Augenzugangsbewegungen im NLP

Augenbewegungen analysieren und verstehen

Inhalt des Artikels

In der Frühzeit der Entstehung von NLP beobachtete man, dass sich bei bestimmten Fragen die Augen häufig in eine bestimmte Richtung bewegten. Zuerst war es die Wahrnehmung: “Die Augen bewegen sich beim Sprechen!” Dann folgten genauere Beobachtungen: „Aha, Augen nach oben bedeutet visuelle Verarbeitung, Augen nach links und rechts hat etwas mit der auditorischen Verarbeitung zu tun, und wenn die Augen nach unten gehen, hat das mit dem kinästhetischen Verarbeitungskanal zu tun.“

Wenn Du Dich an die Zeit erinnerst, in der Du begonnen hast, Dich mit dem Modell von NLP zu beschäftigen, erinnerst Du vielleicht auch, wie begeistert Du warst, als Du eine Form von genauem Beobachten kennen lerntest, die Dir vorher wahrscheinlich unbekannt war. Ich jedenfalls fühlte mich mächtiger denn je. Wusste ich doch jetzt „Bescheid“. Zumindest hatte ich einen Informationvorsprung gegenüber meinen meisten Mitmenschen. „Lügen haben kurze Beine“, sagte ich beispielsweise meinem Sohn, dessen Augenbewegungen ich analysierte. Darüber habe ich einen ausführlichen Artikel geschrieben: „Lügen erkennen mit drei einfachen Techniken.“

Wenn es Dir so geht, wie es mir gegangen ist, dann hast Du vielleicht Dir gesagt: “Cool, jetzt weiß ich wie ich meinem Gegenüber ins Gehirn schauen kann!” Leider musste ich später herausfinden, dass davon nicht viel übrig bleibt, wenn Du Dein Wissen tatsächlich praktisch anwenden willst.

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Augenzugangsbewegungen im Video

Ach, was soll ich lange über die Augenzugangsbewegungen schreiben, sieh Dir einfach einen Ausschnitt aus dem NLP Practitioner auf meinem Youtube Kanal an. 10 Minuten Video sagen Dir mehr als tausend Worte. Danach erzähle ich Dir, was Du alles mit den Augenbewegungen anstellen kannst.

Jetzt kannst Du vielleicht verstehen, dass Du zwar die Struktur der Gedanken Deines Gegenübers nachvollziehen kannst, Dir leider aber der Inhalt verborgen bleibt. Dazu braucht es andere Antennen. Die Kenntnis der Augenbewegungen ist trotzdem hilfreich. Erstens schärft die Wahrnehmung Deine Beobachtungsgabe.

Passe Deine Sprachmuster Deinem Gegenüber an

Zweitens kannst Du generell sehen, in welche Richtung Dein Gegenüber seine Gedankenstruktur lenkt. Ist er mehr visuell, kinästhetisch oder akustisch orientiert. Das ist in der täglichen Kommunikation hilfreich. Damit komme ich zum Punkt. Damit die Kenntnis der Augenbewegungen hilfrich wird, musst Du lernen, sie mit Handlungsmustern zu verkmüpfen.

Zum Beispiel könntest Du die Prädikate Deiner Sprache anpassen damit Du von Deinem Gegenüber besser verstanden wirst. Mehr visuelle Prädikate für visuelle Verarbeiter, mehr kinästhetische… usw. In meinen Workshops auf der Bühne sehe ich meist gleich, wenn sich jemand unwohl fühlt: Augen nach unten, unsichere Stimme und noch andere Kriterien. Dann reichen meist ein paar Worte der Ermunterung oder eine schnelle kinästhetische FPC dass sich mein Gegenüber auf der Bühne sehr viel wohler fühlt.

Ein unglaublich wirksamer Trick

Deine Augenbewegungen können Dir schnell helfen, unerwünschte und negative Stimmungen zu vertreiben. Probiere doch einfach einmal folgende Technik aus: Wenn Du wieder einmal mies drauf bist, blicke einfach nach oben und bewege Deine Augen etwa zehnmal schnell von links nach rechts. Dazu sagst Du laut „Hahahaha….!“

Du wirst bemerken, dass Dein Stimmungszustand auf merkwürdige Art und Weise gelöscht ist. Wenn Du nun an ein schönes, postitives oder motivierendes Erlebnis denkst, den Film vor Deinem geistigen Auge ablaufen lässt und darauf achtest, dass Du assoziiert (den Film durch Deine eigenen Augen sehen) bist, hast Du alles richtig gemacht. Dann brauchst Du nur noch eine Routine, diese kleine Übung auch wirklich auszuführen, wenn Du schlecht drauf bist…

Augenbewegungen helfen Traumaopfern

In den letzten Jahren haben sich Wissenschaftler über die Grenzen von NLP hinaus mit den Augenbewegungen beschäftigt. Sie haben herausgefunden, dass die schnelle Augenbewegung von rechts nach links im Zusammenhang mit traumatischen Erinnerungen wahre Wunder bewirken kann. Sie haben eine Technik entwickelt, die EMDR heisst. das bedeutet: Eye Movement Desensitization and Reprogramming übersetzt Desensibilisierung durch Augenbewegung und Reprogrammierung.

Wenn Du damit experimentieren willst, kannst Du auf zwei Wegen interessante Erfolge erzielen. Erste Möglichkeit: Stelle Dir ein negatives Erlebnis vor und bitte Dein Gegenüber, die Hand oder zwei Finger links von Dir mit einer Frequenz von etwa zwei Hin- und Herbewegungen pro Sekunde für etwa fünf Sekunden zu folgen. Als Ergebnis kannst Du herausfinden, dass sich Dein Verhältnis zu diesem Erleben dramatisch verändern wird. In Verbindung mit einem guten Ressourcenanker werden Dir damit hervorragende Ergebnisse gelingen.

Die zweite Möglichkeit hat mit den Submodalitäten zu tun. Nimm einmal an, Du hast ein Projekt, bei dem Dir dazu Vertrauen fehlt und Du beständig im Zustand des „ich kann nicht….“ verweilst. Vielleicht hast Du es noch nicht von Deinem NLP Lehrer erfahren, aber es gibt SubmodalitätenORTE für „ich kann“ und „ich kann nicht“. Mit den Hand- und Fingerbewegungen kannst Du, wenn Du Dein Erlebnis am Ort „ich kann nicht“ visualisierst, die damit verbundenen negativen Gefühle löschen. Anschliessend stellst Du Dir AM ORT FÜR „ICH KANN“ die neue Handlung vor. Das ist ein Beispiel für Reprogrammierung.

Das ist erst der Anfang vieler interessanter Techniken im Zusammenhang mit den Augenbewegungen. Mehr davon erfährst Du in meinem NLP Practitioner, der grössten NLP Ausbildung in Deutschland.

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7 Antworten

    1. Chris sagt immer NLP lernt man nicht aus Büchern. Besuch einen Workshop oder mach ein paar Übungen mit einem bereits ausgebildeten NLP Practitioner. Dann bekommst Du ein Gefühl für NLP. Oder schau Dir den kostenlosen Online NLP Practitioner an
      Abgesehen davon ist das NLP Workbook von Joseph O’Connor am besten auf englisch eine Empfehlung wert.

      1. Man lernt NLP zwar nicht aus Büchern, aber es gibt zwei Bücher die mich dazu gebracht haben, ein NLP-Ausbildung bis zum Trainer zu machen.
        „NLP in Action“ von Thomas Rückerl
        und
        „Grenzenlose Energie, das Power Prinzip“ von Anthony Robbins. (Achtung, es gibt noch ein zweites Buch von Anthony Robbins mit sehr ähnlichem Namen, nämlich „Das Robbins Power Prinzip“ – das hat mir nicht halb so gut gefallen).
        Auch Chris Mulzer ist ein hervorragender Autor, aber so viel ich weiß, gibt es noch kein Buch von ihm (oder doch?)

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