Submodalitäten – Assoziiert / Dissoziiert

Ein nützlicher Exkurs in die Welt der Submodalitäten

Manches Mal bringt es Vorteile, wenn man sich lange mit einer Sache beschäftigt. So geht es mir mit dem Modell von NLP. Zur sachlich richtigen Anwendung kommt im Verlaufe der Zeit eine Menge an Erfahrung. Ich habe beispielsweise gelernt, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, wenn es um die Wirksamkeit der Anwendung von NLP geht. Ein in meiner Erfahrungswelt sehr wichtiger Bestandteil der Wirksamkeit ist der Umgang mit Submodalitäten und dort ganz besonders der Zustand „Dissoziiert und Assoziiert“.

News-Assoziiert-DissoziertDa stellen wir uns einmal ganz dumm! Solltest Du den Link geklickt haben, nein natürlich nicht SOO dumm! Aber es hilft durchaus, so zu tun, als hättest Du keine Kenntnisse im NLP. Dann kannst Du nämlich ganz von Vorne beginnen und einmal darüber nachdenken, wie denn eigentlich das zustande kommt, was Du „Deine Gedanken nennst. Ich meine Deine Erinnerungen, Deine Abenteuer, das, was Du Dein Leben nennst, das Du im Gehirn abgespeichert hast.

Wenn es mit rechten Dingen zugeht, dann hast Du das, was Du erinnerst, irgendwann einmal selbst erlebt – glaubst Du zumindest. Siehst Du, hier geht unser kleiner Exkurs schon. Eine der Grundannahmen im Modell von NLP besagt, dass die „Landkarte“ nicht die „Landschaft“ selber ist. Der Ausspruch stammt von Alfred Korzybski. Er besagt, dass das, was in Deinem Kopf als erlebte „Realität“ abgespeichert ist, nicht dem entspricht, was tatsächlich passiert ist. Den meisten Menschen ist dies erst einmal ziemlich unheimlich.

„Na, ich weiß doch, was ich damals gesehen, gehört und gefühlt habe…!“, magst Du sagen. Dazu ein Erlebnis von mir, das Du so ähnlich vielleicht selber schon gehabt hast. Vor Kurzem saß ich mit meinen Brüdern, meiner Schwester und meiner Mutter gemütlich am Sonntag Nachmittag bei einer Tasse Tee zusammen. Wir plauderten und erinnerten uns an den goldenen Hochzeitstag meiner Eltern. Fünf Personen am Tisch, fünf unterschiedliche Wahrnehmungen und jeder der Teilnehmer vertrat seine eigene Meinung. Man könnte fast meinen, dass jeder auf seiner eigenen Feier gewesen wäre.

Anderes Beispiel: Dritter Tag der Grundausbildung im NLP (Practitioner). In der Pause kommt eine Teilnehmerin zu mir und sagt: „Also Chris jetzt muss ich Dir schon mal sagen, dieser Schmarrn, den Du hier verzapfst, der ist total nutzlos! Dafür soll ich soviel Geld bezahlt haben?“ Drei Minuten später, kommt ein ein anderer Teilnehmer und sagt: „Chris, Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viel ich in den letzten drei Tagen von meinem Leben verstanden habe. Dieser Workshop ist das Beste, was mir in meinem Leben je passiert ist!“ So, was stimmt nun? Wem soll ich glauben?

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Mir wäre sehr geholfen, wenn die beiden Beispiele hinreichen wären, Zweifel in Dir zu wecken, ob DEINE Version der Wahrnehmung der Welt der „Realität“ entsprechen. Wenn, so lautet mein Argument, verschiedene Personen vom gleichen Erlebnis unterschiedliche Wahrnehmungen haben können, GIBT ES KEINE reale Realität. Realität entsteht durch Wahrnehmung, alles andere ist zwar theoretisch denkbar, aber nicht mehr.

Dann ist es nur eine Frage der Technik (und der moralischen Erlaubnis), WIE Du Deine Erlebnisse in eine Form bringen kannst, die Dir und Deinen Lebenszielen zuträglich ist. Siehst Du; DAS ist NLP. Beziehungsweise, NLP ist die Technik, wie Du Deine Wahrnehmung der Realität in einer für Dich zuträglichen Weise so organisieren kannst, dass sie Dir nützlich wird.

Aus dem bisher gesagten sollte Dir klar geworden sein, dass es logischerweise egal sein muss, ob du ein Ereignis wirklich erlebt hast, oder es Dir nur vorstellst. Dies entspricht auch meiner Erfahrungswelt. In NLP Übungen ist oft die Rede davon, sich an ein Ereignis zu erinnern, das einen bestimmten Inhalt hat. Zum Beispiel beim Ressourcenanker.

Ich beginne: „Erinnere Dich an ein Ereignis bei dem Du besonders MUTIG warst.“ Regelmässig (und mit weinerlicher Stimme) höre ich von Teilnehmern die Aussage: „Ich war noch niemals mutig!“ „Na gut“ sage ich dann, „aber Du kennst doch Indiana Jones, oder? Jetzt versetze Dich einfach einmal an seine Stelle. Stelle Dir vor, Du hättest all seine Abenteuer selbst erlebt!“ Stell Dir den Mut einfach vor, entwirf in Deinem Kopf die ideale Vorstellung von Mut. Das funktioniert tatsächlich – wenn Du es tust.

Weisst Du, es ist nämlich meistens so, dass sich der Mensch an sich (ich will natürlich keinesfalls behaupten Du wärest so einer…) das Leben oft recht schwer macht. Von wegen „…ich organisiere meine Realität in mir zuträglicher Form!“ Gerade im Gegenteil. So viele meiner Teilnehmer erzählen mir, dass ihre negative Wahrnehmung, ihre Selbstquälerei und ihre Misanthropie die WAHRE WAHRHEIT wären und dass nichts und niemand in der Welt das ändern könnten. Nun, wer bin ich, da zu widersprechen. ICH fühle mich ja gut und will doch nicht mit jemandem anderen um SEINE guten Gefühle kämpfen müssen.

In meinem Körper gibt es die guten Gefühle ja. Aber, so die Argumentation der Verteidiger des schlecht organisierten Lebens, da „mache mir ja selbst etwas vor“, ich „sehe die Dinge nicht so, wie sie wirklich sind“, oder ich „biege mir die Realität zurecht“. NA UND WENN SCHON, sollten die Vorwürfe berechtigt sein, dann ist mein Selbstbetrug (leider) die bessere Wahl. Ich verdiene gut, komme in der Welt herum, habe viele Freunde und erlebe eine ganze Menge Abenteuer. Da sage ich dann: „Mach Du das doch mal mit DEINER Einstellung!“ und grinse mir eins…

Es gibt allerdings auch diejenigen unter meinen Teilnehmern, für die nach einigen Tagen die Sonne am Horizont aufgeht und die „ihr Schicksal“ nicht als gegeben nehmen und beginnen, ihr Leben bei den Hörnern zu packen und tatkräftig zur Veränderung schreiten. Solltest Du, und jetzt sind wir beim Thema, zu diesen gehören, brauchst du natürlich gutes Werkzeug für diese Veränderungen. Es geht ja um nichts anderes, als um die dauerhafte Veränderung der Art, wie Du Erlebnisse wahrnimmst. Da kommt uns die Dissoziation erstmal gerade recht.

smile43Eine kleine Übung zum Verständnis: Schliesse für einen kurzen Moment Deine Augen. Erinnere Dich an ein wunderschönes Erlebnis. Denke zurück an das, was Du gesehen, gehört und wie Du Dich gefühlt hast. So und jetzt zu den Submodalitäten. Achte einmal darauf, ob Du dieses Erlebnis erinnerst, wie Du es durch Deine eigenen Augen damals gesehen hast. DAS nennt man im NLP Jargon „assoziiert“.

Und dann tritt einfach in Gedanken einmal einen oder zwei Schritte rückwärts, aus dem Erlebnis heraus (so komisch das klingt) und nimm die visuelle Erinnerung wie in einem Kino wahr. Sieh Dich auf der Leinwand als Filmstar Deines Erlebnisses. Diesen Erinnerungszustand nennt man im NLP „dissoziiert“.

Wenn Du Dein Erlebnis „andersrum“ wahrnimmst, also zuerst als dissoziiert, dann zieh einfach das Bild (oder den Film) der Erinnerung ganz nah heran und tritt hinein. Dann öffne die Augen wieder und denke nach. Meine Frage: in welchem der beiden Zustände hattest Du die intensiveren Gefühle IN DEINEM KÖRPER? Im assoziierten Zustand, nicht wahr? Es gibt also eine einfache Methode, mit der Du DIE STÄRKE jedes Deiner Gefühle steuern kannst? Jawoll, richtig: mit der Dissoziation werden Deine Gefühle schwächer und mit der Assoziation werden sie stärker.

Das hat sehr wichtige Konsequenzen für Dich. Du kannst mit dieser einfachen Technik nämlich steuern, ob Du vielleicht negative Gefühle schwach und positive Gefühle stark wahrnehmen willst. Ich bin mir fast sicher, dass Du bisher Deine negativen Erlebnisse in assoziierter Form immer und immer wieder durchlebst. All die schlechten Gefühle, immer und immer wieder – muss das denn sein. Viele Menschen beschäftigen sich so intensiv mit dem Negativen in ihrem Leben, dass ihr Unbewusstes gelernt hat, die negativen Erlebnisse quasi automatisch zu verstärken und die positiven abzuschwächen. Jetzt hast Du die Möglichkeit, tatkräftig einzugreifen. Es gibt eine kleine Anleitung dazu HIER.

smile43So, und gleich noch eine kleine Übung: Wähle diesmal ein beliebiges „schlechtes“ Erlebnis. Schliesse Deine Augen und erinnere Dich daran. Bestimmt hast Du keine Schwierigkeiten damit. Diesmal aber machst Du etwas anders, als bisher. Tritt einfach in Gedanken zwei Schritte zurück und aus dem Erlebnis heraus. Sieh Dich auf der Leinwand. Und weiter: lass den Film beliebig oft vorwärts und zurück laufen und verändere einfach Deine Reaktion so lange, bis Du zufrieden bist.

Dann lass den „neuen“ Film einmal vollständig vor Deinem inneren Auge ablaufen. Wenn Du zufrieden bist, tritt vorwärts, in das Bild hinein, und erlebe DAS NEUE ERLEBNIS vom Beginn bis zum Ende. Wow DAS ist NLP. Zu einer ausgewachsenen NLP Intervention fehlt nun nur noch ein kleiner Schritt.

Schliesse also nochmals die Augen und stelle Dir eine ähnliche Situation in der Zukunft vor. Erlebe sie assoziiert (Du weißt jetzt ja, was das ist) und mit Deinem NEUEN Verhalten. Na, fühlt sich das gut an…? Siehst du, jetzt sind wir schon mitten im Tun und in einer selbstbestimmten Entscheidung, wie Du welche Erlebnisse wahrnehmen willst. Das hat natürlich Konsequenzen. Vorher waren andere Menschen an Deinem Wohlergehen schuld, jetzt bist Du es selbst. Meine Meinung: Negative Erlebnisse erlebe ich einmal wieder in meiner Erinnerung. Dann frage ich mich, was es war, das ich aus dem Erleben lernen sollte (Universum) und gelernt habe (meine Bereitschaft). Dann freue ich mich, wieder einmal etwas Sinnvolles gelernt zu haben (Reframing) und DANN verändere ich das Erlebnis in einer mir zuträglichen Form.

Achja, da fällt mir ein: wäre es nicht ganz toll, Deine subbewussten Strategien so organisiert zu haben, dass für die „schlechten“ Erlebnisse diese Optimierungsstrategie automatisch passiert? Das ist selbstverständlich mit den Mitteln von NLP möglich, aber sorry, das kann ich Dir im Rahmen dieses Artikels nicht vermitteln, da braucht es etwas mehr dazu. Im Workshop BrainPower beschäftigen wir uns mit solchen Automatismen über mehrere Tage hinweg. Das Ganze nennt sich „BrainMachines“ und ist in vieler Hinsicht für Dein Leben nützlich. Wenn Du Dich also dafür interessiert: das hier war die Werbung dafür.

Die Dissoziierung/Assoziierung ist ein unglaublich hilfreiches Submodalitätenpaar, das Du sehr universell einsetzen kannst. Ein weiteres kleines Beispiel: damit kannst Du das Ankern (NLP Technik) praktisch narrensicher machen. Es gibt nämlich immer noch Trainer, die irgendetwas von „Intensitätskurve“ faseln oder Dir erzählen wollen, Du müsstest auf das genaue Timing achten, ohne zu verifizieren, wie genau das funktionieren soll. Garnicht. Du brauchst nur den Anker setzen, während Du von dissoziiert nach assoziiert gehst. Wie ich das mache, kannst Du in der Online Version des NLP Practitioner oft sehen, oder auch in diesem kleinen Video.

So, jetzt hast Du also bisher gelernt, mit etwas Übung, die Wahrnehmung Deiner Welt so zu verändern, dass Du sie Dir passend machen kannst. Du hast etwas Wichtiges über das Modell von NLP gelernt UND Du hast gelernt, Deine Gefühle nach Belieben zu verstärken oder abzuschwächen. Und vielleicht hast Du Dich auch entschieden, zur Vertiefung einen Workshop von mir zu besuchen. Jetzt ist es an Dir, das Gelernte auch anzuwenden.

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Ein Kommentar

  • Super erklärt und gut umsetzbar, wenn man sich Veränderung zugesteht! Danke!

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