Black Friday: Kaufen, bis die Schwarte kracht?

Ein paar kritische Gedanken zum Shopping

Inhalt des Artikels

Anlässlich des „Black Friday 2018“ habe ich eine Anregung an meine Newsletter-Leser verschickt. Diese Email provozierte die meisten Reaktionen in der Geschichte des kikidan Newsletters. Das ist auch der Grund, warum ich sie hier nochmals veröffentliche. Vielleicht stolperst Du gerade beim Stöbern über diesen Artikel, dann lies ihn – ganz!

Willkommen am heutigen Black Friday bei kikidan! Black Friday ist online der Shopping-Tag des Jahres. Endlich ein Grund für Dich, zu kaufen um des Kaufens willen. Am Black Friday braucht es nicht einmal einen allgemein Feiertag als Grund dazu. Ein Wochentag reicht. Und es lohnt sich. Letztes Jahr wurden alleine in Deutschland 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet…

Das ganze Spektakel hat seinen Ursprung in den USA, wie so Vieles der neueren Popkultur. Im letzten Jahr gaben die „Konsumenten“ (so nennt man die einkaufenden Menschen) in den USA über 8 Milliarden US-Dollar am Black-Friday-Weekend aus. Die nächsten Tage werden Dir deshalb auch in Deutschland vor allem im Internet die Rabatte nur so um die Ohren gehauen. Auf jeder Website kannst Du sparen, sparen, sparen … solange Du nur genug Geld ausgibst.

Der „Homo Economicus“, also die Erziehung zum Käufer, wird von der Wirtschaft und der Werbung mittlerweile weltweit stark gefördert. Und wie funktioniert diese Erziehung? Frage Dich doch vielleicht einmal, ob der Zwang, so viele Geschenke zu Weihnachten zu kaufen, schon immer zu Weihnachten gehörte. Oder denke nach, ob am Valentienstag sich verliebte Menschen schon immer gegenseitig Dinge gekauft haben. Vor zwanzig Jahren dachte keiner in Deutschland an den Valentinstag. Und was ist mit den Kostümen und Masken zu Halloween? Bei uns in der Stadt sammelten die Kinder noch keine Süssigkeiten. Das ist ein „Feiertag“, der bis vor kurzem noch gar keine Verbreitung in Deutschland hatte.

Es wäre ein Leichtes für mich, in das selbe Horn zu stoßen und Dir für diesen „speziellen Tag“ heute ein super günstiges Rabattangebot zu machen. Wenn ich dieses Angebot auf kurze Zeit limitiere, kommst Du in Zugzwang. Und der Klick auf den großen, gelben „Kaufen-Button“ löst dann in Deinem Gehirn einen wunderbaren Dopaminstoß aus. Von dieser körpereigenen Droge willst Du immer mehr: Shopping kann also tatsächlich süchtig machen.

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Diese Erkenntnis haben auch alle diejenigen, die Dich heute gerne in Ihrer Einkaufsstatistik hätten. Ich schlage Dir deshalb eine andere Strategie vor: Nimm diesen speziellen Freitag zum Anlass, Dich dem Konsum einfach zu verweigern:

Kaufe heute einfach einmal absichtlich gar nichts.

Wenn Du Durst hast, geh zum Wasserhahn. Wenn Du hungrig bist, koche Dir etwas. Wenn du shoppen willst, verabrede Dich mit einem Freund und verbringe die Zeit stattdessen mit ihm. Mach einen Spaziergang, unterhalte Dich, spiele Karten oder beobachte den Sonnenuntergang. Lass Dir gerade heute nicht vorschreiben, was Dir die Werbung vermitteln will. Ignoriere einfach die Vorgaben, die Dir andere für Dein Leben zu „verkaufen“ versuchen.

Wenn Du Interesse an weiteren Informationen aus NLP relevanter Sicht hast, habe ich zwei Artikel für Dich bereit:

Der Umgang mit Werbung und Konsum – aus der Sicht von NLP

Bewusst einkaufen und Geld sparen

Was Du vom Lesen dieser Artikel hast? Im einfachsten Fall wirst Du nachdenken lernen über das, was Du sonst gedankenlos tust. Zudem stärkt diese Aktion Dein Selbstbewusstsein. Im besten Fall bringt sie Dich in Kontakt mit anderen Menschen und in eine konstruktive Diskussion.

Versteh mich richtig, ich will Dir kein konsumfreies Leben aufdrücken. Ich will Dir lediglich an einem einfachen Beispiel eine Anregung geben, einmal darüber nachzudenken, an welchen Stellen Du von außen beeinflusst wirst. Dann kannst Du entscheiden, ob Du Dich all dem aussetzen willst.

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