Mann unter Männern

4. Interview von maennlichkeit-staerken.de

Es ist wichtig für einen Mann, Zeit unter Seinesgleichen, also mit anderen Männern, zu verbringen. Einmal ohne die Frauen Zeit zu verbringen und Emotionen zu teilen. Warum nur fällt es dann manchen Männern so schwer, selbstverständliche Nähe zu anderen Männern zu zeigen? Im vierten Interview mit Martin geht es genau darum.

Ich weiss auch nicht, wieso es für manchen Mann so schwer zu akzeptieren ist, daß ich eine Lanze für die Männeremanzipation breche. Was ist gut daran, wenn ein Mann Lust hat, Zeit mit Männern zu verbringen. Und was ist schlimm daran, wenn er keine Lust darauf hat? Soll ich wirklich glauben Jovikan hätte Recht, wenn er mir in seinem Kommentar schreibt:

„Ein Mann, der aus Interesse homoerotische Dinge testet, ist kein Mann. Ein Mann bist Du erst, wenn Du eine Familie gründest und sie versorgst. Vorher ist man nur ein Schwachkopf. Ohne diesen Weg der Verantwortung bleibt man bis auf ewig eine dumme Sau. Da kann man noch 1000 mal in den Urlaub fahren oder 1000 andere Frauen vögeln, es ändert nichts daran.“

Diese Meinung ist eben genau das, eine MEINUNG. Es ist im NLP Sprech: ein Glaubenssatz. Ich habe eine Familie gegründet, habe einen Sohn gezeugt, ich habe „die Verantwortung“ übernommen. Und dann? Mir war und ist immer bewusst, welche wichtig Rolle meine Freunde in meinem Leben spielen. Aus den obigen Zeilen spricht die homophobe Angst, jemals etwas anderes an sich heran zu lassen, als die eine, einzige und wahre Frau. So weit, so ideal – wenn diese Ansicht wenigstens von Erfolg gekrönt würde.

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Ich frage ich mich allerdings, wie in Deutschland eine Scheidungsrate von 46% (im Jahr 2012) zustande kommt. Mit anderen Worten: fast die Hälfte aller Ehen scheitert. Und dann frage ich mich, wie viele der „überlebenden“ Ehen glücklich sind. Ich ziehe das Ideal von Jovikan gar nicht in Zweifel, ich frage mich nur, was dazu beitragen würde, dass ein „richtiger Mann“ seine Ehe und sein Familienleben glücklich und dauerhaft gestalten kann. Darüber existiert viel zu wenig verlässliches Wissen. Und dazu gehört offensichtlich mehr, als ein von selbst funktionierendes „Trautes Heim mit Glück zu zweien“

Deshalb habe ich auch im heutigen, vierten Teil des Video-Interviews klare Worte gefunden. Wahrscheinlich ist sich Jovikan gar nicht bewusst, wie viel und wie oft er die Gesellschaft von Männern als angenehm empfindet. Wahrscheinlich war er noch nie bei einem Fussballspiel, hat Sport im Verein gemacht, war im Fitnesstudio oder ist mit guten Freunden am Vatertag versumpft. Ich finde, es schadet Dir als Mann nicht, wenn Du über Dein Verhältnis zu anderen Männern nachdenkst. Das muss nicht gleich homosexuell sein.

Mein Punkt, den ich immer wieder verdeutlichen will, ist die Wichtigkeit, in einer heterosexuellen Beziehung AUCH die Referenz nach draussen, zur gleichgeschlechtlichen Gruppe zu halten und zu geniessen. Das lädt Deine Batterien wieder auf. Das gilt übrigens ebenfalls für die Frauen, die tun sich allerdings viel leichter mit Nähe und Emotionalität. Auch etwas, was Du als Mann lernen kannst.

Ein interessantes Detail am Rande: Die weitaus meisten Teilnehmer am „Eisenhans“ definieren sich als heterosexuell. Ihre Zeit unter Männern haben sie als extrem wertvoll und energetisierend empfunden. Das haben nachfolgende Interviews klar gezeigt. Und diese Interviews haben auch gezeigt, daß in den nachfolgenden Wochen die Qualität der (heterosexuellen) Beziehung als SEHR viel besser empfunden wurde. Wo mag diese Tendenz nur herkommen?

Wenn ich mit den vier Interviews Dein Bewusstsein als Mann aktiviert habe, daß Deine Gemeinschaft mit Männern wichtig ist, habe ich viel erreicht. Wenn Du als Frau diese Artikel gelesen hast und die Interviews angesehen hast, dann habe ich viel erreicht, wenn Du ein Bewusstsein dafür bekommen hast, daß Dein Traummann auch Auszeiten braucht.

Daß er, auch wenn es Dir schwer fällt, noch andere Bedürfnisse hat, als Frau, Ehe und Kindererziehung. Wenn Du Deinen Mann auch einmal loslassen kannst, wirst Du merken daß Dein Mann energetisiert wieder kommt. Das tut der Qualität der Ehe viel besser, als permanente Präsenz, ist allerdings oft erst gar nicht so einfach. Viel Glück bei euren Experimenten.

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Ein Kommentar

  • Ich finde Sven und Martin sehr lehrreich und informativ. Sie wirken sehr seriös auf mich und haben zwar ausgefallene Themen, die einfach junge Männer interessieren.
    Weiter so !!!

    Antworten

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