Random Acts Of Kindness

Mach die Welt jeden Tag ein bisschen besser!

Wie sicher sich doch die großen Herrscher aller Zeiten waren, genau das Richtige für das Wohl ihres Volkes (und ihren Machterhalt) zu tun. Oft in der Geschichte änderten sich die Ziele, die Absichten, die angewandten Methoden und die dahinter liegenden Werte. Jeder Herrscher weiss offensichtlich sehr genau, wie die Welt zu sein hat. Doch woher weiss er das? Und was würdest Du tun, wenn DU die Weltherrschaft innehättest?

Vor ein paar Tagen erst stolperte ich wieder einmal über die dicken Bände der “Römischen Geschichte” von Theodor Mommsen in meinem Bücherregal. Prompt las ich mich fest. Ich freute mich an der klaren Sprache, in der Mommsen den Lauf der römischen Geschichte schildert. Stellenweise lesen sich seine Ausführungen spannend, wie eine Kriminalgeschichte. Auch hier wussten offensichtlich die Cäsaren genau, was das Volk brauchte, um glücklich zu sein. Und trotzdem ging das römische Reich zugrunde.

Wie ein Blick in die jüngere Geschichte unseres Landes zeigt, brauchst Du gar nicht weit zu gehen, um ähnliche Beispiele mit dramatischen Folgen zu finden. Mir ist schleierhaft, wie die nach Außen getragenen, skurrilen Ansichten eines Mannes mit seiner Sorge um das „Wohlergehen“ eines Volkes zu Ergebnissen von Millionen Toten führen kann. Die Geschichte jedoch zeigt es mir.

Und was würdest Du tun?

Selbst in der Gegenwart meiner unmittelbaren Umgebung finde ich Beispiele. Ich brauche mich nur ein paar Minuten vorne am Nollendorfplatz auf eine Bank zu setzen. Bald schon taucht einer jener “Demonstratoren” auf, der mich lautstark auf irgendeinen Segen aufmerksam macht, der die Welt ganz sicher retten wird, wenn wir nur seinem Beispiel folgen.

Manches Mal kommt es mir so in den Sinn, darüber nachzudenken, was meine Pläne wären, wenn mir Weltherrschaft in die Hände gegeben wäre. Ich habe keine Allmachtsfantasien. Jedoch finde ich es eine gute Übung, angefangene Gedanken zu Ende zu denken und daraus entstehenden Konsequenzen abzuschätzen. Dabei komme ich manches Mal zu überraschenden Ergebnissen.

Heute also darf Chris über das Schicksal der Welt entscheiden. Nun gut, ich beginne erst einmal mit gutem Marketing. Das Kind braucht einen Namen. Einen GUTEN Namen. Akronyme kommen immer gut an, und Englisch muss es im 21. Jahrhundert einfach sein. Also nenne ich das Kind bei seinem Namen: RAOCK – Random Acts Of Civilisatory Kindness.

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Ein kleines Experiment

Ein jeder Weltenherrscher kocht mit dem Wasser seiner eigenen Geschichte und schöpft Inspiration aus seinem eigenen Leben. Im NLP Practitioner im August, werde ich deshalb wieder einmal, wie in den Jahren zuvor, ein kleines Experiment starten.

Am ersten Tag des Workshops werde ich eine Regel vorschlagen: Jeder Teilnehmer kann sich entscheiden, jedem anderen Teilnehmer, dem er im im Verlaufe des Tages begegnet, im Gespräch miteinander ein Kompliment zu machen. Ein echtes Kompliment. Das ist doch einfach, denke ich mir. Und es ist gleichzeitig eine sehr gute Übung im Neuro Linguistischen Programmieren. Finde heraus, ob und wie sich die Stimmung im Workshop dadurch verändert.

Welche Auswirkungen hatte dieses kleine Experiment in den letzten Jahren? Am Ende des ersten Tages erlaubte ich mir die Frage, wer meinen Vorschlag aufgegriffen hatte und tatsächlich über den Tag hinweg einem oder mehreren seiner Gegenüber ein Kompliment gemacht hatte. Es meldeten sich etwa fünfzig – von über fünfhundert Teilnehmern.

Die hohe Schule des Kompliments

Am Ende des zweiten Tages dann die gleiche Frage. Da waren es schon etwa hundert Teilnehmer, am Ende des dritten Tages dann meldeten sich weit über ein Drittel der Teilnehmer. Und am vierten Tag kippte dann deutlich wahrnehmbar die Stimmung im Workshop. Schon am Morgen waren die Teilnehmer im Workshop aufgekratzt und ausgelassen. Ich wurde mit einem ganzen Haufen an Komplimenten empfangen und war im wahrsten Sinne des Wortes eingehüllt in lachende, scherzende und gut gelaunte Teilnehmer.

In persönlichen Gesprächen fand ich heraus, dass viele Teilnehmer das Experiment für sich selbst erweitert hatten. Für die Dauer des Workshops wollten sie herausfinden, welche Art von Kompliment den deutlichsten Unterschied für die Befindlichkeiten des Gegenüber machen würden: die Anwendung von Holzhammerklopfern à la “Hey warst Du beim Schönheitschirurgen?” oder eher subtile Komplimente, die mehr auf das Unbewusste wirken würden.

Mein Ziel war es gewesen, herauszufinden, wie eine größere Gruppe auf den Vorschlag reagiert, Lob und auf Komplimente zum Bestandteil der alltäglichen Konversation zu machen. Dabei hatte ich vergessen, Rücksicht darauf zu nehmen, dass Du im Alltag eher selten Komplimente verteilst und wie ungewohnt es für Dich ist, Komplimente und Lob in adäquater Weise anzunehmen, wenn Du sie erhältst!

In der Folge dieses Experiments bin ich deshalb auf die Idee verfallen, jedem, der es will, das Loben beizubringen. Wer lobt, muss sich auf das Positive in sich selbst und in anderen Menschen konzentrieren. Das hat Konsequenzen. Im Verlaufe einer relativ kurzen Zeit (etwa 3 Monate) verändert sich nämlich dadurch ganz allmählich Deine gesamte Weltsicht. Wenn Du jeden Tag Komplimente verteilst, wenn Du dem Lob ein größeres Gewicht beimisst, eben, wenn Du ein RACKer geworden bist, läuft das Leben anders für Dich.

Noch ein kleines großes Experiment

Kannst Du Dir, vielleicht zuerst nur für ein paar Tage, vorstellen, einfach so über den Tag hinweg Komplimente an Menschen zu verteilen – ganz ohne Grund? Eines für die Kassiererin im Supermarkt, an den Schaffner in der Straßenbahn, an die Polizistin die gerade Strafzettel verteilt? An Verkäufer, Friseure, Deine Kollegen, Dein Partner, zufällig getroffene Menschen auf der Straße, in der U-Bahn, einfach wo Du gehst und stehst. Komplimente und Lob einfach, oft – bis einfach immer.  Kannst Du Dir vorstellen, was Du dabei alles erleben wirst?

Und wenn Du willst, kannst Du sogar einen Schritt weiter gehen. Du kannst beginnen, Dich selbst zu loben und Komplimente bei jeder Gelegenheit an Dich selbst zu verteilen. Das bringt Deinen internen Dialog unter Kontrolle und hat dramatische, neurophysiologische Auswirkungen. Vor allem: Du wirst autark von allen anderen werden. DU bestimmst, wofür Du Lob bekommst.

Die Beschäftigung mit dem Selbstlob kann allerdings unangenehme Nebenwirkungen haben. Achte deshalb sorgfältig darauf, was die Menschen um Dich herum über Dich denken. Vergleiche Selbstwahrnehmung mit Fremdwahrnehmung. Es ist schnell geschehen, Dich mit “verschließendem Selbstlob” in einen inneren Elfenbeinturm zurückzuziehen. Dort sind Veränderung und Realitätsabgleich immer nur für alle Anderen nötig.

Es werden sich wichtige Fragen für Dich auftun. Beispiel gefällig? Wem willst Du glauben? Deinem Gegenüber, das Dir glaubhaft machen will, dass beständige “Worst Case Szenarien” die Realität in seiner Welt sind, für Dich ebenso wichtig sind. Oder glaubst Du lieber Dir, bei dem im Inneren beständig die Sonne scheint. Du bemerkst, die Ergebnisse solcher Experimente sind nicht immer einfach zu bewerten.

Ich muss mich mit den Nebenwirkungen meiner Welt genug auseinandersetzen. Wie oft bekomme ich die Frage gestellt: “Sag mal Chris, in welcher Welt lebst Du eigentlich? Soooo wie Du mich glauben machen möchtest, ist die Realität doch nicht. Das bastelst Du Dir doch zusammen! Du lügst Dich doch nur an! Mach endlich die Augen auf und verschließe Dich nicht länger der wirklichen Realität um Dich herum!”

Dann denke ich mir: Die Ergebnisse meiner “falschen Realität” sind doch gar nicht so schlecht. Ich verbringe viel Zeit auf Reisen, verdiene mehr als ausreichend gutes Geld, habe wunderbare Beziehungen zu vielen angenehmen Menschen, bin meistens zufrieden und gut gelaunt – kurzum, mein Leben ist wunderbar und aufregend. Sollte dies das Ergebnis meiner Lebenslüge sein…

Wenn Du Dich entschlossen hast, mit Komplimenten zu experimentieren, ist es eine gute Idee, Deine Erfahrungen schriftlich festzuhalten. Was natürlich bedeutet, Deine Erlebnisse zuerst einmal wahrzunehmen, zu analysieren und im besten NLP-Sinne vielleicht auch zu intensivieren.

Vielleicht möchtest Du ja sogar eine kleine Anleitung für Deine Freunde und Bekannten schreiben. Eine Zusammenfassung Deiner Erfolgsstrategien. Das wäre eine ausgezeichnete Übung, auch für weitergehende Erfahrungen im  Modell von NLP. Mach Dich auf eine Menge wichtiger und lustiger Erlebnisse gefasst.

Und was hast Du nun davon?

Was also werden die Ergebnisse Deines Experiments sein?  Also, Dir wird Dein Leben leichter fallen, Du bekommen mehr von dem, was Du willst und hast Dir eine sehr ansteckende “Krankheit” zugezogen. Für diesen Fall empfehle ich Dir:  Werde zum Missionar Deiner neuen Religion. Empfehle Deinen Freunden oder Bekannten, das zu tun, was Du empfiehlst. Gib ihnen Deine „Anleitung zum leichteren Leben“ zu lesen und lehre sie, wie einfach ein gutes Leben sein kann.

Mit den Widerständen, die Dir entgegengebracht werden, wirst Du viel Spass haben. Entscheide Dich. Ist dieser Artikel ein “gern gelesen und dann vergessen” für Dich, oder kennst Du das Geheimrezept erfolgreicher Menschen: ACT ON IT!

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4 Kommentare

  • Das schönste am loben und Komplimente machen ist ja, dass sich danach nicht nur der Gelobte besser fühlt, sondern vor allem auch der Lobende.
    Wenn der, der lobt, bemerkt, was er mit ein paar netten Worten bei einem anderen alles – im positiven – anrichten kann, wirkt das ganz ungemein gut auf das eigene Selbstvertrauen und auch das Selbstwertgefühl.
    Wer sich das vielleicht noch nicht traut, der kann ja das „echte“ System der „random acts of kindness“ anwenden, das sind nämlich Nettigkeiten, die man Menschen ganz anonym zukommen lässt.
    Ich zum Beispiel arbeite öfter in einem Co-Working-Space mit einem Kaffee-Automaten und wenn ich meinen gezogen habe, werfe ich einfach schon mal ein paar Cent für den nächsten ein.
    Auch wenn das ein lächerlicher Betrag ist: Tatsächlich freuen sich viele Menschen, wenn sie feststellen, dass da noch Geld in der Maschine ist und der Kaffee jetzt nichts oder weniger kostet…
    Dasselbe kann man an Fahrkarten-Automaten tun.
    Oder man bedankt sich mal – warum nicht auch anonym – bei Leuten, die einen guten Job machen. Ein Kärtchen am Tresen der Empfangsdame mit „Danke für Ihr Lächeln“ wird dafür sorgen, dass sie den ganzen Tag strahlt…

    Antworten
  • Da gibt es ein paar Schwachstellen in Deinem Bericht: die Menschen in Japan auf Ihr loben runter zurechnen ist ein Trugbild.

    Die Falle vom Lob/Tadel das gehört zu zusammen und hat den gleichen Ursprung.

    Laut Quantenphysik und meine Erfahrungen, bleibe ich freundlich zuvorkommend und respektvoll, haben Menschen mit anderen Gefühlen keine Angriffsfläche und werden per Spiegelneuronen im Gehirn ruhiger, ausgeglichener und sogar freundlich. Das sind meine Erfahrungen.

    Freundliche Grüße NAMASTÈ

    Antworten
  • Ich lese seit einigen Jahren den Newsletter und zwar jeden Sonntag. Ich freue mich, an Deinen Erkenntnissen und Anregungen teilhaben zu können, auch an Deinen Erlebnissen mit den Trainern und Practitioners. Vielen Dank für Deine inspirierenden Briefe. Ich nehme sie oft mit in die nächste Woche und manche Sätze bleiben auch über Monate Leitsätze für mich.

    Antworten

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