Der Hypnose Wegweiser

Sinnvoller Aufbau einer Hypnosesitzung

Vielleicht hast Du an einem meiner Hypnose Workshops teilgenommen und erfahren, wie viele Möglichkeiten Dir die Anwendung hypnotischer Techniken bietet. Vielleicht hast Du ein Buch gelesen oder Dir auf ganz andere Art und Weise Informationen beschafft. Es wäre doch schade, wenn Du nun Dein Wissen und Deine Fähigkeiten langsam im Sande verlaufen ließest.

In diesem Artikel möchte ich Dir nahebringen, wie Du Deine erlernten Fähigkeiten aktiv im Alltag umsetzen kannst.

Nutze Deine hypnotischen Fähigkeiten

In meinem Workshop warst Du mit Aufgaben beschäftigt, die Deinen Fähigkeiten entsprechend gestaltet waren und Dir den Weg gewiesen haben. Oft wirst du im Alltag mit den unterschiedlichsten Problemen, Hindernissen und Glaubenssätzen konfrontiert werden. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Am Anfang wird es vielleicht sein, dass ein Freund, ein Kollege oder sogar Dein Beziehungspartner zu Dir kommen und so Sätze sagen, wie: “Sag mal, Du hast doch vor Kurzem diesen Workshop gemacht…!” Ja, dann liegt es an Dir, mit einem offenen Ohr und vielleicht einem offenen Herzen den Worten Deines Gegenübers genau zu lauschen.

Vorbereitung: Bring in Erfahrung worum es geht

Vielleicht erinnerst Du Dich: Der erste Teil einer sinnvollen Trance ist ja das Vorgespräch. Wenn Du es richtig machst, steuerst du über Deine Fragen ziemlich genau die Informationen, die Du bekommst. Ich meine nicht die Probleme und die “falschen” Glaubenssätze, die Du bestimmt bekommst. Diese kannst Du mühelos isolieren. Ich meine vielmehr die enge Weltsicht, eine möglicherweise verborgene Angst vor Kontrollverlust, den Glaubenssatz, dass Trance und Hypnose nicht funktionieren könnten und so vieles mehr.

Es liegt dann an Dir, alle diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Vielleicht erzählst Du von Deinen Erlebnissen im Workshop, beschreibst, wie angenehm der Zustand der Trance war, wie viel Du bei Dir und Anderen bewegt hast und vieles mehr. Damit schaffst Du eine Atmosphäre der Leichtigkeit und des Vertrauens. Das ist schon viel wert. Wenn Dir Dein Gegenüber erzählt, was sein vermeintliches Problem ist, kannst Du im Hinterkopf behalten, dass er ja nicht über Trance und Hypnose und die entsprechenden Prozesse Bescheid weiß, sondern Dir sein Vertrauen schenkt. Damit offenbart er sein Glaubenssystem in diese Richtung. Du kannst ihn dann gleich behutsam auf den “richtigen Weg” führen.

Dein Vorgespräch dauert so lange, bis in Deinem Kopf eine genaue Vorstellung entstanden ist, wie der Prozess der Trance in diesem ganz speziellen Fall ablaufen wird. Du hast Dir Gedanken gemacht, welche der vielen Tranceinduktionen, die Du gelernt hast, Du anwenden willst.  Du hast bei Deinem Gegenüber auf Sprachmuster geachtet, die er häufig verwendet. Du hast sie Dir nicht nur gemerkt, Du wirst sie später zur Verstärkung in Deinen Suggestionen anwenden. Du hast die Vorbehalte Deines Gegenübers entkräftet und eine Atmosphäre der Leichtigkeit hergestellt. Nun ist es Zeit  für die Trance.

Einstieg: Mache Die Hypnose einfach

Bei einer ersten Hypnosesitzung empfehle ich Dir, die einfache Übung zum Atempacing mit Deinem Gegenüber zu machen.  Du weißt schon, das ist die Übung mit dem Atem und Deiner Hand die langsam folgt. Nonverbale Geräusche zur Verstärkung des Ausatmens werden dein Gegenüber schnell entspannen und ihm ein Gefühl geben, wie einfach es ist, sich in einen veränderten Bewusstseinszustand zu begeben. Wenn Du kannst, empfehle ich Dir auch die Armlevitation als Signal für die Trancetiefe zu nutzen.

Wenn Du die entsprechende Trancetiefe dann erreicht hast, kannst Du Dich bei den folgenden Suggestionen ganz auf deine Intuition verlassen. Achte einfach darauf, Worte wie “einfach, tief entspannt, immer tiefer, so leicht” und ähnliche Wortkombinationen einzuflechten. Darüber hinaus wirst Du darauf achten, bei Deinen Suggestionen immer das zu benennen, was du erreichen willst. Worte wie “nicht” haben in Deinen Suggestionen nichts zu suchen. Du wirst schnell und mit etwas Übung lernen, ganze Sätze im Kopf zu behalten, die Tranceprozesse leichter machen.

Verlauf: Nutze “Black Box” Suggestionen

Erinnere Dich, wie viele Möglichkeiten Du hast, Prozesse der Veränderung zu installieren, ohne genau zu wissen, was die Lösung für das Problem Deines Gegenübers sein kann. Du kannst ganz darauf vertrauen, dass der Freund auf der anderen Seite Dir UND Deinem Partner helfen wird, das zu erreichen, was ihr euch vorgenommen habt. In jedem Fall wird beider Unterbewusstsein so gut als irgend möglich an der Lösung jedes Problems beteiligt sein. Vorausgesetzt, Du gibst die richtigen Suggestionen und machst die Sache nicht schwerer als sie in Wirklichkeit ist.

Ein Ratschlag: Nimm die Suggestionen und Prozesse während der Trance einfach spielerisch. Stelle Dir vor, wie viel Spaß es Dir macht, jetzt endlich lernen zu können, wie Du ganz alleine jemanden Dein Gegenüber auf der Ebene des Unbewussten weiterhelfen kannst. Das ist doch eine ganze Menge! Du wirst schnell begreifen, wie einfach es sein kann, und wie viel gute Gefühle es macht, anderen Menschen im Leben weiterzuhelfen.

Letztendlich geht es immer um die Glaubenswelten Deines Gegenübers. Wenn Du ihm glaubhaft machen kannst, dass Du ihm mit dem Hypnoseprozess und der Trance geholfen hast, wird sie auch helfen. Selbstverständlich hast du auch Deine hypnotischen Möglichkeiten dies zu bewerkstelligen.

Genius: Intuition trifft Intelligenz

Modeling und Metaphern für gesteigerte Geistesaktivität

Was ein Mensch kann, kann jeder Mensch können. Damit er Erfolg berühmter Menschen transportiert werden kann, wurde eine spezielle NLP-Technik zur Analyse menschlicher Fähigkeiten entwickelt: Das Modeling. Es analysiert das erfolgreiche Verhalten und die Strategien berühmter Menschen. Die extrahierten, optimierten und erweiterten Strategien habe ich zu einer "Meta Strategie" zusammengefasst und Dir in diesem Workshop zugänglich gemacht. Genie einfach für Jedermann, auch für Dich!

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Abschluß: Das Ende der Trance ist nicht das Ende der Arbeit

Am Ende der Trance geht es um die posthypnotische Suggestionen. Du kannst Dir angewöhnen, am Ende einer jeden Trance ein paar Sätze einzuflechten, die das Problem Deines Gegenübers bereits als gelöst darstellen. Im NLP sprechen wir vom Futurepace. Sätze wie “und wenn du in Zukunft wieder einmal…” werden Dir helfen, Dein Gegenüber in den richtigen Zeithorizont zu versetzen.

Selbstverständlich kannst Du, wenn es beispielsweise um traumatische Auflösungen geht, mit entsprechenden Suggestionen eine Amnesie (Erinnerungslöschung) installieren. Eine entsprechende Suggestion kannst Du Dir vorher aufgeschrieben haben und sie sogar auswendig gelernt haben. 

Hier eine kleine Hilfe zur Formulierung:

“Für die Wirksamkeit der Prozesse die wir in den letzten Minuten gemeinsam erreicht haben, spielt es keine Rolle, ob du sie erinnerst oder nicht. Wenn es Dein Freund auf der anderen Seite für richtig hält, kann er, ganz im Verborgenen, all die wundervollen Dinge für Dich erledigen, ohne dass Du jemals bewusst erinnerst, wie genau dies geschieht .”

Erinnere Dich: Du bist derjenige, der Deinem Gegenüber den Weg weist. Du gestaltest diesen Weg so mühelos und angenehm wie möglich.

Nachsorge: Kümmere Dich um Dein Gegenüber

Wenn Du dann Dein Gegenüber aufgeweckt hast und siehst ein Lächeln auf seinem Gesicht, weißt du dass Du vieles richtig gemacht hast. Lass ihn seine Erfahrungen beschreiben und habe Geduld mit Ihm. Er war ja weit weg und vielleicht braucht er nun ein paar Augenblicke, bis er wieder ganz in der Gegenwart angekommen ist. Lass ihm Raum, gib ihm Zeit und überfalle ihn nicht mit 1000 Fragen, auch wenn Du neugierig bist, wie er sein Erlebnis wahrgenommen hat.

Am Ende solltest Du ihm, wenn es ein Freund oder ein Dir nahestehender Mensch ist, das Angebot machen, Dich jederzeit kontaktieren zu können, wenn er Fragen hat. Und selbstverständlich solltest Du nach einiger Zeit nachfragen, ob sein vorgestelltes Problem noch existiert, ob sich seine Hindernisse aufgelöst haben. Wenn er Dich verständnislos ansieht und Dich fragt: “Was meinst du überhaupt?”, dann weißt Du, dass Du gut gearbeitet hast und alles in den richtigen Bahnen läuft.

Aus meiner Erfahrung vergessen viele Menschen sehr nonchalant ihre Probleme. Und nicht immer brauchst Du den direkten Lohn eines Lobes. Die entsprechenden Ergebnisse kannst Du dann jeden Tag sehen – und ein glücklicher Mensch sollten Dir Lohn genug sein.

Jetzt bleibt mir nur noch, Dich an die Zeit im Workshop zu erinnern. Als Du mit einer Leichtigkeit die wildesten Experimente gemacht hast und alles das, was daraus resultierte als Lernerfahrung abgespeichert hast. Mit dieser Einstellung wirst Du auch im Alltagsleben sehr gute Erfahrungen machen können.

Achte auf Deinen internen Dialog, wenn Dich das nächste Mal ein Freund um Deine Hilfe bittet. Vielleicht willst Du sogar einen automatischen Anker installieren. Es wäre doch schön, wenn auf die Frage: “Du, ich habe da ein Problem, kannst Du mir vielleicht helfen…?”, ganz automatisch und ohne großes Nachdenken Deine Antwort lautet: “Ja selbstverständlich kann ich das . Was ist es denn…?”

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

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