NLP Grundannahme 2:
Ändere den Prozess Deiner Wahrnehmung

Ändere Deine Prozesse – ändere Dein Leben

Wenn Du Dich zum ersten Mal mit NLP beschäftigst, erwartest Du Dir vielleicht von den vielen Techniken und Formaten wahre Wunderdinge. Man hat Dir erzählt, dass es Knöpfe geben soll, die Du drückst – damit sich Dein Leben quasi auf Knopfdruck ändert. Damit soll es passieren, dass Du ganz einfach alles das bekommst, was Du Dir schon immer gewünscht hast.

Die zweite Grundannahme im Modell von NLP führt Dich direkt zu möglichen Ursachen dieser Denkweise und zu den Grenzen, die Dir bei der Anwendung von NLP gezogen sind.

“Ändere den Prozess Deiner Wahrnehmung, nicht den Inhalt”

NLP entstand aus Unzufriedenheit. Die damaligen Entwickler stellten sich die Frage: 

„Was ist der Grund dafür, dass es es so wenige, wirklich erfolgreiche Therapeuten gibt?“ 

Aus dieser Frage heraus entstand die Annahme, es gäbe beschreibbare Prozesse für therapeutischen Erfolg. Prozesse, die wahrnehmbar, analysierbar und damit auch lehrbar wären. Mit einer eigens dafür entwickelten Technik, dem „Modelling“, begab man sich auf die Spur erfolgreicher Psychotherapeuten. Eine Erkenntnis war, dass es die Sprache ist, die zwischen Therapeut und Patient vermittelt und die gewünschten Inhalte zur Veränderung überträgt. Wie also kannst Du Deine Sprache so anpassen, dass die daraus entstehende Kommunikation Dein und das Verhalten anderer Menschen positiv beeinflusst? Das Ergebnis dieser “Forschungen” nannte man NLP: Neuro Linguistisches Programmieren.

VIDEO die 2. NLP Grundannahme

Ich thematisiere in diesem Video zur dritten NLP Grundannahme ein Missverständnis, dem viele Menschen unterliegen – meist mit ziemlich unerwünschten Folgen. Sie achten nämlich mehr auf den Inhalt ihres Tuns als auf den Prozess, also “wie” das Ergebnis zustande kommt. Dabei kann Dir das Wissen um diese Umstände in vielen Fällen Deines Leben weiterhelfen.

Wie bewertest Du Deine Erlebnisse?

NLP führte am Ende nicht zu der gewünschten Standardisierung der psychotherapeutischen Prozesse. Zumindest jedoch führte es zu einer Menge an sehr hilfreichen Techniken und Formaten. Dabei stieß die ursprüngliche „Forschungsgruppe“ immer wieder auf ein wichtiges Phänomen: Die meisten Menschen, die sich verändern wollten, achteten auf den Inhalt ihrer Erlebnisse und dachten darüber nach, ob und wie er zu verändern sei. 

Ein Beispiel: Eine Frau hat Angst vor Spinnen. Damit sie die jeweils mit der visuellen Wahrnehmung verbundenen, unangenehmen Gefühle vermeidet, meidet sie zukünftig alle Orte, an denen sie Spinnen vermutet. Das führt sie in die Irre, weil es ja nicht vorhersehbar ist, wo Ihr überall Spinnen begegnen können. Wenn ihre Technik der Veränderung des Inhalts ihrer Strategie aus dem Ruder läuft, kann es durchaus passieren, dass sie immer öfter zu Hause bleibt. Ich habe Menschen getroffen, die aus Angst vor Hunden den Kontakt zu ihren besten Freunden abgebrochen haben. Menschen, die aus Angst vor einem erneuten Unfall seit zwanzig Jahren nicht Auto gefahren waren. All diese Menschen konzentrierten sich auf den INHALT ihrer Erlebnisse.

Der unbewusste Prozess

NLP geht da anders heran. Es fragt: “Wie läuft der PROZESS ab, durch den es zu dem unerwünschten Ergebnis kommt?” Im NLP könnte die beschreibende Antwort für die Frau mit Angst vor Spinnen etwa so lauten: 

  • Die Frau SIEHT eine Spinne.
  • Die Frau erinnert sich unbewusst an eine gleiche Situationen und erinnert sich damit auch an ihre negativen Gefühle, mit denen sie in der Vergangenheit, auf Spinnen reagiert hat.
  • Die Frau verbindet sich mit dieser Erinnerung und erlebt damit für die gegenwärtige Situation ebenfalls die entsprechenden negativen Gefühle. 

Der so beschriebene Prozess ist eine extrem verkürzte Form der tatsächlichen Abläufe. Er illustriert jedoch gut, was die zweite Grundannahme im Modell von NLP zum Ausdruck bringen will. Im NLP kannst Du Dir im nächsten Schritt nun die Frage stellen: “Wo kann ich in diesen PROZESS eingreifen und ihn so verändern, dass er ein positives oder zumindest neutrales Resultat hat.”

Verändere Deine Reaktion

Wenn Du Dich ein bisschen mit NLP beschäftigt hast, kennst Du die Antwort darauf bestimmt. Du findest sie in der standardisierten Fast Phobia Cure (FPC). Dieses Format greift im Schritt zwei des vorher beschriebenen Prozesses ein und ersetzt ihn durch einen Prozessschritt, der am Ende zu einem anderen Ergebnis führt. Mit der FPC habe ich im Verlaufe meiner Tätigkeit hunderten von Menschen geholfen, nutzlose Ängste schnell und einfach loszuwerden. Es geht also darum, den Fokus auf Deine Wahrnehmung zu konzentrieren, auf das “Wie mache ich das eigentlich…”. Dann kannst Du diesen PROZESS relativ einfach auf vielfältige Art und Weise ändern und damit Dein Leben sehr viel angenehmer und erfolgreicher gestalten. 

Die schaktilinischen Alternationen

Freie Hypnose die subbewussten Veränderung Deiner Muster

NLP und Hypnose stellen uns Sprachmuster zur Verfügung, die Veränderungen herbeiführen, ohne dass Du dabei die genauen Inhalte kennen musst. Prozessorientiertes Arbeiten nennt man das. Bei den schaktilinischen Alternationen treibe ich dieses Prinzip auf die Spitze. Ich fragte mich: "Wie würden Werkzeuge heißen, die etwas könnten, von dem nur mein Unbewusstes weiß, wie ich sie gebrauchen werde.

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Ändere Deine Prozesse – ändere Dein Leben

Willst Du ein paar Beispiele?

Viele Menschen glauben, das Leben spiele ihnen übel mit und Andere wollten ihnen meist Schlechtes. Diese Menschen können Ihr Leben mit der Suche nach Menschen vergeuden, die ihnen Böses wollen, um damit ihre Glaubenssätze zu bestätigen. Sie könnten allerdings auch den Prozess ihrer Wahrnehmung ändern und glauben, die Menschen wollen ihnen Gutes. Dann können Sie nach diesen Menschen suchen – und werden auch fündig.

Viele Menschen glauben, das Universum hätte nicht genügend für sie selbst vorgesehen und bereitgestellt. Sie leben in beständigem Mangel des “zu wenig…”. Diese Menschen könnten allerdings auch den Prozess ihrer Wahrnehmung ändern und glauben, dass es von allem reichlich für sie und alle anderen gäbe. Dann würden sie wahrnehmen wie viel von Allem es auf dieser Erde gibt und aus dieser Wahrnehmung der Fülle freiwillig auf vieles verzichten wollen, was ausschließlich mit Konsum, Raubbau und nutzlosem Verbrauch zu tun hat. 

Viele Menschen glauben, die schlechten Erlebnisse ihrer Vergangenheit hätte unmittelbaren Einfluss auf ihre Befindlichkeit in der Gegenwart. Weil ein längst vergangenes Erlebnis in einer bestimmten Art verlaufen ist, sollen ähnliche Erlebnisse in der Gegenwart mit gleichem, meist negativem Erleben ablaufen. Sie könnten allerdings auch den Prozess der Wahrnehmung ändern und mit einer generell positiven Erwartung auf neue Erlebnisse zugehen. Dann würden sie erleben, dass die Geschichte ihres Lebens an jedem einzelnen Tag neu geschrieben wird und sich jeden Tag so viele Chancen bieten, die sie ergreifen können.

Viele Menschen glauben, Liebe, Zuneigung und Geborgenheit müssten sie sich erkämpfen und würden sie nicht verdienen. Sie könnten allerdings den Prozess ihrer Wahrnehmung verändern und glauben, dass Liebe, Zuneigung und Geborgenheit die selbstverständliche Basis des Umgangs mit anderen Menschen ist. Dann würden sie auf andere Menschen zugehen können und Liebe, Zuneigung und Geborgenheit erst einmal selbst ausstrahlen können, gleichgültig, ob und wie viel davon sie zurück bekommen.

Viele Menschen glauben, sie stünden unterhalb der meisten ihrer Mitmenschen und wären weniger oder gar nichts wert als die Allgemeinheit. Sie könnten allerdings den Prozess ihrer Wahrnehmung ändern, und in Zukunft mit mehr Selbstbewusstsein durchs Leben gehen. Dann würden sie auch von ihrer Umgebung entsprechend respektvoll behandelt werden.

Übung: Erforsche Deine Motivation

Ich schlage Dir als Übung zur 2. NLP Grundannahme vor, Dir ein paar Gedanken über den Prozess zu machen, mit dem Du Dich motivierst. Im NLP nennt man dieses Nachdenken und Herausfinden von Strategien bei Dir oder anderen Menschen Modeling

  • Überlege Dir: wie genau motivierst Du Dich? Ich gehe davon aus, dass dabei meistens der gleiche Prozess in Dir stattfindet. Am Ende steht ein Handlungsimpuls. Diesen Prozess bezeichnest Du mit: “Ich motiviere mich!”
     
  • Übung: Überlege Dir eine Tätigkeit, für die Du Dich motivieren willst. Vielleicht ist es der abendliche Gang ins Fitnessstudio, vielleicht ist es Schubs den Du dir gibst, um eine halbe Stunde joggen zu gehen? Vielleicht ist es auch der Prozess, den Du durchläufst um Dich für Deine anstehende Arbeit zu motivieren. Suche Dir etwas aus, das Dir im Leben Nutzen bringt, wenn Du mehr Motivation dafür hast.

Jetzt kannst Du Dir ein paar bewährte Fragen stellen, mit denen Du den Prozess herausfinden kannst, der zu Deiner Motivation führt:

  1. Wann weißt Du, dass es Zeit ist, Dich zu motivieren? Diese Frage führt Dich zum Auslöser des Prozesses. Der ist wichtig, weil Du damit im vielen Situationen eben diesen platzieren kannst, um Dich automatisch zu motivieren. Immer dann wenn du….(hier den Auslöser einsetzen), läuft Dein Prozess los.
     
  2. Wie startest Du die Motivationsstrategie? Nachdem Du den Prozess ausgelöst hast, ist der häufigste nächste Schritt intern und auditorisch. Etwas, das in deinem Kopf “mit Sprache” stattfindet. Wie ist diese gestaltet? Ist es eine Stimme in Deinem Kopf, die Dich motiviert? Treibt sie Dich an? Ist es eine Diskussion zwischen mehreren Stimmen miteinander?
     
  3. Welcher Schritt folgt als nächstes? Sind es Bilder oder ein Film in Deinem Kopf? Das wäre nun die visuelle Komponente der Motivationsstrategie. Entsteht eine bildliche Vorstellung in Dir, wie es sein kann, wenn Du Dein Projekt erfolgreich abgeschlossen hast…? Oder stellst Du Dir den schlimmsten Fall vor, der passieren kann. Besser: Siehst Du bereits Deine Freunde, die Dir anerkennend auf die Schulter klopfen?
     
  4. So findest Du Schritt für Schritt Deinen Prozess heraus. Keine Angst, es sind sehr häufig nur einige Schritte. Es würde mich wundern wenn Deine Motivationsstrategie aus mehr als fünf Schritten bestünde. Das wäre auch gar nicht praktisch. Deine Strategie zur Motivation soll schnell und wirksam sein. Frage Dich nach jedem Schritt: “Was kommt als nächstes?” Gehe dann einen Schritt zurück und frage Dich, ob Du etwas vergessen hast. Es könnte ja sein, dass aus der Erinnerung ein Zwischenschritt nötig ist.
     
  5. Wenn Du am Ende des Prozesses angelangt bist, solltest Du bei einem Handlungsimpuls angelangt sein. Du solltest in Deinem Körper ein deutliches und gutes Gefühl an einer bestimmten Stelle oder überall haben. Daran sollte ein sehr positiv formulierter innere Stimme gekoppelt sein. Etwas wie: “DAS mach ich jetzt einfach…,!” Ich habe für meine Strategie den Satz: “Hilft ja nix…!” gewählt. Wenn ich diesen Satz in meinem Kopf sage, denke ich nicht weiter darüber nach, ich mache “ES” einfach. Dieses Ergebnis sollte so stark sein, dass Du fast automatisch damit beginnst, das zu tun, was Dir die Einsicht längst geboten hat.

Es lohnt sich wirklich, Dich einmal mit der Art und Weise zu beschäftigen, WIE Du Dich motivierst. Diese kleine Arbeit wird Dir viel Nutzen bringen. Mein Tipp dazu: Wenn Du mehrere Stimmen in Deinem Kopf hast, die miteinander diskutieren, wirst Du wahrscheinlich auch Schwierigkeiten haben, Dich soweit zu motivieren, dass Du einen Handlungsimpuls hast oder eine Entscheidung treffen kannst. Meistens bist Du mit Deinen vielen Stimmen im Kopf eher zögerlich. Veranstalte einfach eine “Schlacht in Deinem Kopf” und lasse die Stimme gewinnen, die am vernünftigsten klingt…:-)

Wenn Du Dich mit Bildern oder Filmen in Deinem Kopf beschäftigst, kannst Du eine Menge beachten. Stell Dir vor, Du möchtest Dich motivieren, ins Fitnessstudio zu gehen. Du kannst Dir vorstellen, wie Du gleich bequem auf der Couch liegen wirst. Fühlen, wie gut es sich anfühlt, Zeit mit Deinem Freund oder Deiner Freundin zu verbringen. Vielleicht im Bett zu kuscheln und das gute Gefühl zu haben, Deinem Gegenüber nahe zu sein. ODER Du kannst Dir vorstellen, wie Du mit guter Laune an den Fitnessgeräten arbeitest und wie gut es sich anfühlt, Dich mit Deiner Gesundheit beschäftigt zu haben. Dann kannst Du hören, wie Dein Partner zu Dir sagt: “Wow, Du siehst richtig gut aus … komm doch ins Bett, da ist es bequemer…!”

Werde Herrscher über Deine Realität

Der wichtigste Aspekt der zweiten Grundannahme findet sich in der TATsache wieder, dass jeder Mensch und damit natürlich auch Du den Prozess seiner Wahrnehmung der gelebten Realität, also Deiner Gegenwart in jedem Augenblick willkürlich selbst beeinflussen kann. Mit dieser Erkenntnis kannst Du Deine gelebte Realität fast nach Belieben gestalten. DAS vermittle ich Dir in meinen Workshops.

Meine Erfahrung: Hat ein Teilnehmer erst einmal gelernt, seine Wahrnehmung zu beeinflussen und die daraus resultierenden Vorzüge in den Grundzügen erfahren und in praktischen Beispielen angewandt, wird das Leben schnell zu einem großen Abenteuer und die damit verbundenen Experimente schnell erfolgreich. Dann  führen sie meist zu dramatischen und positiven Veränderungen des Lebens. Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit.

Nun bist Du dran: Wenn diese “NLP Regel” zutrifft, was soll sich dann damit in Deinem Leben verändern. Schreibe mir in den Kommentaren.

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

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