch immer vorhanden sein. Sie definieren, ob Du Dich im Zustand des Flow befunden hast. Du kannst FLOW an acht wesentlichen Elementen erkennen, die nachfolgend nach ihrer Wichtigkeit dargestellt sind:

Flow Element 1: Fokus

Die maximale Konzentration auf ein begrenztes Feld nennt man umgangssprachlich „Fokus“. Er erlaubt es Dir, tief in eine Aktivität einzutauchen und dabei zu bleiben. Ein weiteres wichtiges Wort in diesem Zusammenhang ist „Achtsamkeit“. Ein japanischer Teemeister, der mit Achtsamkeit jeden seiner Handgriffe zelebriert befindet sich über Stunden hinweg im Flow. Ein jugendlicher Spieler, der sich über Stunden hinweg in ein Computerspiel vertieft hat, ebenfalls. Ein Programmierer, der die Umgebung völlig vergessend seinen Code editiert zählt ebenfalls zu den fokussierten Menschen.

Den krassen Gegensatz dazu bildet die „zerstreute Aufmerksamkeit“ und „abgelengte Sprunghaftigkeit“ der meisten Zeitgenossen. Es ist eine Art, mit den chaotischen und widersprüchlichen Anforderungen im Alltag umzugehen. Du brauchst Dich nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln umzusehen und findest an jeder Strassenecke Beispiele dafür. Tätigkeiten in diesem Zustand hinterlassen meist ein Gefühl der Erschöpfung, Verwirrung und Unzufriedenheit.

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Flow Element 2: Zielklarheit

Wenn Du Dein Ziel völlig klar vor Augen hast. Wenn Du weisst, was Du tun musst und unmittelbare Rückmeldung zum Erreichen Deines Ziels bekommst, nimmst Du eines der wesentlichen Elemente des Flow wahr. Besonders deutlich findet sich diese Zieldefinition in den meisten sportlichen Disziplinen und in der künstlerisch – musischen Betätigung. Tätigkeiten im sportlich kreativen Bereich gehören deshalb zu den klassischen Flow-Aktivitäten. Ein Skispringer weiss genau, was für ihn nötig ist, um eine Medaille zu gewinnen. Die Regeln sind klar definiert, und der entsprechende Erfolg (und auch der Misserfolg) ist unmittelbar erlebbar. Ein Klavierspieler, der ein Konzert spielt, ein Maler, der ein Gemälde schafft, ein Golfspieler, der ein Turnier spielt und Fabian Hambüchen, der am Reck seine Meisterschaft zeigt: sie alle erbringen ihre Höchstleistungen im FLOW.

Flow Element 3: Balance

Ich meine damit die Balance zwischen der Anforderung und Deinen Fähigkeiten. Wenn der Schwierigkeitsgrad Deiner Aufgabe im richtigen Verhältnis zu Deinen Fähigkeiten steht, stellt sich leicht FLOW ein. Eine zu große Herausforderung kann zu einem Gefühl der Anspannung und schnell auch zu Frustration führen, eine zu kleine Herausforderung kann Routine und Langeweile erzeugen. Das Erlebnis von FLOW findet deshalb in einem Bereich statt, der durch die Eckpunkte einer Unter- oder Überforderung definiert ist.

Ein wichtiger Bereich für FLOW ist das positiv fokussierte Lernen. Immer, wenn Du in unterschiedlichen Bereichen etwas Neues wirklich lernen willst, treibt Dich diese Neugierde in den Zustand des FLOW – wenn das Lernen an sich positiv besetzt ist. Der Zustand des „FLOW-Lernens“ spielt eine wichtige Rolle in der Definition der nötigen FLOW-Ressourcenanker beim NLP Practitioner.

Flow Element 4: Kontrolle

Ein weiteres Element im FLOW ist das Gefühl der Kontrolle über Deine Handlungen. Der Begriff Kontrolle ist vielschichtig und ist in diesem Kontext ausschliesslich positiv besetzt zu verstehen. Als integraler Bestandteil der Flow-Erfahrung bezeichnet er einen Zustand der Gelöstheit und Angstfreiheit. Du selbst bestimmst den Beginn und das Ende Deiner Tätigkeit und „kontrollierst“ Deinen Fortschritt. Äussere Einflüsse spielen dann eine untergeordnete Rolle. Im FLOW erlebst Du Dich als zentralen „Bestimmer“ Deiner Handlungen.

Flow Element 5: Mühelosigkeit 

Die Leichtigkeit der Handlung gab der Flow-Erfahrung ihren Namen. Alle Deine Tätigkeiten laufen flüssig, harmonisch und mühelos. Daher kommt auch der Ausspruch: „Wahre Meisterschaft erscheint mühelos!“, auch wenn die jeweilige Aktivität einen beträchtlichen Energieeinsatz verlangt. Für den Zuhörer eines Solokonzerts erscheint das Spiel des Solisten mühelos. Für die Teilnehmer an meinen Workshops erscheinen meine Handlungen auf der Bühne so einfach, dass ich öfters den Ausspruch höre: „Das ist so einfach, das könnte ich auch!“ Wenn Du Dir Deiner Fähigkeiten sicher bist, und alle Einzelteile perfekt beherrscht, bist Du Dir als der Handelnde im FLOW keiner besonderen Anstrengung bewusst. Das, was Du tust, verläuft glatt und präsentiert sich aus einer inneren Logik heraus wie selbstverständlich.

Flow Element 6: verändertes Zeiterleben

Im Flow ist das normale Zeitgefühl aufgehoben. Eine das Vorschreiten einer Stunde mag sich wie der Verlauf einer Minute anfühlen, mehrere Stunden können wie im Flug, beinahe nebenher vergehen. Man spricht daher auch vom „zeitfreien” Flow-Modus. Die Wahrnehmung der Veränderung des Zeiterlebens spricht übrigens für das Vorhandensein eines Trancezustandes im FLOW. Das legt nahe, NLP Techniken einzusetzen, um den Zustand des FLOW mit einem Ressourcenanker bewusst gesteuert zu erreichen.

Flow Element 7: Verschmelzen 

Als Folge des Fokus und der vollständigen Konzentration auf Deine Tätigkeit kommt es im FLOW zu einer Verschmelzung von Aktivität, Aufmerksamkeit und Bewusstsein. FLOW bietet keinen Raum für Sorgen, Ängste und sprunghaft assoziative Überlegungen um die eigene Person. Im FLOW erlebst Du Dich als eins mit Deinem Tun und nicht mehr als getrenntes, isoliertes Selbst. Die östliche Philosophie bezeichnet diesen Zustand als Samadhi. Er ist dort das Ergebnis ausdauernder und konzentrierter Meditation.

Der „Verlust“ des Egogefühls und das Vorhandensein eines Einheitsgefühls kann sich auch auf Deine Umgebung ausdehnen. Beim Spaziergang im Wald oder beim Klettern spricht man dann von „nature FLOW“. Wen sich FLOW auf eine Gruppe von Menschen ausdehnt, spricht man von „Team FLOW“. Im Endspiel der Weltmeisterschaft 2014 war die deutsche Fussballmannschaft in einem besonderen Zustand des Team FLOW.

Flow Element 8: Der Weg ist das Ziel 

Wenn Du von Dir sagen kannst, dass es egal ist, ob Du am Ende Dein Ziel erreichst, dann hast Du ein FLOW Kriterium benannt. Dies nennt man die autotelische Qualität des FLOW. Das Wort stammt aus dem Altgiechischen und setzt sich aus den Wortstämmen αὐτός (autós) – selbst und τέλος (telos) – für Ziel, Ende, Ausgang zusammen. Nicht nur das Ergebnis einer Handlung wird als beglückend wahrgenommen, sondern bereits der Weg dahin, also das Tun selbst. Du kannst es auch so ausdrücken: Das Ziel meiner Tätigkeit liegt zu einem großen Teil bereits in der Handlung selbst begründet. Im FLOW bist, bekommst Du also schon durch Deine Tätigkeit eine sofortige Belohnung.

Wie Du den Flow Zustand selbst erzeugst – nächster Artikel…

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3 Kommentare

  • Sehr Schön – das ErLEBEN – dieses Zustandes ist absolut h e i l i g.
    Mittlerweile kann ich von mir jedenfalls behaupten, diesen FLOW als integralen Bestandteil meines Lebens zu kennen und zu praktizieren.
    Die Intensität und das Gefühl im Hier und Jetzt zu SEIN zeigt das Leben und die Abfolge der vielfältigen Momente in einem Facettenreichtum, den ich kaum beschreiben kann. Worte können nur begrenzt dieses Wissen, Annehmen, Glücksgefühl, Zufriedenheit und die Liebe zu dem was gerade ist, beschreiben…
    Die Dualität ist für mich sehr oft aufgehoben und ich, mich als Wesen wahrnehmend in einer menschlichen Erfahrung.
    Nichtdestotrotz gibt es auch mal, jedoch selten, andere Emotionen, – doch verglichen mit damals, – ist die Sehnsucht, die Trauer, die Wut oder jegliche dieser Art der Gefühle irgendwie schön zu fühlen, – es hat sich verändert und damit auch im Ausdruck.
    Ich befinde mich nicht selten im Experimentiermodus, wo ich non-verbal mit dem universellen Feld unterschiedliche ausprobiere….das ist sehr spannend und eröffnet mir immer neue Möglichkeiten und Ideen. . .
    In diesem Sinne und in vielen weiteren ver-rückten Einheiten, wünsche ich mir, dass viele Menschen dies mal kennenlernen – den FLOW.

    DANKE Chris ;-))
    Spirit of Connection alias Melanie alias LoveIsLight

    Antworten
  • Danke lieber Chris!
    es ist wieder einmal ein wunderbarer Newsletter,
    der mir soviele Fragen beantwortet, oder sie neu beleuchtet, die mir
    in den letzten Tagen und Wochen immer wieder durch den Kopf gingen.
    Danke! ich fühle mich sehr mit dir verbunden und freue mich auf dich,
    wir sehen uns beim Prac.2019
    bis die Tage und
    Alles Liebe, ich wüsche Dir eine schöne, gesunde und wunderbare Zeit
    Gruß Helmut

    Antworten

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