Probleme lösen – das 30 Fragen Raster

Verlasse Deine gewohnten Denkmuster für mehr Erfolg

Manchmal stehen im Leben große Entscheidungen an. Vielleicht stehst Du vor einem scheinbar unlösbaren Problem und hast gerade dazu keinen Plan. Wie sollst Du Dich entscheiden, wo doch Wichtiges auf dem Spiel steht. Oft sind es nur die Herausforderungen eines Projektes, die Dich vor eine Aufgabe stellen, von deren Lösung so Vieles abhängt. Da ist es doch gut, einen Freund zu haben, den Du fragen und Dir Rat holen kannst. Darüber hinaus kannst Du, gerade, wenn Novembernebel im Kopf wallt, auch einmal schriftlich mit der Antwort auf ein paar Fragen mehr Klarheit für Dich schaffen.

30 Fragen - Probleme lösen - 3 gewinnt

Hier in diesem Artikel berichte ich Dir von den fundierten Erfahrungen eines professionellen Beraters. Er hat sich einen Satz an Fragen aufgeschrieben, auf die er bei Problemen und Herausforderungen zurückgreift. Wenn er über ein Problem nachdenkt, das er zu lösen hat, arbeitet er sein Fragenraster durch. Dabei ist es ihm nicht wichtig, dass ihn jede der Fragen direkt zu einer Lösung führt. Er nimmt die Struktur der Fragen als Anregung für eine Vielfalt möglicher Antworten. “Ich habe bisher immer von der ehrlichen Antwort auf meine Fragen profitiert. Oft auf eine Weise, die ich mir vorher nicht vorstellen konnte!”, sagte er neulich zu mir.

Vielleicht willst Du Deinem Leben eine andere Richtung geben, ein neues Produkt entwickeln, ein Buch schreiben, eine Maschine entwerfen, oder eine Werbekampagne planen. Was Deine Herausforderung auch sein mag, lege Dir dazu ein großes Blatt Papier (A3) ein paar farbige Stifte bereit – und schalte Dein Mobiltelefon aus. Dann beginne, die Fragen durchzuarbeiten. Gleich mit der ersten Frage definierst Du Dein Problem.

Dann, indem Du die einzelnen Fragen der Reihe nach durchgehst, wirst Du Frage für Frage zu mehr Klarheit und Einsicht finden. Unter jeder Frage findest Du ein Raster an weiteren Fragen, die Dir helfen, die Hauptfrage zu beantworten. Nimm Dir genug Zeit, und notiere die gefundenen Antworten auf Deinem Blatt.

Du wirst als „spinoff“ eine Menge an zusätzlichen Ideen haben, die vielleicht nichts oder nur entfernt mit Deiner Herausforderung zu tun haben. Diese „Antworten“ kannst Du ebenfalls auf einem Blatt notieren. Versuche nicht, alle Fragen zu beantworten. Die Fragestruktur ist so gestaltet, dass nicht jede einzelne Frage auf den Punkt Deines Problems trifft. Wähle einfach diejenigen aus, die direkt auf Dein Problem zutreffen.

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1. Was willst Du tun?

Was ist Dein Problem?
Was ist die Herausforderung?
Was musst Du entscheiden?
Schreibe das Ergebnis in einem Satz auf Dein Blatt.

2. Was wäre, wenn Du Dich nicht an die geltenden Regeln halten würdest?

Gleich zu Beginn eine wichtige Frage aus dem Modell von NLP. Schreibe auf, welche festgelegten und vermeintlichen Regeln gelten, damit Du Dein Problem lösen kannst. Dann kannst Du Dir überlegen, welche dieser Regeln Du ignorieren oder verändern kannst.

3. Könnte mehr Zeit allein das Problem lösen?

Wenn es nicht von selbst verschwindet: ist das Problem wirklich wert
gelöst zu werden?
Wer glaubt, dass dies eine wichtige Herausforderung ist, und warum?

4. Welche relevanten Personen halten Dein Problem für unwichtig und warum?

Was wirst Du durch die Lösung des Problems gewinnen?
Was haben Andere zu verlieren?

5. Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn Du Dein Problem nicht löst?

Was kannst Du tun, um den schlimmsten Fall zu vermeiden?
Wie sollten Deine Entscheidungen auf dem Weg zu einer Lösung aussehen? Wer wird an der Entscheidungsfindung beteiligt werden?
Wer wird die endgültige Entscheidung treffen?
Auf welche Weise sollte die Entscheidung getroffen werden
(einseitig, durch Mehrheitsbeschluss, durch Konsens)?

6. Wodurch weisst Du, wann Du Dein Problem gelöst hast?

Was sind Deine Kriterien für den Erfolg ?
Was werden die Menschen besser machen?
Wie werden sie sich fühlen?
Wie wird Deine eigene Arbeit leichter oder angenehmer sein?
Was wirst Du nicht mehr beachten müssen?
Welche Sorge wird sich auflösen?
Was Dein Interesse an der Sache betrifft:
Was sind Deine Voraussetzungen für die Arbeit an diesem Projekt?
(das ist eine Ressourcenfrage)

7. Risiken und Bedrohungen

Welche Risiken oder Bedrohungen werden bei der Lösung des Problems auftauchen?
Was an dem Problem fürchtest Du am meisten oder was bedroht Dich?

8. Wie stark ist Dein persönliches Engagement für die Lösung?

Bist Du bereit, die notwendige Zeit und Energie in die Lösung Deines Problems zu investieren?
Bist Du vielleicht überreizt oder übermotiviert jetzt zu entscheiden?

9. Wer ist das Problem?

Ist es wirklich Dein Problem?
Was ist, wenn Du im nächsten Monat nach Japan versetzt werden würdest?

10. Wann hast Du das Problem zum ersten Mal bemerkt?

Ist es plötzlich aufgetreten, oder hat es sich langsam entwickelt?
Hat das Problem jemand bemerkt und Dich darauf aufmerksam gemacht?
Was sind die Symptome oder Indikatoren, die Deine Aufmerksamkeit benötigen?

11. Wann bist Du Dir der Herausforderung bewusst geworden?

Wann bist Du Dir dessen bewusst geworden?
Auf welche art und Weise bist Du darüber informiert worden?
Was weisst Du noch über die Geschichte des Problems?
(Entwicklung auf er Zeitachse)

12. Was verstehst Du in diesem Moment

Wie denkst Du über die Ursachen des Problems
Was sind die Gründe für das Problem?

13. Warum ist das Problem nicht schon gelöst?

Die „Warumfrage“ zielt auf Deine Werte und Glaubenssätze. Nach der Beantwortung kannst Du Dich fragen, ob falsche Werte oder limitierende Glaubenssätze den Kern Deines Problems darstellen – und zu Frage 2 zurückkehren.

14. Was ist der Kern des Problems?

Mit wem kannst Du sprechen, damit Du eine andere Perspektive gewinnst?
Woher weisst Du, dass Du nicht gerade versuchst, das falsche Problem zu lösen?
Wer kann Dir eine andere Perspektive der Natur des Problems geben?
Wer kann Dir Auskunft über den Kern des Problems geben?
Wessen Standpunkt sollte in Betracht gezogen werden, weil die
andere Person direkt von dem Problem betroffen ist?
Was wird passieren, wenn Du auch die Perspektive mindestens einer anderen Person berücksichtigst? Es sollte jemand sein, der das Problem zu schätzen weiss, aber nicht direkt davon betroffen ist.

15. Was glaubst Du, wie groß Dein Problem ist?

Was wäre, wenn Du mit Deinem Problem nur eine vorübergehende Lösung für ein dauerhaftes Problem suchst?
Wie steht es mit Problemen, die sich vor oder nach dem Problem entwickeln? Die sich daraus entwickeln?
Wer kann Dir eine unvoreingenommene Perspektive von der
Größenordnung des Problems vermitteln?
Es sollte jemand sein, der sich mit dem Problem auskennt und trotzdem außerhalb der Domäne Deines Problems steht?

16. Wie kompliziert ist das Problem?

Welche anderen Herausforderungen ergeben sich aus der Lösung Deines Problems?
Wie sind sie mit Deinem Problem verbunden?
Wie sind sie miteinander verbunden?

17. Führt Dein Problem zu einem anderen Problem oder zu einem Ergebnis von einem anderen Problem?

Welche Einzelprobleme summieren sich zu Deinem großen Problem oder machen es schlimmer?
Wenn Du Dir nicht voll und ganz der Voraussetzungen Deines Problems bewusst bist, ist es überhaupt die Arbeit wert?
Warum willst Du weiterhin Scheuklappen tragen?
Zielst Du überhaupt auf das richtige Ziel?
Arbeitest Du am richtigen Problem?
Hast Du vielleicht das Problem zu sehr vereinfacht?
Was ist, wenn Du einfach abwartest und schaust, was passiert?
Was sind für Dich Regeln, die nicht geändert werden können?
Was ist, wenn Du Dich änderst?
Welchen Nutzen hast Du aus der Lösung für Dich selbst?
Welche Schwierigkeiten kannst Du als Chance definieren?

18 . Wird eine Lösung des Problems Deine Persönlichkeit wachsen lassen?

Wie wirst Du durch die Herausforderung in Deiner Persönlichkeit gewachsen sein?
Wie werden Dein Wissen und Deine Fähigkeiten erweitert werden?
Hast Du jetzt ein Problem oder sind die Probleme immer miteinander verbunden?
Was ist Deiner Meinung nach die Wurzel des Problems, oder was bewirkt, dass das Problem überhaupt aufgetreten ist?
Was ist Deiner Meinung nach nun der Kern des Problems ?
Welches Problem ist es jetzt?
Wenn es nicht Dein Problem ist, warum nicht?
Wenn Du das Gesamtbild aus einer gewissen gedanklichen Entfernung betrachtest, wie sieht es mit Deinem Problem aus?
Was ist das Wichtigste?
Was ist das schwierigste Hindernis für eine zufriedenstellende Lösung?
Was ist nun Dein primäres Ziel oder Zielkriterium7
Was an Deiner Herausforderung ist unaufschiebbar und fordert Deine
sofortige Aufmerksamkeit?

19. Wie wirken sich die bisherigen Veränderungen auf Deine Visionen aus?

Die Frage erklärt sich wahrscheinlich selbst.

20. Wie überzeugt bist Du davon, dass Du das Zentrum des Problems bist?

Vielleicht denkst Du gerade über ein falsches Problem nach?
Wie wahrscheinlich ist es, dass das wirkliche Problem überhaupt nicht bekannt wird?
Oder verborgen bleibt, bis Du zumindest eine Teillösung erreicht hast?

21 . Was passiert, wenn Du eine Frist setzt?

Ist das Setzen einer entgültigen Frist, bei der Dein Problem gelöst sein muss, hilfreich für die Lösung des Problems?

22. Hast Du mittlerweile die Definition Deines Problems geändert?

Wenn Du jetzt zu Fragen Nummer 1 zurückkehrst und sie beantwortest: Ist die Antwort anders?
Bekommst Du damit eine neue Perspektive in Deinen Kopf?

23. Mit wem hast Du Dich engagiert, um Dein Problem zu lösen?

Wer überhaupt sollte sonst noch an der Lösung beteiligt sein?
Welche anderen Gruppen und Einzelpersonen teilen Dein Interesse?
Warum sollten sie an der Lösung teilhaben?
Wie kannst Du argumentieren, um ihre Beteiligung zu gewinnen?
Wer ist involviert, sollte aber nicht involviert sein?
Warum ist deren Beteiligung nicht relevant oder nicht hilfreich?
Sind sie eigentlich diejenigen, die tatsächlich versuchen, Dein Problem zu lösen?
Auf welche Weise tun sie das?
Wie kannst Du jene Bemühungen ändern, die nicht angemessen oder
nicht hilfreich sind?
Du kannst Abhilfe schaffen durch: Anweisungen, Entfernen aus dem Projekt, durch Konsultationen mit Vorgesetzten.

24. Haltung oder Verhalten als Teil des Problems

Welche Haltung oder welches Verhalten von wem zum Problem ist Teil des Problems?
Was haben andere Beteiligte oder Dokumente zur aktuellen Situation beigetragen?
Wer hat was getan oder versäumt?

25. Was hast Du getan, um das Problem aufrechtzuerhalten?

Wer hat sich für den Stand des Problems interessiert?
Wie profitierst Du von der Situation, wenn sie sich nicht verändert?
Was denkst Du wird passieren, wenn das Problem gelöst ist?
Sind die, die ein persönliches Interesse an der Lösung haben, tatsächlich Teil des Problems?
Wie wahrscheinlich ist es, dass diejenigen, die ein persönliches Interesse haben, sich gegen Deine Bemühungen stellen?
Welche Formen könnte dieser Widerstand annehmen?
Welche Überlegungen hast Du zur Bewältigung der hindernden Strategien derjenigen, die den Status quo aufrecht erhalten wollen?
Welche Überlegungen hast Du zur gegenseitigen Problemlösung angestellt?

26. Schafft Dein Problem einen Konflikt zwischen persönlichen Wertesystemen?

Wie stören die Emotionen der Beteiligten die Suche nach einer Lösung?

27 . Welche anderen Emotionen sind störend?

Welche negativen Emotionen sind störend?
Sind es Ärger, Neid, Ressentiments, mangelndes Vertrauen, verletzter Stolz oder Schutz des Territoriums?
Wie beeinflussen sie die Haltung derer, deren Hilfe Du benötigst?
Wie drücken sich diese Gefühle im Verhalten der Menschen aus?
Welche positiven Einstellungen können störend sein?
Sind es die Gewissenhaftigkeit oder ist es die extreme Loyalität gegenüber Unternehmen oder Kollegen?
Wie drücken sich die jeweiligen Einstellungen im Verhalten der Menschen aus?
Wie wichtig ist es, mit den positiven oder negativen Gefühlen umzugehen, bevor Du mit der Lösung Deines Problems weitermachst?
Welche Gedanken hast Du über die Art und Weise, wie dies geschehen könnte?

28 . Was ist das Wesen dieses emotionalen Verhaltens

Wenn dies in erster Linie ein Problem „der Menschen“ ist oder wenn jemandes Missverhalten von zentraler Bedeutung ist:
Wer ist daran beteiligt?
Wem gegenüber ist das Verhalten anstößig, und was ist der Grund dafür?
Was scheint der Zweck des „Fehlverhaltens“ zu sein?
Will Dein Gegenüber vielleicht Aufmerksamkeit gewinnen, einen Machtkampf gewinnen, oder Rache üben?
Was glaubst Du, was diese Person über sich selbst sagen würde?
(Beispiele: Ich bin mächtig … Ich bin mutig … Ich bin klüger als Du … Ich bin … wichtig … Ich brauche Hilfe)?

29. Wer könnte Deiner Meinung nach noch zu diesem Verhalten beitragen?

Welche Befriedigung oder Belohnung haben Personen im Hintergrund?
Haben sie einen Gewinn durch das Tolerieren oder Mitwirken am „Fehlverhalten“?

30. Welche Anstrengungen hast Du unternommen, das „Fehlverhalten“ Anderer zu stoppen oder zu modifizieren?

Wer hat was mit wem gemacht?
Wie reagiert die Person auf Deine Bemühungen, ihr Verhalten zu verändern?
Was passiert, wenn Du das „falsche“ Verhalten beharrlich ignorierst?
Was passiert, wenn Du als logische Konsequenz Dir selbst erlaubst, das Versagen der anderen Person zu erleben?
Was passiert, wenn DU Dich veränderst?

1 Antwort

  1. Klasse „Denktipp“
    Sicher wird es unbequem diese Fragen Ehrlich mich sich „auszufechten“.
    Aber, sicher auch erkenntnisreich.
    Im Moment ist ja eh alles ein bisschen „VER-rückt“, vielleicht die beste Zeit
    mal auf diese Weise seine Probleme anzugehen.
    Danke Chris, für den heutigen Artikel,

    Liebe Grüße, Christoph

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