Ankern 5 – Der gleitende Anker

Strategien einfach installieren und verstärken

Die Erfahrung zeigt, dass es für die meisten Menschen sehr viel einfacher ist, in gleitenden Zwischenschritten durch die einzelnen Stationen einer Strategie zu gehen. Das Unbewusste verbindet dann die „Zwischenzustände“, um zum gewünschten Endzustand zu kommen. So kannst Du verschiedene, nebeneinander liegende Anker für die Zwischenzustände anlegen und durch das „Darübergleiten“ zum Endzustand kommen. Aus der Verbindung kannst Du eine komplette Strategie generieren.

Genug der Erklärungen, am einfachsten lernst Du, wenn Du eine Übung machst. Sliding anchors werden, wie oben gesagt, oft genutzt, um einzelne Schritte einer Strategie gleitend zu installieren. Lass uns das anhand einer einfachen Motivationsstrategie ausprobieren:

1. Welcher Zustand soll die Motivationsstrategie auslösen?

Überlege Dir den Zustand, in dem Du oft Motivation brauchst und glaubst, zu wenig zu haben. Vielleicht ist es einfach Dein innerer Dialog, wenn Du denkst: „Ich habe keine Lust.“  Mach Dir Notizen.

2. Was ist der Zustand, den Du erreicht haben möchtest, wenn die Motivationsstrategie funktioniert hat?

Wie wäre es mit einem Zustand, in dem Du etwas so stark haben wolltest, dass Du magnetisch davon angezogen wurdest (in Gedanken). Achte ebenfalls auf Deinen innteren Dialog. Es könnte sein, daß Du zu Dir sagst: „Wow, jetzt geht’s los!“ Schreibe ihn Dir auf.

3. Lege die Zwischenschritte fest.

Je nachdem wie weit der Anfangs- und der Endzustand auseinander liegt und wie schwer es Dir fällt vom einen Zustand zum anderen zu kommen, kannst Du einen oder mehrere Zwischenschritte wählen. Erforsche dazu Deine komplette Strategie Schritt für Schritt: Was machst Du zuerst, dann danach und DANN DANACH. Schreibe Dir die Zwischenschritte auf. Für die Übung könnte das zum Beispiel sein: „Naja, eigentlich könnte ich ja.“, „Hm, ja, ich glaube ich mache es.“, „Ok, ich werde es machen.“

Erfolgsstrategien verstärken und automatisieren
Der Ziegelstein auf dem Gaspedal Deines Lebens

Dein Gehirn ist eine wunderbare Maschine. Du kannst ihm Aufgaben übertragen, die es, ohne Dein bewusstes Zutun, ganz automatisch erledigt. Noch besser: Du kannst Deinem Unbewussten die Aufgabe übertragen, alles wirklich Wichtige aus Deinen erfolgreichen Lebensstrategien herauszufiltern und ganz automatisch eine Verhaltensstrategie für Dich zu schaffen, die all das, was wirklich funktioniert subbewusst verstärkt.

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Informiere Dich über die Modaloperatoren der Notwendigkeit im NLP. Das sind Worte, die verschiedene Stärken von Notwendigkeiten sprachlich markieren: Kann, darf, will, muss, sollte, möchte, werde…usw.

4. Sliding Anchor

Jetzt kommen wir zum Sliding Anchor. Ein Sliding Anchor besteht im ersten Schritt aus verschiedenen Ankern, die einzelne Zustände auslösen. Du schaffst Dir also einen Anker für den Startzustand, jeweils einen Anker für die einzelnen Zwischenzustände und einen Anker für den Endzustand.

Hinweise zum NLP Anker

Die Technik des Ankerns habe ich ja in den letzten Newslettern sehr ausführlich behandelt. Bitte beachte dabei:

a) Es ist hilfreich, die einzelnen Anker direkt nebeneinander zu setzen. Während meiner NLP Ausbildung nutzen wir dafür meistens den Oberschenkel. Setze die einzelnen Anker nah beieinander, aber so, dass sie knästhetisch leicht zu unterscheiden sind. Merke Dir die Position jedes Ankers genau. Für den Anfang hilft es, die einzelnen Anker mit Klebeband oder mit einer Tätowierung (hält für immer…:-)) zu markieren.

b) Nach jedem Anker, den Du gesetzt hast unterbrichst Du den Zustand, indem Du beispielsweise aufstehst, einmal um Deinen Stuhl herumgehst und Dich dann wieder hinsetzt. Im NLP nennt man das „break state“. Du machst das, um auch kinästhetisch jeden einzelnen Zustand klar vom anderen abzugrenzen.

c) Teste nach der „Zustandsunterbrechung“ Deinen Anker. Falls er noch nicht intensiv genug (deutliche Zustandsänderung, siehe T.O.T.E) funktioniert, gehe die einzelenen Schritte zum Elizitieren und Intensivieren des Zustandes nochmals durch. Falls Du mit dem Ergebnis zufrieden bist, mach nochmal eine Zustandsunterbrechung und widme Dich dann dem nächsten Anker.

d) Wenn Du alle Anker gesetzt hast, löst Du jeden einzelnen nacheinander durch Darüberstreichen aus. Du brauchst nicht warten, bis der jeweilige Zustand eingetreten ist, bevor Du den nächsten Anker auslöst. Dein Unbewusstes weiß schon genau, wie es neurophysiologisch die einzelnen Zustände verbindet. DAS ist das eigentlich Faszinierende am sliding Anchor.

e) Wenn Du den Anker für den Endzustand ausgelöst hast und das Gefühl wieder nachlässt, dann solltest Du diesmal keine Zusstandsunterbrechung machen, sondern gleich wieder mit dem ersten Anker beginnen. Dein Gehirn lernt schnell und die einzelnen Zustände werden sich schnell integrieren.

f) Nach ein paar Durchgängen wirst Du merken, dass schon mit dem Auslösen des ersten Ankers die ganze Strategie ganz von alleine losläuft und mit der Hilfe Deines Unbewussten direkt zum Endzustand gelangt. Jetzt bist Du fertig
Was ist NLP? Hier erfährst Du mehr.

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