Lebensziel: Erleuchtung ???

Regeln für ein glückliches Leben: Nr. 5

Schriftsteller, Philosophen und Menschen, die durch Ihr Denken und ihren Lebenswandel berühmt geworden sind, behaupten, das Leben erhielte seinen Sinn durch Erleuchtung. Auch in David R. Hawkins Buch Power versus Force endet die vorgestellte Skala bei 1000 – der Erleuchtung. Das Leben Buddhas änderte sich komplett, nachdem er die Erleuchtung (also das Licht) empfangen hatte. Ist es also das wonach wir im Leben streben sollen? Oder gibt es vielleicht eine weltlichere Methode, einfache Glückseligkeit im Hier und Jetzt zu erreichen?

Die Esoterikszene profitiert sehr stark vom Reiz, der vom Wort Erleuchtung ausgeht. Damit Du Deiner Erleuchtung näher kommst, musst Du … ! Die meisten Menschen folgen den drei Punkten, was immer dafür steht, ohne groß darüber nachzudenken. Sie geben gerne Geld und guten Willen, wobei es den Urhebern der „Botschaften“ meist um Ersteres geht. Ich gestehe, dass ich selber viele Strategien auf der Suche nach Erleuchtung ausprobiert habe und auch viel Geld dafür investiert habe. Verändert hat sich meine Zielsetzung allerdings durch Erlebnisse, deren inneren Zusammenhang ich lange nicht durchschaute.

Der Erleuchtung ins Auge geblickt

Während eines Aufenthaltes in Nepal besuchten wir an einem Ruhetag einen 86 jährigen Einsiedlermönch. Er lebt zurückgezogen auf fast 4.000 m Höhe, hoch droben über der Siedlung. Seine Hütte schmiegt sich an den steilen Fels. Wir wanderten und kletterten stundenlang, bis wir seine Hütte erreichten.

Vier junge Nonnen kümmern sich um den alten Greis. Wir halfen Ihnen gleich beim Aufhängen der neuen Gebetsfahnen für das kommende Jahr. Gastfreundlich wurden wir mit Tee bewirtet und dann winkte uns der alte Mönch in sein Gemach. Er betete für und mit uns und knotete uns danach seidene Glücksschnüre um den Hals.

Es gab kein direktes Ende seiner Zeremonie, irgendwann sassen wir einfach „herum“. Die Gebetstrommel des Mönchs leierte lautlos, sein Blick lag entrückt in einer anderen Welt. Ich mochte nicht aufstehen, die Stimmung hielt mich im Bann. Ich schloss für einen Moment die Augen und wurde augenblicklich in eine andere Welt geführt.

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In mir breiteten sich Gefühle grenzenloser Friedfertigkeit aus. Er, der Mönch strahlte sein Leben aus, teilte es mit mir. Ohne ein Wort zu sagen, floss seine Lehre. Nichts erreichen, bewusstes Sein im Augenblick. Eine weite, friedliche, innere Landschaft voll ergebener Anspruchslosigkeit. War das die Erleuchtung, nach der ich suchte? War das der Zustand des dauernden Glücks, nach dem ich mich sehnte und mein Leben ausrichtete? Die Erfahrung liess mich ratlos zurück, so schön sie auch gewesen war.

Buddha strahlt noch immer

Ähnliches war mir einen Monat vorher in Myanmar passiert. Ich verbrachte Kulturtage in Bagan. Beim Besuch der Shwezigon-Pagode hatte ich mich in eine stille Ecke gesetzt, war einer inneren Stimme gefolgt und hatte „für einen Moment“ die Augen geschlossen. Nach weit über einer Stunde öffnete ich die Augen wieder. Auf die gleiche Art wie in Nepal, hatte sich jene unglaubliche Friedfertigkeit und Anspruchslosigkeit in mir ausgebreitet.

Damals wusste ich nicht, dass die Pagode Reliquien Buddhas enthält. Ein Schlüsselbein, einen Zahn und den gesamten Stirnknochen, also sein drittes Auge. Jeden Tag kehrte ich in die Pagode zurück, um dieses unglaubliche Gefühl der schwebenden Mühelosigkeit, der grenzenlosen Friedfertigkeit und Ausgeglichenheit wieder und wieder zu erlangen.

Wohlgemerkt: in beiden Situationen musste ich nichts tun. Nur sitzen und mich für eine Erfahrung öffnen. Der resultierende Zustand wurde mir geschenkt. Heute wünsche ich mich oft an diese Orte zurück, wenn die Wellen der Aktion wieder einmal über meinem Kopf zusammenschlagen. Beide Erfahrungen helfen mir, besser mit meinem Alltagsleben zurecht zu kommen.

Alltagstauglichkeit der Erleuchtung

So schön, so unwiderstehlich und so hilfreich ich diese Augenblicke finde: für einen Dauerzustand scheinen sie mir untauglich. Schon gleich gar nicht wollte ich sie als ein erstrebenswertes Lebensziel für Dich hinstellen. Es ist wahr, die Welt wäre eine andere, wenn alle Menschen so erleuchtet herumliefen und miteinander lebten. Vielleicht, in einigen tausend Jahren, wird es auch so sein. Bis dahin müssen wir allerdings mit den beschränkten Gegebenheiten unserer „Zivilisationsgesellschaft“ leben.

Ich musste erkennen, dass es für viele Menschen erst einmal nicht um die Erleuchtung geht, sondern darum, die Miete für den nächsten Monat zu bezahlen. Ich muss mich damit abfinden, daß es nicht darum geht, Friedfertigkeit und Anspruchslosigkeit zu erreichen, wenn die aktuelle Beziehungen so vieler Menschen von Missbrauch auf den unterschiedlichsten Ebenen geprägt sind.

Für die Meisten unter uns geht es eben erst einmal darum, Regeln, Tipps und Techniken an die Hand zu bekommen, das aus dem Gleis gelaufene Leben etwas glücklicher zu gestalten. Es geht darum, in einer „Schule des Lebens“ jenes Wissen aufzuholen, das Andere glücklich macht, und das man selber nie erfahren hat. Dafür schreibe ich meine Newsletter! Deine Erleuchtung ist dann später dran. Vielleicht im nächsten Leben, vielleicht ein paar Leben später. Vielleicht.

Generativität

Diese lange „Einleitung“ bringt mich zu einem wichtigen Wort und der damit verbundenen Lebenseinstellung: Generativ. Wenn Du alles, was Dein Leben glücklicher, erfolgreicher und selbstbestimmter macht, öfters wiederholst, dann lebst Du das Wort „generativ“. Wenn Du nach jenen Chemikalien in Deinem Körper süchtig geworden bist, die die Momente des glücklichen Seins in Dir produziert haben, wenn Du mehr DAVON willst, lebst Du generativ.

Lies also meine Artikel. Befolge die Ratschläge, hab Spass mit den Übungen. Und gib nicht gleich wieder auf, wenn es nicht sofort klappt. Den ungeduldigen Besuchern meiner Workhops, die am zweiten Tag ungeduldig fragen, wann denn nun das „neue Leben“ endlich beginnt, denen sage ich: „…es ist schon da, es zeigt sich nur noch nicht!“ In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Du für Dich die „taktischen“ und die „strategischen“ Komponenten der Veränderung in Deinem Leben auseinander zu halten weißt.

Wo soll ich anfangen?

Wenn es Dir JETZT schlecht geht, kannst Du JETZT etwas dagegen unternehmen. Je nach Art sind die Interventionsmechanismen vielfältig. Einen kleinen Trick habe ich in einem Artikel beschrieben. Solche Tipps helfen Dir für den Moment. Du musst Dir allerdings im Klaren sein, dass Du damit diejenigen Strategien in Deinem Leben, die dazu geführt haben, dass es Dir so geht, nur vorübergehend verändert hast.

Es ist in etwa so, wie wenn Du gegen Deinen Kopfschmerz am Morgen eine oder zwei Aspirin nimmst. Die helfen wohl für den Moment, den Kopfschmerz auf Dauer wirst Du allerdings nur loswerden, wenn Du lernst, in Maßen zu trinken. (nur ein Beispiel).

Lerne Symptomveränderung und Ursachenveränderung auseinander zu halten. Ich fühle mich in diesen Artikeln nicht gewappnet, Dir inhaltliche Lebensregeln welcher Art auch immer  vorzugeben. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Lebensregeln, die ich für mich gefunden habe, für mein dauerhaftes Glück reichen. Wenn ich Dir ein paar prozessorientierte Verhaltensregeln geben kann, die Du auf die jeweiligen Lebensinhalte anwenden kannst, ist das gelebtes NLP und hilft Dir weiter.

Genauso geht es Dir mit dem zweiten Begriff, der „zunehmenden Selbstverwirklichung“. Ich darf eine der Grundannahmen im NLP zitieren, die sehr gut hierher passt: „Wenn das, was Du tust (taktisch und strategisch Anm. von mir) funktioniert, tue mehr davon. Wenn es nicht funktioniert, tue etwas anderes.“ Das Leben wäre also einfach. Eigentlich.

Kontrolle ist besser

Ein guter Rat, den ich Dir in diesem Zusammenhang gebe: nutze wiederkehrende Ereignisse für eine Art von Nabelschau. Geburtstag, Silvester, Jubiläen, das sind die Ereignisse, die ich meine. Frage Dich: „Bin ich seit dem letzten Mal Nachdenken mit mir selbst weiter gekommen? Hat sich mein Leben zum Positiven verändert?“ Und ich wünsche Dir, dass Du diese Fragen mit „JA“ beantworten kannst. Wenn nicht, siehe oben.

Tage, Wochen, selbst Monate sind ein zu kurzer Zeitabschnitt, um obigen Fragen zu beantworten. Früher, als meine negativen Programmierungen noch die Oberhand hatten, habe ich mich verzweifelt gefragt, ob „diese Zustände“ denn gar nie aufhören wollen. Die kleinen Schritte der Veränderung sind im Lärm des Alltags nicht einfach auszumachen. Es braucht oft etwas Abstand, um sie klarer zu erkennen. Deshalb: „Halte durch. Ich glaube an Dich, tu DU es auch!“

Wenn Du die letzten Newsletter gelesen hast, wenn Du Bereiche in Deinem Leben herausgefunden hast, die Veränderung brauchen, wenn Du Dich entschlossen hast, mit anderem Verhalten zu experimentieren und wenn Du dies auch umsetzt, DANN, das kann ich Dir versichern:

Es wird sich etwas zum Positiven verändern.

Wenn Du dabei bleibst und Deine Strategien dauerhaft variierst und veränderst (davon handeln ja meine Artikel), dann wird sich Erfolg mit Sicherheit einstellen. Das verspreche ich Dir! Auch wenn dieser Erfolg nach drei Minuten noch nicht so sichtbar ist, wie Du ihn gerne gehabt hättest.

Da ist noch eine der großen Herausforderungen für Dich im Leben: Geduld. Vielleicht steckst Du Dir Deine Ziele zu hoch, fasst den Zeitrahmen zu kurz. Halte es nicht mit Konrad Adenauer, dem man die Aussage in den Mund schiebt, dass erreichte Ziele zu niedere Ziele wären. Es braucht auch in Deinem Leben die Freude über den Erfolg, Dein Ziel erreicht zu haben.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Freude über Deine Erfolge. Mag es vielleicht auch sein, dass diese Erfolge anfangs erst in Minischritten messbar sind: „Eine jede Reise beginnt eben mit dem ersten Schritt!“. Ich wünsche Dir, dass Deine Reise, mit den vielen schönen Orte, die Du unterwegs besuchst, nie aufhören wird.

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3 Kommentare

  • Immer wieder schön, so etwas zu lesen. Ich habe meine Erleuchtung auch erfahren. Nicht in Nepal, auf meinem Balkon…. aber es ist schwierig, mit der „Welt“ darüber zu reden. Meine Freundin meinte: Du… mit deiner Erleuchtung! Naja, egal… schön, dass es einen dann nicht mehr juckt, was andere sagen und denken. Nur schade, dass sie es nicht selbst erleben können, weil sie nicht aufmachen können…
    In der Hoffnung auf zahlreiche erleuchtende Momente für alle, die es bräuchten…. liebe Grüße Andrea

    Antworten
  • Lieber Chris
    Kennst du das Buch „Das Tal der Unsterblichen Meister“ von Aaravindha Himadra? Wenn nicht – und du es haben wollen würdest – würde ich es dir gern schenken.
    Stanzerl

    Antworten
  • Vielen herzlichen Dank für die aufmunternden Worte, die gerade heute sehr gut ankommen, mein Tag ist gut gestartet! Die Katzen sind gefüttert, das ausgerissene Huhn eingefangen und beruhigt, der Kikidan Newsletter „inhaliert“ – los geht`s! Mit den besten Wünschen für eine gelungene Reise

    Antworten

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