Einfach mit dem Rauchen aufhören

Schluss mit der täglichen Folter durch den Nikotindrachen

Ich reise oft in Südostasien. In den zugehörigen Ländern geht man mit dem Rauchen auf eine sehr „entspannte“ Weise um, die viele von uns in Europa ganz schön auf die Palme bringen würden. Es wird einfach überall geraucht. Das ist kulturell interessant, in der Mischung von gelebtem Gemeinschaftssinn und rigoroser Ellenbogenmentalität. Ich will dieses Verhalten nicht werten, es geht in diesem Artikel um das Thema allgemeiner Suchten und ihrer Bewältigung.

Newsletter-Fürhjahrskur-RauchenWie sagt Lavater so schön: „Die Menge bestimmt das Gift.“ So gut das Trinken von Wasser, um Dir ein Beispiel zu geben, für Dich sein kann, es kann Dir auch Schaden zufügen. Ab einer Menge von etwa neun getrunkenen Litern wird es durch die Ausschwemmung von Mineralien schnell schädlich für Dich. Es sei denn, Du arbeitest in einer südafrikanischen Diamantenmine in 1.200 Metern Tiefe. Dann brauchst Du diese neun Liter dringend zum Überleben.

Ich möchte hier gar nicht von der Menge an Wasser sprechen, die einen Ertrinkenden vom Leben zum Ableben befördert. Genau so verhält es sich auch mit dem Trinken von Alkohol. Kleine Mengen Rotwein sollen, sagt der Arzt, durchaus der Gesundheit förderlich sein. Ein Gläschen in Ehren… und so weiter, Du kennst den Ausspruch sicherlich.

Noch drastischer ist es beim Rauchen. Niemand kann in Abrede stellen, dass JEDE gerauchte Zigarette dem Körper schadet. Das ist durch unzählige Untersuchungen hinreichend bewiesen. Und doch machen viele von uns (manchmal auch ich) von ihrem Selbstbestimmungsrecht gebrauch und schaden sich und ihrem Körper wissentlich. Ich begebe mich also auf dünnes Eis, wenn ich heute meine persönlichen Ansichten über das Rauchen und die persönlichen Suchten vor Dir ausbreite.

Vielleicht hilft Dir eine kleine Geschichte. Sie stammt aus der Anfangszeit meiner beruflichen Tätigkeit als Trainer. Ich hatte mit NLP und Hypnosetechniken schon einige Erfahrung gesammelt und entwickelte deshalb einen Eintages-Workshop mit dem treffenden Namen „Frische Brise“. Rauchen aufhören für Angestellte. Von der Firma bezahlt.

Design und Installation einer Motivationsstrategie
NLP Elemente Modul 01

Fehlt es Dir gerade wieder einmal an Motivation für anstehende Projekte? Warum lernst Du nicht, selbst in die schief laufenden Prozesse einzugreifen und mit den Techniken aus dem Modell von NLP selbst zu bestimmen, wie viel Motivation Du gerade haben willst?

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Ich war mit dem Workshop extrem erfolgreich: über 80 Prozent der Teilnehmer beendeten nach dem Workshop ihre gesundheitsschädigende Gewohnheit. Etwa vierzig Prozent davon rührten nie wieder eine Zigarette an, der Rest begann, nach etwa zwei bis drei Monaten, wieder zu rauchen.

Mich interessierte die Gruppe derer, die wieder anfingen zu rauchen. Wie kann, so dachte ich mir, jemand so dumm sein und wieder mit dem Rauchen anfangen, obwohl er schon damit aufgehört hat? Die Antwort: in der Raucherecke werden eben die aktuellsten Informationen ausgetauscht.

Wenn Du also gesund lebst und nicht rauchst, bist Du von den schnellen und informellen Informationswegen abgeschnitten. Ich entwickelte mit den Firmen Lösungen für einen anderen informellen Kommunikationsfluss und die Zahl der dauerhaften Nichtraucher stieg dramatisch an. Erste Lektion für Raucher: Der soziale Kontext ist wichtig.

Habe ich übrigens erzählt, dass ich selbst während dieser Zeit rauchte? Nicht über die Maßen, aber auch vier Zigaretten am Tag machten mich zum Raucher. Ein Raucher hält Workshops zum Rauchen aufhören. Das muss man sich mal vorstellen. Das ist die zweite Lektion für Raucher: Rauchen folgt keinen logischen Kriterien.

In meiner Eigenschaft als Trainer habe ich gelernt, das Verhalten von Menschen sehr genau zu beobachten und meine Schlüsse daraus zu ziehen. Dies gilt natürlich auch für mein eigenes Verhalten. Ich rauche immer noch gelegentlich. Zuletzt überkam mich diese schlechte Gewohnheit während des TrainerTracks. Ich hatte den Workshop umgestellt und begann sehr viel früher mit den essentiellen Gesprächen. Das war anstrengend und verlangte sehr viel Kraft von mir. Folge: eine spezielle Art von „Stress“.

In der Rückschau ist mir das Muster klar, zumal es sich in den vergangenen Jahren oft wiederholt hat: Stress fördert Sucht. Das Rauchen hat mich übrigens einige Tage nach dem Ende des Workshops so wieder verlassen, wie es kam. Ich achte auf die Signale meines Körpers, weil sie mir Gelegenheit geben, mein Verhalten zu ändern. Vielleicht ist das der Unterschied zu vielen Anderen.

Meine Ansicht: jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Schritt zu einer guten Gewohnheit. Dein Recht auf Selbstbestimmung möchte ich nicht beschneiden, aber es könnte ja sein, dass Du gerne mit dem Rauchen aufhören möchtest und glaubst, du könntest es nicht. Ja, dann ist das so. GLAUBE versetzt Berge. Das ist dann eben Deine Realität. Wenn Du allerdings glaubst, du könntest aufhören, es wäre nur eine Frage, wann: dann bist Du schon einen entscheidenden Schritt weiter.

Das ist übrigens klassisches NLP: über eine Veränderung der Modaloperatoren der Notwendigkeit zu einem moving TimeFrame kannst Du tatsächlich auch Dein Verhalten ändern.

Hier füge ich eine kleine Nachhilfelektion für NLP-Ungeübte ein. Ein Modaloperator der Notwendigkeit ist ein Wort, das die Intensität der Notwendigkeit bestimmt. Es macht einen Unterschied, ob Du „musst“, oder „kannst“ , ob Du „sollst“ oder „darfst“. Innerhalb des Modell von NLP sind Menschen wie ich der Ansicht, dass der sprachliche Gebrauch unterschiedlicher Modaloperatoren auch eine Veränderung der damit verbundenen Realität mit sich bringt. Daher kommt der Ausdruck: Neuro-LINGUISTIC-Programming.

Ein moving TimeFrame dagegen ist ein tückisches Ding. Du kennst ihn sicherlich sehr genau. Er verschafft Dir zeitlichen Spielraum, ohne Deinen guten Vorsatz zunichte zu machen. Hier einige Beispiele von unterschiedlichen TimeFrames. Nicht alle bewegen sich gleichförmig mit Deinem Zeitstrahl weiter, ein Kennzeichen eben des MTF. Ich werde BALD aufhören, zu Rauchen. Oder: Nächste Woche werde ich aufhören, zu RAUCHEN. (und nächste Woche gibt es wieder eine nächste…) Oder: Morgen werde ich AUFHÖREN, zu Rauchen. Oder – warum hörst Du eigentlich nicht JETZT damit auf. Warum warten?

Du hättest hiermit also schon zwei Ansätze, mit NLP-Techniken lästigen und gesundheitsschädigenden Gewohnheiten beizukommen. Worum es mir allerdings in diesem und in den folgenden Newsletterartikeln geht, ist eine andere, teilweise sehr rigorose Sichtweise, die Dir Richtlinien für ein gesünderes Leben geben kann. Und wenn es denn sein soll, dann nehmen wir das NLP dafür zu Hilfe.

Zum Beispiel dieser Gedankengang. „Mens sana in corpore sano“, sagt Juvenal. In einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist. Wie wenig Selbstachtung steckt dann eigentlich dahinter, wenn Du bewusst Dinge tust, die Deinen Körper schwächen? Du hast nur diesen einen Körper, wie willst Du mit ihm umgehen?

So wichtig also der Genuss für Dich und für Deine geistige, seelische und körperliche Gesundheit ist, so sehr wussten auch schon die Alten, dass Maßhalten wichtig ist. Ab und zu ein gutes Glas Wein genießen, das macht Spaß und stärkt den Körper. Jeden Tag, ohne große Gedanken einfach ein Bier trinken, weil es „normal“ ist, das ist kein Genuss, sondern Dummheit. Die gute Gewohnheit sollte das Glas Wasser sein. Und noch ein Gedanke: Das schädlichste am Rauchen ist Dein schlechtes Gewissen.

Und wo würdest Du stehen, wenn Du zum Frühstück jeden Tag Kaviar und Champagner in Mengen zu Dir nehmen MÜSSTEST? Wäre dann ein Apfel die ultimative Delikatesse? Stell Dir vor, Dein normales Abendessen wäre jeden Tag eine halbe Sahnetorte. Wäre dann ein Salat das Ziel Deiner Träume? Doch zum Essen kommen wir im nächsten Newsletter.

Wie gesagt, ich achte Dein Recht auf Selbstbestimmung und denke mir, dass die in diesem Newsletter eingebauten, kleinen Tricks vielleicht im Nachhinein Ihre Wirkung tun werden. Solltest Du Lust verspüren, die eine oder andere Gewohnheit im Sinne einer besseren Gesundheit zu optimieren, wärest Du der Erste, der davon profitiert. Der beste Lohn ist das gute Gefühl, etwas für die Gesundheit getan zu haben. Das beste Ergebnis ist ein Körper, in dem Du Dich wohler fühlst, als jemals zuvor.

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8 Kommentare

  • Ich habe einen erneuten Entzug von Industrietabak gestartet und bin nun bereits bei Tag 5. Das Reissen, das Verlangen meines Körpers nach diesen Suchtstoffen (Industrietabakerzeugnisse sind ja so misshandelt/entwickelt worden, dass die Produkte auf Suchtmaximierung hin produziert werden, Zusatzstoffe, Branding etc. etc.) ist immer noch da, wird glücklicherweise aber immer weniger. Hilfsprodukte, die auch Nikotin enthalten, habe ich keine. Auch keine speziellen Medikamente für den Entzug.

    Ich denke, bei mir sind stärkere Entzugserscheinungen auch kein Wunder, habe ich doch die letzten Monate filterlos in grösseren Mengen Industriezigaretten und Industrietabak geraucht und in kleineren Mengen auch geschnupft.
    Es kommt nicht von irgendwoher, dass ich immer wieder betone, dass Nikotin meine Hauptsucht ist/war (und ich habe alle bekannteren Drogen probiert).

    Innerhalb meiner Weltanschauung habe ich die Motivation für einen erneuten, dauerhaften Entzug von Industrietabak in energetisch-ethisch-moralisch-ökologischen Gründen gefunden.

    Ich werde weiterhin schamanischen Tabak konsumieren, z.B. in Form von Rapé, Ambil oder auch ganz klassisch als rauchbaren Tabak. Dies ist energetisch ein ganz anderer Tabak als die Fertigware im Laden. Er wurde von Menschen für Menschen kultiviert und veredelt mit einem Heilzweck im Geist, anstatt als Suchtprodukt für Tabak-Konzerne, ob kleinere oder grössere spielt da keine grosse Rolle.

    Meine Motivationen zum Verzicht sind u.a. Kinderarbeit auf Plantagen, Behandlung von Menschen aus Sicht der Tabak-Konzerne allgemein, das Geld produktiver zu nutzen, sich unmenschlichen Industrien entgegenstellen, Willensstärkung und Gesundheit.

    Eines Tages baue ich dafür mal Tabak an, der dann meine Energie hat.

    Grossvater Tabak ist eine mächtige Pflanze.
    Er wurde von uns Menschen entehrt und missbraucht.
    Bringen wir dieser starken Energie wieder den nötigen Respekt bei, indem wir der kapitalistisch-profitmaximierenden Kommerzialisierung dieser heiligen Pflanze die Energie entziehen und uns auf (überlieferte) Heilwirkungen fokussieren.

    Friede sei mit euch, liebe Raucher <3
    Florian

    Antworten
  • Mir hat nach jahrelangem Kampf Allen Carr’s Easyway die Augen geöffnet und das Verlangen verschwinden lassen.

    Antworten
    • Mittlerweile habe ich genussvoll wieder angefangen und rauche gerade bewusst beim Texten. Ich habe den rituell-spirituell-schamanischen Aspektgeist des Rauchens (wieder-)entdeckt. Ausserdem hilft es mir, Stress-Situationen und Übleres bedächtig-reflektierend zu verarbeiten. Das gute Gewissen dabei ist meines Erachtens der Schlüssel. Irgendwann hör ich vielleicht wieder auf und fange als älterer Mann wieder an. Wer weiss..
      Das Universum? Das kosmische Ego?
      Ich?
      Der Neophile
      ;)

      Antworten
      • Man sollte möglicherweise als schamanische Betrachtungsweise bezüglich der Metapher des folternden Nikotindrachen’s, falls man Raucher ist, sich selbst als diesen wahrnehmen. Nicht auf die Mitmenschen und Mit-Tiere bezogen, sondern auf negative Einflüsse ringsherum (z.B. die mächtige Ablenkungsmaschinerie des Technologie-Zeitalters). Der Einfluss der Giftstoffe im normal erhätlichen Tabak (auch der „ohne Zusatzstoffe“, d.h. ohne die, die gesetzlich gelistet sind) ist deswegen keinesfalls zu unterschätzen. Schamanischer Tabak, wie er in Zeremonien gebraucht wird (Substanz-Gebrauch/Missbrauch) ist schwer erhältlich. Vielleicht mal bei strohente.ch nachfragen, keine Ahnung.
        Doch die wahre Macht liegt in der Integration auch derselben Giftstoffe. Gift liegt ja bekanntlich auch in der Dosis und die Luft (Klimaverschmutzung, Luftverpestung) ist sowieso besonders in Städten allgegenwärtig verschmutzt. Dreck ist gesund als Glaubenssatz für die wahren NLP-Freaks ;-)

      • Eine Schamanentochter hat mir vor 10 Jahren (da war ich noch 16 Jahre alt) mal bezüglich industriellem Tabak (natürlich auch der ‚ohne Zusatzstoffe‘, der ja sehr in Mode ist momentan) gesagt, dass man Chemie nicht mit Chemie filtern sollte. Seither rauch‘ ich filterlos (gut, ehrlich geschrieben, hat dies auch sehr mit dem Geschmack, dem Kiffen und der Stärke der Zigaretten zu tun [der gesetzliche Grenzwert ist ja meines Erachtens nach eher tief angesetzt]).

      • Ich bin gewissermassen ein Suchtexperte aus Erfahrung (nie Opiate oder Kokainmässiges), doch von allen Süchten, Gelüsten, bei denen ich wohl nach etwas suchte, oder gesucht habe, mittlerweile teilweise gefunden, aber immer noch auf der Suche, war Nikotin, bzw. Tabak, bzw. Zigaretten (selber gedreht, momentan als Favorit im frei erhältlichen Handel der Maya Tabak, gibts den in Deutschland?) immer meine Hauptsuchtsuche. Ich habe fast keinen blassen Schimmer, weshalb diese Substanz so gierig macht.
        Programmierung? Tradition?
        Die Schamanentochter hat mir ausserdem mitgeteilt, dass der Tabakgeist von den Indianern als Rache am Westen mit einem krankmachenden Fluch belegt wurde. Ist möglicherweise glaub- oder nutzhaft, falls es nicht gleich diverse Weltbilder sprengt.
        In diesem Sinne, ich glaub ich Spinne ;-)
        Alles Liebe und Gute aus Zürich
        Der Neophile :)
        Florian

      • @ Chris: Dann bin halt ich dieser ominöse Niemand, der dies in Abrede stellt :P.

        In diesem Artikel hast du die mächtigen Selbstheilungskräfte unseres Körpers ‚vergessen‘, die natürlich starke Glaubenssätze voraussetzen.

        Hier meiner dazu: Gift ist gesund.

        Der Gesundgiftler ;-)

        Philip

  • Das ist ein sehr interessanter und zutreffender Artikel. Mir ging es sehr ähnlich, als ich mit dem Rauchen aufhören wollte. Ich hatte drei gescheiterte Versuche hinter mir, da bin ich auf Frau Rauchfrei gestoßen. Ihre Seminare und ihre persönliche Betreuung haben mir sehr und endlich geholfen. Deshalb empfehle ich Frau Rauchfrei nicht nur den Frauen!

    Antworten

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