Wie weiss ich, wenn ich krieg, was ich wollen soll?

Ich liege auf dem Bett, vor dem Fenster rauschen die Wellen des indischen Ozeans. Das hört und fühlt sich an, wie eine von diesen Multifrequenz – Gehirnzerbröselungs CDs (also Gateway von R. Monroe und so…), die das Bewusstsein durch die Überlagerung von Schallwellen verändern.

Und tatsächlich drifte ich oft weit weg, in Gedanken bei Projekten, Workshops, Plänen und so viel mehr. Äußerlich inaktiv bin ich doch recht produktiv. Nicht zuletzt, was das Schreiben dieses Newsletters betrifft. Es ist mir, als schriebe etwas anderes an diesem Newsletter und deshalb sind hier Gedanken aufgeschrieben, die auf eine aufregende Art und Weise neu sind, aber so klingen, als wären sie schon immer Bestandteil meines Denkens.

Danke, lieber Kai, liebe Ina, lieber Markus, lieber Sven, liebe Marianne, liebe Xenia, lieber….. ich kann sie gar nicht alle aufzählen, DANKE jedenfalls. Danke für eure Emails zum Thema: „Was ich will…“ Und für die vielen Aspekte und Fragen dazu. Deshalb heute nochmals ein kurzer Nachschlag. Der große Grundtenor der vielen Emails bestand in der Frage:

„Wie bemerke ich wann mir das Universum etwas geben will, das ich besser annehmen soll? Und wie unterscheide ich es von dem das ich besser bleiben lasse?“

Ich möchte mich ganz systematisch an die Beantwortung der Fragen herantasten. Es geht im großen und ganzen um Aktionen, Handlungen, die Veränderung in Dein Leben bringen. Täglich sich wiederholende, eingeübte Aktionen, und jene, an die Du Dich gewöhnt hast, gehören nicht dazu. Um es nochmals deutlich zu machen: Wenn Du immer nur das Gleiche tust, wirst Du auch immer nur das Gleiche erhalten. Um Deine Wünsche, die Du bewusst oder unbewusst ans Universum gesendet hast, erfüllt zu bekommen, wirst Du nicht umhin können, etwas Anderes, als das, was Teil Deines Handelns ist, zu tun.

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Hast Du auch manchmal den Munchie Blues und plünderst den Kühlschrank und nimmst Dinge zu Dir, von denen Du weisst, dass sie Dir nicht gut tun? Kannst Du häufig nicht aufhören, wenn Du eigentlich schon satt bist? Liebst Du Fettes und Fleischiges mehr als Grünes und Fruchtiges? Dann bist Du hier richtig.

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Wenn ich also meiner oben angesprochenen Systematik folgen möchte, kann ich Aktionen die mir neues Verhalten bringen in solche die sich aus mir selber generieren und solche von Anderen für mich generierte unterscheiden. Um ein Beispiel zu nennen: mir kommt „von irgendwoher“ in den Sinn, Yoga zu erlernen. Ich werde mich ins Internet einloggen und nach dem nächsten Yogastudio suchen. Dann  kann ich dahin gehen und mit mit dem Thema „Yoga“ beschäftigen.

Oder es könnte passieren, dass ein guter Freund mich auffordert, mit in ein Yogastudio zu gehen, mit dem er gute Erfahrungen gemacht hat. Ich brauche dann kein Wissen um den Willen des Universums, um herauszufinden, ob Yoga meinem Köper gut tut, oder eben nicht. Dazu sind grundlegende NLP Strategien hinreichend. Welche? Na, Zeitrahmen für eine Bewertung abstecken, Bewertungskriterien aufstellen, mitmachen, Sensory Acuity, evaluieren, entscheiden, fertig.

Es scheint also tatsächlich nur diese beiden Möglichkeiten zu geben, die (hier stimmt die Generalisierung) Veränderung in Dein Leben bringen. Entweder Du entschließt Dich, etwas Neues zu beginnen, oder jemand anderes bringt die Information dazu zu Dir.

Ich finde es jedoch sehr interessant, einmal diesen beiden Möglichkeiten etwas genauer nachzugehen. Denn hast Du Dich schon einmal gefragt, woher der Impuls kommen mag, etwas Neues zu beginnen? Vermeintlich scheint er ja aus Dir selbst zu kommen. Überlege einmal: hast DU alleine entschieden, Deinen jetzigen Beruf oder Dein Studienfach zu ergreifen? Was in Deinem Leben hast Du überhaupt aus Dir heraus entschieden? Ein Grund für die schleichende Unzufriedenheit vieler Menschen ist wahrscheinlich genau darin zu suchen.

Eltern mögen aus dem Bedürfnis heraus, dass es der Sohn oder die Tochter einmal besser haben sollen, Maßnahmen getroffen haben, die den Kindern nahelegen, dieses „besser“ auch anzunehmen. Dabei ist dieses „besser“ aus der vorstellbaren Welt der Eltern heraus entstanden. Wenn das Kind sich selbst verwirklicht und tatsächlich auch im eigenen Erleben das „besser“ erreicht hat, ist es meist mit dem Verständnis der Eltern nicht sehr weit her.

Es gehört also eine gehörige Portion Emanzipation schon dazu, den eigenen Lebensweg herauszufinden. Denn die Eltern sind offensichtlich in der den Menschen natürlich gegebenen Limitierung nicht das Universum. Ähnlich verhält es sich mit Freunden und Lebenswegbegleitern, die es ja meist gut meinen. Unser natürliches Bedürfnis nach Nähe und nach dem Teilen von emotional bewegenden Situationen findet in den „guten“ Ratschlägen ihren Niederschlag.

Sie stellen entweder die projizierte Unfähigkeit dar, selbst das aufzulösen, was man dem Anderen vorschlägt. Oder sie entspringen der Generalisierung und Übertragung einer zufällig erfolgreichen Auflösung. Glücklicherweise korrigiert ja das Universum meist solche Irrungen und Wirrungen mit großzügiger Milde. Oder vielmehr, es macht Vorschläge zu einer „Optimierung“ des Lebensweges, immer wieder und immer wieder. Wie macht es das?

In einer ersten und milden Form sind Unzufriedenheit und Frustration ein Indikator einer falsch eingeschlagenen Richtung. Psychosomatische Manifestationen im Körper (Kopfschmerz, Asthma, Allergien, Neurodermitis usw.) stellen eine nächste Stufe der Hinweise dar. Wenn dann schließlich eine Krankheit folgt, ist die universelle energetische Balance schon so gestört, dass eben der Körper als Ganzes reagiert. Die Häufigkeit der „Erkrankung“ Krebs ist aus dieser Betrachtungsweise heraus das Zeichen einer gesellschaftsübergreifenden falschen Lebensweise.

Bei genauerem Nachdenken ist mir aufgefallen, dass das Universum eine hervorragende Möglichkeit hat, Handlungsimpulse „downzuladen“. Ich gehe von der Modellannahme aus, unser Gehirn wäre eine große Antenne und wäre auf geeignete Art mit jenem gewaltigen, universellen Wissensspeicher, die um uns existiert, verbunden. Es ist durchaus möglich, dass dieser Wissensspeicher eine Art von eigenem Bewusstsein haben mag, der uns beeinflusst.

Auf diese Art von Beeinflussung lasse ich mich gerne ein. Für mich ist dieses „Feld“ wie ein Elternteil, das will, dass ich es besser habe. Nur mit unendlich mehr Wahlmöglichkeiten und Wissen im Hintergrund. Daraus folgt für mich eine zweite Konsequenz: Ich prüfe sorgfältig, wenn mir jemand „etwas Gutes“ raten will. Und ich prüfe noch sorgfältiger, bevor ich jemandem „etwas Gutes“ rate. Ein guter Coach, so sagt man, nimmt das, was er als Frage zur Veränderung bekommt, dreht es um und aktiviert so lange Ressourcen, bis der Coachee die Lösung selbst findet. Oft schon habe ich mich wegen solch guter Ratschläge an den Tisch gesetzt und überlegt, ob es denn ein Paket an grundsätzlichen Lebensweisheiten geben könnte, deren Befolgung universelles Glück zum Ergebnis hat.

Ja, ich habe einige Regeln gefunden. Aber die taugen einstweilen nicht für die Allgemeinheit sondern sind nur generalisierte Strategien meiner eigenen, gut funktionierenden. Was das Universum für mich bereithält, unterscheidet sich jedoch vielleicht profund von dem, was das Universum für Dich bereithält. Deshalb muss ich auf meine Weise glücklich werden und Du auf Deine.

Aber dieser Newsletter müsste nicht geschrieben werden, wenn es nicht doch Möglichkeiten gäbe, das Lebensglück, das Dir das Universum anbietet, auch zu erkennen und zu optimieren. Es sind keine Regeln, nur einige dürftige Merkmale.

1. Es wird leicht
Wenn etwas für Dich vorgesehen ist und sein soll, dann kommt dieses Etwas wie oben beschrieben als Idee von Dir oder jemandem Anderen in Deinen Kopf. Wenn Du also ein Projekt oder etwas Neues beginnst, achte darauf, ob und wie sich dieses Projekt einfach für Dich gestaltet. Die Dinge fallen einfach an Ihren Platz. Die gängige Erfolgsliteratur schreibt immer vom Willen und der Motivation der Selbstdisziplin, lässt aber den wichtigen Aspekt ausser Acht, dass Manches, was Du wollen magst, einfach nicht für Dich gedacht ist. Die Einstellung: „Ich WILL das aber haben!“ Verzögert das eigentliche Ziel und führt meist in eine Art von Leiden. Es gehört schon etwas Lebenserfahrung dazu, jene Projekte, die für Dich sind von jenen zu unterscheiden, die es nicht sind. Gerade, wenn Du Dir etwas wünscht, aber von einer unsichtbaren Macht den einen oder anderen und wieder nächsten Stein in den Weg gelegt bekommst, ist es schwer zu erkennen: „Das ist nicht für mich!“

2. Die unsichtbare Kraft
Kennst Du das? Das Geschehen der Dinge gehorcht einer vermeintlich unsichtbar gesteuerten, aber unglaublich überlegten Planung. Es passiert einfach immer das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Als würde jemand unsichtbar voranschreiten und die richtigen Türen öffnen? Es kann aber auch manchmal Jahre dauern, bis Du einsehen lernst, dass etwas, das nach kurzer Zeit des intensiven aber einfachen Lernens von der Bildfläche des Lebens verschwunden war, auf eine weitsichtige Art und Weise erst viel später, wenn es in Deinem Lebenskontext vonnöten und die Zeit zum Lernen vorüber wäre, wieder auftaucht.

Generell kann ich aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass immer, wenn etwas unglaublich leicht passiert, wenn die Dinge einfach sind und wenn ich mich wundere, wie schnell ich etwas zu Stande bringe, das sonst so viel länger dauern würde, immer dann hat (für mich) das Universum seine mächtige Hand im Spiel.

Und selbst ich stoße mir wegen meiner Blindheit noch oft den Kopf an unsichtbaren Mauern an. Macht aber nix, dann reibe ich mir wieder einmal verdutzt den Schädel, grinse mir eins, und glaube, für das nächste Mal schlauer zu sein – und mache einfach etwas Anderes. Auf diese Weise habe ich schon viel gelernt und wer weiß in welchem Kontext ich meine vielen angesammelten und vermeintlich nutzlosen Erfahrungen einmal brauchen werde.

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