Vergeben, Vergessen und Verzeihen

Gib Deinem Leben eine neue Richtung

Stell Dir vor, jeder Mensch in Deiner Umgebung würde mit jeder Tätigkeit, eine positive Absicht verbinden. Das ist eine der Grundannahmen im Modell von NLP – und selbst wenn es nicht stimmen würde, ist es doch eine gute Voraussetzung zum Verständnis der Welt. Vielleicht, wenn Du weiterdenkst ist Dir bewusst geworden, dass Du mit der Annahme dieses Glaubenssatzes keinerlei Gründe mehr hast,  Groll, Hass und negative Gefühle auf jemanden zu hegen. Falls Du das für Dich erkannt hast, hast Du Entscheidendes für Dich und die Qualität Deines Lebens gelernt.

News-Icon-Vergeben-VerzeihenGroll, Hass und andere „niedrig schwingende“ Emotionen, in Dir zu tragen sorgt nicht nur für schlechte Gefühle, sondern kann auch für Deine körperliche Gesundheit sehr schädlich sein. In wissenschaftlichen Studien, hat man herausgefunden, dass sich negative Emotionen langfristig auf Dein Leben, auf Deine körperliche und auf Deine geistige Gesundheit auswirken.

Lass uns „der Sache“ einmal auf den Grund gehen. Öfters ist der Hintergrund für  Groll oder Hass, dass Du jemandem anderen zeigen willst, dass Du sein Tun nicht gutheißt und ihn für seine Handlungen mit schlechten Gefühlen, bestrafen willst. Leider geht dieser Schuss nach hinten los. Du bestrafst Dich damit am Meisten selbst! Wieso? Na, frage Dich doch einmal, WER alle die negativen Emotionen erzeugt…?

Du musst all den negativen Kram in Deinem Körper fühlen. Du bestrafst Dich also letztendlich selbst. Willst Du das wirklich? Wenn Dich diese Erkenntnis nachdenklich gemacht hat, dann biete ich Dir heute eine Übung an, mit der Du lernen kannst, Menschen in Deinem Leben zu vergeben und zu verzeihen. Wenn Du gelernt hast, zu verzeihen und zu vergeben, dann BIST DU FREI, dann haben all die vermeintlich negativen Erlebnisse Deiner Vergangenheit keine Macht mehr über Dich.

smile43Lass Deinen Groll und Hass  einfach los

Die beste Methode, die ich dafür kenne, ist die Sedona Methode. Im siebenten Teil der Videoreihe „Was ist NLP?“ habe ich erklärt, dass ich die Sedona Methode als ausgezeichnete Ergänzung für das Modell von NLP halte. Du findest die ausführliche Anleitung der Sedona Methode in einem Artikel. Ich habe sie mit Techniken aus dem Modell von NLP ergänzt und wirkungsvoller gemacht. Falls Du ohne großes Lesen gleich starten willst, hier die einzelnen Schritte zusammengefasst:

Selbstvertrauen stärken
Eine Meta-Strategie - aus einfachen NLP Grundtechniken zusammengesetzt

Selbstvertrauen ist wichtig. Wenn Du glaubst, mehr davon zu brauchen, kannst Du mit einfachen Techniken aus dem Modell von NLP Deine verborgenen Ressourcen aktivieren. Ich verstecke meine Programmierungen in spannenden und lustigen Geschichten. So kannst Du schnell und einfach diese Meta-Strategie in Deinem Leben übertragen.

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  1. Frage Dich: „Könnte ich den Groll akzeptieren wie er ist – nur für einen Augenblick?“
  2. Frage Dich: „Könnte ich den Groll loslassen – nur für jetzt?“
  3. Frage Dich: „Würde ich den Groll loslassen, wenn ich es könnte?“
  4. Frage Dich: „Wann würde ich den Groll loslassen können?“

Bei den einzelnen Fragen sind alle Antworten erlaubt. Es ist nicht wichtig, dass Du jeweils mit Ja antwortest. Antworte einfach so, wie Du Dich gerade fühlst. Wiederhole die vier Fragen einfach so lange, bis Du eine Veränderung in Dir spürst. Dann ist es Zeit für den ausführlichen Prozess in sechs Schritten. Damit kannst Du einfach lernen, jedem Menschen zu verzeihen und zu vergeben.

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Starte den Prozess der Vergebung nach Gray und DeAngelis

Dies ist eine Übung, die etwas Zeit braucht. Du solltest Dir 1 bis 2 Stunden Zeit nehmen, in denen Du ungestört bist. Du brauchst einen Stift und einige Blätter Papier. Nimm Dir für jeden der einzelnen Schritte etwa gleich viel Zeit. Eine Uhr ist sinnvoll. Suche Dir einen ruhigen Platz, an dem Du ungestört bist. Schalte Dein Handy und alle anderen elektronischen Geräte (Fernseher, Radio, Computer usw.) aus. Konzentriere Dich auf den Prozess, lass Dich nicht ablenken. Überlege Dir, welcher Person Du als erstes vergeben möchtest.

In der Übung gliederst Du den Prozess der Vergebung in 6 Schritte. Deine Aufgabe ist es für jeden einzelnen Schritt die damit verbundenen Gefühlszuständen zu fühlen und mit ihnen zu arbeiten. Drücke die Gefühle der jeweiligen Emotion so gut wie möglich aus. Ich gebe Dir hier einige Satzanfänge als Beispiel. Sie werden Dir helfen in das Gefühl zu gelangen und es auszudrücken. Sie sollen Dir eine Hilfe sein. Nachdem Du die einzelnen Satzanfänge vervollständigt hast, kannst Du Deine eigenen Worte wählen.

Lasse Dir für jeden der sechs Schritte etwa 20 Minuten Zeit – denke nach. Du wirst feststellen, dass mit dem „Nachdenken“ das Gefühl auftauchen wird. Im Modell von NLP nennen wir es „das Elizitieren von Gefühlen durch das Erinnern der Submodalitäten“. Wenn das Gefühl zu stark wird, kannst Du durch Dissoziation das Gefühl abschwächen.

Wenn Du etwas Erfahrung in der Anwendung des Modells von NLP hast, kannst Du zusätzlich jedes der Gefühle an einem bestimmten Punkt Deines Körpers ankern und dann dann über einen gleitenden Anker die „Gefühlskette“ von Schritt 1 bis Schritt 6 durchgehen.

  1. Ärger, Wut, Zorn
    Ich bin wütend, dass …
    Ich hasse es wenn …
    Ich habe genug von …
    Ich verüble …
  2. Schmerz, Verletzung
    Es verletzte mich, wenn …
    Ich fühlte mich traurig, als …
    Ich bin enttäuscht über …
  3. Angst
    Ich fürchtete, dass …
    Ich ängstige mich wenn …
    Ich fürchte Dich, wenn …
    Ich fürchte, dass ich …
  4. Reue, schlechtes Gewissen, Bedauern, Verantwortung
    Ich entschuldige mich, dass …
    Bitte vergib mir für …
    Ich wollte nicht, dass …
  5. Wünsche
    Alles was ich immer wollte war …
    Alles was ich will ist …
    Ich wünsche mir von Dir dass …
    Ich verdiene …
  6. Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Anerkennung
    Ich verstehe, dass …
    Ich erkenne an …
    Ich liebe Dich für …
    Ich vergebe Dir für …
    Ich danke Dir für …

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Die Übung mit anderen Personen

Ich habe die schriftliche Form als Basis gewählt, weil Du damit alleine arbeiten kannst. Du kannst den Prozess auch verbal mit einer anderen Person durchlaufen,  das setzt aber voraus, dass die Person, der Du vergeben möchtest, mitmacht. Du drückst dann all Deine Gedanken und Gefühle direkt vor Deinem Gegenüber aus. Danach drückt Dein Gegenüber alle seine Gefühle Dir gegenüber aus.

Du kannst das natürlich auch schriftlich mit der Person zusammen machen. Jeder schreibt für sich die vollständigen Sätze auf ein Blatt Papier. Dann trefft Ihr Euch und lest euch gemeinsam die Zettel vor. Diskutiert die Erfahrung, aber achtet darauf, Euch nicht zu verteidigen. Versuche die Position des Anderen zu verstehen. Wenn sich die andere Person nicht an dem Prozess beteiligen möchte, dann wirf Deine Zettel einfach weg oder verbrenne sie. Du hast die Übung durchlaufen und postitiv für Dich genutzt.

Zum Nachdenken

Es gibt viele unterschiedliche Strategien, mit Groll, Ärger und Vorwürfen umzugehen. Vielleicht kennst Du Mitmenschen, die viel nachtragender sind als andere? Dann gibt es jene Menschen, die niemandem zu vergeben brauchen, weil sie auf niemanden Groll hegen. Vielleicht hätten sie aus Deiner Sicht allen Grund dazu. Und dann wieder gibt es Menschen, die auf alles und jeden einen Groll haben, ganz ohne wahrnehmbaren Grund.

Scheinbar nutzt die eine Gruppe hilfreiche Strategien, mit Ärger und negativen Gefühlen umzugehen, die der anderen Gruppe einfach nicht zur Verfügung stehen.

Wenn Du Dich mit NLP beschäftigst, sollte Dir bewusst, dass Du Dich jederzeit frei entscheiden kannst, welche Strategie für Dich die bessere ist? Und Du solltest über „Techniken“ verfügen, die beste und wirkungsvollste Strategie für Dich zu kopieren und in Deinem Leben einzusetzen. Das lernst Du bereits am zweiten Tag im NLP Practitioner.

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