Mehr Lob mit echten Komplimenten

Vanilleeis auf dem Schokokuchen des Lebens

Jede Art der Kommunikation hat neben dem sachlichen Inhalt auch noch andere Ebenen. Eine davon ist die emotionale Bedeutung für denjenigen, an den sich die Kommunikation richtet. Diese Bedeutung kann zwei Richtungen haben. Sie kann lobend oder tadelnd gemeint sein. Du kannst tadeln, Du kannst loben. Was die meisten Menschen dabei nicht berücksichtigen: Lob oder Tadel wirkt sich im Resultat sowohl bei Deinem Gegenüber als auch bei Dir selbst aus. Wäre es da nicht eine gute Idee, Deine gesamte Kommunikation am Lob auszurichten?

Die meisten Menschen tendieren, wenn sie denn schon ein Kompliment machen wollen, eher zu negativierenden Aussagen. „Heute siehst Du wirklich gar nicht schlecht aus!“ Dieser Satz gilt für viele schon als großes Kompliment. Zerlege diesen Sat in seine Komponenten und Du wirst herausfinden, das operative Wort in diesem Satz ist „schlecht“. Neurophysiologisch wird  das Wort „nicht“ als die Negation von etwas vom Unbewussten nicht verarbeitet.

Zuerst musst Du Dir bei der obigen Aussage (unbewusst) vorstellen, wie es Dir schlecht geht, dann muss Dein Gehirn Strategien finden, dieses „schlecht“ ins Gegenteil zu verkehren. Stell Dir nur einmal vor, wie Du „nicht rauchst“ oder wie das Kind aufpasst, dass es „nicht gegen den Tisch läuft“. Schwierig, schwierig, wenn nicht gar unmöglich.

Erst einmal: Gewissen erforschen

Loben ist, in meiner Welt, eine Fähigkeit, die Du mit großem Effekt einfach lernen kannst. Zum Wohle für Dich und Deine Umwelt. Beobachte Dich einfach einmal selbst und danach Deine Umwelt. Achte darauf, wer wem wann und wie viele Komplimete macht. Wahrscheinlich wirst Du herausfinden, wie selten Dir und Deiner Umwelt ein echtes Lob über die Lippen kommt. Ich meine ein Lob, das Du ganz bewusst aussprichst.

Vor einiger Zeit veranstaltete ich ein interessantes Experiment in einem meiner Workshops. Ich verlangte von meinen Teilnehmern, vor jede Frage, die sie mir stellten, ein Kompliment zu setzen. Ich wollte damit eine deutlich markierte Bestandsaufnahme starten. Alles, was vor einer Frage gesprochen wird, muss ja dann zwangsläufig als ein Lob oder ein Kompliment gemeint sein.

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Was meinst Du, was alles als „Lob“ oder „Kompliment“ vor die eigentlichen Fragen gesetzt wurde. Häufig musste ich nachfragen, ob das, was gesprochen wurde, als Kompliment gemeint war. Seltsam, wie wenig ich erkannte, dass das, was gesprochen wurde, als Lob gemeint war. Das bringt mich zum nächsten Punkt: LOB ist das, was bei Deinem Gegenüber ankommt und nicht das, was Du zu sagen beabsichtigst.

Im NLP Practitioner (der Grundausbildung im NLP) arbeite ich am ersten Tag mit konstruiertem Lob und erfundenen Lebensläufen. Was es damit auf sich hat, erkläre ich im Workshop. Ein wichtiger Effekt jedoch ist, dass dabei die Stimmung umschlägt und eine Atmosphäre der positiven Schwingung entsteht. Genauso nehme ich das in den vielen Gesprächen wahr, die ich mit anderen Menschen führe. Beginne mit einem Kompliment und Dir öffnen sich viele Türen.

Vielleicht hast Du wenig Erfahrung mit Komplimenten – ob aktiv oder passiv. Da trifft es sich doch gut, dass ich ein kleines Experiment vorschlage, das Abhilfe schafft:

Zum Lob in 6 kleinen Schritten

Für Dein ehrliches Kompliment ist es wichtig, dass Du Dich mit Deinem Gegenüber befasst, dass Du z.B. Augenkontakt aufnimmst.

Schritt 1: Aktivierung

„Komplimente passen immer!“

Befasse Dich mit dem Thema „Loben“ und dem Austeilen von Komplimenten. Schlage im Internet nach, was Du darüber findest. Schreibe Dir ein paar schöne Komplimente auf. Entscheide Dich, für eine bestimmte Zeit (eine Woche…?) jeden Tag vielleicht drei bis fünf Komplimente pro Stunde aktiv zu geben.

Schritt 2: Positive Einstellung

„Das wird ein tolles Gespräch werden!“

Ändere den Fokus Deiner Wahrnehmung. Nimm all das Positive in Deinem Gegenüber wahr. Auch wenn Dein Gegenüber es Dir vermeintlich schwer macht, Komplimente zu geben: er steht sich nur selbst im Weg und Deine Komplimente zeigen ihm, wie er wirklich ist! Nimm darüber hinaus an, Dein Gegenüber wäre darauf aus, bei Dir nur Deine positiven Eigenschaften wahrzunehmen.

Schritt 3: Positive Wahrnehmung

„Was fällt mir heute besonders positiv an diesem Menschen  auf?“

Beginne Deine Kommunikation mit etwas Positivem. Etwas, das Du tatsächlich bei Deinem Gegenüber wahrgenommen hast. Jeder Mensch trägt so viel Positives in sich. Du brauchst nur den Filter einzuschalten. Das kann durchaus, bei einer frischen Bekanntschaft, auch eine Kleinigkeit sein.

Eine Hilfe dabei kann Dir mein Artikel Sieh das Beste im Anderen sein.

Schritt 4: Markiere das Gespräch

„Welche Teile des Gesprächs gefallen mir am Besten?“

Flechte in das entstehende Gespräch „Feedforward Schleifen“ ein. Das sind positive Anmerkungen, über den Fortgang eurer Zusammenarbeit, über die Qualitäten Deines Gegenübers oder ganz allgemein über den positiven Verlauf des Gesprächs oder sogar positive Anmerkungen zum Leben ganz allgemein.

Schritt 5: Wiederholung & Übung

„Das mache ich jetzt immer so.“

Mache Dir durch Wiederholung diese vier Schritte zu einer notwendigen Gewohnheit. Dazu brauchst Du nur für etwa zwei Wochen bewusst bei jedem Gespräch daran denken, diese Schritte befolgen. Wenn Du NLP beherrscht, belohne Dich mit einem besonders guten Gefühl (Ankern) wenn Du die obigen Schritte befolgst.

Auch im Coaching: Komplimente

Im Vorfeld des Workshops Coaching mit NLP habe ich mir überlegt, was die wichtigste Voraussetzung für ein positives und effektives Coachinggespräch sein könnte. Nachdem Du diesen Artikel gelesen hast darfst Du nun einmal raten. Wenn Dich interessiert, wie dramatisch sich die Ergebnisse Deines Lernens mit diesen Erkenntnissen verändern, dann komm einfach zum NLP Practitioner oder zur NLP Workweek. Dort zeige ich Dir die fortgeschrittenen Methoden, subbewusste Komplimente zu machen, diese zu ankern und zu verstärken. Bei Dir selbst und bei Anderen. Damit kannst Du Deine Welt aus den Angeln heben.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen Experimenten mit Loben und Komplimente machen.

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