Was Du im Leben wirklich brauchst

Eine kleine Meditation über das Wichtige im Leben.

Was Du in dem Foto siehst, sind nicht nur Felsen. Es sind die Häuser der frühen buddhistischen Einsiedler, die dort ihr Leben verbrachten. Wir besuchten sie mit der Trainergruppe und aus unserem Besuch ergab sich eine fruchtbare Diskussion über das, was Du wirklich im Leben brauchst. Du verbringst Deine Tage mit so vielen Ansprüchen an Dich selbst und an Deine Umgebung. Die vergangenen Weihnachtstage sind doch ein wirklich gutes Beispiel dafür. Auch die „Wünsche“ für das neue Jahr sind nichts anderes, als solche Ansprüche.

Sri Lanka Einsiedler Wohnung

Was hast Du Dir nicht alles gewünscht und wie oft warst Du dann enttäuscht, als Deine Wünsche nicht in Erfüllung gingen. Ich glaube, es ist an der Zeit, einmal grundsätzlich darüber nachzudenken, was Du wirklich brauchst im Leben. Denn, schau mal, wenn Du jetzt damit beginnen würdest, alle Deine Wünschen zu erfüllen, kannst du nur einen kleinen Teil davon am heutigen Tag realisieren und geniessen, was Du Dir erfüllt hast.

Wenn alle Wünsche in Erfüllung gehen

Selbst wenn Du für heute das Essen und Trinken vergisst, selbst wenn Du nicht schläfst, wird morgen die Sonne am Horizont wieder erscheinen und nur ein kleiner Teil Deiner Wünsche erfüllt sein. Beides ist verhältnismässig gewiss. Und das gilt auch für Übermorgen und auch für den Tag danach. Wahrscheinlich wird die Sonne wieder am Horizont erscheinen, wenn Du schon längst nicht mehr lebst und wahrscheinlich werden viele Deiner Wünsche auch dann nicht alle erfüllt sein. Ich ziehe aus dieser Erkenntnis eine große Beruhigung. Wenn es einmal wild durcheinander geht in meinem Leben, kann ich mir immer vorstellen, dass dieses große Kontinuum existiert.

Im Angesicht der Felsenwohnungen habe ich zur Diskussion gestellt, wie frei Du sein könntest, wenn es Dir gelänge, Deine Ansprüche auf ein mögliches Minimum zu reduzieren. Du kannst an den Felsen frei nach der Maslowschen Bedürfnispyramide relativ einfach die drei nötigen Kriterien von Nahrung Kleidung und Wohnung befriedigen. Zumindest könntest Du das an diesem besondeeren Ort. Es herrscht eine beständige Temperatur von über 30°. Da sind weder Heizung noch Kühlung notwendig. Ein Tuch, um Deine Blöße zu bedecken ist alles, was Du an Keidung brauchst. Wenn du eine gute Geschichte erzählen kannst, wird Dir dafür sicher jemand dieses Tuch überlassen.

Ein Besuch im Schlaraffenland

Geh in den Urwald und komme nach einer Stunde mit genügend Früchten zurück, um Dich für den Tag satt essen zu können. Du wirst nie Hunger leiden müssen. Es wächst immer genug auf den Bäumen, um mehr als einen Menschen täglich satt zu machen. Wenn Du dreimal täglich essen willst, und Dich etwas organisieren kannst, bist Du mit einer Stunde Aufwand für Deine Ernährung immer satt.

Aus Thailand weiß ich, dass ich mich in kurzer Zeit daran gewöhnen kann, auf dem „harten Boden“ zu schlafen. Selbst wenn ich mir aus Blättern und dem, was ich im Wald finde, kein Lager machen will, ist es einfach, nach einer kurzen Gewöhnungszeit den nötigen Schlaf zu finden. Wenn die Regenzeit kommt, kann es sein, dass Dein Lager nass wird. Die Mönche haben deshalb Abflussrinnen und Tropfkanten in den Fels gegraben und blieben so auch während der nassen Jahreszeit im Trockenen.

Nehmen wir also einmal an, Du hättest Dich entschlossen, mit maximaler Freiheit und grosser Anspruchslosigkeit zu leben. Dann hättest Du jetzt alles, was Du zum Leben bräuchtest. Ein bis zwei Stunden Aufwand pro Tag – und Du kannst tun und lassen, was Du willst. Auch nach einer gehörigen Portion Schlaf von vielleicht acht Stunden, bleiben Dir noch 14 Stunden der maximalen Freiheit, die Du mit Sinn und Inhalt füllen kannst. 

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Was tust Du, wenn Du frei bist?

Und, was würdest Du nun tun? Die Mönche im zweiten und dritten Jahrhundert nach Christus haben sich der Erforschung ihrer geistigen Landschaften und der religiösen Praxis gewidmet. Das war ein asketisches Leben, das den Fähigkeiten der fokussierten Meditation gewidmet war. Es prägt auch heute noch das Leben eines buddhistischen Mönchs.

Und du? Stell dir einmal vor, Du hättest den gleichen Freiheitsgrad in Deinem Leben. Alles, was Du jetzt denkst oder sagst, wird mit den Ansprüchen  der modernen Zeit und mit den damit verbundenen Möglichkeiten zu tun haben. Überlege einmal… was willst Du TUN? Jetzt könnten Begriffe kommen wie “Ich will reisen!” oder “Ich will…!” Ja, ich will, ich will. Alles was Du formulieren kannst, kannst Du im gleichen Augenblick auch hinterfragen: brauche ich das wirklich?

In der buddhistischen Lehre spielt Besitz aus diesem Grund eine untergeordnete Rolle. Und selbstverständlich kannst Du Dich fragen, ob alles das, was Dich an Besitz umgibt, nicht eigentlich DICH besitzt. Für unsere besitzgeprägte Zeit ist es sicher eine gute Idee, zu einer Haltung zu finden, Deinen Besitz genießen zu können. Das kannst Du durchaus zu einer guten Eigenschaft machen und die Abhängigkeit von Besitz zu einer schlechten.

Vielleicht willst Du in einer ruhigen Minute darüber nachdenken, ob und wie die vielen Ansprüche die Du an Dich, an Deine Umgebung und an Dein Leben stellst, tatsächlich dazu beitragen, Dich glücklich zu machen. Du kannst davon ausgehen, dass es eine Menge Menschen gibt, die ein direktes Interesse daran haben, dass Du möglichst materiell und mit vielen Besitzansprüchen lebst. Deshalb wird Konsum und Besitz als so positiv dargestellt. Ein selbstbestimmtes Leben setzt diese Interessen anderer Menschen in ein vernünftiges Verhältnis zu dem, was Du wirklich brauchst.

Das gute Verhältnis zum eigenen Anspruch

Betrachte doch einmal all die Gegenstände, die Dich umgeben und die Du besitzt mit der Haltung, sie plötzlich nicht mehr zu haben. Was davon könntest Du einfach loslassen, was fällt Dir schwer, loszulassen und worauf kannst Du unter keinen Umständen verzichten. Würde Dich der Verlust aller Gegenstände in Deinem Leben zu einem anderen Menschen machen? Siehst Du, Genuss und Anspruch kann schnell in die Abhängigkeit führen. Und das meine ich nicht nur im materiellen Sinne. Ich meine damit vor allem Deine geistigen Ansprüche an Dich und Deine Umgebung.

Wenn Du Deine Ansprüche überprüfst, denke daran, dass Du immer die Wahl hast, eine Felsenwohnung in Deinem Kopf zu beziehen. Damit kannst Du ganz ohne Anspruch leben. Dann würde Dein Leben ganz einfach werden. Dann wirst Du allerdings auch darüber nachdenken müssen, was Du mit all Deiner gewonnenen Freiheit anfangen möchtest. Und wenn Du ein paar Minuten länger nachdenkst, wird Dir dämmern, dass Du gar keine Felsenwohnung dazu brauchst. Dass nämlich auch für Dein jetziges Leben gilt: Die Freiheit, die Du suchst, sie findet in DEINEM KOPF statt. 

2 Antworten

  1. Wow Chris,
    wieder einer dieser „Zufaelle“. In einer Lebensphase wo ich mich taeglich, in kleinen Schritten, von Dingen trenne. Weil es so einfacher fuer mich ist und sich dadurch stetig Erfolgserlebnisse einstellen. Und wie der „Zufall“ so will, habe ich gerade vorhin mit meiner Frau bewusst die Doku „Minimalism“ angeschaut. Einfach weil wir uns auf den Weg gemacht haben mehr von dem haben zu wollen, was uns Menschen gut tut. Und dies hat nun wirklich nichts mit angehaeuftem Besitz zu tun. Daher treffen Deine Worte, wie schon so oft, den Kern und ich moechte mich ausdruecklich fuer Deine Beitraege und Deine wunderbare „Seite“ bedanken.
    Als Beispiel mag Dein letztjaehriger (2018) Artikel zum Black Friday dienen.
    Es hat gewirkt, dieses Jahr habe ich diesen Wahnsinn aus der Distanz beobachtet und mich gefreut mir bewusst zu sein: „Ich brauche nicht mehr, nur weil gerade „Black Friday“ ist.
    Schmunzelnd habe ich festgestellt, dass viele „Marketer“ schon einen „Black Friday Aftersales“ anbieten. Das Rad dreht sich weiter.
    Gleichzeitig habe ich mich ueber Dein Angebot am Wochenende darauf gefreut und mich gefragt: Letztlich gibt der Durchschnitt halt mehr Geld in dieser Zeit aus und moeglicherweise dient auch Dir eine fruehe Buchung Deiner Seminare – oder?
    Dein Wagnis ist: Es nach dem Black Friday zu tun, vielleicht reagieren dann die „Richtigen“, sofern sie noch „Pfeile im Koecher“ haben.
    Lieben Gruß
    Peter

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