NLP Anker für Anfänger – Gute Gefühle “aus der Dose”

: Emotionen hervorrufen und speichern

Im diesem Artikel über das Ankern geht es darum, WAS Du ankern kannst, um diese NLP Technik sinnvoll zu nutzen. In den meisten NLP Anwendungen geht es darum, eine Ressource von einem Erlebnis, wo Du sie hast, in ein anderes Erlebnis zu transportieren. Dazu willst Du Gefühle ankern, gute Gefühle. Sie sind der „Zugangscode“ für viele der positiven Veränderungsstrategien, für die das Modell von NLP bekannt ist. Damit Du positive Gefühle ankern kannst, musst Du sie Dir zuerst „machen“. Das Fachwort dafür ist Elizitieren.

Elizitieren eines positiven Gefühls

Frage einen NLP Fachmann, was genau er unter Elizitieren versteht, ist das Resultat oft gähnende Leere. Hirn und Mund geraten ins Stottern. Dabei ist es ganz einfach: Elizitieren heißt, ein Gefühl, das mit einem Erlebnis verknüpft ist, wieder hervorrufen. Möglichst lupenrein und intensiv. Das ist alles.

Die einfachste Möglichkeit, ein Gefühl zu elizitieren, besteht darin, sich an ein Erlebnis zu erinnern, das mit diesem Gefühl verknüpft ist. Mit diesen positiven Erinnerungen kannst Du arbeiten, wenn Du Deinen Anker gestaltest. Besser gesagt: Du ankerst das positive Gefühl, welches das Resultat Deines erinnerten Erlebnisses ist.

Der Weg zum Ankern des guten Gefühls beginnt mit einem kleinen Ausflug in die Grundlagen des Modells von NLP. Das, was Du als Deine Realität bezeichnest, entsteht ja in Deinem Gehirn. Es ist ein Konstrukt Deiner Sinneswahrnehmungen. Wenn Du Dich an ein Erlebnis erinnerst, taucht dieses Erlebnis tatsächlich getrennt in den einzelnen Sinneskanälen wieder auf. Vielleicht “siehst” Du vor Deinem geistigen Auge zuerst visuelles Zeugs, dann erinnerst Du Dich an die Geräusche, die Du gehört hast, hörst Dich oder Andere reden und dann fühlst Du auch die dazu gehörenden Gefühle.

Kannst Du Dich erinnern, was ich weiter oben gesagt habe: Du ankerst Gefühle! Die meisten Menschen, erinnern den visuellen Kanal zuerst, dann kommt der akustische und dann erst der kinästhetische Kanal. Das kannst Du einfach ausprobieren. Dein Weg zum Hervorrufen (elizitieren) des positiven Gefühls – in Dir und Anderen – führt Dich am Besten der Reihe nach durch die einzelnen Sinneskanäle.

Übung zum Erinnern eines guten Gefühls

Mit dieser Übung kannst Du Deinem Übungspartner sehr einfach helfen, positive Gefühle zu erinnern. Dann kannst Du sie im nächsten Schritt ankern. Bitte Dein Gegenüber, ein positives Erlebnis zu erinnern. Zum Beispiel kannst Du sagen: „Kannst Du Dich an ein Erlebnis erinnern, bei dem Du vor Stolz geglüht hast, weil Dir etwas richtig gut gelungen war?“

Diese Frage ruft nach einigem Nachdenken bei geschlossenen Augen meist ein Nicken und eine deutliche Veränderung des Gesichtsausdrucks, der Haltung, des Blutflusses usw. hervor. Beobachte genau. Im NLP Fachchinesisch heisst das Sinnesaufmerksamkeit (sensory Acuity). Wenn er sein Erlebnis wieder erinnert, kannst Du zuerst nach den visuellen Untereigenschaften fragen: „Was genau siehst Du, wo bist Du, wer ist mit Dir?“ Nebenbei kannst Du herausfinden, ob Dein Gegenüber sein Erlebnis assoziiert oder dissoziiert erinnert. Das ist für das spätere Ankern wichtig. Du kannst fragen: “Siehst Du das Erlebnis wie durch Deine eigenen Augen oder auf einer virtuellen Leinwand mit Dir in diesem Film/Bild?”

Dann kannst Du nach dem akustischen Teil der Erinnerung fragen: „Was hast Du zu Dir gesagt , wie sagst Du das, wen hörst Du zu Dir sprechen, was sagt er…?“ Und dann schließlich kannst Du nach den dazu gehörigen Gefühlen fragen: „Wo im Körper fühlst Du das Gefühl von Stolz jetzt gerade…?“ Dieses positive Gefühl KÖNNTEST Du jetzt ankern. Einfacher machst Du es Dir jedoch, wenn Du das Gefühl zuerst verstärkst.

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Verstärken eines positiven Gefühls

Wenn Du etwas Erfahrung mit der Anwendung des Modells von NLP hast, kennst Du Dich mit der Wirkung der Veränderung von Submodalitäten aus. Zum verstärken positiver Gefühle kannst Du eine Technik nutzen, die als ein sehr guter Verstärker taugt: Assoziiert – Dissoziiert.

Du hast ja Deinen Gegenüber gefragt, ob er sein Erlebnis wie durch seine eigenen Augen sieht (assoziiert) oder auf einer Leinwand (dissoziiert). Stelle für die Verstärkung des Gefühls sicher, dass Dein Gegenüber das visuelle Erinnern dissoziiert wahrnimmt. Sollte er assoziiert sein, bitte ihn, aus dem Erlebnis herauszutreten und es auf eine Leinwand zu projizieren.

Im nächsten Schritt bittest Du ihn, das Bild oder den Film näher an sich heranzuziehen und schließlich in das Bild/Film „hineinzusteigen“. In diesem Augenblick wird sich das Gefühl im Körper wahrnehmbar verstärken. Diesen Prozess des Verstärkens kannst Du nun GANZ EINFACH in allen Repräsentationebenen ankern. Visuell, indem Du ihn bittest, sich einen Gegenstand vorzustellen, akustisch, indem Du ein Geräusch oder ein Wort sagst oder kinästhetisch mit einem leichten Druck auf bestimmte Körperstellen.

Du kannst den Vorgang des Dissoziierens und anschliessenden Assoziierens mehrmals durchführen und jeweils den Augenblick der Verstärkung ankern. Du kannst auch andere, “gleichgefühlige“ Erlebnisse elizitieren und auf den ursprünglichen Anker ankern (Stapelanker).

Auf diese Weise kannst Du einfach einen sehr starken und wirkungsvollen Anker schaffen. Nimm ihn als Ressource für andere NLP Techniken, verwende den Anker zum „Gutfühlen“ oder mache mit dieser Technik Deinen Mitmenschen gute Gefühle. Wenn Du erst einmal entdeckt hast, wie einfach das Ankern funktioniert, wirst Du süchtig nach positiven Gefühlen werden. Solche Anker werden Dir immer gelingen.

Wenn Du alleine geübt und ohne großen Erfolg mehrmals versucht hast, Dir selbst einen Anker zu gestalten, rate ich Dir: besuche den NLP Practitioner. Dort lernst Du zehn Tage lang mit Gleichgesinnten und erfahrenen NLP’lern nicht nur die Technik des Ankerns,  sondern wendest die gelernten Anker auch bei Dir und anderen Teilnehmern in den unterschiedlichsten NLP Strategien und Formaten an.

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

2 Antworten

  1. Hallo Chris, vielen vielen Dank für die Erfahrungen, für das vermittelte und dann in Übungen selbst angewendete Wissen. Es hat bei Weitem das übertroffen was ich mir vorgestellt habe. Einfach fantastisch was ich gemeinsam mit anderen “Neulingen” erlebt habe.
    Vielen Dank und bis zum nächsten Jahr, Heike

  2. Auch nach Jahren, lese ich immer wieder Deine Lehrzeilen gerne! Danke dafür! Sie helfen weiter und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen im Sommer!
    Herzlichen Gruß
    Marion

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