Pareto-Prinzip: Wenig Aufwand – viel Ergebnis

Von den Faulen schneller und einfacher lernen

Mit seinem Bestseller „The Outliers“ hat Malcom Gladwell auf der einen Seite den Nerv unserer Zeit getroffen. Andererseits hat er auch viel Schaden angerichtet. Viele Menschen haben nämlich seither eine große Scheu davor, überhaupt Neues lernen zu wollen. Er hatte die Devise ausgegeben: In 20.000 Stunden zur Weltspitze! Er mag damit Recht haben, hat aber viele Menschen dazu bewogen, lieber gleich Abstand zu nehmen, als so viel Zeit zu investieren. Wieviel Aufwand braucht es jedoch wirklich, um etwas wenigstens dilettantisch (lat. diletare: aus Freude an…) zu lernen? Viel, viel weniger.

Das Pareto-Prinzip im Video erklärt

Hir präsentiere ich Dir meine eigenwillige Interpretation des Pareto Prinzips – an einem spektakulärem Ort, der Mae Usu Tropfsteinhöhle in Thailand. Sie war für viele Jahre das Ziel im Trainertrack.

Überflieger – in 20.000 Std. zur Meisterschaft

Malcolm Gladwell hat mit seinem Buch „Outliers – Die Überflieger“ Standards gesetzt. Und er hat in unsererD Gesellschaft für viel Unruhe gesorgt. 20 000 Stunden Übung machen ich zum Weltmeister in jeder Disziplin. 20.000 Stunden: Wer ist bereit, 20.000 Stunden lang zu üben, um dann Weltspitze zu werden? Ich meine, in unserer heutigen, voll digitalisierten Informationsgesellschaft geht es meistens darum, relativ schnell und unaufwendig zu akzeptablen Ergebnissen zu kommen.

Das bringt meine Gedanken auf das Pareto Prinzip. Ursprünglich sagt das Pareto Prinzip, dass du mit 20 Prozent Aufwand bereits 80 Prozent des Ergebnisses erreichen kannst. Mir genügt es zu sagen: wenig Aufwand, viel Ergebnis. Wenn Du Dich ein bisschen im Internet umguckst, wirst du feststellen, dass es dazu schon bereits eine ganze Menge an Anleitungen gibt. Sie laufen unter dem Stichwort „Hack“.

Mit dem Pareto-Prinzip in 20 Stunden Vieles lernen

Nimm beispielsweise einmal die 20 Stunden Regel. Wenn Du etwas Neues lernen möchtest, findest du im Internet meistens schon eine Menge Informationen darüber, wie genau Du das tun kannst. Du kannst Dir 20 Stunden reservieren, um eine Fähigkeit in den Grundzügen zu lernen. Du kannst Dir beispielsweise vornehmen, Dich 20 Stunden lang mit eine Thema zu beschäftigen, das Dich interessiert. Du wirst verwundert sein, wie gering die Hürden und wie groß das erzielte Ergebnis sein wird.

Ich habe mich ein bisschen im Netz umgesehen. Ich habe gesehen, dass Du, wenn Du das willst, in 20 Stunden lernen kann, jeden Popsong, der jemals geschrieben wurde, mit der Gitarre zu begleiten. Wenn Du es richtig anstellt, sind fünf Akkorde und die dementsprechenden Griffe notwendig. Dann kannst Du zu jedem Song eine akzeptable Begleitung finden. Natürlich bist Du nicht gleich Jimi Hendrix. Aber wer will das schon? Vielleicht willst Du ja nur am Lagerfeuer gute Stimmung machen. Dazu reichen 20 Stunden allemal.

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Hast Du auch manchmal den Munchie Blues und plünderst den Kühlschrank und nimmst Dinge zu Dir, von denen Du weisst, dass sie Dir nicht gut tun? Kannst Du häufig nicht aufhören, wenn Du eigentlich schon satt bist? Liebst Du Fettes und Fleischiges mehr als Grünes und Fruchtiges? Dann bist Du hier richtig.

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Sprachen lernen im Pareto-Prinzip

Wenn Du eine neue Sprache lernen möchtest, verhält es sich ganz ähnlich. Mit nur einhundert Vokabeln im richtigen Kontext kannst Du ganz einfach 80 Prozent einer Sprache durchdringen. Dann bräuchtest Du vielleicht noch etwas Flexibilität und eine etwas niedrigere Hemmschwelle im Hinblick auf Deine gewünschte Professionalität und Deine zu erzielende Perfektion. Wenn Du in der Lage bist, viele Sprachfehler zu machen, wenn Du Dir jemanden suchst, der die Sprache spricht und mit ihm oder mit ihr sprichts, wirst Du Dich sehr schnell in der neuen Sprache orientieren können.

Ich habe mir sagen lassen, dass Du mit einem Freund oder einer Freundin aus dem Land, dessen Sprache Du sprechen willst, die Sprache fast von alleine zu Dir kommt. Such Dir also jemand, mit dem Du sprechen kannst, und lerne ein paar wichtige Vokabeln auswendig. Dann kannst Du tatsächlich innerhalb weniger Stunden riesige Fortschritte machen. Solltest Du eine wissenschaftliche Diskussion führen wollen, oder Philosophie studieren, empfiehlt es sich, vielleicht ein paar Worte mehr zu lernen. Das allerdings ist dann weit, weit, weit vorne.

Neues einfach möglich machen

Überlege Dir einmal: 20 Stunden sind wirklich nicht viel. In 20 Stunden kannst auch Du für Dich herausfinden, ob Dir das, was Du Dir schon so lange wünschst, überhaupt Spaß macht! Die meisten Menschen meinen, sie müssten 20 000 Stunden bis zur Weltspitze investieren und analysieren und lernen und proben und machen und tun, um dann am Ende herauszufinden: Eigentlich will ich das gar nicht. 20 Stunden – mehr sind nicht nötig. Und glaube mir, es gibt Anleitungen für Alles im Internet. Ob Du einen Kuchen backen möchtest, ein Spiel spielen möchtest, ein neues Kartenspiel beherrschen möchtest, ob Du Gitarre, Klavier, Saxophon oder was weiß ich sonst auch immer lernen möchtest.

Lege Dich lieber nicht mit den Ansprüchen von Malcolm Gladwell an. Programmiere Dir Deine 20.000 Stunden aus dem Kopf und denke lieber zuerst an die 20 Stunden. Dann entscheide nach 20 Stunden, ob Du vielleicht nochmals 20 Stunden investieren willst – und dann vielleicht nochmals 20 Stunden, weil es Dir so viel Spaß macht?

Du musst nicht immer Spitze sein

Nimm meinen Beruf als Beispiel: der Weg zur Weltspitze der Trainer ist hart und steinig. Ich arbeite lieber nach dem Pareto Prinzip und bin der zweitbeste NLP Trainer Deutschlands. Dann bin ich zwar nicht der beste Trainer, von denen es ja so viele gibt. Zumindest, die es von sich auf ihren Webseiten behaupten. Ich arbeite lieber ganz heimlich, still und leise im zweiten Glied. Ich weiß auch: Als zweitbester Trainer Deutschlands kann ich mit meinen Teilnehmern an magische Orte gelangen und kann für mich das genießen, was mit viel weniger Zeit und mit viel weniger Aufwand zu erreichen ist.

Lehne Dich einfach einmal ganz weit zurück, entspanne Dich. Überlege Dir, was Du wirklich lernen willst. Suche zuerst einmal im Internet danach. Entscheide Dich, ob Dir das Lernen die Investition von 20 Stunden wert ist. Mache Dir das V mit den beiden Fingern (das Zeichen für Victory) zu einem visuellen Anker. Das sind dann nicht nur 20 Stunden, das ist Dein persönliches Zeichen für Victory. Es ist Dein persönlicher Sieg. Dann, nach 20 Stunden kanst Du weiter überlegen, wo Du gerade stehst und ob Du weitergehen willst. Viel Spaß wünsche ich Dir bei diesen Entscheidungen, was auch immer DU gerne für Dich erreichen möchtest. Und denke daran: Neues lernst Du damit allemal.

Hier ein paar youtube Videos zur Anregung:

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