Vergeben, Verzeihen, Vergessen

Gib Deinem Leben eine neue Richtung

Groll, Hass, unkontrollierten Ärger und andere niedrig schwingende Emotionen, in Dir zu tragen, sorgt nicht nur für schlechte Gefühle, das ist auch für Deine körperliche Gesundheit schädlich. Es lohnt sich, diese negativen Emotionen schnell aufzulösen. Mit NLP kannst Du dabei weit kommen. Was ist allerdings mit Deinen Mitmenschen, die oft genug, ohne es vielleicht so zu beabsichtigen, emotionale Katastrophen in Dir auslösen, weil, vielleicht vor langer Zeit, Dinge passiert sind, die bis heute in Dir nachwirken. Ist es nicht vielleicht an der Zeit, endlich „reinen Tisch“ zu machen?

Vergeben, verzeihen, vergessen

Eigentlich verbindet ja jeder Mensch in Deiner Umgebung mit dem, was er tut, eine positive Absicht. Das ist eine der nützlichen Grundannahmen im Modell von NLP – und selbst wenn sie nicht stimmen würde, ist es doch eine gute Voraussetzung zum Verständnis Deiner Welt. Vielleicht ist Dir bewusst geworden, dass Du mit der Annahme dieses Glaubenssatzes keinerlei Gründe mehr haben würdest,  Dir negative Gefühle von jemandem machen zu lassen. Mit dieser Erkenntnis hast Du Entscheidendes für Dich und die Qualität Deines Lebens gelernt.

Lass uns der Sache trotzdem einmal auf den Grund gehen. Öfters hat Groll Hass, Ärger und Wut auf eine ander Person den Grund, dass Du zeigen willst, dass Du sein Tun nicht gutheißt. Du willst ihn für seine Handlungen mit schlechten Gefühlen, bestrafen. Leider geht dieser Schuss nach hinten los. Du bestrafst Dich damit ja selbst! Wieso? Na, frage Dich doch einmal, WER alle die negativen Emotionen erzeugt und im Körper fühlt?

All den negativen Kram, mit dem Du andere Menschen „bestrahlen“ willst, musst Du zuerst in Deinem Körper fühlen. Du bestrafst Dich also selbst. Willst Du das wirklich? Wenn Dich diese Erkenntnis nachdenklich gemacht hat, dann biete ich Dir heute eine Übung an, mit der Du lernen kannst, Menschen in Deinem Leben zu vergeben und zu verzeihen. Wenn Du erst gelernt haben wirst, zu verzeihen und zu vergeben, dann BIST DU FREI. Dann haben die vermeintlich negativen Erlebnisse Deiner Vergangenheit keine Macht mehr über Dich.

Lass Groll und Hass  einfach los

Die einfachste Methode,negative Emotionen loszulassen, ist die Sedona Methode. Im siebenten Teil der Videoreihe „Was ist NLP?“ erkläre ich, dass ich die Sedona Methode für eine ausgezeichnete Ergänzung zum Modell von NLP halte. Du findest die ausführliche Anleitung der Sedona Methode in einem eigenen Artikel. Ich habe sie mit Techniken aus dem Modell von NLP ergänzt und wirkungsvoller gemacht. Falls Du ohne großes Lesen gleich starten willst, findest Du hier die einzelnen Schritte zusammengefasst:

  1. Frage Dich: „Könnte ich meinen Groll akzeptieren wie er ist – nur für einen Augenblick?“
  2. Frage Dich: „Könnte ich meinen Groll loslassen – nur für jetzt?“
  3. Frage Dich: „Würde ich meinen Groll loslassen, wenn ich es könnte?“
  4. Frage Dich: „Wann würde ich meinen Groll loslassen können?“

Bei den einzelnen Fragen sind alle Antworten erlaubt. Es ist nicht wichtig, dass Du jeweils mit Ja antwortest. Antworte einfach so, wie Du Dich gerade fühlst. Wiederhole die vier Fragen einfach so lange, bis Du eine Veränderung in Dir spürst. Dann ist es Zeit für den ausführlichen Prozess in sechs Schritten. Damit kannst Du lernen, jedem Menschen zu verzeihen und zu vergeben.

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Der Prozess der Vergebung

Dies ist eine Übung, die Zeit braucht. Du solltest Dir eine bis zwei Stunden Zeit nehmen. Sorge dafür, dass Du ungestört bist. Du brauchst einen Stift und einige Blätter Papier. Nimm Dir für jeden der einzelnen Schritte etwa gleich viel Zeit. Eine Uhr ist deshalb sinnvoll. Suche Dir einen ruhigen Platz. Schalte Dein Handy und alle elektronischen Geräte (Fernseher, Radio, Computer usw.) in Deiner Umgebung aus. Konzentriere Dich auf den Prozess, lass Dich nicht ablenken. 

Überlege Dir, welcher Person Du als erstes vergeben möchtest. In der Übung gliederst Du den Prozess der Vergebung in 6 einfache Schritte. Deine Aufgabe wird es sein, für jeden einzelnen Schritt die verbundenen Gefühlszustände zu fühlen und mit ihnen zu arbeiten. Drücke die Gefühle der jeweiligen Emotion so gut wie möglich aus. Ich gebe Dir zur Hilfestellung einige Satzanfänge als Beispiel. Sie werden Dir helfen das Gefühl zu elizitieren und auszudrücken. Die Fragen sollen Dir eine Hilfe sein. Nachdem Du die einzelnen Satzanfänge vervollständigt hast, kannst Du Deine eigenen Worte wählen.

Lasse Dir für jeden der sechs Schritte etwa 20 Minuten Zeit. Denke nach. Du wirst feststellen, dass mit dem „Nachdenken“ auch das Gefühl auftauchen wird. Im Modell von NLP nennen wir es das Elizitieren von Gefühlen durch das Erinnern der Submodalitäten. Wenn das Gefühl zu stark wird, kannst Du es durch Dissoziieren abschwächen.

Wenn Du Erfahrung in der Anwendung von NLP hast, kannst Du zusätzlich jedes der Gefühle an einem bestimmten Punkt Deines Körpers ankern und dann dann über einen gleitenden Anker die „Gefühlskette“ von Schritt 1 bis Schritt 6 durchgehen.

  1. Ärger, Wut, Zorn
    Ich bin wütend, weil …
    Ich hasse es wenn …
    Ich habe genug von …
    Ich verüble …
  2. Schmerz, Verletzung
    Es verletzt mich, wenn …
    Ich fühlte mich traurig, wenn …
    Ich bin enttäuscht über …, weil….
  3. Angst
    Ich befürchte, dass …
    Ich ängstige mich, wenn …
    Ich fürchte, dass …
    Ich fürchte, dass ich …
  4. Reue, schlechtes Gewissen, Bedauern, Verantwortung
    Ich entschuldige mich, dass …
    Bitte vergib mir für …
    Ich wollte nicht, dass …
  5. Wünsche
    Alles, was ich immer wollte war …
    Alles, was ich will ist …
    Ich wünsche mir von Dir, dass …
    Ich verdiene …
  6. Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Anerkennung
    Ich verstehe, dass …
    Ich erkenne an, dass …
    Ich liebe Dich für …
    Ich vergebe Dir für …
    Ich danke Dir für …

Die Übung mit anderen Personen

Ich habe die schriftliche Form an den Anfang gestellt, weil Du damit alleine arbeiten kannst. Du kannst den Prozess allerdings auch im Gespräch mit einer anderen Person durchlaufen. Das setzt NICHT voraus, dass die Person, der Du vergeben möchtest, mitmacht. Du drückst all Deine Gedanken und Gefühle vor Deinem Gegenüber aus und wirst feststellen, wie viel leichter Du Dich danach fühlst. Meist wirst Du zusätzlich herausfinden, dass Du Dich in Deiner Meinung über die Reaktion Deines Gegenüber getäuscht hast.

Du kannst das natürlich auch schriftlich mit der Person zusammen machen. Jeder schreibt sich die vollständigen Sätze auf ein Blatt Papier. Dann trefft Ihr Euch und lest gemeinsam die Zettel vor. Diskutiert eure Erfahrungen, aber achte darauf, Dich nicht zu verteidigen. Versuche die Position des Anderen zu verstehen.

Zum Nachdenken

Es gibt viele gute Strategien, mit Groll, Ärger und Vorwürfen umzugehen und ihn aufzulösen. Vielleicht kennst Du Mitmenschen, die viel nachtragender sind als andere? Dann gibt es jene Menschen, die niemandem zu vergeben brauchen, weil sie auf niemanden Groll hegen. Vielleicht hätten sie aus Deiner Sicht allen Grund dazu. Und dann wieder gibt es Menschen, die auf alles und jeden einen Groll haben, und das ganz ohne einen wahrnehmbaren Grund.

Scheinbar nutzt die eine Gruppe hilfreiche Strategien, mit ihrem Ärger und den damit verbundenen negativen Gefühlen umzugehen, die der anderen Gruppe nicht zur Verfügung stehen. Wenn Du Dich mit NLP beschäftigst, sollte Dir bewusst, dass Du Dich jederzeit frei entscheiden kannst, welche Strategie DU nutzen möchtest. Vielleicht gelingt es Dir, die beste und wirkungsvollste Strategie für Dich zu kopieren und in Deinem Leben einzusetzen. Das lernst Du am zweiten Tag während des NLP Practitioner.

Wenn Du die negativen Gefühle aufgelöst hast, die Du mit einer bestimmten Person verbindest, empfehle ich Dir, das direkte Gespräch zu suchen. Das gilt besonders für Kinder, die nicht von ihren Eltern loskommen oder ihnen Vorwürfe machen, nicht dies und nicht das getan zu haben, was zum Glück geführt hätte. Lass dies alles beiseite. Prüfe Dich, ob Du Dich ohne Groll mit Deiner Mutter und/oder Deinem Vater an einen Tisch setzen kannst und von Dir aus sagen kannst, wie dankbar Du ihnen bist. Sie haben in ihrer Welt getan, was sie konnten. Das kannst Du sehr positiv in Dein Herz lassen und auch so ausdrücken. MACH DU DEN ANFANG und Du wist bemerken, wie positiv dieses Gespräch verlaufen wird.

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