Submodalitäten: Assoziiert / Dissoziiert

Verändere Dein Leben nachträglich

„Die Kenntnis von NLP liefert mir Präzision in meiner Kommunikation.“ Das ist die Motivation vieler Interessierter, sich überhaupt mit diesem Thema zu beschäftigen. Wenn Teilnehmer aus anderen Workshops zu mir kommen, wundere ich mich oft über die Unschärfe ihrer Sprache und ihrer Anwendungen. Kein Wunder, klingen doch oft auch die Anweisungen der Lehrer wie Pudding. Das ist das Gegenteil von dem, was NLP leisten kann. Und was hat das nun mit den Submodalitäten zu tun? Lies weiter.

Submodalitäten Assoziiert Dissoziiert Icon

NLP wirkt durch die Anwendung verschiedener Grundtechniken. Sie werden in Kombination zu sogenannten Formaten. Eine wichtige Grundtechnik für die meisten NLP Formate ist das Ankern. Damit Du Deinem Gegenüber beispielsweise helfen kannst, die unterschiedlichen Ressourcen von einem Ort zum anderen zu transportieren brauchst Du einen präzisen Anker. Dafür musst Du Dir überlegen, wie Du die entsprechenden Anweisungen formulierst, dass der Anker dies auch tut. Alle Deine Anweisungen müssen ein Muster an Sprachpräzision sein. Was soll Dein Gegenüber wann und wie tun? Die genaue Kenntnis der Submodalität Assoziiert versus Dissoziiert erlaubt Dir den präzisesten Anker im Modell von NLP.

Dein Leben im Gehirn

Hast Du einmal darüber nachgedacht, wie das zustande kommt, was Du „Deine Gedanken“ nennst? Ich meine all die Erinnerungen an Deine Abenteuer, an die guten und die schlechten Erlebnisse, an alles, was Du Dein Leben nennst. Wie hast Du das im Gehirn abgespeichert?

Wenn es mit rechten Dingen zugeht, dann hast Du das, was Du erinnerst, irgendwann einmal selbst erlebt. Glaubst Du zumindest. Eine der Grundannahmen im Modell von NLP besagt, dass die „Landkarte“ nicht die „Landschaft“ selber ist. Der Ausspruch stammt von Alfred Korzybski.

Er besagt, dass das, was in Deinem Kopf als erlebte „Realität“ abgespeichert ist, nicht dem entspricht, was tatsächlich passiert ist. Für die meisten Menschen klingt dies erst einmal ziemlich unheimlich. „Na, ich weiß doch, was ich damals gesehen, gehört und gefühlt habe…!“, magst Du sagen.

Die schaktilinischen Alternationen
Die subbewusste Programmierung Deiner Bedarfsmuster

NLP und Hypnose stellen uns Sprachmuster zur Verfügung, die Veränderungen herbeiführen, ohne dass Du dabei die genauen Inhalte kennen musst. Prozessorientiertes Arbeiten nennt man das. Bei den schaktilinischen Alternationen treibe ich dieses Prinzip auf die Spitze. Ich fragte mich: "Wie würden Werkzeuge heißen, die etwas könnten, von dem nur mein Unbewusstes weiß, wie ich sie gebrauchen werde.

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Hochzeitstag Version 1 – 4

Dazu erzähle ich Dir von einem Erlebnis, das Du so ähnlich vielleicht auch schon gehabt hast. Vor Kurzem saß ich mit meinen Brüdern, meiner Schwester und meiner Mutter gemütlich am Sonntag Nachmittag bei einer Tasse Tee zusammen. Familientreffen und Anlass für viele schöne Erinnerungen. Wir plauderten und erinnerten uns an den goldenen Hochzeitstag meiner Eltern vor 15 Jahren.

Fünf Personen am Tisch, fünf unterschiedliche Wahrnehmungen. Du wirst es nicht glauben, aber jedes Familienmitglied (ich auch) hatte seine eigene Wahrnehmung davon, was wirklich passiert war. Für den einen war die Stimmung ausgelassen, für die andere bedrückt. Ich freute mich, so viele bekannte Gesichter wieder einmal gesehen zu haben, meine Mutter nahm Tante Berta immer noch ein längst vergangenes Erlebnis krumm. Man könnte fast meinen, dass jeder auf seiner eigenen Feier gewesen wäre.

Du kennst bestimmt ebenfalls Gespräche über gemeinsam Erlebtes, bei denen unterschiedliche Wahrnehmungen als jeweilige Realität verteidigt wurden. Das sollte Zweifel in Dir zu wecken, ob DEINE Version der Wahrnehmung der Welt der Realität entsprechen. Deine Realität entsteht durch DEINE Wahrnehmung.

Dein Leben einfach verändern

Dann ist es doch nur eine Frage der Technik, Deine Erlebnisse in eine Form zu bringen, die Dir und Deinen Lebenszielen zuträglich ist. Siehst Du, DAS ist meine Definition von NLP.

NLP ist die Technik, wie Du Deine Wahrnehmung der Realität in einer für Dich zuträglichen Weise so organisieren kannst, dass sie Dir nützlich ist.

Das heisst auch, negative Erinnerungen so zu verändern, dass sie aufhören, Dich zu belasten. In den Übungen beim NLP Practitioner wird oft verlangt, Dich an ein bestimmtes positives Ereignis zu erinnern. Zum Beispiel ein Erlebnis, bei dem Du Mut hattest. Das brauchst Du beispielsweise beim Ressourcenanker.

Ich beginne: „Erinnere Dich an ein Ereignis bei dem Du besonders MUTIG warst.“ Oft höre ich von Teilnehmern die Aussage: „Ich war noch nie mutig!“ „Na gut“ sage ich dann, „Du kennst doch Indiana Jones, oder? Versetze Dich einfach einmal an seine Stelle. Stelle Dir vor, Du hättest all seine Abenteuer selbst erlebt!“ Ja, stelle Dir den Mut einfach vor! Entwirf in Deinem Kopf die ideale Vorstellung von Deinem Mut. Das funktioniert tatsächlich.

Bestimmt ist Dir beim Lesen klar geworden, dass es logischerweise egal ist, ob du das jeweilige Ereignis wirklich erlebt hast, oder Dir dies nur einbildest.

Gefühle selbst steuern

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Eine weitere Übung zum besseren Verständnis: Schliesse für einen kurzen Moment Deine Augen. Erinnere Dich an ein wunderschönes Erlebnis. Denke zurück an das, was Du gesehen, gehört und wie Du Dich gefühlt hast. Achte einmal darauf, wie Du dieses Erlebnis erinnerst. Siehst Du es in Gedanken wieder durch Deine eigenen Augen? Das nennt man im NLP Jargon assoziiert. Oder nimmst Du die visuellen Anteile Deiner Erinnerung wie in einem Kino wahr? Siehst Du Dich auf einer Leinwand als Filmstar Deines Erlebnisses. Diesen Erinnerungszustand nennt man im NLP dissoziiert.

Solltest Du Dein Erlebnis andersrum erinnern, also dissoziiert, dann zieh einfach das Bild (oder den Film) Deiner Erinnerung ganz nah heran und tritt hinein. Dann öffne die Augen wieder und denke nach.

Meine Frage: in welchem der beiden Zustände hattest Du die intensiveren Gefühle in Deinem Körper? Im assoziierten Zustand, nicht wahr? Es gibt also eine einfache Methode, mit der Du die Stärke jedes Deiner Gefühle steuern kannst? Jawoll, richtig: mit Dissoziation werden Deine Gefühle schwächer und mit der Assoziation werden sie stärker.

Das hat wichtige Konsequenzen für Dich. Du kannst mit dieser einfachen Technik tatsächlich steuern, ob Du ein negatives Gefühle schwach oder stark wahrnehmen willst. Erkennst Du die Bedeutung dieser einfachen Übung? DU kannst entscheiden, wie stark Du negative oder positive Erinnerungen fühlen willst. „Klar“, wirst Du sagen, „dann erinnere ich in Zukunft nur die positiven Erlebnisse mit starken Gefühlen!“

Wenn es denn so einfach wäre. Viele Menschen beschäftigen sich leider meist sehr intensiv mit den negativen Erinnerungen in ihrem Leben. So hat ihr Unbewusstes gelernt, die negativen Erlebnisse quasi automatisch zu verstärken und die positiven abzuschwächen.

Gestalte Dein Leben selbst

Mit dem Wissen aus diesem Artikel hast Du nun die Möglichkeit, tatkräftig in die Wahrnehmung Deines Lebens einzugreifen. Wie? Ich gebe Dir ein Beispiel:

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Wähle ein beliebiges „schlechtes“ Erlebnis. Schliesse Deine Augen und erinnere Dich daran. Bestimmt hast Du keine Schwierigkeiten damit. Diesmal aber machst Du etwas anders, als bisher. Tritt einfach in Gedanken zwei Schritte zurück und aus dem Erlebnis heraus. Sieh Dich auf der Leinwand. Und weiter: lass den Film beliebig oft vorwärts und zurück laufen und verändere in Gedanken all das, was Dich stört so lange, bis Du zufrieden bist.

Dann lass Deinen neuen Film einmal vollständig vor Deinem inneren Auge ablaufen. Wenn Du zufrieden bist, trittst Du in das Bild hinein, und erlebe Dein neues Erlebnis vom Beginn bis zum Ende. Damit hast Du ein sehr wichtiges Grundprinzip im NLP erforscht. Na, fühlt sich das gut an…?

Jetzt bist Du mitten in der selbstbestimmten Entscheidung, wie Du welche Erlebnisse Deines Lebens wahrnehmen willst. Das hat Konsequenzen. Vorher waren die Anderen an Deinem Wohlergehen schuld, jetzt bist Du es selbst. Das bedeutet natürlich eine Menge an Arbeit für Dich. Jedes Erlebnis Deines Lebens auszuwählen und aktiv zu gestalten…

Da wäre es doch nützlich, Deine subbewussten Strategien so organisiert zu haben, dass für die „schlechten“ Erlebnisse die obige Optimierungsstrategie automatisch passiert? Das ist mit NLP möglich, aber sorry, das kann ich Dir im Rahmen dieses Artikels nicht vermitteln. Dazu braucht es etwas mehr. Komm doch zu einem meiner Workshops, wenn Du es lernen möchtest.

Das Submodalitätenpaar assoziiert – dissoziiert hast Du in diesem Artikel fast nebenher kennen gelernt. Du kannst es sehr universell einsetzen. Zum Beispiel – und jetzt wieder zum Anfang des Artikels – damit kannst Du das Ankern narrensicher machen. So oft höre ich Teilnehmer aus anderen Workshops die irgendetwas von „Intensitätskurve“ faseln oder mit erzählen wollen, man müsste auf das genaue Timing achten. Ja, und wie genau soll das funktionieren?

Wenn Du den Artikel gelesen hast, kennst Du die präzise Anleitung: Du brauchst nur den Anker zu setzen, während Du Dein Gegeenüber von dissoziiert nach assoziiert gehst. Wie ich das mache, kannst Du in in diesem kleinen Video selbst sehen.

Mit etwas Übung kannst Du nun nicht nur die Wahrnehmung Deiner Welt so verändern, dass Du sie Dir passend machen kannst. Du hast zusätzlich einen wichtigen Ansatz im Modell von NLP gelernt UND Du hast gelernt, Deine Gefühle nach Belieben zu verstärken oder abzuschwächen. Und vielleicht hast Du Dich bereits entschieden, einen meiner Workshops zu besuchen.

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2 Kommentare

  • Hi Chris – wie üblich top! Mein Kontrollmechanismus hat noch bei dem folgenden Satzstück angeschlagen, vielleicht möchtest Du das nochmals prüfen?
    —- snap—-
    ‚während Du Dein Gegeenüber von dissoziiert nach assoziiert gehst.‘
    —- snap—-
    Vielen Dank für Deine Arbeit! Gruss, Christian

    Antworten
  • Super erklärt und gut umsetzbar, wenn man sich Veränderung zugesteht! Danke!

    Antworten

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