Master Cleanse

Leichter fasten mit Zitronensaft und Ahornsirup

Mit 16 Jahren probierte ich meine erste Fastenkur aus. Ein älterer Bekannter meines Vaters erzählte, er praktiziere sie mit viel Erfolg einmal in jedem Jahr. Genauere Details wusste ich nicht. Ich hörte einfach auf zu essen. Nach einigen Tagen war ich so geschwächt, dass ich „freiwillig“ zum „normalen“ Leben zurückkehrte. So hatte ich am eigenen Körper gelernt, mich erst einmal zu informieren und DANN zu handeln.

Seitdem ist kein Jahr vergangen, in dem ich nicht die eine oder andere Art einer Fastenzeit für mich durchgeführt hätte. Ich habe eine Menge an Erfahrungen über das Fasten gesammelt. Darüber will ich heute schreiben. Ich will werten. Gerade das ist es ja, was Dir fehlt, wenn Du, vielleicht zum ersten Mal, fastest.

Warum sollst Du Fasten?

Um es gleich am Anfang zu sagen: Gewicht wirst Du mit dem Fasten keines verlieren. Klar, ein paar Pfunde bleiben immer auf der Strecke. Wenn Du allerdings Deine Essensmuster nicht veränderst, wird es nicht lange dauern, bis Du wieder beim alten Gewicht gelandet bist. Warum dann fasten? Ich meine, ab und zu braucht Dein Körper eine Auszeit.

Du brauchst nur einmal Deine Ausscheidungen zu betrachten. Deine Zunge färbt sich im Verlaufe des Fastens in den buntesten Farben. Deine Haut riecht, manchmal nicht sehr angenehm und auch beim Pinkeln wirst Du sehen und riechen, dass gerade etwas ausgeschieden wird. Alle diese Beobachtungen sind für mich ein Grund zur Freude. Sie bedeuten, dass ich gerade wieder einmal Dinge los werde, auf die ich gut verzichten kann.

Ich persönlich schätze meine unglaublichen Hochstimmungsphasen während des Fastens besonders. Es kann passieren, dass ich in den klaren Momenten einer zehntägigen Fastenzeit mehr an kreativer Arbeit zustande bekomme, als im gesamten Jahr zuvor. So ist das Fasten nicht nur gut für Deinen Körper, sondern auch gut für Deinen Geist.

Energetisches Schutzschild
Schutz vor negativer Energie

Diese Hypnose CD vermittelt Dir den Zugang zu einem Schutzmechanismus, der sonst im Unbewussten verborgen bleibt. Du lernst ganz einfach, einen starken Schutzschild aus Licht und Energie aufzubauen und ihn jederzeit einzusetzen, wenn Du ihn benötigst. Er hilft Dir in all jenen Fällen, wo die reine Energie und die geschützte Persönlichkeitsphäre in Deinem täglichen Leben wichtig und hilfreich sind.

ab 20,00 €  ...mehr erfahren

Mach Dich allerdings auch auf ein manchmal dramatisches Theater gefasst. Die Träume während des Fastens, wenn Geist und Körper auf Loslassen geschaltet haben, sind häufig nicht von schlechten Eltern. Manches Mal brauchte ich einige Zeit am Vormittag, bevor mich jene Gefühle auch wirklich verlassen hatten, die während des Schlafes ins Traumbewusstsein trudelten. Am besten ist es, Du nimmst Dir für Deine Fastenkur eine Auszeit.

Wann sollst Du fasten?

Stell Dir nur vor, wie  viel an Müll sich im Verlaufe der Zeit in Deinem Körper ansammelt. Gerade im Frühjahr, nach den fetten Tagen von Weihnachten und danach ist eine gute Zeit für eine Fastenkur. Mein persönlicher Ratschlag: ich würde mir die wärmere Jahreszeit aussuchen. Durch den reduzieren Energiehaushalt fühle ich mich ab und an kühl. Dann setze ich mich gerne in die Sonne – wenn ich kann.

Wie sollst Du fasten?

Das psychisch und physisch härteste Fasten waren für mich die 25 Tage trockenes Fasten. 25 Tage kein Essen, kein Trinken. Ja, das macht Dein Körper mit. Das harte Fasten ist eine der ältesten Methoden des Fastens. In der Bibel kannst Du mehrere Augenzeugenberichte darüber lesen. Lies nur einmal die Offenbarung Johannis dann wundert Dich nichts mehr. Diese Art von Halluzinationen „befielen“ auch mich. Wenn Du ein Masochist bist, ist diese Methode des Fastens für Dich empfehlenswert.

Lass Dich nicht täuschen:  Geist und Körper sind während des Fastens fit für große Taten. Ich selbst habe während einer Fastenzeit einen 10tägigen NLP-Practitioner durchgeführt. Dabei musste ich feststellen, dass manches Mal wirklich viel Willenskraft nötig war, um jene Leistung aufzubringen, die nötig ist, um Menschen zur Veränderung zu bewegen.

Deshalb mein Ratschlag: Es ist viel schöner, den Tag über rumzutrödeln, wenn dies Dein Körper verlangt. Zur Ruhe zu kommen, zu lesen, Musik zu hören, etwas aufräumen, dösen und einmal am Tag für eine oder zwei Stunden an die frische Luft zu gehen und Dich in moderater Bewegung (also Spazierengehen, langsames Joggen usw.) etwas auszulüften. Das reicht völlig aus.

Die Vorbereitung

Vor dem Fasten steht eine gründliche Darmreinigung auf dem Plan. Ich starte das Fasten mit einem kompletten Obsttag und trinke dann am ersten Fastentag in der Frühe ein großes Glas mit lauwarmem Wasser, dem ich zwei Esslöffel FX-Passagesalz beigemischt habe. Kleiner Trick: das Glas zu einem Viertel mit Wasser füllen, das Salz hinein, warten, bis das Schäumen zu Ende ist und dann den Rest Wasser auffüllen. Sonst gibt es eine große Sauerei.

Dieses Procedere wiederhole ich nochmals am Nachmittag und schon hat das Fasten begonnen. Darmereinigung ist sehr wichtig. Ich trinke an JEDEM Fastentag ein Glas mit Wasser und Passagesalz. Das entfernt die alten Ablagerungen und unverdauten Reste aus dem Darm, die sich während des Fastens lösen.

Normalerweise nimmt Dein Darm Nährstoffe aus dem Essen auf, doch während des Fastens wird er zum großen Ausscheidungsorgan. Der Dreck muss also raus. Wenn Du damit zuricht kommst, empfehle ich Dir auch regelmässige Einläufe, etwa jeden zweiten Tag. Das allerdings ist nicht jedermanns Sache und FX Passagesalz tut seine Wirkung auch.

Für das eigentliche Fasten  empfehle ich Dir eine relativ angenehme Form des Fastens — das 10 Tage Master Cleanse Programm.

Das 10 Tage Master Cleanse Programm

Die Master Cleanse Diät ist dem Typus nach ein Limonadenfasten. Während der Fastenzeit trinkst Du über den Tag öfters ein Glas Limonade, das aus dem gepressten Saft einer Limone, einer Prise Cayennepfeffer und zwei Esslöffeln Ahornsirup Grade C.  Das ist die dunkle, karamelige Version mit mehr Mineralstoffen. Du kannst sie in jedem Biomarkt bekommen. Diese Grundmischung füllst Du mit etwa 300-500 ml Wasser auf.

Von dieser Mischung trinke ich zum Frühstück ein Glas, dann am Vormittag, dann mittags, dann am Nachmittag, dann Abends und schließlich vor dem Schlafengehen das letzte Glas. Macht Summa Summarum sechs Gläser Limonade. In vielen Anleitungen steht geschrieben, man könne bis zu 12 Gläser dieser Mischung pro Tag trinken, das brauchte ich jedoch nie. Zwischendrin kannst Du so viel Wasser trinken, wie Du willst.

Ich habe diese einfache Anleitung für mich erweitert und trinke zum Frühstück einen dünnen schwarzen Tee ohne Zucker. Er schiebt meinen Kreislauf am Morgen an und fördert die Ausscheidung. Etwas Heißes am Morgen tut mir sehr gut. Du kannst auch die alte ayurvedische Regel anwenden und ein Glas warmes Wasser in kleinen Schlucken trinken, während Du dabei rückwärts gehst. Kein Aprilscherz, probiere es aus, ich habe mehrere gute Freunde, die dies seit Jahrzehnten praktizieren und darauf schwören.

Das Fastenbrechen

Mit dieser einfachen Routine gehen die Tage des Fastens viel zu schnell vorbei. Die Haut klärt sich, die Augen beginnen zu glänzen und Du wirst mehr als einmal eine neue Referenz für gehobene Stimmung und gute Laune bekommen. Wundere Dich auch nicht über große Pläne und kreative Ideen während der Zeit, das gehört zum Programm.

Ein altes Fastensprichwort sagt: „Fasten kann jeder Depp, nur der Kluge kann richtig aufhören.“ Und auch davon kann ich jede Menge an Geschichten erzählen. Zum Beispiel die: Ich mag etwa 28 Jahre alt gewesen sein und war während einer Fastenkur vor Ostern mit meinen Brüdern in der frischen Luft unterwegs. Beide erzählten haarklein von den Genüssen, die ein gebackener Karpfen, den sie zum Abschluss der kleinen Wanderung essen würden, mit sich bringen würde. Beim Fasten ist das Vorstellungsvermögen sehr stark, das Ergebnis war, dass ich das Fastenbrechen mit einem gebackenen Karpfen veranstaltete. Nach 12 Tagen Fasten. Danach war ich zwei Tage krank.

Einfacher hast Du es zum Beispiel mit einem Apfel, gewaschen, nicht geschält und in viele kleine Stücke zerteilt. Jedes Stückchen ein wunderbarer Genuss.Jeder Bissen ist ein Fest für die Sinne, die, gereinigt, sehr viel besser funktionieren. Lange kauen und langsam essen. Meist kann ich den Apfel gar nicht aufessen.

In den Tagen danach solltest Du Dir Dein Essen sorgfältig aussuchen. Du kannst Dich an Dean Ornish’s Buch „Spektrum“ orientieren und jene Nahrungsmittel wählen, die er für Deine Gesundheit als sehr zuträglich empfiehlt: Früchte, grünes Gemüse, Nüsse, möglichst viel Frisches und Rohes. Das gibt den guten Ergebnissen des Fastens noch einen weiteren Schub.

Vielleicht hat sich nun Deine Einstellung zum Fasten etwas geändert. Vielleicht denkst Du: „Das ist ja ganz einfach!“ Und recht hast Du. Die Schwierigkeit liegt nicht etwa in komplizierten Regeln, sondern darin, Dich zu entscheiden, für eine Zeit von zehn Tagen den gewohnten Rhythmus des Alltags zu verlassen und etwas Gutes für Dich und Deinen Körper zu tun.

Wenn Du diese Entscheidung erst einmal gefällt hast, ist nur etwas an Selbstdisziplin nötig und Deine persönliche Fastenkur wird ein wunderbarer Erfolg. Warte nur, bis Deine Familie, deine Freunde, Kollegen und Bekannten Dich mit Komplimenten über Dein gutes Aussehen überhäufen. Das ist der schönste Lohn für die kleine Mühe, die Du auf Dich genommen hast.

Ich freue mich, wenn Du mir bei nächster Gelegenheit von den wunderbaren Erlebnissen berichtest, die Du während Deiner persönlichen Fastenzeit gehabt hast. Ich wünsche Dir bis in jedes kleinste Detail jene positiven Erfahrungen, die mich dazu motiviert haben, jedes Jahr erneut zu fasten.

Hast Du interesse an Kommunikation? Hier zum Watzlawick Artikel für bessere Kommunikation. Bei Beziehungproblemen zum Artikel über das Beziehung Retten.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (40 votes, average: 4,20 out of 5)
Master Cleanse hat 4.2 von 5 Sterne bei insgesamt 40 Bewertungen. Wie findest Du diesen Artikel?
Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Vielleicht interessiert dich auch:

Ein Kommentar

  • Hallo Chris,

    danke für den inspirierenden Artikel übers Fasten. Da ich mich ebenfalls seit längerem auf meine erste Fastenkur vorbereite bzw. mich mit dem Thema schon ein paar Monate auseinandersetze, interessierte mich Dein Artikel sehr und ich nahm ihn sogar als Vorbild für meine eigene Kur.
    Als ich neulich einer Freundin davon erzählte und sie mir ihre Meinung dazu sagte, geriet ich jedoch ins Grübeln.
    Sie wies mich darauf hin, dass Ahornsirup ja fast nur aus Zucker besteht. Und das stimmt – die Flasche weißt 89 Gramm Zucker auf 100 ml Ahornsirup aus. Hochgerechnet auf die Dauer der Fastenkur benötigt man fast 2l Sirup, wenn man bei einem Esslöffel von 15 ml ausgeht. Davon sind fast 90% purer Zucker. Dieser läßt bei jedem der ca. 6 Drinks am Tag meinen Insulinspiegel in die Höhe schnellen und verhindert auch noch die beim Fasten gewünschte Fettverbrennung,
    abgesehen von den vielen anderen Nachteilen die erhöhter Zuckerkonsum ohnehin schon mit sich bringt.

    Inwiefern ist deine Variante von Vorteil bzw. gibt es einen anderen Ansatz, der die oben genannten Punkte entkräftet?

    Danke und liebe Grüße!

    Henrik

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email