Entwerfe Deinen Lebensplan in 4 Schritten

... und vermeide die größten Fehler

Wohin nur mit all Deinen guten Vorsätzen, Plänen, Wünschen, Träumen. Bei vielen Menschen bildet sich eine Nebelwolke des Wollens im Gehirn. Wäre es nicht eine gute Idee, endlich einmal Struktur in diesen großen, positiven Wirbel in Deinem Kopf zu bringen? Dazu gibt es eine sinnvolle Beschäftigung: Dein Lebensplan. Gestalte Ihn als einen strukturierten „Download“ aus Deinem Gehirn auf einen Bogen Papier. Das schafft Dir Übersicht und Klarheit im Leben und setzt eine Menge an Energie frei. Die kannst Du für Deinen Erfolg im Leben gut nutzen.

melencholiaFür die Gestaltung Deines Lebensplans nimmst Du Dir ab besten einen Nachmittag oder sogar einen ganzen Tag Zeit. Ein Regentag oder einer der trüben Tage im Herbst eignet sich sehr gut dazu. Achte darauf, dass Du Ruhe hast und ungestört bleibst. Vielleicht lässt Du entspannende Musik nebenher laufen, mit Betonung auf „entspannend“. Und dann leg los. Gliedere Deine Aktionen in die einzelnen, unten angegebenen Schritte. Denke daran, Pausen zwischen den einzelnen Schritten einzulegen. Geh spazieren, leg Dich schlafen, komme auf andere Gedanken. Im Modell von NLP nennt man dies „break state“.

Schritt 1: Sammle Deine Ideen

Damit Du schnell möglichst viele Deiner Ideen aus dem Gehirn bekommst, ist die Technik der Mind Map eine gute Idee. Die Ausführliche Beschreibung dieser Technik findest Du in einem eigenen Artikel. Nimm ein großes Blatt Papier und schreibe in die Mitte: Mein Leben. Sammle alle gegenwärtigen Projekte, Vorhaben, Deine Wünsche, Ziele und Träume auf diesem Blatt. Bei einem einigermassen aktivem Leben kommen da schnell fünfzig bis achtzig Punkte zusammen.

Schritt 2: Übertrage und ordne die Ideen

In diesem Schritt überträgst Du alle Aktionen mit Stichworten von der Mind Map auf kleine Karteikarten im Format DIN A8. Du kannst auch ein DIN A4 Blatt dreimal falten und reissen. Jedes Stichwort bekommt eine eigene Karte.

Dann ordnest Du durch Hin- und Herschieben die Karten zu sinnfälligen Gruppen an.

Schritt 3: Finde Namen für die Lebensbereiche

Wahrscheinlich ist Dir bei der Gruppierung schon der eine oder andere Name als eine Art von Überschrift für die Kartenstapel eingefallen. Wenn Du keine Idee hast, kannst Du die NLP Technik des Chunking für Dich nutzen, um einen Namen zu finden.

Gehe eine „Chunk-Ebene“ höher und bilde die nötigen Oberbegriffe für die einzelnen Gruppen. Zum Beispiel: Beziehung, Arbeit, Gesundheit, Vermögensbildung, Fitness, Ausbildung. Es gibt kein Richtig oder Falsch, die Bezeichnungen für Deine Lebensbereiche, die Du wählst,  sind richtig – für Dich.

Schritt 4: Gliedere die Bereiche nach Aktionsgrad

In diesem Schritt ordnest Du die einzelnen Karteikarten innerhalb der Lebensbereiche nach Priorität undAktionsgrad. Zuerst sortierst Du den jeweiligen Stapel an Karteikarten nach folgenden Kriterien:

Aktion läuft so, wie sie soll

Erklärt sich von selbst. Schön, dass es solche Bereiche in Deinem Leben gibt. Vor lauter „Problemen“ mit Deinen Aktionen und dem vielen planen kann es durchaus vorkommen, dass Du vergisst, die schönen Seiten des Lebens zu betrachten. Weil die Dinge in manchen Bereichen Deines Lebens so laufen, wie sie sollen, hast Du eine Referenz dafür, dass es Dir gelungen ist, Dinge zum Laufen zu bringen.

Oder Du hast zugelassen, dass das Universum die Dinge für dich an den Platz fallen ließ. Ankere einfach die guten Gefühle die damit verbunden sind und nutze die Ressourcen, die daraus entstanden sind. Dann stehen sie Dir in anderen Lebensbereichen zur Verfügung.

Auf den nächsten Stapel kommen die folgenden Aktionen:

Aktion kann mit geringen Veränderungen optimal laufen

Diese Art von Projekten oder Bereichen brauchst Du zu Deiner Motivation. Denn es läuft ja GUT – eben mit kleinen Ausnahmen.  Im Prinzip gilt das Gleiche wie bei Punkt eins UND es ist nur wenig Kraft nötig, um diese Bereiche erfolgreich zu machen. Bei diesen Projekten kannst Du das Pareto-Prinzip nutzen, dass nämlich mit zwanzig Prozent an Aufwand achtzig Prozent an Ertrag zu holen sind.

Ich kenne eine Menge an Menschen, welche die Mehrzahl Ihrer Projekte bis kurz vor den möglicherweise sonst unvermeidbaren Erfolg realisiert, um sich dann kurz vor dem Ziel auf vielerlei Arten ein Bein zu stellen. Diesen Typ von Mensch interessiert ein Projekt nur, solange es schwer ist. Erfolg würde es langweilig machen.

Was auch immer der Grund dafür sein mag, finde heraus, ob Du diesem Typus angehörst. Sag nicht: „So ein Hirnriss, würde MIR nie passieren!“ Denk lieber nach, wo in Deinem Leben bei Dir solche Muster bereits am Laufen sind. Ich weiß aus viele Coachinggesprächen dass EIN bewusst durchbrochenes Muster, EIN bewusst zum Ziel geführtes Projekt die gesamte Strategie zum „Einsturz“ bringt. Im NLP Jargon nennt man dies „Generalisierende Integration“. Also los…

Aktion braucht größere Veränderungen um optimal zu laufen

In diesem Bereich kann Dir die Anwendung des NLP MetaModells sehr gute Dienste leisten. Einige Anregungen für Fragen: Hast Du das Ergebnis definiert? Nur wer weiß, wohin er will, kann ZIELstrebig sein. Hast Du die Erreichbarkeit Deines Ergebnisses geprüft. Im Modell von NLP nennt man dies Ökologie-Check. In diesem Zusammenhang habe ich im Netz gegoogelt und wieder einmal nur Larifari gefunden. Den Ökologiecheck mache ich deshalb zum Thema des nächsten Newsletters.

Wenn Du sicher bist, Dein Ergebnis definiert zu haben, kannst Du Dich auf die Ressourcen konzentrieren. Was habe ich schon zur Verfügung, um das Projekt zu realisieren und was brauche ich noch dazu? Es ist sinnvoll eine zweispaltige Liste zu schreiben und das Soll und Haben einander gegenüber zu stellen. Das zeigt Dir genau, wo Dein Projekt steht. Aus dem Projektmanagement kommt der zusätzliche Vorschlag, die nötigen Schritte zum Projektergebnis genau aufzuschreiben. Schritt für Schritt. Ich ergänze: Frage nach jedem Schritt (der Gedanke dazu kommt aus dem Modelling): „Gibt es noch etwas, was ich vor diesem Schritt machen muss, damit dieser Schritt erfolgen kann?“ So kommst Du gelöschten Prozessen auf die Spur. Frage Dich darüber hinaus bei jedem Projektschritt: WIE genau mache ich diesen Schritt (Prozessfrage aus dem MetaModell). Du kannst fragen: „WANN genau werde ich diesen Schritt erledigt haben?“ um zu einem Rahmenzeitplan zu gelangen.

An der Liste der Fragen (die hier nur für EINEN Bereich stehen) bemerkst Du sicherlich gerade, dass tatsächlich auch Arbeit nötig sein kann, Deinen Lebensplan in Ordnung zu bringen. Vielleicht hast Du auch herausgefunden, dass es machmal sinnvoll sein kann, einzelne Bereiche in detaillierte Unterbereiche aufzuteilen, die sich sehr viel leichter realisieren lassen.

Ein Beispiel: Lebensbereich aus dem Bereich WISSEN und FäHIGKEITEN (so heißt er bei mir): Japanisch lernen. Zergliedert sich in die Bereiche: Sprache sprechen lernen. Vokabeln lernen. Sprache schreiben lernen. Sprache im Alltag anwenden lernen. Jeder dieser Bereiche hat immer noch wieder Unterbereiche. Weiteres Beispiel zum Bereich „Sprache im Alltag anwenden lernen.“ In Deutschland anwenden lernen: Japaner auf der Strasse mit ihrer Sprache ansprechen. Einmal pro Monat an Veranstaltungen des japanischen Kulturinstituts teilnehmen, im Internet japanische Animes in originaler Spache ansehen. Und so weiter. Die Sprache in Japan anwenden lernen: Nach Japan reisen. Nur Japanisch sprechen. Und so weiter.

Der große Vorteil, sich mit einem Lebensbereich so genau zu beschäftigen, liegt in der Menge der Optionen, die Du damit generierst. Und: es wird Dir nie langweilig werden. Stell Dir vor, meine einzige Möglichkeit des Japanischen mächtig zu werden, wäre es, einen Volkshochschulkurs zu besuchen. Dabei gibt es wirklich sinnvoll aufbereitete Sprachkurse zum Selbststudium. Mir zum Beispiel kommt die Pimsleur Methode sehr entgegen. Andere lieben die Rosetta Stone Methode, wieder andere die klassische Methode. Siehst Du, schon sind wir mitten drin.

Aktion läuft nicht, weil noch nicht begonnen

Aus dem Modelling kommt die Frage: Was ist der erste (vielleicht ganz kleine) Schritt, den Du JETZT gleich tun kannst, damit Du weißt, dass Du begonnen hast, Dein Projekt zu realisieren. Dann brauchst Du Dich nur zu entscheiden, diesen kleinen Schritt zu tun – voila, schon ist Dein Projekt angelaufen, alle weiteren Fragen beziehen sich auf Punkt 3. So einfach kann es sein.

Aktion ist ein Traum, ein Wunsch oder ein fernes Ziel

Es wird bei Deinem Lebensplan einen eigenen Bereich geben, der die Überschrift trägt: NTH. Dort hinein kommt alles, was ich nicht sofort realisieren kann, oder will und was mir interessant genug erscheint, irgendwann einmal Aktion zu ergreifen. Willst Du ein Beispiel: Meine Tagebücher scannen und kommentieren. Ja, irgendwann werde ich die Zeit dazu haben. Bis dahin bleibt es NTH.

Alle Deine Wünsche und Träume gehören in diese Kategorie. Achte darauf, dass dieser Bereich klein bleibt. Sonst könnte es sein, dass Dein Leben nur aus Wünschen und Träumen besteht, jedoch nicht aus Taten und Wirkungen. Am Anfang wird die Liste Deiner Wünsche wahrscheinlich recht lang sein. Du kannst sie kürzen, wenn Du Dir eine Frage stellst und die Antwort darauf in Aktion münden lässt:

Frage Dich: „Will ich mein Projekt überhaupt einmal realisiseren?“

Anwort 1: „Ich habe mich entschlossen, das Projekt zu realisieren.“
Dann fange endlich an damit…!
Antwort 2: „Ich habe mich entschlossen, das Projekt nicht zu realisieren!“
Dann vergiss es! Entscheide Dich, solche Projekte loszulassen. Sie beanspruchen nur nutzlose Energie und Platz in Deinem Gehirn. In jeder Woche werden mir viele Projekte angeboten. Ich weiß, dass ich sie mit Erfolg realisieren könnte. Doch meine Zeit ist endlich. Auch für mich hat der Tag nur 24 Stunden.

Alle Angebote kannst Du unmöglich realisieren. Also musst Du Entscheidungen treffen. Es ist eine Verschwendung Deiner Ressourcen, Projekte halbherzig anzugehen und sie dann im Sande verlaufen zu lassen. Lieber, so sagt doch der Volksmund so schön, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Zum Loslassen empfehle ich Dir ein kleines Ritual: Schreib das Projekt, das Du loslassen möchtest auf ein Blatt Papier, falte es und zünde es an vier Ecken (auf dem Balkon oder im Garten) an. Sieh zu, wie es Dich verlässt und zu Asche zerfällt. Sehr erleichternd, kann ich aus eigener Erfahrung berichten.

So arbeitest Du Dich durch Deine gesamten Aktionen hindurch und wirst erstaunt sein, wie groß der Stapel an möglichen Projekten wird. Wenn Du dann fertig bist, solltest Du die Inhalte Deiner Karteikarten auf einen großen Bogen Papier oder eine Computerdatei übertragen und damit fixieren. Aus meiner Sicht ist es nicht nötig, Dich beständig mit Deinem Lebensplan zu befassen.

Du wirst bemerken, dass im Verlaufe der Zeit sich vieles so realisiert, wie Du es geplant hast – ohne Dein bewusstes Zutun. Wenn Du nach ein paar Jahren Deinen Lebensplan wieder zur Hand nimmst, wirst Du erstaunt sein. In vielerlei Hinsicht. Lass Dich überraschen.

So, jetzt hast Du den Artikel eigentlich bis zu Ende gelesen. Wenn es Dich interessiert, findest Du nachfolgend einige typische Hindernisse beim Lebensplan, die mir aufgefallen sind. Für das Erstellen Deines Lebensplans sind die Informationen nicht nötig. Du kannst gleich beginnen:

Fehler Nummer 1: Der unreflektierter Glaube

Damit Du unbeeinflusst entscheiden kannst, brauchst Du erfahrungsbasierte HandlungsOPTIONEN. Das sind Auswahlmöglichkeiten, deren Qualität Du erfahren hast.

Nimm vielleicht als Beispiel den Bereich Deiner Gesundheit. „Ich möchte gesund sein…“ Das könntest Du auf Dein Blatt geschrieben haben. Jetzt kannst Du das NLP MetaModell anwenden und fragen: WAS GENAU verstehe ich darunter? Oder um auf mögliche Handlungen zu kommen: „Wie genau möchte ich meine Gesundheit erreichen?“ Und schon geht es los. Du kannst Dich fragen: Was ist Gesundheit?

Im Modell von NLP ist das Wort „Gesundheit“ als ein unbestimmtes Hauptwort  definiert. Den Inhalt davon interpretiert jeder Mensch für sich anders. Die WHO definiert Gesundheit zum Beispiel als Abwesenheit von Krankheit. Das ist mir zu wenig! Das Resultat von Gesundheit ist in meiner Welt eine Art von dauernder strahlender Laune, kombiniert mit körperlichem Wohlbefinden. Juhuu, ja, das will ich! Nur, wie komme ich dahin? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, von „erfahrungsbasierten Handlungsoptionen“ zu sprechen.

Was, im Hinblick auf Deine Gesundheit, hast Du denn selbst erlebt, selbst ausprobiert und verworfen, oder behalten? Meist ist es doch so, dass Du den Aussagen Anderer glaubst. Der Schulmedizin, der Homöopathie, der klassischen chinesischen Medizin, dem Heiler oder wem nicht sonst noch alles. Stell Dir vor, alle die getroffenen Aussagen wären Optionen für Dich, zwischen denen Du Dich entscheiden musst.

Wenn Du niemandem den unreflektierten Glauben schenkst, bleibt Dir als einzige Möglichkeit das Ausprobieren. Was passiert, wenn Du in Bezug auf Deine Gesundheit einem anderen Ansatz glaubst, als dem, dem Du gerade nachhängst. Das bedingt im logischen Schluss, dass Du zuerst herausfinden solltest, welches Glaubenssystem in Dir manifestiert ist.

Nicht nur in der Medizin, das gilt für alle Lebensbereiche. Fragen über Fragen: Welches Essen ist das Richtige für Dich? Welche körperlichen (Ausgleichs)betätigungen sind die richtigen? Für Dich? Wie schaffst Du es, durch das, was Du isst und tust, Deinen Körper zu einer dienenden Hülle für einen wachen Geist zu machen? Hilft halt nix, sagt man in Bayern, da musst Du selber ran.

Der Weg ist das Ziel. Vor einigen Monaten habe ich mit Freunden die Limonadefastenkur ausprobiert. Dann war ich vier Wochen bei einer Ayurvedakur. Dann mixte ich mir jeden Morgen einen „green smoothie“ für den Du übrigens keinen teuren Mixer brauchst, einer für 20 Euro aus dem Supermarkt tut es erst einmal genauso, auch wenn die Werbung anderer Meinung ist. Vor einem Jahr habe ich eine Fleischdiät ausprobiert. Zwischendrin war ich eine Zeit Vegetarier.

Ich habe ausprobiert und manches davon als gut behalten. Wichtig ist, dass ich alle diese Erfahrungen gemacht habe und deshalb meine heutigen Entscheidungen auf meinen Erfahrungen basieren.

Fehler Nummer 2: Taktik mit Strategie verwechseln

Damit Du die Auswirkungen Deiner Entscheidungen auch wahrnehmen kannst, brauchst Du einen geeigneten Zeitrahmen für dieses Ausprobieren und geeignete Entscheidungskriterien. In Deiner Planung gibt es den taktischen und den strategischen Aspekt.

Ein weiteres Beispiel: Wenn es Dir dreckig geht, kannst Du dich entscheiden, sofort etwas dagegen zu unternehmen, damit es Dir auch sofort besser geht. Wenn Du Kopfschmerzen nach einer zu langen Nacht hast, kannst Du sofort eine Kopfschmerztablette nehmen. Gleich danach wird es Dir besser gehen. Bis zum nächsten Mal. Das nennt man eine taktisches Verhalten (kurzfristig).

Du kannst auch die Struktur Deiner Handlungen im Leben so verändern, dass es Dir weniger oft Scheisse geht. Du könntest also öfter rechtzeitig nach Hause gehen oder über den Abend hinweg einfach weniger oder keinen Alkohol trinken. Dann entsteht erst gar kein Kopfschmerz. Das ist strategisches Verhalten (langfristig).

In Deiner schriftlichen Lebensplanung sollte es also taktische und strategische Elemente ifür ein gewünschtes Ziel geben. Ein Beispiel: 10 kg abnehmen durch Fasten ist taktisch. Dauerhaft ideales Gewicht durch eine Veränderung Deines Essverhaltens ist strategisch.

Fehler Nummer 3: Limitierende Glaubenssätze anderer Menschen übernehmen

Wenn Du entschieden hast, Dich mit Handlungsoptionen zu versehen, wirst Du viele verschiedene Dinge ausprobieren. Das macht Spass und sollte ein wichtiger Teil Deines Lebens sein. Teste das, was Du neu tust eine bestimmte Zeit und achte auf den strategische und  taktische Aspekt. Dadurch versetzt Du Dich in die Lage, überhaupt Entscheidungen treffen zu können, die Du dauerhaft in Deinem Leben verankern kannst.

Ein Körpertherapeut hat mir einmal gesagt, wenn „man“ über 50 Jahre alt ist, kann sich der Körper nicht mehr verändern. Das habe ich als seinen unverbindlichen Glaubenssatz markiert und meine eigenen Erfahrungen damit gemacht. Ich während meiner Ayurvedakur drei Wochen lang jeden Tag morgens Yogaübungen gemacht … und wurde sehr viel gelenkiger.

Wieder zu Hause, habe ich mich dann entschieden, einen Monat lang jeden Tag eine Kurzversion meiner Übungen weiter zu machen. Das direkte Ergebnis war, dass ich mich jeden Morgen (taktisch) nach dem Yoga wunderbar fühlte und dass sich (strategisch) meine Körperhaltung und meine Gelenkigkeit im Laufe der Zeit sehr verbesserten.

Ich entschied mich, meine morgendlichen Übungen für ein Jahr beizubehalten. Dabei half mir die Einsicht, etwas Sinnvolles für meine Gesundheit zu tun. Mittlerweile sind meine morgendlichen Übungen zur Gewohnheit geworden, ich brauche dafür auch keinen Zeitrahmen mehr. Die tägliche Yogaübung gehört, wie das Zähneputzen oder das Frühstück, zu meinem Leben. „Ohne“ fühle ich mich nicht wohl.

Fehler Nummer 4: Bastle Dir Deine eigene Glaubenswelt als Entschuldigung

Neulich, als die administrative Arbeit wieder einmal unvermittelt und in dramatischer Menge über mich hereinbrach, sah ich auf der Webseite der Sonnenaktivität nach. Ganz spontan. Und siehe da: Riesenausbrüche an Sonnenenergie. Dazu stand der Mond mit dem Saturn und dem Uranus im 278ten Haus und im Horoskop hatte sowieso gestanden, dass ich in dieser Woche genau aufpassen sollte.

„Siehste“ hab ich mir gedacht, „jetzt weiß ich also genau, warum das alles passiert. Ist ja auch kein Wunder…!“  Eine fadenscheinige Begründung für all das gefunden zu haben, hat mich der Lösung meiner Aufgaben KEINEN EINZIGEN Schritt näher gebracht. Eigentlich hätte  nur ein weitereres kleines Schrittchen gefehlt: „Na, da kann MAN nix dagegen machen, da ist jetzt einfach das Universum gegen mich,…!“ Und mit diesem „Wissen“ könnte ich wieder ins Bett zu gehen, die Bettdecke über den Kopf ziehen und mich selber zu bedauern. UND natürlich könnte ich den festen Vorsatz zu fassen, irgendwann einmal zu Chris in den Workshop zu gehen, damit der mich „umprogrammiert“, damit ich endlich Erfolg haben MUSS.

Fehler Nummer 5: Hektische Aktion sofort

Dies ist ein Ratschlag, vor allem für die Jüngeren. Es geht um die Geduld, die Dir oft viel hilft. Ein Weiser Mann hat einmal gesagt, dass es eine große Gabe sei, die Dinge an ihren Platz fallen lassen zu können. Oft hilft es Dir, einfach in Gedanken ein paar Schritte zurückzutreten und Dich zu fragen, ob Du jetzt überhaupt Aktion ergreifen musst.

Wenn es Dir gelingt, über eine bestimmte Zeit hinweg den Lauf der Entwicklung eines Projektes zu beobachten, braucht es vielleicht nur sehr wenig Energie, vielleicht nur einen kleinen Schubs  – im entscheidenden Moment – um Deinem Projekt mit Riesenschritten die richtige Richtung zu geben.

Frage Dich einfach: „Muss ich JETZT wirklich etwas tun?“ Viele Menschen sind schnell ungeduldig. Wenn sie die Entscheidung getroffen haben, einen Traum zu verwirklichen, kann es ihnen mit der Realisierung nicht schnell genug gehen. „Gut Ding will Weile haben!“ sagt der Volksmund. Zur Selbstdisziplin gehört nicht nur, in die Aktion zu kommen, wenn es an der Zeit ist, sondern auch warten zu können, bis der richtige Moment zum Handeln gekommen ist. Diesen Teil vergessen Viele.

Zum guten Schluss

Siehst Du, so schnell kann es gehen, dass Du in die Aktion kommst, Dein Leben planend und realisierend in die Hand zu nehmen. Ein guter Plan ist ein entscheidender Schritt zum Projekterfolg. Vielleicht probierst Du es einfach einmal aus. Nimm einfach EIN Projekt, vielleicht eines, das nicht so gut läuft, und analysiere es mit den Fragen, die ich Dir weiter oben vorgestellt habe. Notiere die einzelnen Schritte zum Ergebnis und überlege Dir die dazu jeweils nötige Zeit. Dann gehe den ersten Schritt und beginne, DEIN Projekt zu realisieren. Damit beginnst Du gleichzeitig, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es ist tatsächlich so einfach.

Und wenn Du erst einmal ein Projekt selbst so in die Hand genommen haben wirst und Erfahrung damit gesammelt hast, wie einfach es ist, mit einem guten Plan in die Tat zu gelangen, dann wirst Du sicherlich auch Geschmack daran finden, mehr und mehr Bereiche Deines Lebens auf diese Art und Weise in Angriff zu nehmen. Dabei wünsche ich Dir den bestmöglichen Erfolg, in jedem Falle viele gute Gefühle und “ Spass soll auch ganz viel dabei sein.

Es lohnt sich sehr, mit Deinem Lebensplan in die Aktion zu kommen. Das Lesen hat noch lange kein konstruktives Ergebnis. Lass Dir ruhig Zeit und verbringe eine oder vielleicht sogar zwei Stunden an jedem Tag mit Nachdenken über Dein Leben.

Natürlich gibt es den Lebensplan auch bei mir. Seit vielen Jahren nehme ich mir an einem bestimmten Tag des Jahres (bei mir ist es der 26te Dezember) den letztjährigen Plan vor, um ihn zu aktualisieren. Es ist wie beim Lesen meiner alten Tagebucheinträge. Nach einigen Jahren zeigen sich die Unzulänglichkeiten meiner Planungen überdeutlich. In diesem Zusammenhang empfehle ich Dir, wenn Dich die etwas umständliche Sprache nicht stört, die Lektüre der Adalbert Stifterschen Novelle: „Die Mappe meines Urgroßvaters“. Gibt es kostenlos bei Amazon

Ich glaube übrigens, dass alleine die Beschäftigung mit Deinem Lebensplan das Räderwerk des Universums in Gang setzt. Dass Dir das Universum dabei hilft, Deine Wünsche erfüllt zu bekommen, solange Du das ausführst, was das Universum in seiner unermesslichen Weisheit Dir aufzutragen geruht hat. Den Platz auszufüllen, den das Universum mir zugewiesen hat. Das zu tun, was ich am besten kann. Meinen karmischen Pfad wandeln.

Meine Erkenntnisse sollen Dir eine Anregung zum Nachdenken über Dein Leben sein. Ich schreibe ja indirekt in diesem Artikel auch über die Notwendigkeit, Deine Zeit, die Du im Leben zur Verfügung hast, so nutzbringend anzuwenden dass Du möglichst viele Deiner geplanten Projekte zu realisieren vermagst. Wie sagt Adalbert Stifter:

Die Zeit ist ein kostbares Gut. Sie will sorgfältig verwendet werden.

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Ein Kommentar

  • Hi Chris,
    Klasse Artikel! Hat mich ein paar Tage beschäftigt und viel Energie gegeben. Und das mit der Astrology ist sehr lustig. Tief sitzende und lang gehegte Glaubenssätze aufbrechen jedoch nicht so. Hat auch im ersten Workshop nur bei einfacheren selbstlimitierenden Glaubenssätzen funktioniert. Any hint for the difficult ones?

    Antworten

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