NLP Metaprogramme 7: Proaktiv – Reaktiv

Wohin geht DEIN Leben?

Wahrscheinlich liest Du diesen Artikel, weil Du auf diese Webseite gelangt bist und nach Möglichkeiten suchst, Deine Persönlichkeit zum Besten zu fördern und zu entwickeln. Wahrscheinlich bin ich nicht die erste Quelle, die Du zu Deiner Anregung gefunden hast. Und wahrscheinlich sind eine Menge an Büchern und anderen Medien darunter, die Dir einflüstern, dass Du Dein Schicksal in die Hand nehmen sollst und aktiv daran arbeiten sollst, alles zu bekommen, was Du Dir wünscht.

Proaktiv Reaktiv Inaktiv NLP Metaprogramme

Eines der meist gebrauchten Worte in diesem Wertegerüst lautet „proaktiv“. DAS soll Deine Haltung zum Leben sein. Nimm Dir, was Du willst, sonst nimmt es ein Anderer. Die Welt gehört den Unverschämten und denen, die laut genug schreien während sie sich proaktiv nach vorne drängen. Wenn Du anders tickst, ändere Dich schnell, oder Du gehörst zu den ewig gestrigen. So will es Dir zumindest eine große Zahl der Erfolgsmedien als ultimative Wahrheit nahe bringen.

Ist da was dran? Sollst Du Dich wirklich zu einem lauten Pfau entwickeln und Dich einen Dreck um Deine Mitmenschen scheren? Ich glaube, Du könntest etwas über den Hintergrund der Metaprogramm Begriffe von proaktiv und reaktiv (dem vermeintlichen Gegenteil) nachdenken und zu einem ganz anderen Schluss kommen. Lies einfach weiter.

Bedeutung von Proaktiv und Reaktiv

Erforschen wir zuerst einmal die Bedeutung der beiden Worte. Proaktiv (Adjektiv) ist ein durch die Übernahme des englischen Begriffs ‚Proactivity‘ entstandenes Neuwort (Neologismus), der auf die lateinischen Bestandteile pro ,für‘ und activus ‚tätig‘ zurückgeht. Stephen Covey schreibt in seinem erfolgreichen Buch The Seven Habits of Highly Succsessful People über die Wichtigkeit der Proaktivität: Proaktiv sein heisst, voraus zu denken und zu handeln, bevor eine Situation oder eine Krise eintritt.

Reaktiv wird als das Gegenteil von Proaktiv benutzt und bedeutet in der naturwissenschaftlichen Ursprungsform, „auf einen Reiz reagieren“. In der Psychologie bedeutet reaktives Verhalten, erst dann mit einer Handlung zu beginnen, wenn sie für eine Lösung oder Entwicklung nicht mehr vermeidbar ist.

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Beispiele für Proaktiv und Reaktiv

Wenn Du proaktiv bist, nimmst Du Dein Leben in die Hand, gehst Risiken ein, stellst Dich Herausforderungen und entscheidest selbst welche Richtung Dein Leben nehmen soll. Dabei gehst Du auch Wege, die vor Dir noch keiner gegangen ist und entdeckt Dinge, die vor Dir noch keiner entdeckt hat. Es gibt eine Faustregel, nach der mit zunehmendem Erfolg im Leben auch Deine proaktiven Zeiten zunehmen. Auf der Couch sitzen undFussball gucken ist reaktiv. Fernseher ausschalten und Fussball spielen ist proaktiv.

Wenn Du eine Aufgabe bekommen hast, bist Du proaktiv, wenn Du Deine zur Verfügung stehende Zeit planst und Dir die Schritte einteilst, die zum Ziel führen. Reaktiv bist Du, wenn Du so lange nichts unternimmst, bis die Zeit drängt und Du dann in letzter Minute, meist in durchwachten Nächten mit schlechten Gefühlen die Aufgabe mehr schlecht als recht erledigst.

Proaktiv bist Du, wenn Du Dein Leben in die Hand nimmst, Dir Lebensziele aussuchst und aktiv an deren Verwirklichung arbeitest. Reaktiv bist Du, wenn Du durchs Leben treibst und nimmst, was sich Dir bietet, ohne groß zu fragen oder zu bewerten.

Proaktiv bist Du, wenn Du Neuem positiv gegenüberstehst, sei es nun beim Lernen oder beim Handeln. Du stellst Dir also weniger die Frage des „schlimmsten Falles“, sondern marschierst einfach drauflos. In unserer Gesellschaft interessierst Du Dich für neue Technologien und neue Produkte. Du stehst erfolgreich im Leben, verdienst gut und kaufst oft das Neueste, um auszuprobieren, wie es in Dein Leben passt.

Firmen lieben Dich als Kunden, sie nennen Dich „Early Adopter.“ Du kauft früh, wenn die Produkte noch teuer sind und findest die Fehler in diesen Produkten. Reaktiv bist Du, wenn Du lieber das tust, was Du immer getan hast – oder lieber überhaupt nichts tust und Dich beklagst, dass Andere nicht das für Dich tun, was zum Erfolg führen würde.

Ist Reaktivität schlechtes Verhalten?

Antwort: Reaktiv per se ist nicht schlecht. Für alles gibt es im Leben seine Zeit. Es erfordert sehr viel Energie, voran zu gehen und Neues auszuprobieren. In vielen Bereichen des Lebens ist es effektiver, das Leben erst einmal so laufen zu lassen wie es läuft. Es kommt darauf an, dass Du aufmerksam beobachtest und dann reagierst, wenn die Zeit gekommen ist. Ich nenne dies: „Die Dinge an ihren Platz fallen zu lassen.“

Dies ist eine kluge Lebenstaktik die Dir viel Kraft spart und den Blick schärft für die Dinge, die das Universum für Dich bereit hält. Reaktive Phasen brauchst Du im Leben. Diese Art zu leben erfordert die wenigste Energie. Du solltest Dich öfter einmal treiben lassen, um Deine Batterien wieder aufzuladen. Und Du solltest aufmerksam sein. Wenn Aktion und proaktives Verhalten geboten sind, kannst Du mit aller Kraft loslegen.

Ein kleines Beispiel aus dem täglichen Leben: Es muss ja nicht jedes Mal Dein starkes Ego entscheiden, wo Du mit Deinen Freunden zum Essen hingehst. Du kannst auch einmal einen der Anderen die Entscheidung treffen lassen und einfach mitgehen. Das führt oft zu sehr überraschenden und positiven neuen Erlebnissen.

Proaktiv oder reaktiv beim Sex?

Darf ich Dir vorschlagen, auch einmal darüber nachzudenken, wie Du es mit Deiner Sexualität hältst? MUSST Du immer den Ton angeben und „proaktiv“ bestimmen, was und wie „es“ gemacht wird, nur weil Du „es“ immer so gemacht hast? Lass doch (wenn Du das kannst) einfach einmal los und Dich passiv treiben. Lass Deinen oder Deine Partner bestimmen, wohin die Reise geht. Vielleicht kommt so eine ganz andere Qualität des Erlebens in Dein Leben.

Solltest Du dieses Verhalten genau kennen, ist es vielleicht an der Zeit, Dein sexuelles Rollenverhalten zu überdenken. Immer passiv ist in meiner Welt genauso langweilig, wie immer aktiv. Vielleicht willst Du demnächst einmal das Ruder proaktiv übernehmen und klar und deutlich artikulieren, was Du willst und wie Du es willst. Und das gilt nicht nur für Deine Sexualität und nicht nur, wenn Du ein Mann bist. Flexibilität ist ein schönes Wort, wenn es Eingang in Dein Leben findet…

Wieder einmal haben beide Richtungen des heutigen Metaprogramms ihre Berechtigung. Sie sollen in Deinem Leben in unterschiedlichem Kontext auch beide vorkommen. Du kannst Dich fragen, ob in einem gegebenen Kontext das richtige Metaprogramm zu Deiner Wahl steht. Reaktiv sein, wenn es darum geht, für Deine Prüfung zu lernen? Nein! Reaktiv zu sein, wenn es in einem Bewerbungsgespräch um Deine Führungseigenschaften geht? Nein! Proaktiv sein, wenn Dein Erholungstag in der Sauna ansteht? Du weißt, was ich meine…?

Eine Empfehlung habe ich jedoch für Dich. Ich kann Dir nur empfehlen in Deinem Leben immer dann proaktiv zu handeln, wenn Du etwas erreichen und verändern willst. Und dann kannst Du beobachten, was passiert. Nimm Dir die Zeit, nachzudenken und reaktiv zu sein. Spare Dir Deine Energie für das auf, wofür sich Dein proaktives Verhalten wirklich lohnt. Lass Dich nicht vom blinden Aktionismus der Erfolgsliteratur anstecken. Inaktive Zeiten sind wichtig, auch in Deinem Leben. Sie geben Dir Energie für Deine nächste proaktive Phase und helfen Dir, die richtige Richtung im Leben zu finden.

Wenn Du lernen möchtest, Deine Lebensziele in diesem Sinne zu planen, kann ich Dir die Teilnahme am Wochenendworkshop „How to plan your life…“ wärmstens ans Herz legen. Dort lernst Du wirksame Strategien, Deine proaktiven und reaktiven Phasen im Leben ausgeglichen zu planen und danach zu handeln.

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2 Kommentare

  • Ist mir doch das reaktive zu negativ gesehen. Zwangsdynamiker. Immer vorwärtsrennen kann auch schlecht sein. Wenn eine Klippe ist und du fährst 200 mitm Auto ist es ned grade besser wenn du jetzt wo die Klippe oder der Baum kommt 300 oder 400 fährst. Außerdem brennste dann aus. und das Gesetz der Anziehung sagt: Je mehr desto mehr. also: Je mehr Tempo und stressbewältigung, desto mehr Zeitdruck und stress. Das verstehen viele Leute einfach nicht.

    Antworten
    • Wenn ich mehr Entspannung will muss ich beeits entspannt sein. wenn ich mehr Zeit will muss ich bereits mehr Zeit haben. Wenn ich mehr Ruhe will muss ich bereits die Ruhe haben. Wohin führt es also wenn ich immer Proaktiv bin, immer alles „anpacke“ ? Genau ich muss noch mehr anpacken/Bewältigen

      Antworten

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