Lerne Geschichten spannend zu erzählen

Tipps für packende Erzählungen und Storrytelling

Wenn Du lernst Geschichten spannend zu erzählen begeisterst Du Deine Zuhörer! Lass Dich inspirieren, Deine Erlebnisse in fesselnde Erzählungen zu verwandeln und erlebe, wie Emotionen und Authentizität Deine Zuhörer mitreißen.

Wie Du lernst, eine gute Geschichte zu erzählen

Kannst Du eine Geschichte so packend erzählen, dass Dir die Zuhörer an den Lippen hängen? So sehr, dass die Geschichten für immer in ihrem Gedächtnis hängen bleiben. Das ist eine grosse Kunst, die in der metaphorischen Vermittlung von Wissen gipfelt. Du kannst nämlich Deine Geschichten so gestalten, dass Du  Wissen vermittelst,  Deine spannenden und abenteuerlichen Erfahrungen teilst und nebenbei wichtige Glaubenssätze etablierst und das Wertegefüge Deiner Zuhörer veränderst. Alle charismatischen Menschen, die ihre Zuhörer beeinflussen und zu positiven Veränderungen motivieren beherrschen die Kunst, ihre Ziele in spannende Geschichten zu verpacken. Willst auch Du lernen, wie persönliche Veränderung durch erzählte Metaphern funktioniert? Deine Reise beginnt mit der Fähigkeit, Geschichten, die Du Anderen erzählst spannend zu machen. JA: machen! Geschichten spannend zu erzählen ist eine Fähigkeit, die Du lernen kannst.

Storytelling: Einfach Geschichten erzählen Buch

Diese Fähigkeit, hilft dem Verkäufer, seine Kunden für das Produkt zu begeistern. Sie hilft dem Chef, sein Team zu motivieren und dem Präsenter, sein Projekt vorzustellen. Sie hilft dem Bewerber, den Personalleiter zu überzeugen und dem Lehrer, seinen Schülern fundiertes Wissen und gesellschaftliche Werte zu vermitteln. Wofür auch immer DU beginnen willst: gute Geschichten werden seit Anbeginn der Menschheit erzählt. Das siehst Du im Titelbild oben. Dort erzählt ein Mensch aus der Vorzeit, dass er auf der Jagd gewesen ist. Die frühesten geschriebenen Zeugnisse der Menschheit aus Indien und dem Zweistromland sind aufgeschriebene Geschichten mit ihren moralischen Konsequenzen. Die Bibel transportiert die Glaubenswerte der Kirche über Geschichten, die durch Jahrtausende überliefert wurden.

Geschichten erzählen lernen

Viele Besucher meiner Workshops haben mir berichtet, dass sie mit ihren Freunden und Familienmitgliedern gerne und öfters mehr Zeit mit Plaudern und tiefen Gesprächen verbringen. Sie erzählen von ihren Erlebnissen im Workshop und wünschen sich, ihre Geschichten ganz allgemein spannender erzählen zu können.

Oft ist es ja so, dass über Deine Fähigkeit, konkrete Inhalte in spannende Erzählungen zu verpacken, großer Erfolg im Leben möglich wird. Wer spannend erzählt und fesselnd unterhält, der wird allseits geschätzt, gemocht und eingeladen. Ja, tatsächlich glaube ich fest daran, dass bessere Bekanntschaften, tiefere Freundschaften und dauerhafte Beziehungen aus dieser Fähigkeit entstehen. Aber wer will schon gemocht werden…? Vielleicht lernst Du die Fähigkeit in Dir zu entwickeln, jederzeit eine spannende Geschichte erzählen zu können. 

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Die Dramaturgie einer guten Geschichte

Eine gute Geschichte braucht einen Handlungsverlauf. Das Fachwort dafür ist Dramaturgie. Die klassische Dramaturgie der Handlung einer guten Geschichte hat sich in Griechenland entwickelt. Auch wenn die Inhalte Deiner Geschichte in der Gegenwart spielen, folgt eine gut gestaltete Geschichte noch immer den Regeln dieser klassischen, griechischen Dramaturgie.

Wenn Du das griechische Wort für Drama wörtlich übersetzt, bedeutet es eigentlich nur „Handlung“. Dramaturgie in unserem Sprachgebrauch meint aber mehr. Es bedeutet, dass Du die Handlung einer Geschichte so konstruierst, dass sie einen Spannungsbogen erzeugt. Der Zuhörer bleibt aufmerksam und aktiv bei der Sache. Dieser Spannungsbogen folgt meist der Handlung der Heldensage.

Jede gute Geschichte ist am Ende wie diese klassische Heldensage aufgebaut. Das klingt konstruiert und kompliziert. Stimmt aber nicht. Wenn Du Dich für die Hintergründe interessierst und wissen willst, wo sich die Elemente der griechischen Heldensage in unserer Zeit in Theaterstücken, im Kino und in den Streamingdiensten wiederfinden: Da gibt Dir das Buch von Joseph Campbell darüber Auskunft. Es heißt: „Der Heros in tausend Gestalten.“

Das ist ein Buch mit vielen Seiten. Es geht auch erst einmal einfacher. Beginne damit, aufmerksam Dein Umfeld zu beobachten und lausche den Geschichten, die Dir gute Freunde erzählen. Da findest Du jede Menge Geschichten, die dem Prinzip der Heldensage verpflichtet sind. Wenn sie interessant erzählt sind, hat sie Dein Gegenüber unbewusst schon so aufgebaut, dass sie wichtige Elemente einer dramaturgisch gut gestalteten Geschichte enthält.

Wichtige Elemente Deiner guten Geschichte

Wahrscheinlich kennst Du die nachfolgende Struktur aus Hollywood Filmen, Fernsehserien und Bestseller-Büchern. Dort spielen gute Geschichten eine wichtige Rolle. Sie baut sich aus wenigen, zentralen Elementen auf:

  1. Eine emotional bedeutende Ausgangssituation.
  2. Eine sympathische, handelnde Hauptfigur.
  3. Im Verlaufe der Handlung überwundene Konflikte und Hindernisse.
  4. Eine dynamische Entwicklung mit einem vorher-nachher-Effekt.
  5. Einem Höhepunkt, der in der Moral der Geschichte endet.

Mit etwas Beobachtungsgabe, wie Du sie in der Grundausbildung im NLP lernst, schöpfst Du aus den Erlebnissen Deines Alltags jede Menge lebendiger, ergreifender und spannender Geschichten.

Oft werde ich gefragt, ob Du all die Geschichten auch selbst erlebt haben musst? Meine Antwort: Karl May war nie bei den Indianern und Neil Stepensons Geschichten spielen in einer Zukunft, die noch nicht stattgefunden hat. Die Authentizität wahrer und selbst erlebter Geschichten, der True Stories, wie sie im Fachjargon genannt werden, wirkt stark auf die Aufmerksamkeit Deiner Zuhörer. Märchen hat Dir die Oma bereits erzählt, die „wahre“ authentische Geschichte Deines Erfolges und der Hindernisse, die Du überwunden hast, interessiert Deine Zuhörer viel mehr. Ich habe das „wahr“ in Anführungszeichen gesetzt, weil Deine Version eines Erlebnisses im Gehirn sehr individuell abgespeichert ist. Ich halte es deshalb für legitim, für die Zwecke einer guten Erzählung manche Aspekte zu verstärken, verändern oder ganz wegzulassen, wenn es nur der Spannung und Unterhaltung dient.

Erfolgsstrategien Programmierung mit NLP

Mehr Qualität und Effektivität in der Karriere und im Leben

Es sind die tief im Unbewussten verborgenen Strategien, die Dir im Leben oft Hindernisse in den Weg legen. Das muss nicht sein. Ich vermittle Dir dafür Techniken, als (zukünftige) Führungskraft in der Wirtschaft und im Leben zukünftig sehr viel effektiver erfolgreich zu sein. Und zwar nach dem Pareto Prinzip: 20% des Aufwands sollen 80% Deines Erfolgs möglich machen. Dazu nutze ich die Technik der metaphorischen Programmierung zur Beeinflussung Deiner unbewussten Strategien.

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9 Tipps um wirklich spannend zu erzählen

So, und deshalb lasse uns jetzt ins MACHEN kommen. Beginne doch jetzt gleich damit, bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine Geschichte zu erzählen. Das mag Dir anfangs schwer fallen, übt sich jedoch schnell ein. Als ein dankbares, ausgezeichnetes  und kritisches Publikum eignen sich Kinder. Wenn Du in leuchtende Augen siehst, wenn alle Kinder ruhig und still sitzen und Du eine Stecknadel fallen hörst, dann bist Du in der richtigen Richtung unterwegs. Wenn sich die Kinder langweilen, wenn sie zu streiten beginnen und krakeelen, hast Du Nachhilfe nötig.

Wenn Dir das bisher Geschriebene zu theoretisch ist, kannst Du bestimmt mit einigen ganz konkreten Tipps etwas anfangen. Du kannst Dir jeden Tag oder jede Woche einen anderen Tipps vornehmen und in Deine Geschichten einbauen. Schließlich hast Du ja jetzt damit begonnen, spannende Geschichten zu erzählen und langweilige Inhalte damit zu verpacken. Diese Tipps haben auch mir geholfen, meine Fähigkeiten, gute Geschichten zu erzählen weiter zu entwickeln.

1. Hole Deine Zuhörer ab

Als guter Geschichtenerzähler holst Du Deine Zuhörer auf Augenhöhe ab. Du vermittelst Empathie. Idealerweise geschieht dies direkt mit dem Einstieg. Du kannst dazu „wahre Wahrheiten“ nutzen. Das sind Bemerkungen oder Sätze, von denen Du weißt, dass sie für die gesamte Gruppe Deiner Zuhörer gelten. Beispiel: „Guten Tag, was für ein schöner Tag draußen. Ich nehme an, Sie, lieber Zuhörer würden gerne einen so schönen Tag draussen verbringen, wenn es nicht einen wichtigen Grund gäben, hier bei mir zu sitzen. Ihr Interesse vorausgesetzt werden wir uns heute mit xyz beschäftigen. Ich verspreche Ihnen, es wird ein spannender Tag werden….“ Erkennst Du das Prinzip?

2. Warum erzählst Du diese Geschichte?

Was ist Deine Botschaft? Was möchtest Du Deinen Zuhörern mit auf den Weg geben? Wohin willst Du mit Deiner Geschichte gelangen und: welches Ziel willst Du mit Deiner Geschichte erreichen? Beginne am Ende und stelle Dir die Frage, was Deine Zuhörer gelernt und gefühlt haben sollen. Dazu fällt Dir sicherlich eine passende Geschichte aus Deinem Leben ein, die eine solche Moral beinhaltet. Schliesslich hast DU Dich ja meist auch schon mit solchen Fragen beschäftigt.

3. Bleibe authentisch

Deine Geschichte muss zu Dir passen. Sie soll Dich, Deine Persönlichkeit und Deine Werte widerspiegeln. Es funktioniert nicht, Wasser zu predigen und selbst Wein zu trinken. Das merken Deine Zuhörer schnell. Die beste Basis bildet eine Geschichte, die Du selbst erlebt hast. Diese darfst Du durchaus dramaturgisch verändern, anders gewichten oder Elemente einer anderen Geschichte hinzufügen. Hauptsache, Du hast alle Elemente irgendwo und irgendwann selbst erlebt. Damit kannst Du Deine Geschichte farbig und detailreich gestalten.

4. Lasse Deine Zuhörer teilhaben

Bewegende Geschichten sind häufig indirekt interaktiv aufgebaut. Sie lassen den Zuhörer zu einem Teil der Handlung werden. Dazu kannst Du beispielsweise Sprachmuster aus dem Modell von NLP nutzen. Du kannst Deine Geschichte in der Ichform beginnen: „‚Eines Tages wanderte ich in den Alpen. Der Weg wurde steiler und steiler, bis plötzlich nur noch ein schmaler Steig mit in den Felsen geschlagenen Treppchen weiter führte.“

Damit hast Du die Geschichte gut eingeleitet. Jetzt ist die Zeit der Teilhabe Deiner Zuhörer gekommen. Du versetzt den Zuhörer direkt in die Situation, indem Du die Sätze in der Satzstruktur seines internen Dialogs sprichst: „Oh Mann gehts da tief runter! Mir ist ganz schwummrig! Ob ich mich da rauf traue? Na schön, ich versuchs einfach einmal….!“ Verstehst Du das Prinzip? Ein klug eingebauter Perspektivwechsel und die entsprechende wörtliche Rede versetzt Deinen Zuhörer als handelnden Teil mitten in die Situation.

5. Mache Dich angreifbar – erzähle persönliches

Für eine gute Geschichte wirst Du etwas persönliches von Dir preisgeben müssen. Teile Deine Ängste und Sorgen mit den Zuhörern. So gibst Du Deinem Publikum die Chance, sich mit der erzählten Situation emotional zu identifizieren. Auch wenn Du anfangs vielleicht etwas Mut dazu brauchst: Denke daran, dass niemand Dir glaubt, wenn Du einen perfekten Menschen ohne Fehl und Tadel vorspielst. In jeder guten persönlichen Geschichte findet sich der Zuhörer – auch mit seinen Schwächen – ein Stück weit wieder.

6. Emotionen: Sprich das Herz Deiner Zuhörer an

Eine wirklich gute Geschichte provoziert emotionale Reaktionen beim Publikum. Ob sie lachen, weinen oder wutentbrannt aufschreien ist am Ende egal. Wichtig ist, dass Du sie mit Deiner Geschichte mitreißt. Emotionen verbinden die Zuhörer miteinander und Dich mit Deinen Zuhörern. Wer gemeinsam lacht, fühlt sich für einen Moment der ganzen Gruppe verbunden.

7. Sprich den Verstand Deiner Zuhörer an

Eine gute Geschichte ist nicht nur dazu da, das Publikum zu unterhalten. Eine gute Geschichte regt Deine Zuhörer zum Denken und Nachdenken an. Sie bietet Einsichten, Orientierung und Wertevermittlung.

8. Halte Deine Versprechen

Der größte Fehler, den Du machen kannst, besteht darin, die Erwartungen Deines Publikums nicht zu erfüllen. Meist hast Du diese Erwartungen ja auch ins Leben gerufen. Wenn Du eine Frage stellst, wenn Du ein Problem erläutern willst, wenn Du etwas aus dramaturgischen Gründen auf später verschiebst: löse die Rätsel auf, die Du Deinen Zuhörern gegeben hast. Es gibt kaum etwas Frustrierenderes für Deine Zuhörer, als eine versprochene Antwort am Ende nicht zu bekommen. Deine Zuhörer schenken Dir Zeit und Du darfst Deine Geschichte erzählen. Willst Du, dass Deine Zuhörer glauben, sie hätten ihre Zeit verschwendet?

9. Erzähle farbig und detailreich

Nutze Eigenschaftswörter: „Vor ein paar Tagen war ich im Wald unterwegs. Da sah ich einen schönen Baum!“ – Na, das kannst Du bestimmt besser, oder?

„Im dämmrigen Zwielicht der anbrechenden Nacht war ich auf müden Füssen unterwegs. Da streckten mir die Bäume ihre dürren Äste entgegen. Eine alte, knorrige Eiche mit tiefhängenden Zweigen rief mir entgegen: Wohin des Weges, Du später Wanderer?“

Das ist poetisch und sehr detailreich erzählt. Der Text ist nicht von mir. Leider! Theodor Fontane hat diese Zeilen geschrieben. Die vielen, genauen Details und passende Eigenschaftswörter wecken die Fantasie der Leser und Deiner Zuhörer zum Leben und starten einen Film im Kopf. Da bleibt es nicht nur bei den Bildern.

Nur Übung macht den Meister

Du kannst diesen Artikel auswendig gelernt haben und trotzdem immer noch langweilige Geschichten erzählen. Der Weg zum guten Geschichtenerzähler führt nicht über das Lesen von Büchern und klugen Artikeln, sondern über das Üben, Üben und nochmals: das Üben. In nahezu jeder Situation ist es mir lieber, meine Ideen, Überzeugungen und Theorien in eine gute Geschichte zu verpacken. Dann weiss ich, dass mir meine Zuhörer folgen. So wird es auch Dir ergehen.

Ich schlage vor, bevor Du Bücher zum Thema liest, erst einmal für ein paar Tage oder sogar Wochen jede Menge Geschichten zu erzählen. Wenn Du dann die Bücher liest, wird sich Dir der Inhalt viel direkter erschließen. Das nennt man in der Fachsprache: sensorisch basiertes Lernen. Mit vorher gemachten Erfahrungen fällt Dein Lesestoff an den richtigen Platz. Vielleicht reisst Du Dich einfach einmal aus Deiner abendlichen Einsilbigkeit, schaltest den Fernseher ab, öffnest eine gute Flasche Wein und beginnst nach einem Schluck Deine Geschichte mit den Worten „Also, ich muss Dir mal erzählen, was ich heute erlebt habe….!“

Vielleicht macht Dein Partner erst einmal große Augen. Doch neben einem schnell verflogenen Abend bekommst Du damit die Befriedigung, auch etwas für Deine Beziehung getan zu haben und zusätzlich etwas gelernt zu haben. Wer weiß, vielleicht öffnet sich das Tor für weitere, gute Geschichten. Du glaubst mir nicht? Probiere es doch einfach aus! Lass Dich nicht von ersten Fehlschlägen entmutigen. Du weisst: Helden brauchen Hindernisse. Nur durch Widerstände wirst Du gewinnen.

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