Gesprächshypnose: Trance ganz nebenbei

Conversational Hypnose als indirekte Kommunikation

Wenn ich mir einen der alten Filme ansehe, in denen Milton H. Erickson seine Kunst dokumentiert, fällt mir vor allem die Beiläufigkeit auf, mit der er zu seinen Gesprächspartnern über ganz normale Themen zu sprechen scheint. Er verwebt Alltagskommunikation und direktive Suggestionen auf höchst kunstvolle Art und Weise. Ich meine, die Grundlagen dieser Fähigkeit können Dir in vielen Bereichen Deines Lebens nützlich sein.

Ob Du Hypnotiseur, Trainer, Manager, Verkäufer, Netzwerker, Student, Arzt oder ein anderer Heiler bist, ist nicht wichtig. Allesamt eint diese Gruppen der Wunsch nach einer effektiven und indirekten Kommunikation. Verstehe mich richtig: Ich möchte dabei keinesfalls werten, ob diese Kunst zu Deiner persönlichen Entwicklung oder zu Deiner persönlichen Bereicherung beitragen soll. Ich gebe Dir das Werkzeug – nutze es weise. NB: Ich benutze in diesem Artikel das Hauptwort „Gespräch“ für den Prozess. Das soll Dir helfen, den Prozess der indirekt genutzten Gesprächshypnose von einer normalen Hypnosesitzung abzugrenzen.

Hast Du ein klares Ziel im Sinn?

Bevor Du mit der Deinem Gespräch beginnst, ist es wichtig, Dir ein klares Ziel zu fassen. Es nutzt Dir, die Antworten auf diese Fragen schriftlich niederzulegen. vFolgende Fragen kannst Du Dir vorab stellen:

  • Was möchtest Du mit Deinem Gespräch erreichen?
  • Welche Antworten möchtest Du Deinem Gegenüber entlocken?
  • Wie willst Du dies erreichen?
  • Wenn es Dein Ziel ist, dein Gegenüber in eine Trance zu begleiten, wie erkennst Du, wenn sie in dieser Trance sind?

Entwirf Dir deshalb ein klares mentales Bild der Person, mit der Du arbeitest. Stell Dir vor, wie sie Dir die Antworten gibt, die Du dir wünschst. Dein Unterbewusstsein ist zielstrebig. Wenn Du Dir ein klares mentales Ziel setzt, wird es für Dich arbeiten, damit Du dieses Ziel auch erreichst. Dies gilt nicht nur für Dein Gespräch, sondern für alle Ziele Deines Lebens.

Wenn du willst, dass Dein Gegenüber in Trance geht, hilft es Dir, ein klares mentales Bild von ihm in diesem Zustand zu haben. Wenn willst, dass sich Dein Gegenüber verändert, hilft es Dir, Dir ein mentales Bild der veränderten Person in Deiner Vorstellung zu verankern. Oft, wenn ich mit anderen Personen auf der Bühne demonstriere, gibt mir mein Unterbewusstsein Signale, wie ich die anstehenden Veränderungen erreichen kann. Macht es Dir etwas aus, Dein Unterbewusstsein für Dich arbeiten zu lassen? Ja? Dann kann Dir nur gut raten, Deine Glaubenssysteme anzupassen.

Bilder, die Du Dir vorstellst, sind eine wirkungsvolle Möglichkeit, mit dem Unbewussten zu kommunizieren. Wenn Du Übung darin hast, Dir ein mentales Bild von Deinem Ziel zu erschaffen und dazu positive Begriffe verwendest, erschaffst  Du damit eine klare Botschaft an Dein Unterbewusstsein.

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Glaube an Dich und Dein Gegenüber

Deine Überzeugungen (Glaubenssysteme) über Dich selbst und die Welt um Dich herum haben einen massiven Einfluss darauf, wie Du im Gespräch reagierst.
Deine Glaubenssysteme schwingen in allem mit, was Du sagst und tust. Wenn Du glaubst, dass dein Gesprächspartner nicht in Trance geraten wird, dann wird er es nicht.

Wenn Du glaubst, dass Du ein Meister der Gesprächshypnose bist und Dein Gegenüber sehr leicht in Trance gehen wird, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass dies auch geschieht. Wenn Du Schwierigkeiten mit diesem Glaubenssatz hast, kannst Du Dir zu Herzen nehmen, was Milton Erickson sagte: „Du kannst alle Fähigkeiten vortäuschen und damit meistern.“

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Competence (Fähigkeit) vor Confidence (Selbstvertrauen) kommt. Solltest Du Dich allerdings einmal in einer Situation wiederfinden, in der Du Fähigkeiten brauchst, die Du (noch) nicht hast: tu einfach so, als wärest Du ein außergewöhnlich schneller Lernender. Wenn Du dies mit Überzeugung tust, wirst Du ein schnell Lernender sein. Damit hast Du bereits begonnen, den Prozess der Gesprächshypnose  zu meistern. Du hast eine der wichtigsten Eigenschaften gemeistert, die Dir das Leben erleichtert: Flexibilität.

In jedem meiner Workshops habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mindestens eine Technik oder Demonstration zu zeigen, von der ich überhaupt keine Ahnung habe. Ich lasse mich leiten und lerne dabei jede Menge. Und weisst Du was: Das ist noch niemals schief gegangen. Immer, wirklich immer sind positive Ergebnisse dabei herausgekommen.

Geh zuerst selbst in den Zustand

Trance ist ein „Gefühlszustand“. Er findet als Prozess in Deinem Körper statt. Glück, Dankbarkeit und Liebe sind ebenfalls Zustände, die in Deinem Körper stattfinden. Du strahlst jeden dieser Zustände aus, in dem Du Dich gerade befindest. In jeder Sekunde Deines Lebens. Jeder Deiner Gegenüber nimmt Deinen Zustand mehr oder weniger subbewusst wahr.

Im Alltagsleben sprichst Du ja auch davon, ein „ungutes Gefühl“ zu haben, wenn Du jemandem begegnest. Stell Dir vor, wie wichtig diese Prozesse werden und wie sensibel Dein Gegenüber Deinen gegenwärtigen Zustand wahrnimmt, wenn er sich in Trance befindet. Deine Gefühle, die Du ausstrahlst sind ansteckend. Das sollte Dir zu denken geben. Wenn Du andere Menschen mit Deinen Gefühlen ansteckst, wähle die positiven dafür aus.

Der schnellste Weg, ein Lächeln von jemandem zu bekommen, ist, ein Lächeln zu schenken. Der schnellste Weg, Deinen Gegenüber indirekt mit Deinem Gespräch in Trance zu bringen ist deshalb, zuerst selbst in Trance zu gehen, selbst die positivsten Gefühle auszustrahlen. Dies betrifft auch den ersten Absatz dieses Artikels. Wer sich sein Ziel vorstellt, strahlt es aus und kommuniziert es indirekt seinem Gegenüber. Mit zunehmender Praxis wirst Du schnell in der Lage sein, in eine Trance zu gehen. Und probiere es aus: Wenn Du mit Deinem Gegenüber sprichst und dabei in Trance gehst, wird er Dir folgen…

Wenn Du noch keine Ausbildung in Hypnose besucht hast, fällt es Dir vielleicht nicht leicht, so einfach den Bewusstseinszustand zu wechseln. Was kannst Du tun? Höre Dir einfach die kostenlosen (oder käuflich zu erwerbenden) Trancen an, die ich auf dieser Seite anbiete. Besonders die „Cellotrance“ ist eine gute Möglichkeit, schnell in tiefe Trancezustände zu gelangen. Diese Trancezustände kannst Du einfach ankern und jederzeit wieder abrufen. Dazu mehr im nächsten Absatz.

Ankere die entstandenen Zustände

Ein Anker ist ein Reiz, der eine bestimmte körperliche Reaktion immer wieder auslöst. Der Reiz kann auf allen Sinneskanälen passieren. Es kann sein, dass Du ein bestimmtes Lied hörst und Dich an eine vergangene Situation erinnerst. Es kann ein Geruch sein, der Dich um Jahre zurückversetzt. Es kann auch sein, dass Du jemanden siehst und dadurch Erlebnisse erinnerst, die lange her sind.

Und genau so kannst Du, ganz bewusst, durch eine bestimmte Berührung, das Ergebnis Deines Gesprächs verankern. Selbstverständlich lernst Du dies in meiner Hypnoseausbildung. Der Anker ist eines der wichtigen Konzepte im Modell von NLP und Du kannst ihn in Deinem Gespräch zu Deinem Vorteil einsetzen.

Dazu ein kleines Experiment: Denke einfach einmal an eine Gelegenheit, bei der Du ein sehr angenehmes, positives Erlebnis hattest. Stelle Dir vor Deinem geistigen Auge assoziiert vor, was Du damals gesehen hast, höre, was Du gehört hast und warte einen Augenblick, bis Du fühlst, was Du damals gefühlt hast. Wenn Du spürst, dass die Empfindung an Intensität zunimmt, drückst Du einfach Deinen Daumen und den Zeigefinger der linken Hand zusammen und lässt ihn dann wieder los.

Dein Körper merkt sich diesen Reiz (das Zusammendrücken) und stellt eine neurologische Verbindung zu Deinem Zustand her (Reaktion). Jedes Mal, wenn Du also zukünftig Zeigefinger und Daumen zusammendrückst, wird sich Dein Unterbewusstsein wieder an Deinen Zustand erinnern. So einfach – für’s Erste. Damit kannst Du arbeiten. Diese Form des Ankerns ist nicht sehr beständig, reicht jedoch zum Üben vollständig aus. Starke und beständige Ankertechniken lernst Du in meinen Workshops.

Rapport herstellen und vertiefen

Rapport hast Du hergestellt, wenn Du Dich auf die „Weltkarte“ Deines Gegenüber eingelassen hast. Dann hat Dein Gegenüber das Gefühl von Leichtigkeit und Verbindung, er fühlt sich von Dir verstanden. Dieses Gefühl entsteht von selbst, wenn Ihr euch gut versteht. Die Techniken der Konversationshypnose funktionieren auch hier am effektivsten, wenn Du in einer guten Beziehung zu der Person stehst, mit denen Du gerade kommunizierst.

Du kannst einen guten Rapport auch professionell und bewusst herstellen. Dazu bemühe ich einen Begriff aus dem Modell von NLP: das Pacing, am besten aus dem Englischen übersetzt mit „Gleichschreiten“. Alle Tätigkeiten und Sätze, die das Weltmodell Deines Gegenübers akzeptieren, tragen zum Pacing bei.

Ob es nun die gleiche Körperhaltung ist, oder Du Dich auf den Atem Deines Gegenübers konzentrierst, das Ergebnis ist das gleiche. Fortschrittliche Methoden des Pacing konzentrieren sich auf die Wortfelder der Submodalitätenpräferenz, auf Glaubenssysteme (meist die förderlichen) oder auf Metaprogrammstrukturen. Diese Techniken führen Dich einen Schritt weiter in Deinen Fähigkeiten. Sie sind der professionellen Anwendung vorbehalten.

Analoges Markieren der Schlüsselbotschaften

Sobald Du eine gute Beziehung zu Deinem Gegenüber geschaffen hast, kannst Du bestimmte Schlüsselwörter oder ganze Satzteile durch Betonung oder Unterschiede in der Lautstärke hervorheben. Damit kannst Du direkt mit dem Unterbewusstsein Deines Gesprächspartners kommunizieren. Das bedeutet, dass Du Dein ganz gewöhnliches Gespräch nutzen kannst, um unterschwellige Botschaften zu vermitteln. Man nennt diese Technik im Modell von NLP das analoge markieren. Dies kannst Du mit folgenden Techniken:

  • Senke Deinen Stimmton etwas ab
  • Berühre Dein Gegenüber am Arm
  • Hebe Deine Augenbrauen an
  • Bewege Deinen Kopf etwas zur Seite
  • Verlangsame Deine Stimme usw.

Hilfreiche Tipps für das analoge Markieren:

  • Entscheide Dich für eine Botschaft, die Du an das Unterbewusstsein Deines Gegenüber senden möchtest (z.B. „sich wirklich wohlfühlen“ oder „sich endlich entspannen„, usw.).
  • Wähle ein Gesprächsthema, über das Du frei sprechen kannst und bei der Deine Nachricht zum Thema passt. Beim Thema Entspannung kannst Du zum Beispiel von Deinem Besuch in der Sauna erzählen.
  • Sprich über den Kontext, indem Du einen Satz verwendest, der die eingebettete Datei aufnehmen kann. Botschaft (z.B. „Ich ging in dieses neue Kurhaus, und Da konntest Du Dich wirklich von Anfang an wohl fühlen…“.

Werden Deine Vorschläge von unbewussten Signalen wie Zuckungen, Blinzeln, Kopfnicken und dergleichen begleitet, kannst Du dies als eine Art von Kommunikation aus dem Unterbewusstsein Deines Gegenübers betrachten. Du kannst diese Signale bestätigen in dem Du Sätze einstreust, wie „…das ist richtig“ Denke daran: weniger ist mehr!

Verwende den absteigenden Stimmklang

Die Tonhöhe und der Tonfall der Stimme, die Du gegen Ende eines Satzes verwendest, bestimmen auf der unbewussten Ebene, wie die Inhalte dieses Satzes verarbeitet werden:

  • steigende Tonhöhe wird als Frage behandelt.
  • gleichbleibende Tonhöhe wird als Anweisung verarbeitet.
  • absteigende Tonhöhe wird als Befehl verarbeitet.

Nun denn, was ist Deiner Meinung nach am nützlichsten, wenn Du Deinem Gegenüber „Vorschläge“ machst? Möchtest Du Dein Gegenüber in Trance begleiten? Natürlich! Die absteigende Tonhöhe am Ende des Satzes öffnet dann das „Befehlsmodul“ im Gehirn.

Dein Gegenüber wird mit sehr viel grösserer Wahrscheinlichkeit Deinen Suggestionen folgen, wenn Du diese „Anfrage an sein Unterbewusstsein“  mit einer absteigende Tonhöhe formulierst. Sein Gehirn wird die Inhalte als Befehl verarbeiten, auch wenn Du sie sehr „weich“ formulierst. So wird der Satz: „…kannst Du Dir vielleicht erlauben, jetzt einfach ganz tief zu entspannen…“ mit jeweils unterschiedlicher Endung der Tonhöhe sehr unterschiedlich verarbeitet werden.

 Vertraue Deinem Unbewussten

Als ich anfing, NLP und Hypnose zu lernen, faszinierten mich die offensichtlichen Limitierungen meines bewussten Verstandes. Oder vielmehr fand ich es faszinierend, die andere Seite meines Bewusstseins, mein Unterbewusstsein zu erforschen. Ich wollte herauszufinden, was ich mit seiner Hilfe alles erreichen konnte.

Der bewusste Geist ist in der Lage, Schritt für Schritt nacheinander zu denken, während Dein Unterbewusstsein kreative, assoziative und intuitive Sprünge macht. Der bewusste Verstand kann eine begrenzte Anzahl von Dingen im Bewusstsein halten, während Dein Unterbewusstsein alles verfolgt, was um Dich herum passiert. Der bewusste Verstand ist eine „neuzeitliche Innovation“, bestenfalls einige Millionen Jahre alt, während Dein Unterbewusstsein „seit Ewigkeiten“ existiert. Lerne also, die Beziehungen zwischen Deinem bewussten Verstand und deinem Unterbewusstsein zu erforschen und zu nutzen.

Natürlich ist der Begriff „Unterbewusstsein“ nur ein Modellbegriff – UB existiert nicht wirklich. Aber es scheint mir ein nützliches Modell zu sein, die unglaublichen Fähigkeiten des Gehirns in etwa zu beschreiben. Das Modell von NLP und Hypnose beschreibt, wie es Dir gelingen kann, Nachrichten zu empfangen, zu speichern, darauf zuzugreifen und sie zu beeinflussen.

Die unglaublichen Fähikgeiten des Unbewussten erlebe ich jeden Tag. Ich erlebe sie in meinen Workshops, wenn Teilnehmer innerhalb weniger Tage ihr Leben zum Positiven „umkrempeln“. Und jedes Mal bin ich wieder fasziniert davon, wie wenig ich und wir eigentlich wissen, von dem, was Du mit der Hilfe Deines „Freundes auf der anderen Seite“ anstellen kannst.

So viele Dinge geschehen außerhalb Deines gewöhnlichen Bewusstseins. Und Dein
Unbewusstes, Dein „Freund auf der anderen Seite“ gibt dir beständig wertvolle Informationen, die Du bei Deiner Kommunikation nutzen kannst. Aber nur, wenn Du es Dir erlaubst, diese Botschaften auch zu empfangen. Denn es ist ja leider so, dass Dir in unserer Gesellschaft beigebracht wurde, die Signale Deines Unbewussten zu ignorieren.

Du kannst jedoch lernen, die Signale wieder wahrzunehmen. Viel mehr: Du kannst es Dir erlauben, sie wieder bewusst wahrzunehmen. Vielleicht erreichst Du dies durch eine gesteuerte Hypnose. Stelle den Kontakt wieder her. Ich integriere eine solche Hypnose in alle meiner Workshops. Du kannst natürlich auch einen guten Freund, der das Interesse an Hypnose mit Dir teilt, darum bitten. Vor allem: Sei höflich zu deinem Unterbewusstsein. Sag „bitte“ und „danke“, auch wenn es sich am Anfang fremd anfühlen mag.

Du kannst mit dem Kontakt an Dein Unbewusstes auch klein anfangen: Vor Deiner nächsten Mahlzeit kannst Du Dich fragen: „Was möchte ich diesmal essen?“ Achte auf Bilder, die vor Deinem Geistigen Auge auftauchen, achte auf Deinen internen Dialog. So nimmst Du die Antwort wahr, die Du erhältst. Wenn stets die gleiche Antwort „Pizza“ lautet, bist Du noch nicht am Ziel angelangt.

Achte darauf: Dein Unterbewusstsein dient Deinen Interessen. Wenn du eine Frage stellst und nicht die Antwort bekommst, die du willst: nimm an, dass es dafür einen sehr guten Grund gibt! Stelle eine andere Frage! Dein Unterbewusstsein verarbeitet Negationen anders als Dein Bewusstsein.
Kommunizieren also in Positiven. Eliminiere die Wörter „nicht“, „kein“ und „Nein“. Frage Dich lieber: „Was will ich stattdessen?“

Gib Deinem Gegenüber Zeit zur Verarbeitung

Dieser Ratschlag ist einer der einfachsten und einer der wichtigsten dieses Artikels. Unterschiedliche Menschen verarbeiten die auf sie einströmenden Informationen auf unterschiedliche Art und Weise und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Wenn Du als Anfänger mit etwas „Aufregung im Blut“ Deine ersten Gehversuche machst, ist es wahrscheinlich, dass Du Dich in einem Zustand der erhöhten Aufmerksamkeit befindest und Deine Verarbeitungsprozesse schneller ablaufen, als üblich. Es zählt jedoch (siehe oben) das Weltmodell Deines Gegenüber. Er ist in einem entspannten Zustand, vielleicht sogar in Trance.

Deshalb: gib Deinem Gegenüber Zeit. Mach die Pausen grösser, sprich langsamer. Ich meine: sprich langsamer. Ich meine nicht: Lasse Lücken zwischen den Wörtern. Das sind zwei grundverschiedene Techniken in der Gesprächshypnose. Beide Techniken solltest Du vorher ausführlich geübt haben.

Eine gute Möglichkeit besteht darin, Deine Sprechrate an die Atemfrequenz Deines Gegenübers anpassen: Sprich mit nach unten gerichteter Satztonalität auf
das Ausatmen und pausiere bei Einatmen. Dies wird Deine und die Trance Deines Gegenübers schnell vertiefen. Umgekehrt wird das Sprechen über das Einatmen die Trane leichter machen und Dein Gegenüber gegebenenfalls sogar aus seiner Trance aufwecken.

Entwickle Deine Fähigkeit zum Zuhören. Du wirst feststellen, dass Dir Dein Gegenüber viele Informationen gibt, die Du in nachfolgenden Sätzen des Gesprächs einbinden kannst. Achte darauf, ob und wie Du auf das Weltmodell Deines Gegenübers eingehst – oder ob es nur wieder einmal nur um Deine Sicht der Dinge geht.

So, das war’s für diesmal. Es ist ein längerer Artikel über die Grundlagen der Gesprächshypnose geworden. Wenn Du bereits einen Workshop bei mir besucht hast, wirst Du vielleicht jetzt erstaunt sein, wie viele der Techniken und Fähigkeiten Du bereits auf Deinem Weg mitbekommen hast. Damit kannst Du jetzt viel einfacher und schneller den Weg beschreiten, anderen Menschen zu helfen.

Wenn Du auf Hindernisse stösst, alle die positiven Botschaften dieses Artikels direkt umzusetzen, beginne mit kleineren Herausforderungen und arbeite Dich dann zu den großen Themen vor. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Zusätzlich kann ich Dir natürlich den Besuch eines meiner Workshops nur wärmstens empfehlen. Es geht nichts über eine gute und persönliche Anleitung für die hypnotischen Techniken. Welchen Weg Du auch wählst, ich wünsche Dir viel Erfolg und vor allem viel positiv besetzten Spass beim Ausprobieren.

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3 Kommentare

  • Ich habe 2016 am Practitioner teilgenommen und recht schnell gemerkt, dass die eigentliche Arbeit erst danach beginnt.Jedoch lohnt sich aus meiner Sicht heraus die Mühe.
    Denn auch heute hilft mir die damals gemachte Erfahrung immer wieder an mir zu arbeiten und gibt mir im Alltag viel nützliche Unterstützung.So genieße ich beispielsweise das Gefühl der inneren Ruhe, wenn ich mich mal wieder in Trance begebe.
    Dies ist nur ein Teil des Practitioners, der sich mit einer ganzen Reihe von Themen beschäftigt.
    Ich danke Chris für dieses Kursangebot und das teilen seines Erfahrungsschatzes.
    Bleib uns noch lange erhalten!
    Gruß

    Antworten
  • Danke Chris für diesen ausführlichen Artikel!
    Bin jede Woche wieder neugierig darauf, worüber du dir bis zum nächsten wieder Gedanken gemacht haben wirst. Es ist jedes Mal ein bisschen bis viel hilfreich für mich

    Antworten

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