Wir leben in tollen Zeiten

Nicht alles ist so schlecht, wie Du oft glaubst

„Früher war alles vieeeel besser!“ Vor ein paar Tagen hörte ich zwei achtjährige Jungs auf dem Spielplatz diesen Satz zueinander sagen. Vielleicht ist es Dir im Alltagstrubel und im üblichen Pessimismus nicht aufgefallen, aber nach meiner Ansicht lebst Du in der besten aller bisherigen Zeiten. Einen kleinen Ausschnitt der vielen Vorteile präsentiere ich Dir in diesem Artikel. Vielleicht inspiriert er Dich, das Leben einmal mehr von der positiven Seite zu betrachten.

TOLL #1: Dein langes Leben

Wenn Du als Jäger in der Steinzeit gelebt hättest, hätte Deine durchschnittliche Lebenserwartung bei etwa 30 Jahren gelegen. „Na“, denke ich mir, wenn ich wieder einmal einen Anhänger der Paleodiät treffe, „ob das Leben damals so gesund war…?“ Selbst um das Jahr 1800 lag die durchschnittliche Lebenserwartung erst etwa 5 Jahre höher, bei 35 Jahren. Mehr als die Hälfte der jungen Menschen erreichten damals das Erwachsenenalter nicht.

Nimm dagegen das Jahr 2010, aus dem wir die letzten gesicherten Zahlen für Deutschland besitzen: Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei über 75 Jahren. Das ist doch schon einmal ein guter Ausgangspunkt. Und wichtiger: es gibt Erkenntnisse darüber, wie Du diese Lebenserwartung steigern kannst. Oder besser, man hat herausgefunden, was Du tun kannst, damit sich Deine Lebenserwartung nicht verringert. Willst Du die grossen Geheimnisse erfahren?

Einer der wichtigsten Einflussfaktoren ist Deine Beziehung. Lebe in einer harmonischen und glücklichen, auf gegenseitige Angebote ausgerichteten, emanzipierten Liebesbeziehung. So sorgst Du für Dein langes und glückliches Leben. Gewöhne Dir das Rauchen ab – oder erst gar nicht an. Nimm ab – oder erst gar nicht zu indem Du moderat und fettarm isst. Bewege Dich mehr – oder fang erst gar nicht mit der körperlichen Faulheit an. Halte Deinen Körper und Deinen Geist flexibel. Es wäre so einfach…

Wenn Du Dir nach der Erkenntnis der obigen Zeilen ein langfristiges persönliches Programm für Deine Gesundheit und Dein langes Leben zurechtgelegt hast, stellt sich Dir als nächstes die Frage, was Du denn mit diesem langen Leben anfangen willst. Ich nenne Dir dafür einen weiteren Grund, warum wir in tollen Zeiten leben.

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TOLL #2: Das Internet

Es ist für Dich, der Du in der heutigen Zeit lebst, ohne weiteres möglich, auf das Wissen und die Erfahrung vergangener Zeiten in einem Maße zuzugreifen, wie es noch vor wenigen Jahrzehnten nicht einmal ansatzweise möglich war. Willst Du ein paar Beispiele aus vielen? Dazu gehört sicherlich nicht die beständige Ablenkung durch die sozialen Medien. Dazu gehört der Wille, Dich beständig weiter zu bilden und ein Bewusstsein dafür zu bilden, was in der Welt passiert. Das ist sehr einfach möglich.

Du kannst fast alle grossen Zeitungen der Welt in jedem Augenblick auf Deinen Tisch bekommen. Meist in Englisch. Das sprichst Du nicht? Das Internet hält tausende von Lehrfilmen bereit, Dich in dieser weltweit genutzten Sprache zu verbessern. Die grossen Universitäten in vielen Ländern haben eine Vielzahl ihrer Kurse und Seminare ins Internet gestellt. Kunstgeschichte, Musik, Technik, Mathematik… alles, was Du willst ist für Dich vorhanden.

Fast alle grossen Museen haben ihre wichtigen Werke als hochauflösende Digitalaufnahmen im Internet bereitgestellt. Wenn Du willst, kannst Du Dir die Mona Lisa so genau ansehen, dass Du jeden Schwundriss im Craquele und die Details der einzelnen Pinselstriche bemerkst. Velasquez, Van Gogh, die Decke der Sixtina – alles steht auf Deinen Klick bereit. Nicht nur die Werke, sondern ausführliche Erklärungen über Maltechnik, Ikonographie, Inhalt und Bedeutung der Werke. Wenn Du willst….

Im persönlichen Gespräch erlaubt Dir der Zugang zu Wikipedia die sofortige Überprüfung von Fakten über ein webfähiges Mobiltelefon. Wie oft muss ich hören: „Wow, Du hast wirklich Recht!“ (was ich gerne höre) oder: „Stimmt ja gar nicht!“ (was ich weniger gerne höre). Das Nachschlagen und die Wissenserweiterung im Moment des Gespräches wird zur gesellschaftlichen Normalität und bringt mir (zugegebenermassen nach einer kleinen Eingewöhnungszeit) im Verlauf der Zeit viele Wissensvorteile.

Mit einem ganz normalen Computer kannst Du Dir über 60.000 urheberrechtsfreie deutschsprachige Bücher aus dem Internet herunterladen. Das ist fast die gesamte deutsche Literaturgeschichte, die bis weit hinein in den Anfang des 20. Jahrhunderts reicht. Meinen Goethe, den oft zitierten Büchner und viele andere lese ich auch in meinem Alter erneut, mit viel Interesse und Spass an der Sache. Natürlich auch mit kritischer Distanz. Sollte Dir das nicht reichen, stellt Dir das Google Buchportal weitere 40.000.000 Bücher (in Worten: vierzig Millionen) zur Verfügung. Virtuell. So viel fasst keine Bibliothek unserer Zeit. In der Deutschen Bibliothek in Berlin stehen etwa vierundzwanzig Millionen Publikationen bereit. A propos Publikationen.

Noch am Anfang des 19. Jahrhunderts, also zu Goethes Zeiten, dauerte es oft Jahre, bis es über Veröffentlichungen von kritischen Artikel zu einer Rückmeldung, Diskussion und Auseinandersetzung über ein Thema kam. Diese Zeitdauer hatte sich auch im 20. Jahrhundert nicht wesentlich verkürzt. Und heute?

Wissenschaftliche Artikel können sofort nach ihrer Veröffentlichung im Internet einem grossen Kreis von Wissenschaftlern nützlich sein. Auch die Grösse der lesenden Zielgruppe hat sich verändert. Er wurde grösser und allgemeiner interessiert. Mein kikidan Newsletter erreicht wöchentlich über 20.000 Leser. Goethe war zufrieden, wenn er mit einer Buchveröffentlichung 1.000 Exemplare verkaufte. Wobei ich mich nicht mit Goethe vergleichen will, wenn es um die sprachliche Qualität meiner Ergüsse geht :)

TOLL #3: Die Welt ist klein geworden

Emil Nolde packte am 1. Oktober 1913 seine Koffer und reiste mit dem Zug über Warschau nach Moskau. Danach weiter mit der transsibirischen Eisenbahn über den Ural und Sibirien in die Mandschurei. Und weiter über Shenyang und Seoul nach Busan, von wo aus er eine Fähre nach Fukuoka in Japan nahm und dann per Eisenbahn nach Osaka weiterreiste. Die Reise dauerte bis dahin (er wollte in die Südsee reisen) etwas über einen Monat und kostete umgerechnet auf heutige Kosten etwa 7.000 Euro.

Wenn ich morgen reisen wollte, steht mir eine ähnliche Strecke über Moskau und Peking zur Verfügung. Allerdings per Flugzeug. Die Reise dauert etwas über 18 Stunden und kostet in der billigsten Version etwas über 500 Euro. Es ist deshalb kein Wunder, dass es heute zum guten Ton gehört, sich als 18-jähriger Abenteurer nach dem Bestehen der Abiturprüfung mit Taschengeld und Elternsponsoring auf den Weg zu machen, um für eine Zeitlang die Welt zu erkunden.

Familienurlaube in Thailand, Amerika, Afrika oder sonst auf der Welt zählen mittlerweile zur Normalität. Du brauchst nur einmal zum Ferienbeginn den nächsten Flughafen besuchen. Die einfache Möglichkeit, grosse Strecken schnell zu überwinden ist nur ein Ausdruck dafür, dass die Welt für uns kleiner geworden ist.

Eine Email versendest Du heute ohne grosse Gedanken rund um die Welt und erwartest ein paar Minuten später die Antwort. Telefonieren mit der dazu gehörigen Bildinformation über Skype ist zu einem kostenlosen, weltumspannenden Vergnügen geworden. Wenn ich meine Trainerreisen organisiere, kann es vorkommen, dass ich innerhalb einer Stunde mit Freunden und Kollegen in Nepal, China, Japan, Thailand und Spanien spreche. Darüber mache ich mir keine grossen Gedanken.

FAZIT: Angebote gäbe es genug

Vielleicht ist es mir gelungen, in Dir etwas von dem Optimismus zu erzeugen, der mich befällt, wenn ich darüber nachdenke, was mein Leben so positiv macht. Ein grosser Nachteil ist es für viele Menschen allerdings, dass alle diese wunderbaren Angebote eben dies sind: ANGEBOTE. Du musst also tatsächlich entscheiden, ob Du eine Stunde sinnlos bei facebook daddeln willst, oder Dich lieber mit einem guten Buch aus vergangenen Zeiten beschäftigen willst.

Du musst auch entscheiden, ob Dir ein Selfie mit Freundin vor der Mona Lisa ausreicht, oder ob Du Dich wirklich einmal mit der Kunst des Sfumato und dem Leben Leonardo da Vincis beschäftigen willst. Wenn Du nicht weisst, was oder wer hinter beiden Namen steckt, musst Du entscheiden, ob Du Dich darüber informieren willst. Das Angebot ist vorhanden. Leider ist es immer noch so, dass die weitaus meisten Menschen sich lieber für gedankenlosen Konsum entscheiden, als selbstbestimmt zu handeln.

Gleiches gilt auch für meine Workshops. Ich gestalte meinen NLP Practitioner als ein Wissens- und Übungsprogramm für ein selbstbestimmtes und glückliches Leben in unserer Zeit. Dazu gehört neues Wissen und dazu gehören Techniken, die wir noch garnicht so lange kennen und anwenden. Vor 100 Jahren konnte man vieles von dem, was Du selbstverständlich in diesen 10 Tagen erfährst, noch nicht einmal denken.

Wenn Du Dich also auf das beste aller möglichen Leben in unserer Zeit vorbereiten möchtest, kann ich Dir nur wärmstens einen Besuch des NLP Practitioner ans Herz legen. Zwischenzeitlich rate ich Dir, mit einer gehörigen Portion Optimismus, Freude und Neugierde all das auszuprobieren, was unser Leben in diesen Tagen so lebenswert macht. Viel Spass dabei.

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4 Kommentare

  • Das mit dem Lernen im Internet kann ich nur bestätigen: Ich habe vor 17 Jahren wegen der DotCom-Krise meinen Traumberuf als IT-Analyst aufgegeben und wollte vor einem Jahr wieder rein. Ich war 54, mein Wissen völlig veraltet und ich habe nur Absagen kassiert. Über eine Bezahlmitgliedschaft bei LinkedIN (15 € im Monat, lächerlich billig!) kam ich dann an hunderte von Lehrvideos zu meinem Thema heran. Ich habe in 8 Monaten von zuhause aus fünf aktuelle Zertifikate erworben und sogar noch zwei Programmiersprachen gelernt. Heute arbeite ich als freier Analyst für eine 6000-Mann-Firma und verdiene mehr als die Bundeskanzlerin. Aber vor allem: Ich habe meinen Traumberuf zurück! Das einzige worüber ich mich ärgere ist, dass ich das nicht fünf Jahre eher gemacht habe! Übrigens, Danke Chris, für Dein Engagement um NLP. Denn auch wenn Fachwissen bei uns in der Software-Branche wichtig ist: Ohne meine guten Kommunikations-Skills (ich bin NLP-Master) wäre ich als Analyst nicht halb so erfolgreich.

    Antworten
  • Lieber Chris,
    danke für den tollen Artikel.
    Das Wichtigste, das ich mal wieder mitnehme(n muss):
    Act on it!! Bewege Deinen Allerwertesten!!! (warum vergesse ich das nur so oft?!)
    Das Schöne, das ich dann erlebe:
    wenn ich diesen erst einmal erhoben und in Bewegung gebracht habe, wird das Tun immer leichter.
    Dass ich dafür aber auch immer wieder (Deine) Erinnerungen brauche ……

    Antworten
  • Abgesehen von der Lowfat Empfehlung zum abnehmen, was ich dir aber nicht übel nehmen kann da deine Generation in dem Lowfat Wahn und Fett macht Fett Hype azfgewachwen ist, super Artikel. Bezüglich der Ernährung würde ich aber empfehlen einfach auf seinen Körper zu hören.

    Antworten
  • Hi Chris,
    wieder mal Danke für die tollen Inputs. Genau deswegen habe ich mich dieses Jahr zum Practitioner angemeldet :) :) :)
    Wir sehen uns also im August in Berlin.

    Antworten

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