Hast Du Angst vor Ablehnung?

Mach Dich unabhängig von der Meinung anderer

„Hallo Chris! Ich habe Angst vor Ablehnung. Bei mir sind es die Männer, weil ich denke dass ich zu dick bin. Hast du einen Rat für mich? Außer den Rat natürlich, abzunehmen?“ Solche Emails, wie sie mir Angelika geschickt hat, bekomme ich fast jede Woche. Daraus schliesse ich, dass die Angst vor Ablehnung eine sehr häufige Angst ist. Bei Männern und bei Frauen. Woher nur kommt diese Angst vor Zurückweisung? Und die fast noch wichtigere Frage: „Was kannst Du dagegen tun?“

Es gibt eine Erklärung dazu: Bis zur Geburt und auch noch danach wird das kleine Neugeborene mit Liebe und Zuneigung bombardiert. Nach der Geburt folgt zwangsläufig Stück für Stück die Ablösung von der Mutter und später auch von den Eltern. Man nennt diesen Prozess „erwachsen werden“. Aus einer jederzeit erfüllten und gesicherten Liebe am Lebensanfang wird der Wunsch und das Bedürfnis nach derselben. Ein Wunsch, der je nach „Hirnkino“ leicht, schwer oder überhaupt nicht erfüllt wird.

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Eigensicht und Fremdsicht

Der Wunsch und das Bedürfnis nach Anerkennung ist also oft gekoppelt mit dem Zweifel, diese Anerkennung auch erfüllt zu bekommen. In der einleitenden Frage hat Angelika gleich einen guten Grund nachgeschoben. Sie fühlt sich zu dick. Und wie viele von uns stehen ebenfalls jeden Morgen vor dem Spiegel und sehen sich genau jenen Körperteil an, mit dem sie nicht einverstanden sind und der sie „hässlich“ macht. Das ist dann schnell ein guter Grund für alle möglichen Annahmen.

Doch ganz logisch ist dieses Denken nicht. Ich gebe Dir ein Beispiel: Wenn ich mich einmal in Ruhe auf eine Parkbank setze und die vorüber flanierenden Paare beobachte, sehe ich nur ganz wenige ideale Schönheiten. Da haben sich Dicke und Dünne gefunden, da gehen Schöne und Hässliche Hand in Hand. In meiner bayrischen Heimat gibt es dazu einen guten Ausspruch, der Dich zum Nachdenken anregen kann: JEDER Topf findet irgendwann seinen Deckel.

Es ist natürlich einfacher, sich einen Grund zu konstruieren, der Dir die Gewissheit gibt, dass eine Aktion von Deiner Seite sinnlos ist und aus beliebigen Gründen nicht zum Erfolg führen kann. Dann kannst Du Dich im Selbstmitleid wälzen und hast gleichzeitig keine Chance, da jemals wieder da herauszukommen. Das halte ich für keine gute Strategie.

Soziale Zugehörigkeit als Überlebensstrategie

Ein weiterer Grund für die Sehnsucht nach Zugehörigkeit liegt in Deiner Natur. Du bist ein soziales Wesen und kannst nur in der Gruppe überleben. Alleine sein tötet. Jeder Mensch kommt mit diesem Überlebensinstinkt zur Welt. Der wichtigste Grund zum tatsächlichen Überleben war vor nicht allzu langer Zeit der Anschluss an eine Gruppe anderer Personen. Wenn Du in der Steinzeit nicht zu einem Stamm gehört hast oder aus der Gemeinschaft verbannt wurdest, waren Deine Überlebenschancen gleich null. Das ist in Deinen Genen gespeichert.

Und auch für den modernen Menschen gilt ähnliches. Wenn Du also Deine Angst vor Ablehnung überwinden willst, wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als im ersten Schritt Deine Selbstachtung und Dein Selbstwertgefühl zu stärken. Dann strahlst Du das aus, was andere Menschen anziehend finden und dann wirst Du schnell ein geachtetes Mitglied „Deines Stammes“. Um auf einfachem Weg Deine Selbstachtung zu steigern kannst Du auf dieser Webseite und im Modell von NLP eine Menge an guten Techniken finden. Wie wäre es gleich mit dieser Technik.

Der umgekehrte Weg

Vielleicht versuchst Du zuerst einmal den umgekehrten Weg. Setz Dich einen Augenblick an einen Tisch, nimm Dir ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und überlege: Was kannst Du Deinen Mitmenschen anbieten. Körperlich, geistig, charakterlich. Was sind Deine Stärken und worin bist Du besonders gut. Höre einfach damit auf, Dein schlimmster Gegner zu sein. Lernen stattdessen, Dich zu akzeptieren. Und nun der Trick: In jedem Gespräch, das Du ein den nächsten Wochen führst, ob flüchtig oder intensiv, ob im Beruf oder im Privatleben, wirst Du einen der Punkte auf Deiner Liste zur Sprache bringen. Wie Du das machst, ist Deine Sache, Du kannst Dir jede Strategie dazu ausdenke. Und glaube mir, Du wirst Dich schnell daran gewöhnen.

Solange Du schlecht von Dir denkst, und Dich für jede Deiner vermeintlichen Schwächen kritisierst, so lange haben wirst Du auch Angst vor Ablehnung haben. So wie Du von Dir denkst, so glaubst Du, dass Andere von Dir denken. Du kannst leider nicht kontrollieren, wie andere über Dich denken, wohl aber, was Du glaubst, wie sie über Dich denken. Fehler hat JEDER Mensch. Wenn Du davon überzeugt bist, dass diese Fehler und Mängel nichts an Deinem prinzipiellen Wert als Mensch ändern, wird es Dich kaum berühren, was Deine Mitmenschen über diese Fehler und Mängel denken. Das ist übrigens eine der Grundannahmen im Modell von NLP.

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Tipps um Deine Angst vor Ablehnung überwinden

Wenn Du meinst, jemand würde Dich ablehnen, erinnere Dich daran, dass Du damit nicht allein bist. Jeder wird öfters im Leben abgelehnt. Ob Dich nun ausgerechnet Dein Schwarm nicht wahrnimmt, der Deine Einladung zum Date ignoriert hat. Ob es die Einladung zu der Party war, die Du nicht erhalten hast. Ich meine, jeder hat diese oder ähnliche Situationen schon oft erlebt. Erinnere dich daran, dass Zurückweisung zum Leben gehört. Und häufig stellt sich die vermeintlich so negative Ablehnung sogar als etwas Positives heraus. Ich rate Dir ein paar Übungen zu machen, mit denen Du aktiv aus deiner Komfortzone herausgehst:

  • Überwinde Dich öfter dazu, “nein” zu sagen
  • Fange einfach ein Gespräch mit einer zufälligen Person an
  • Sprich in einer öffentlichen Umgebung einfach etwas lauter
  • Lächle eine beliebige Person auf der Straße an und halte Augenkontakt 

Überwinde Deine Angst. Du profitierst doppelt davon. Es wird es Dir zum Einen mit jedem Mal einfacher fallen, und natürlich wirst Du zum Anderen auch Feedback von anderen Menschen erhalten. Du wirst merken, wie wenig Du zurückgewiesen wirst.

Ich kann Dir nur raten, Dich aktiv auf die Suche nach Ablehnung zu machen. Wenn Du glaubst, Du seist hässlich, wie es Angelika annimmt, dann frage eine gute Freundin, ob sie ebenfalls glaube, Du seiest hässlich – und GLAUBE ihrer Antwort. So führt Dich die aktive Suche nach Ablehnung allmählich genau zum Gegenteil, nämlich dazu, den Beobachtungen anderer Menschen mehr Glauben zu schenken, als Deinen eigenen Hirngespinsten.

NLP für mehr Selbstsicherheit

Mein üblicher Ratschlag: Besuche doch einfach meine NLP Grundausbildung. Dort findest Du eine Menge kritischer und aufmerksam beobachtender Teilnehmer. Die werden Dir sicherlich sagen, was Du gerne glauben möchtest und noch ein paar Worte oder Sätze anfügen. Ich wünsche Dir viel Glück und freue mich, Dich persönlich zu treffen. Dann kann ich auch überprüfen, ob Du wirklich so hässlich bist.

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

1 Antwort

  1. Lieber Chris,

    zu den Tipps wie man aus der Komfortzone raus kommt gehört mMn noch der Bereich „eigene Bedürfnisse formulieren und für die einzustehen mit dem Wissen, dass man EIGENE Bedürfnisse haben darf“.

    Das Unvermögen (Sich nicht trauen) die eigenen Bedürfnisse überhaupt benennen zu können ist Teil der Geschichte vieler, deren (Grund-)Bedürfnisse Währende Kindheit und Jugend seitens der Bezugspersonen nicht adäquat und aufrichtig erfüllt wurden.

    So erklärt sich auch das immer wieder kehrende Thema der „Ansprechangst“ welche oft nichts anderes ist als die Angst sich mit seinen Bedürfnissen zu offenbaren.

    Viele Grüße,
    Stefan

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