Mehr Entscheidungsqualität

Erkenne Deine Handlungsoptionen

Warum sind erfolgreiche Menschen erfolgreich? Wissenschaftler, die mit Studien und Untersuchungen in vielen Ländern dieser Frage nachgingen, kamen allesamt auf eine Antwort. Die Qualität der getroffenen Entscheidungen markiert die Gruppe der Erfolgreichen. An zweiter Stelle steht die Selbstdisziplin, die ebenfalls zu den positiven Merkmalen erfolgreicher Menschen gehört. Sie steht an zweiter Stelle, weil es ja erst einmal etwas geben muss, bei dem es sich auch wirklich lohnt, es mit Disziplin zu verfolgen.

icon-news-16-48-handlungsoptionenIch stelle und beantworte in diesem Artikel die Frage, wie Du die Qualität Deiner Entscheidungen verbessern kannst. Du hast ja immer verschiedene Wahlmöglichkeiten, wenn Du eine Entscheidung triffst. Das glauben jedoch viele Menschen nicht. Ich höre oft Sätze wie: „Da gibt es nur eine Möglichkeit, ich kann doch nur….!“

Die bequeme Lösung

Wenn Du dieses Denkschema weiter verfolgst, hast Du tatsächlich nur noch die Möglichkeit, Dich zwischen ja oder nein zu entscheiden. Du machst es, oder eben nicht. Leider ist das die Entscheidungsstrategie vieler Menschen und ganz so einfach liegt der Fall wieder einmal nicht.

Du hast nämlich dabei außer Acht gelassen, dass vor der oben stehenden Aussage bereits eine ganze Menge passiert ist um Dich auf die einzige Möglichkeit zu reduzieren. Ich nenne diese Strategie „unbewusste Eliminierungsstrategie“. Sie schränkt Deine Wahlmöglichkeiten ein, ohne dass Du es bemerkst. Unbewusst findest Du Mittel und Wege alle Alternativen aus unterschiedlichen Gründen negativ zu belegen. Dann bleibt tatsächlich nur die eine, gangbare Möglichkeit zur Entscheidung.

Ein paar Beispiele gefällig, wie Du dies anstellst: Deine Bequemlichkeit ist ein wunderbares Kriterium für subbewusste Optionslimitierung. „Es“ wählt aus, was bequem ist, nicht was zweckmässig wäre. Der Rest wird vergessen. Oder die unbewusste Angst. Ihr Vorhandensein und die daraus resultierenden, schlechten Gefühle verstellen Dir den „Blick“ auf gute Entscheidungen. Oder die „worst case Szenarien“, vorgestellte Ereignisse mit schlimmem Ausgang. Wahrscheinlich durchläufst Du die Vorstellung auch noch assoziiert, bis Du die daraus resultierenden Ergebnisse als „wahr“ und vermeidbar löschst.

Truman has a Rich experience
Weltsicht und Bewusstsein

Eine öffentliche Antwort auf eine "Herausforderung" von Richard Bandler. Gegeben in gleicher Form wie er ("conversational" als NLP Fachterminologie) anlässlich eines Workshops. Der TrueMan hat eine RICHard Bandler Erfahrung. Lerne damit nebenher, wie Nested Loops angewendet werden, finde die versteckte Fast Phobia Cure, erfreue Dich an Sprachwitz und Zweideutigkeit und entdecke die Installation verschiedener Bewusstseinszustände.

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Es lohnt sich also, die unbewusst stattfindenden Wahlprozesse in Dein Bewusstsein zu bringen. Denn wieder einmal ist das Bewusst-Sein der Grund für die bessere Qualität Deiner Entscheidungen.

Eine gute Methode für Deine Entscheidungen

Damit Dir Deine subbewussten Strategien bekannt werden, schlage ich Dir ein kleines Experiment vor. Nimm eine beliebige Entscheidung, die Du treffen willst, oder musst. Setze Dich in einer ruhigen Minute (oder Stunde) an einen Tisch, nimm ein Blatt Papier zur Hand und notiere alle Möglichkeiten die Dir einfallen, wie Du diese Entscheidung treffen könntest.

Notiere auch solche Einfälle, die Du sonst gar nicht in Erwägung ziehst. In einem anderen Zusammenhang nennt man diese Tätigkeit „Brainstorming“. Wenn Du diesen Begriff im Internet nachschlägst, findest Du wichtige Grundregeln: Alles aufschreiben, keine Kritik, keine Limitierungen. Das finde ich einen sehr guten Grundsatz. Und nun: wieviele Möglichkeiten, Dich zu entscheiden, hast Du aufgeschrieben?

Ist es Dir vielleicht auch passiert, dass Du eine Wahlmöglichkeit auf’s Blatt geschrieben hast, die Dir im ersten Moment unrealistisch oder dämlich erschien? Und hat sich daraus vielleicht im nächsten Schritt eine Idee ergeben, die wirklich gut war? Siehst Du, deshalb sollst Du alles aufschreiben. Manchmal führt Nonsens eben zu wirklich guten Ergebnissen.

Schritt 1 für bessere Entscheidungen: Wahlmöglichkeit

Wie kommst Du nun dazu, bessere Entscheidungen zu treffen? Mein Ratschlag von oben gilt immer noch: Erst einmal alles sammeln, was für die Entscheidung relevant ist. Im nächsten Schritt wirst Du sortieren, und Dich erst dann schließlich entscheiden.

Lass also Deine Gedanken fließen. Einschränken (Entscheiden) kannst Du später immer noch. Das gilt auch, wenn Du keine Stunde Zeit hast, alle Möglichkeiten aufzuschreiben. Ein sehr erfolgreicher Unternehmer hat mir einmal den Rat gegeben, vor jeder beruflichen oder betrieblichen Entscheidung mindestens zehn gangbare Alternativen im Kopf zu finden.

Schritt 2 für bessere Entscheidungen: zu Ende denken

Es ist wirklich wichtig, die Konsequenzen aus jeder der mit dem Brainstorming gefundenen Alternativen bis zu Ende durchzudenken. Die meisten Menschen denken bis zum ersten unbekannten Faktor oder bis zu unangenehmen Gefühlen – und vergessen dann diese Handlungsoption gleich wieder.

Sie verfolgen eben die eine Option, die sich gut anfühlt und relativ bequem zu realisieren ist. Dabei ist das Gefühl meist nur ein assoziatives (nicht zu verwechseln mit „Assoziiert“) Gefühl. Bei neuen Dingen, die Du noch nie gemacht hast, sucht Dein Unbewusstes nach Ähnlichem und wenn es nichts findet, fühlt es sich gar nicht wohl. Meist bedeutet das, dass Du Dich für Bekanntes und Vertrautes entscheidest und unbekannte, aber vielleicht einfachere oder erfolgreichere Handlungsoptionen frühzeitig eliminierst.

Setz Dich also wieder mit Deiner Liste an einen Tisch und arbeite jede der zuerst gefundenen Wahlmöglichkeiten einzeln ab. Es ist wirklich aufschlussreich, was Du an zusätzlichen Informationen gewinnst, wenn Du jede Wahlmöglichkeit bis zu Ende durchdenkst.

Bewusst entscheiden bedeutet gut entscheiden

Ich habe mir die zwei Schritte der „Strategie zum Generieren von Handlungsoptionen“ zur lieben Gewohnheit gemacht.

  • Schritt 1: Möglichst viele Wahlmöglichkeiten generieren
  • Schritt 2: Alle Schritte bis zu Ende durchdenken

Ich laufe natürlich längst nicht mehr mit Block und Papier herum. Das mache ich im Kopf. Wenn Du Dich erst einmal daran gewöhnt hast, viele Optionen bewusst zu generieren, bevor Du Dich für irgend etwas entscheidest, wirst Du schnell feststellen, dass Dein Leben dadurch auch sehr viel turbulenter und abenteuerlicher wird.

Du kannst Dich dann auch ganz bewusst entscheiden, einmal eine eher unwahrscheinliche oder unbequeme Handlungsoption zu testen.

Wenn Du zum Jahreswechsel oder zu einem wichtigen Ereignis über Dein bisheriges Leben nachdenkst, oder einen Dich sogar daran gemacht hast, einen Lebensplan zu erstellen, wirst Du schnell herausfinden, dass es mit Deinen Handlungsoptionen, oder überhaupt mit den wahrgenommenen Möglichkeiten in Deinem Leben noch nicht zum Besten steht.

Vielleicht wäre es sinnvoll, für’s neue Jahr den Vorsatz zu fassen, keine Entscheidung zu treffen, bevor Du nicht mindestens fünf, besser noch zehn Handlungsoptionen bewusst in Erwägung gezogen hast. Das wäre doch einmal eine richtig gute und relativ einfach zu realisierende Entscheidung.

Es scheint Dir vielleicht trivial, Dich mit solch „Grundsätzlichem“ zu beschäftigen. Gestatte mir, Dir zwei NLP Grundannahmen ins Gedächtnis zu rufen. Man hat diese Grundsätze für so wichtig gefunden, dass man sie als Grundpfeiler für ein weltbekanntes Veränderungsmodell hergenommen hat:

  1. Wer über mehr Wahlmöglichkeiten in einer Situation verfügt, bestimmt die Situation
  2. Alle Ergebnisse Deiner Veränderungen sind etwas, das Du erreicht hast. Sie erweitern Dein Handlungsspektrum. Du kannst keine Fehler machen.

Ich wünsche Dir viel Spass bei der Umsetzung der Inhalte dieses Newsletters. Den wirst Du nämlich haben, wenn Du beginnst, Dich auch anders und mit besserer Qualität zu entscheiden, als bisher. Vielleicht führt Dich als Folge dieser Entscheidungen Dein Weg ja einmal in einen meiner Workshops. Das wäre dann eine gute Entscheidung.

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