Gelebter Erfolg oder Erfolgsphobie?

NLP Technik des Future Pacing

In vielen meiner Artikel benutze ich das unbestimmte Hauptwort „Erfolg“. Meistens beschreibe ich dann NLP Techniken, auf einfache Art und Weise mehr Erfolg im Leben zu erlangen. Heute beschreibe ich Dir eine unkonventionelle, aber wirkungsvolle Strategie, die auf der Technik des Future Pacing aus dem Modell von NLP beruht. Folge mir dazu in die Welt eines erfolgreichen Verkäufers.

Icon-News-Erfolgsphobie-Future-PacingIn Berlin gibt es eine Filiale der Firma Brunello Cucinelli. In der Zeitung las ich über das innovative Konzept der Marke und weil mich der Weg zufällig vorbeiführte, betrat ich den Laden. Von den Preisen war ich, gelinde gesagt, schockiert. Eine Strickjacke für 2.800 Euro – in Berlin? Das hatte ich bislang nicht gesehen und das sind bei weitem nicht die Preise, die ich bezahlen will. Schon gar nicht, wenn Du weißt, dass ich oft erst dann kaufe, wenn es einen ordentlichen Rabatt zu  holen gibt.

Das Gespräch mit dem – sehr freundlichen – Verkäufer führte spontan in viele Bereiche und nahm plötzlich eine wirklich interessante Richtung. Wir kamen auf das Thema „Verkaufen“ zu sprechen, ich gab meinen Beruf preis. Das Gespräch verlief sehr angeregt, ein Wort gab das andere und schließlich wollte ich von ihm wissen, ob er einem Menschen ansehen könne, ob und wie viel Geld er besitze. Seine Antwort:

„In den meisten Fällen sehe ich, wie jemand mit sich selbst und mit dem Thema Luxus umgeht. Ich habe herausgefunden, dass diese Eigenschaften in direktem Zusammenhang mit der Menge an Geld stehen, die dieser Mensch ausgibt!“

Auf der einen Seite gab er mir eine salomonische Antwort. Andererseits machte mich seine Antwort nachdenklich. Sollte es sein, dass ein erfolgreiches und glückliches Leben nach außen ausstrahlt und von denen, die einen Blick dafür haben, auch erkannt werden könnte? Damit könnte Glück ja von allen Menschen bewusst oder subbewusst wahrgenommen werden?

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Mein Ergebnis: eine Strickjacke für 2.800 Euro zählt immer noch nicht zu meinen Besitztümern – auch nicht zu meinen Wünschen. Das Nachdenken über dieses Gespräch und meine Erkenntnisse daraus führten zu diesem Artikel. Lass mich gleich als eine direkte Frage an Dich formulieren: „Wie wäre es, wenn Du darüber nachdenkst, ob sich Dein Erfolg (der Erfolg, den Du hast – oder den Du haben möchtest) auch in Deinem Leben manifestiert?

Erfolg ist das Ergebnis eines Prozesses.  Was Du tust, bestimmt, was Du bekommst. Wie heisst es jedoch so schön: Viele Wege führen nach Rom. Einen dieser Wege, in Bezug auf Deinen Erfolg, gehen wir im NLP Practitioner mit der Anwendung der Fast Phobia Cure auf eine mögliche Erfolgsphobie. Du kannst mit etwas Kenntnis der Grundtechniken im NLP (mit der Fast Phobia Cure als NLP Format) jedem Menschen , auch Dir, sehr schnell diese Erfoglsphobie nehmen. Lies dazu einfach die Anweisungen im NLP Übungsbuch

Und es gibt noch eine zweite Möglichkeit. Du kannst eine mögliche Erfolgsphobie einfach ignorieren und durch häufige und intensive Tätigkeiten Deine Phobie vollständig überwinden. Die Psychotherapie nennt diese Technik „Desensibilisierung“. Sie hat schon vielen Menschen geholfen und vielleicht kann sie in Deinem Leben auch funktionieren. Was ich Dir jetzt als Übung (oder Technik) vorschlage, ist „gelebtes Future Pacing“.  Ein toller Name – wie soll das gehen? Hier mein NLP Rezept:

Schritt 1: Stelle die Frage

Frage Dich: Wenn ich ein glückliches und erfolgreiches Leben habe, was habe ich dann? Schreibe das Ergebnis dieser Frage auf ein Blatt Papier. Das kann einer oder mehrere Sätze, Stichpunkte, eine Zeichnung oder ähnliches sein.

Schritt 2: Ab in die Zukunft

Begib Dich nun in Gedanken in Deine Zukunft. Wenn Du willst, wandere die TimeLine entlang oder nutze eine andere NLP Technik dazu. Merke Dir sehr gut, wann genau (in Tagen, Monaten, Jahren oder Lebenszyklen) Du Deinen angestrebten Erfolg erreicht haben wirst. Für den Anfang ist es sinnvoll, wenn Du Dir erst einmal die dominanten Einzelheiten Deines Erfolges vorstellst. Du kannst dazu die Lebensbereiche Deines Lebensplan hernehmen.

Schritt 3: Dein Platz in der Zukunft

Wenn Du in Deiner Zukunft angekommen bist, halte inne. Sieh Dich um – buchstäblich. Achte darauf, dass Du assoziiert bist (dass Du in Deiner Vorstellung Deine Umgebung wie durch Deine eigenen Augen wahrnimmst).

Was siehst Du, was hörst Du, was fühlst Du? Stelle Dich in Deinen Gedanken vor einen Spiegel. Wie siehst Du aus? Sieh Dich in Deinem zukünftigen Leben genau um. Wie lebst Du, welche Freunde hast Du, wie verhältst Du Dich, wie ist Dein Tagesablauf? Wo verbringst Du Zeit, welche Vorliegen hast Du?

Sammle möglichst viele und detaillierte Informationen über Dich, Dein Leben und Dein Umfeld. Denke daran: Wenn Du schon in Deinen Gedanken damit beginnst, Dich zu limitieren, wie wird dann eine von Deinen Gedanken gesteuerte Realität aussehen?

Wenn Du schon etwas NLP beherrscht, kannst Du Dir einen multisensorischen Anker installieren (bildliche Vorstellung, interner Dialog und kinästhetische Körperreaktion).

Schritt 4: Zurück in der Gegenwart – Aufzeichnungen

Schreite nun auf der TimeLine wieder zurück in die Gegenwart. Nimm alle Informationen mit zurück. Öffne dann die Augen und nimm ein Blatt Papier zur Hand. Zeichne drei Spalten darauf. Die erste nennst Du „Thema“, die zweite „Vorher“, die dritte „Nachher“. Du errätst sicherlich, was es damit auf sich hat. Es geht darum, die wahrgenommenen Veränderungen in Deiner Zukunft zu dokumentieren.

Notiere alles, was Du wahrgenommen hast, gewissenhaft. Es kann durchaus sein, dass sich daraus eine lange Liste ergibt. Du wirst feststellen, dass vieles in Deinem Leben gleich sein wird, manches jedoch hat sich verändert. Markiere jene Bereiche, in denen eine Veränderung erkennbar ist.

Schritt 5: Das Wichtige zuerst

Im nächsten Schritt kannst Du alle markierten Bereiche nach ihrer Wichtigkeit ordnen. Das erleichtert Dir das spätere Üben. Die kleinsten Veränderungen landen ganz oben auf der Liste, die wirklich großen am Ende.

Wenn Du fertig bist, hast Du genügend Informationen für die weitere Übung gesammelt. Jetzt beginnt der Spaß. Deine zukünftige Aufgabe besteht darin, Dich in Situationen zu begeben, in denen Du Deinen Erfolg vorwegnimmst. Du ignorierst einfach mögliche Misserfolgsstrategien. Wie beim Monopoly überspringst Du sie und gehst ohne über das hinderliche „Los“ zu gehen direkt zu den Ergebnissen, direkt zu Deinem Erfolg.

Ja, ich höre Dich schon: „Na gut, dann gehe ich morgen gleich zum Autohändler und kaufe mir mal einen Ferrari Testosterona!“ Schön wär“s, aber Dein jetziger finanzieller Erfolg ist eben für solche Startegien (noch) nicht geeignet. Zuerst sollte es darum gehen, zu der Person zu werden, die erfolgreich ist.

Du kannst mit kleinen Veränderungen beginnen und Dich im Verlaufe der Zeit, dann wenn Du Dich an Dein „neues Selbst“ gewöhnt hast, an den größeren Veränderungen arbeiten. Lass mich Dir ein paar Vorschläge unterbreiten, wie genau Du an Deiner Erfolgsphobie arbeiten kannst.

Szenario 1: Vielleicht willst Du prüfen, ob Du Dich heute anders kleidest, als in einer erfolgreichen Zukunft. Womit wir wieder beim Pullover von oben gelandet wären. Wie viele Deiner Bedürfnisse sind programmierte Klischees (Gucci, Prada und Konsorten) und wie viele davon sind ein legitimes Bedürfnis nach qualitätvoller Kleidung. Von einem klugen Mann stammt der Ausspruch: „Ich habe zu wenig Geld, um mich billig zu kleiden.“ Der Satz steht im Buch von Alexander von Schönburg: Die Kunst des stilvollen Verarmens.

Jetzt komme ich wieder auf mein Gespräch mit dem Verkäufer. Er sagte, er erkenne stilvolle Menschen an der Art, wie sie Kleidung tragen und nicht, was sie anhaben. Damit meine ich, dass Du in einem Pullover für 2.800 Euro schäbig aussehen kannst, während Du mit einem Pullover für 28 Euro einen großen Auftritt hinlegen kannst. Vielleicht brauchst Du dazu überhaupt keine neue Kleidung. Das ist doch etwas, womit sich sehr preiswert üben lässt, nicht wahr?

Szenario 2: Wenn Du mehr materiell orientierten Optionen zugetan bist, gibt es jede Menge an Ressourcen, auf preiswerte und originelle Art und Weise an wirklich tolle Kleidung zu kommen UND Deine Flexibilität beträchtlich zu erweitern. Flohmärkte und Second Hand Läden sind nur zwei vieler möglicher Strategien.

Szenario 3:  Du arbeitest an der Desensibilisierung Deiner Schwellenangst. Dann kannst Du es Dir leisten (ich meine nicht monetär), in teuren Boutiquen ein- und auszugehen und die Wahl zu haben, eben nichts zu kaufen. Nicht, weil Du keine Geld hast, sondern weil Du kein Geld ausgeben willst. Eine freundliche Warnung folgt gleich auf dem Fuße: Das Experiment mit der Boutique ist etwas für Fortgeschrittene.

Szenario 4: Wie sieht es mit einer Tasse Tee oder Kaffee in einem teuren Hotel aus? Das kannst Du Dir leisten. Beobachte einfach erfolgreiche (und vermeintlich erfolgreiche) Menschen. Kopiere, was Dir richtig scheint. Ich denke beispielsweise an das Selbstverständnis, mit dem sich erfolgreiche Menschen im öffentlichen Raum bewegen. Das kannst Du üben.

Szenario 5: Gehe in ein teures Hotel setze Dich in die Lobby und bestelle ein Glas Leitungswasser mit Eis. Das kostet Dich ein Lächeln und sonst nichts – wenn Du es richtig machst.

Wichtige Erkenntnis: Erfolgreich kannst Du überall sein. Du kannst als ein erfolgreicher Mensch eine Stunde spazieren gehen. Das fühlt sich großartig an und ist völlig kostenlos. Wichtig ist Dein Gefühl.

Wenn Du die unterschiedlichen Szenarien ausprbierst, kann es passieren, dass Dich das Gefühl des Erfolgs zu Beginn  gar nicht so positiv anfühlt, wie Du es Dir vorgestellt hast. Die vorgeschlagenen Szenarien haben nämlich mehr Tiefgang, als Du vielleicht vermuten magst. Mit fortschreitender Übung wirst  Du Dich auf den Weg machen,  auch Deine Glaubenssysteme zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Es lohnt sich deshalb, abends im Bett über die Sinnfälligkeit der Organisation Deiner Glaubens- und Wertesysteme nachzudenken. Was ist Dir wirklich wichtig im Leben?

Ein paar Ratschläge noch, selbst Szenarien des gelebten Erfolgs zu generieren:

Wie weit Du Dich aus dem Schneckenhaus Deines jetzigen Lebens herauswagst, wie schwierig Du Deine Übungen gestaltest und wie oft Du als „Tourist in einem anderen Leben“ Ausflüge unternimmst, das bleibt Dir überlassen. Ich rate Dir, Deine Ausflüge in einem „Tagebuch meines neuen Lebens“ schriftlich zu dokumentieren. Ich lege großen Wert darauf, Dir den Aspekt des Abenteuers nahe zu bringen, nicht den Aspekt des ausgebens von viel Geld. Speziell dann, wenn Du es (noch) nicht so dicke hast.

Es ist eine ziemlich gute Idee, Deine Experimente öfters mit den gleichen Rahmenbedingungen zu wiederholen. Du wirst feststellen, dass die Schwellenängste im Zuge der Experimente mit Deinen Szenarien deutlich abnehmen werden.

Übernimm „bewährte“ Muster sofort in Dein Leben. Auch wenn Du meinst, die Zeit wäre eigentlich noch nicht reif dafür.

Ich wünsche Dir für die vielen Erfolgsszenarien die größte Motivation. In diesem Sinne freue ich mich auch darauf, Dich als „Erfolgstouristen“ in einem meiner Workshops zu begrüßen. Vielleicht kommst Du bei Deiner Teilnahme noch auf ganz andere Ideen, das wäre ganz in meinem Sinne.

Hier zum kostenlosen online NLP Practitioner.

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