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WUT – Dein Wegweiser im Leben

Das kennst Du bestimmt gut genug: Ein kleiner Funke genügt, plötzlich fühlst Du, wie Adrenalin in Deinen Körper schießt. Es kann die unbedachte Äusserung eines guten Freundes oder ein anders, vielleicht ganz nebensächliches Geschehen sein. Deine Muskeln spannen sich an, die Atmung wird flach. Du machst Dich kampfbereit oder bereitest Dich auf eine Flucht vor, wie es seit Urzeiten in Dir fest verdrahtet ist. Und dann kommt die Wut in Dir hoch.

Wut setzt ein Signal

Das Kämpfen oder Flüchten (engl. Fight or flight) findet in der heutigen Zeit weniger physisch auf der körperlichen Ebene statt. Es findet vielmehr auf der Ebene der Kommunikation und der sozialen Interaktion statt es passiert Dir im Beruf oder in Deiner Freizeit. Als Emotion aus diesen physiologischen Prozessen entsteht die Wut. Und es nützt Dir nichts, sie als negativ zu verdammen.

Sie ist im Leben sehr wohl vorhanden. Sieh sie Dir lieber genau an und finde heraus, wie Du am Besten mit Deiner und der Wut Anderer umgehen kannst.

Denn die Wut ist eine heftige Emotion. Wie sagt der Volksmund doch so schön:

“Die Wut wirft mit dem Hintern in wenigen Augenblicken um, was die Hände mit viel Arbeit aufgebaut haben.”

Wut ist allerdings nicht immer ein negativer emotionaler Zustand. Du kannst sie auch als machtvollen Energieschub nutzen, und Dich damit zu konstruktiven Handlungen motivieren. Wut kann beispielsweise Deine Motivation entzünden, eine herrschende Ungerechtigkeit mit viel Energie zu bekämpfen. Soweit so gut.

Wie nutzt Du Deine Wut?

In vielen meiner Coachinggesprächen geht es um unerwünschte Emotionen. Die meisten Menschen fürchten ja den Zustand der Wut und wollen ihn vermeiden, wie der Teufel das Weihwasser. Warum? Weil Wut, blind zugelassen und falsch genutzt, unglaublich destruktiv sein kann. Zuerst einmal jedoch ist Wut pure, rohe und wenn Du es zulässt, vielleicht auch durchaus positiv einzusetzene Energie.

In der Welt des NLP kannst Du lernen, die Emotion der Wut nicht einfach nur als Feind zu betrachten, sondern sie vielmehr als Botschaft wahrzunehmen. Deine Wut will Dir etwas sagen? Deine Wut teilt Dir vielleicht mit, dass jemand (wieder einmal) eine Grenze bei Dir überschritten hat! Sie schreit aus Dir heraus, dass jemand Deine Werte essentiell verletzt hat, und dass es JETZT an der Zeit ist, etwas daran zu ändern!

Ja klar, Deine Wut kann eine lange gehegte Beziehungen in kürzester Zeit zerstören. Sie kann Deine Gesundheit beeinträchtigen und Deinen beruflichen Erfolg blockieren. Wenn Du Deine Wut jedoch unterdrückst, wird sie zu einem schleichenden Gift, das Dein Leben und auch Deinen Körper von innen heraus verzehrt.

Ich gebe zu, es fällt auch mir schwer, dieses Gefühl der Wut bei mir und in meinem Leben genauer wahrzunehmen. Ich zeichne nicht so gerne das schreckliche Bild der Wut. Lasse uns lieber konstruktiv weitermachen. Dazu muss ich Dir jedoch die Schattierungen und die damit verbundenen Intensitäten der Emotion beschreiben.

Die einzelnen Stufen der Wut

Deine Wut nämlich, sie hat viele Gesichter. Du kannst sogar von einer „Intensitätsleiter der Wut“ sprechen. Nicht jedesmal wenn Du wütend bist, hast Du gleich einen Tobsuchtsanfall oder zerschlägt in einem Anfall von Jähzorn die Einrichtung Deiner Wohnung. Da gibt es viele Abstufungen, mit denen Du Dich durchaus im Sinne Deiner Selbstwahrnehmung beschäftigen solltest. Schau nur genau hin. Ich habe Dir nachfolgend eine Reihe von Emotionen aufgelistet, welche die Stärke Deiner zunehmenden Wut markieren. Viele davon kennst Du bestimmt auch aus Deinem Alltag:

1. Der Groll

Es ist dieses unangenehme Kribbeln, das in Dir aufsteigt, wenn jemand metaphorisch gesprochen auf Deine Fußspitzen tritt. Es ist der erste Schritt auf der Gefühlsleiter der Wut. Die erste Frage, die Du Dir stellen kannst, wenn Groll in Dir aufsteigt: Was hat diese Reaktion ausgelöst? Die meisten Menschen neigen dazu, ihren Groll als eine negative Emotion zu betrachten, die vermieden werden sollte. Doch in der Welt des NLP gibt es keine “negativen” Emotionen. Ich gehe davon aus, dass jede Emotion eine positive Auswirkung haben kann, auch wenn sie auf den ersten Blick destruktiv erscheint.

Wenn Du Dich in die Lage Deines Gegenübers versetzt und die Welt aus seiner oder ihrer Perspektive betrachtest, kannst Du vielleicht verstehen, was die positive Intention hinter seiner oder ihrer Handlung war. War die Absicht wirklich, Dich in den Groll zu bringen, oder steckt mehr dahinter?

Vielleicht war es nur Unachtsamkeit oder Langeweile? Vielleicht hat Dein Gegenüber gehandelt, weil er sich missverstanden fühlte und so versuchte, auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Vielleicht steckte hinter der Handlung die Absicht, offene Kommunikation herzustellen, auch wenn sein Weg ungeschickt war. Bevor Du die Sache wieder einmal mit Dir alleine ausmachst und Groll hegst, kannst Du einen Schritt in Richtung Verständnis und Empathie tun.

Sprich doch über Deinen Groll, beschreibe welche Gefühle das Resultat eurer Kommunikation sind. Frage Dein Gegenüber nach seinen Absichten, schließlich ist Selbstreflexion ein wichtiger Bestandteil Deines Umgangs mit dem Groll.

2. Die Verstimmung

Eine Stufe höher im Energielevel, und Deine emotionale Skala zeigt auf Verstimmung. Es kann sein, dass Du mit einer unerfreulichen Nachricht konfrontiert wurdest oder sich Deine Pläne, anders als erhofft entwickelt haben. Und wie kannst Du Deine Verstimmung auflösen. Wie wäre es mit ein paar Gramm NLP…? Thema Visualisierung:

Stelle Dir vor, Du stehst am Fuße eines majestätischen Berges. Die Luft um Dich ist klar, die Sonne strahlt. Mit jedem Schritt weiter hinauf, auf diesen Berg, steigst Du auch höher auf Deiner positiven emotionalen Skala. Du kannst Dir für die entsprechenden Stimmungen die Hawkins Skala zu Hilfe nehmen. Deine Füße fühlen den festen Boden, und Du kannst spüren, wie Deine Stimmung allmählich steigt. Schliesslich erreichst Du einen Punkt am Gipfel, an dem Du ein atemberaubendes Panorama vor Dir erblickst. Die Gipfel der Berge erstrecken sich bis zum Horizont, und der Himmel leuchtet in den schönsten Farben des beginnenden Sonnenuntergangs. Die Schönheit der Natur nimmt Dich gefangen. Du atmest tief ein und aus. Du spürst, wie sich Ruhe und Gelassenheit in Deinem Inneren ausbreiten. Die Sorgen und Belastungen des Alltags und auch Deine Verstimmung, verblassen vor der majestätischen Kulisse der Natur. Dein Geist wird plötzlich ganz klar und Deine Gedanken fokussiert. Du weißt, dass Du in der Lage sein wirst, ALLE Herausforderungen im Leben zu meistern und mögliche negative Emotionen in positive Energie umzuwandeln.

In dieser Übung kannst Du die große Macht erkennen, die Du mit der Gestaltung Deiner eigenen Gedanken und Deiner Vorstellungskraft hast. NLP ist nur das Werkzeug dazu. Du kannst erkennen, dass Du nicht das Opfer Deiner Emotionen sein musst, sondern ihr Schöpfer sein kannst. Damit bist Du in der Lage, selbstbestimmt Deine Emotionen zu lenken und Dich auch aus beginnenden negativen Zuständen zu befreien. Das ist der Zauber der dem NLP innewohnt – es ist die Fähigkeit, Deine emotionale Realität zu gestalten.

3. Der Missmut

Missmut kann auftreten, wenn Du Deine Verstimmung nicht aktiv angehst und sie stattdessen in Dir ansammeln lässt. Dieses unangenehme Empfinden beginnt leise, schleicht sich in Deinen Alltag und kann im Laufe der Zeit zu einer erdrückenden Last werden.

Missmut ist das Signal, dass etwas in Deinem Inneren nicht im Einklang ist. Es ist die emotionale Reaktion auf ungelöste Konflikte, unerfüllte Bedürfnisse oder unklare Erwartungen. Dieses Gefühl kann sich weiter in Dir manifestieren. Dann kann es dazu führen, dass Du Dich zurückziehst, Dich isolierst und Deine Gedanken immer wieder um dieselben negativen Themen kreisen.

Doch hier kommt der entscheidende Punkt: Missmut ist nicht dazu da, in Dir zu brodeln und Dich zu belasten. Er ist ein Weckruf und wieder einmal eine Aufforderung zur Kommunikation. Wenn Du Missmut in Dir spürst, solltest Du innehalten und kurz darüber nachdenken, was ihn ausgelöst haben mag. Es geht darum, die Quelle Deines Unbehagens zu erkennen und sie aktiv anzugehen.

Ja, Du musst nicht alles in Dir behalten, das wird Dich nur mehr belasten. Stattdessen kannst Du den Mut aufbringen, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Deine Freunde, Familienmitglieder oder auch Deine Kollegen an der Arbeisstelle sein. Teile, wenn Du Dich traust, Deine Gedanken und Gefühle. Sei offen und ehrlich. Und wenn Du immer nur kommunizierst, wenn Du Dich Missmutig fühlst, solltest Du auch darüber nachdenken. Negatives hört auf Dauer niemand gerne!

Im NLP Practitioner ist eine der Übungen am ersten Tag, den Lebenslauf des eigenen Erfolges zu erfinden. Allein durch die Erzählung ändert sich die Gefühlslage. Warum also nicht Deinen Freunden erzählen, wie genau gut Du Dich gerade fühlst und die Geschichte einfach zu erfinden, die dazu geführt hat. Vielleicht hast Du auch wirklich Erlibnisse aus Deinem Leben parat, die Du hernehmen kannst. Dann wird Dein Missmut sowieso nicht lange anhalten.

Ich halte es für wichtig dass Du verstehst, dass Dein Missmut kein Zeichen von Schwäche ist. Im Gegenteil, es ist ein Zeichen der Stärke, dass Du Dir Deiner eigenen Gefühle bewusst bist und auch bereit bist, daran zu arbeiten. Durch Kommunikation kannst Du Deinen Missmut in konstruktive Energie umwandeln, die Dich und Deine Beziehungen stärkt.

Die schaktilinischen Alternationen

Freie Hypnose die subbewussten Veränderung Deiner Muster

NLP und Hypnose stellen uns Sprachmuster zur Verfügung, die Veränderungen herbeiführen, ohne dass Du dabei die genauen Inhalte kennen musst. Prozessorientiertes Arbeiten nennt man das. Bei den schaktilinischen Alternationen treibe ich dieses Prinzip auf die Spitze. Ich fragte mich: "Wie würden Werkzeuge heißen, die etwas könnten, von dem nur mein Unbewusstes weiß, wie ich sie gebrauchen werde.

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4. Der Verdruss

Verdruss, dieses anhaltende Unlustgefühl, kennt wohl jeder von uns. Es ist ein Gefühl, das durch Unzufriedenheit, Ärger und Enttäuschung in Dir hervorgerufen wird. Du kennst diese Momente, wenn die Wut schon in Dir brodelt und langsam beginnt, ihren Tribut zu fordern. Es ist, als ob sich ein dunkler Schatten über Deinem Gemüt legen würde. In solchen Augenblicken fühlst Du Dich mutlos und ohnmächtig, als ob die Welt sich gegen Dich verschworen hätte.

Was Dich vielleicht besonders quält, ist die Tatsache, dass dieser Verdruss oft von Dir selbst ausgeht. Du ärgerst Dich über Deine eigenen Fehler, über verpasste Chancen und ungenutzte Potenziale. Du bist genervt von Deiner eigenen Unzulänglichkeit und Deiner Unfähigkeit, manche Dinge zu ändern. Dabei vergisst Du manchmal, dass Veränderung ein Prozess ist, der Zeit und Geduld erfordert.

Die Fähigkeit, diesen Verdruss zu überwinden beginnt damit, dass Du Dir bewusst machst, was genau diesen Unmut in Dir auslöst. Welche Gedanken, welche Situationen, welche Menschen tragen dazu bei? Sobald Du die Ursachen identifiziert hast, kannst Du gezielt daran arbeiten, sie zu verändern oder anders damit umzugehen. Es erfordert Selbstreflexion und manchmal auch den Mut, unangenehme Dinge anzusprechen.

Außerdem ist wichtig, Deine Perspektive zu verändern. Statt Dich auf das Negative zu konzentrieren, kannst Du die positiven Aspekte in Deinem Leben sehen. Suche nach Lösungen statt nach Problemen. Und vor allem: Sei geduldig mit Dir selbst. Verdruss wird über Nacht verschwinden: mit Ausdauer und einem klaren Ziel vor Augen kannst Du ihn schnell überwinden.

5. Der Unmut

Du fühlst Dich unfair behandelt, der Unmut steigt. Hier kommt der NLP-Grundsatz der “Vorannahmen” ins Spiel. Die Welt ist nicht gegen Dich. Jeder macht das Beste aus seinen Ressourcen. Diese Annahme hilft Dir, den Druck zu entlasten.

6. Das Hadern

Wenn Du mit Dir haderst, ist dies nicht nur ein kleiner innerer Konflikt. Es kann eine emotionale Zerreißprobe, ein Kräftemessen der Seele sein, bei dem Du Dich wie ein Schiff im Sturm fühlst. Die Wellen der Unsicherheit peitschen gegen Dein Innerstes, die Winde der Zweifel heulen durch Deinen Geist, und Du fühlst Dich im Meer des Haderns verloren. Was nur sollst Du tun? In jeder Hand hältst Du einen Widerspruch, der Dich schliesslich aufzehrt. Es ist, als ob Du zwei mächtige Magneten in den Händen hältst, die einander abstoßen, und Du kämpfst verzweifelt darum, sie zusammenzubringen.

Doch halt! Dein Hadern heisst, dass Du dich wieder einmal nicht entscheiden willst UND dabei schlechte Gefühle hast. Es geht also um die Entscheidung. Versuche es doch einmal mit der Visualisierung als Deinem mächtigen Verbündeten. Nimm die beiden Gefühle und betrachte sie.

Ja, das klingt unlogisch, doch es funktioniert. Sie sind krass unterschiedlich, sie kämpfen um die Vorherrschaft, das kannst Du Dir bildlich vorstellen, es gibt ja schliesslich einen schwarzen und einen weissen Ritter. Stelle Dir vor, wie Du diese beiden Gefühle langsam, aber sicher, kämpfend zusammenführst. Wer fällt als erstes vom Pferd? Du kannst auch das andere Bild nehmen und die magnetische Spannung nachlassen, ihre Polarität verändern und sie damit kompatibel machen. Sei geduldig aber bestimmt. Führe beide Pole näher und näher zusammen, bis sie sich schließlich berühren. Das wäre dann die Technik des visuellen Anker kollabierens im NLP.

Und dann, im magischen Moment der Vereinigung, werden sich auch Deine Gefühle verwandeln. Sie verschmelzen in ein neues, kraftvolles Gefühl der Klarheit, des Fokus und des Selbstvertrauens. Dein Hadern hat Dir die Energie für diese mächtige Transformation geliefert. Das ist der Moment, in dem Du erkennst, dass Hadern nicht Dein Feind war. Es ist ein Anzeichen, ein Ruf Deiner Seele, der Dich herausfordert, Dich wachsen lässt und Dich schließlich in ein selbstbestimmtes, glückliches und erfülltes Leben führt.

Du siehst, Hadern ist nicht das Ende, es ist der Beginn. Es ist der Startschuss für Deine Reise zur Selbstentfaltung. Also nutze es, verwandle es und sieh es als das, was es wirklich ist: eine Gelegenheit. Und vergiss nicht, Du hast die Kontrolle, Du bist der Kapitän. Steuer Dein Schiff aus dem Sturm heraus und hinein in ruhigere, klarere Gewässer.

7. Der Jähzorn

Jähzorn ist wie eine plötzliche Explosion, wie ein kurzes, aber intensives Gewitter der Wut. Es kommt aus dem Nichts, durchbricht den normalen Fluss der Gedanken und lässt Dich kurzzeitig die Kontrolle verlieren. Ein solcher Ausbruch hat die Kraft, Deine beste Urteilsfähigkeit zu trüben und kann für Dich und Deine Umwelt sehr destruktiv sein.

Häufig ist Jähzorn das Resultat lange aufgestauter Gefühle, die keinen anderen Ausweg mehr finden. Es ist, als würde allmählich der Druck in Deinem Dampfkessel der Gefühle steigen, bis er schließlich explodiert. Und dann? Dann gibt es oft kein Zurück mehr.

Die gute Nachricht? Du kannst lernen, damit umzugehen. Die erste Regel im Umgang mit Jähzorn ist Dein Bewusstsein. Wenn Du Dir Deiner Gefühle und ihrer Auslöser bewusst bist, kannst Du für Dich Strategien entwickeln, um die Eruption der Wut zu verhindern oder zumindest zu mildern. Die dritte Grundannahme im NLP hilft Dir hier weiter: Jedes Verhalten hat eine positive Intention.

8. Die Tobsucht

Sie ist das Maximum einer emotionalen Wuteskalation. Es ist, als ob ein Vulkan in Dir ausgebrochen wäre, zügellos, die Kontrolle über Dich selbst komplett verloren. Deine Emotionen haben das Steuer übernommen, Dein Verstand ist zum Beifahrer geworden. Aus einem Tobsuchtsanfall entstehen oft Entscheidungen und Handlungen, die Du später lange Jahre bereuen wirst. Menschen werden verletzt, Beziehungen zerbrechen, Dein Selbstbild leidet.

Denke daran, jeder Moment eines Tobsuchtsanfalls ist auch ein Moment der Entscheidung. Du kannst wählen, ob Du die Wohnungseinrichtung zerschlägst oder schreiend durch den Park rennst. Wählst Du die Zerstörung oder wählst Du die Ableitung? So kannst Du den entstehenden Fluchtreflex wenigsten einigermassen konstruktiv nutzen. Denke an Deine Zukunft, an das Leben, das Du führen möchtest. Und dann wähle die Flucht als besten Ausweg aus einer verfahrenen Situation.

Wut als Prozess der Veränderung

Noch etwas: Ich habe während meiner Studien zu diesem Artikel herausgefunden, dass es in der deutschen Sprache sehr viel mehr Worte für die unterschiedlichen Stadien der Wut gibt, als für die Stadien der Freude. Das alleine sollte Dir schon zu denken geben. Und jetzt kommt der spannende Teil: Wie kannst Du die verschiedenen Stadien der Wut in positivere Emotionen verwandeln. Ich denke da an Kreativität und Motivation.

Ich habe in jeder der Beschreibungen eine kurze NLP Technik eingefügt, von der ich meine, sie könnte Dir helfen. Naja, eine Krux gibt es aus der Praxis meiner eigenen Erfahrung heraus: Je höher auf der oben formulierten „Stufenleiter der Wut“ Du steigst, desto unkontrollierbarer werden die damit verbundenen Emotionen.

Du kannst jedoch die schwächeren Anzeichen Deiner Wut nehmen und sie durch den Filter Deiner bewussten Entscheidungen laufen lassen. Dann kannst Du vielleicht noch gerade rechtzeitig die Bremse ziehen, tief durchatmen, bis fünf zählen, nachdenken und einige Optionen für spontane Aktionen finden. Du kannst Dir auch im Nachhinein die Situation vorstellen, die Deine Wut ausgelöst hat. Achte darauf, dissoziiert zu sein. Statt Dich auf das Negative zu konzentrieren, kannst Du Dich fragen:

“Was will ich in dieser Situation gerade nicht lernen. Was will mir meine Wut sagen? Was könnte ich jetzt daraus lernen?” 

Dann nimm diese Lektion und setze sie in eine oder mehrere konkrete Aktionen um. Ersetze die destruktive Energie der Wut durch die konstruktive Energie der Veränderung und des Fortschritts.

Nochmals: Wut als solche ist nicht destruktiv. Du machst sie durch Deine Entscheidengen zu einer destruktiven Kraft. Sie kann auch Dein Katalysator für positive Veränderung sein. Wenn Du lernst, Deine Wut zu kanalisieren, wird sie Dir als Werkzeug dienen, um Grenzen zu setzen, Deine Bedürfnisse klar zu machen und für Deine Überzeugungen einzustehen. Nutze sie als Signal, um Dein Leben bewusst und selbstbestimmt zu gestalten. Du hast wieder einmal die Macht, wähle weise!

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Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

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