Burnout – Die Mode der Überforderung

Umgang mit einem weit verbreiteten Phänomen

Es scheint, daß gerade in den dunkleren Tagen des ausgehenden Winters, wieder einmal eine Seuche kursiert. Erschöpfung, Leistungsminimum, Lustlosigkeit und Depression werden dann mit einem Namen zusammengefasst: Burnout. In einer breiten Palette von Magazinen finde ich dieses Thema behandelt und es werden häufig obskure Hilfestellungen angeboten. Hier sind zur Abwechslung meine Gedanken und Ratschläge zu diesem Thema.

Durch meine Verbindung zu den magischen drei Buchstaben „NLP“ spricht man mir manchmal die Fähigkeiten eines Wunderheilers zu. Wöchentlich erreichen mich eine Menge an Emails mit der Bitte um Hilfe. Die Themen reichen von A, der Behandlung pubertärer Akne bis hin zu Z, den Folgen von Zeckenbiss.

Die meisten dieser Anfragen beantworte ich ähnlich: Erstens bin ich bestenfalls ein Lehrer, kein Arzt oder Psychologe. Zweitens veranstalte ich Workshops, keine Therapiesitzungen. Ich gebe keine medizinischen oder psychologischen Empfehlungen oder Wirkversprechen, das würde mich – ethisch und rechtlich – in die Bredouille bringen.

Eine andere Kategorie sind die häufigen Fragen zu Themen, bei denen es mit etwas Nachdenken und der Kenntnis von Grundlagen im NLP relativ einfach wäre, selbst eine Antwort zu finden. Meine Artikel zu Liebeskummer und Eifersucht sind aus solchen Emails entstanden. Auch der heutige Artikel zum Thema Burnout stammt von einer solchen Anfrage.

Burnout – Definition

Die meisten Menschen sind schnell bei der Sache, eine momentane und temporäre Überforderung mit dem modernen Begriff „Burnout“ zu bezeichnen. Damit wir den eher vagen Begriff „Burnout“ einigermassen fassen können, mache ich mir erst einmal die Definition von Wikipedia zu eigen:

Burnout ist eine länger andauernde, körperliche, emotionale und/oder geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei der Lebensbewältigung.

Ich habe dabei die Wikipedia Definition um einen wichtigen Begriff erweitert und ihn kursiv eingefügt: „länger andauernd…“ Dein Körper und Dein Gehirn verfügen ja eigentlich über ausgezeichnete Strategien zur Regeneration. Jede Form von Erschöpfung wird schnell kompensiert. Überlege Dir einmal: bist Du vier Stunden oder mehr gewandert, ist Dein Körper erschöpft. Spätestens nach einem guten Abendessen und einer Nacht erholsamen Schlafes bist Du wieder auf dem Damm. Vielleicht spürst Du die Folgen noch für ein paar Tage in Form von Muskelkater – das ist ebenfalls ein Zeichen dafür, daß sich Dein Körper regeneriert.

Burnout – leidest Du darunter?

Es muss also schon eine Menge schief gelaufen sein, wenn für Deinen Körper diese  natürlichen Maßnahmen nicht mehr ausreichen. Wenn Du nach oben stehender Definition glaubst, an Burnout zu leiden, hilft Dir vielleicht ein Fragebogen von Dr. Lars Satow. Er wird heute in allen gängigen Studien als Test verwendet. HIER findest Du die deutsche Online – Version.

Wenn Du die Segnungen des Internets und die angebotenen Links in diesem Artikel genutzt hast, weißt Du jetzt, was Burnout „ist“ und ob Du darunter leidest. Je nach momentaner Gefühlslage, Wetter, Mondstand und persönlichen Verhältnissen „leidest“ Du nach eigener oder fremder Einschätzung mehr oder weniger an „Burnout“. Jetzt kommt meine Frage:

„…und was soll nun geschehen?“

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Burnout – Geschichte und Entwicklung

Doch halt, so schnell schiessen die Preussen nicht. Vielleicht erst noch ein kleiner ethymologischer (sprachgeschichtlicher) Exkurs. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts existierte der Begriff nicht. Niemand kannte den Begriff „Burnout“. Es gab umschreibende Begriffe  wie „ausgelaugt“. „überfordert“, „überlastet“. Das änderte sich erst in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und hatte seinen Ursprung in Amerika.

Dort erfand man diagnostische Modebegriffe, der es den Menschen gestattete, etwas zu „haben“, das als Zustand mit einem Namen zu bezeichnen war, ohne spezifische Symptome nennen zu müssen: „Stress“ ist ein Beispiel dazu. Dieser Begriff fand schnell Eingang in die medizinische Literatur und bezeichnet heute tatsächlich ein Krankheitsbild. Stress wird häufig als Ursache für psychosomatische (anderes Wort für „nicht genauer definierbar“) Symptome genannt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Wort „Burnout“. In der oben angeführten Definition wird Dir auffallen, daß Du etwas „haben“ kannst, ohne spezifische Symptome nennen zu müssen. Du kannst entscheiden, Burnout zu haben und dann Deiner Familie oder Deinen Freunden gegenüber Auskunft geben.

Burnout – die wahre Definition

Lass Dir folgenden Satz einfach einmal auf der Zunge zergehen:

Ich bin nicht in der Lage, so auf mich aufzupassen, dass ich die Symptome wahrnehme, die mir mein Körper sendet, weil ich mich permanent selbst überlaste. Deshalb bin ich mit Burnout geschlagen und „habe“ eine Vielzahl von Symptomen!

So könnte und müsste Deine Beschreibung eigentlich lauten, wenn Du mit der Vermutung von Burnout den Arzt konsultiert. Bestätigt der Arzt Deine Vermutung, bist Du mit dem Etikett „Krankheit“ versehen. Dann kommen die Krankenkassen für Deine Behandlung auf. Alle sind zufrieden, niemand muss sich verändern, ein paar Pillen genügen, der Arzt hat sein Geld verdient, die Umgebung ist mit einem eindrucksvollen Namen zufrieden.

Niemandem fällt auf, dass dies ein Konstrukt ist. Wenn Du die lang andauernden Symptome einer permanenten Überlastung ignorierst, dann sagt Dein Körper irgendwann: „Nichts geht mehr!“. Dein Körper zwingt Dich zu einem „Reboot“, also dazu, das für ihn und Dich Richtige zu tun. Das ist dann der Burnout. Bestimmt nicht angenehm aber lebensnotwendig, damit Dein Körper wieder langsam zu seiner natürlichen Funktionen zurückkehren kann.

Burnout – vorbeugende Maßnahmen

Dieser Artikel, das hast Du bestimmt erkannt, richtet sich eher an Dich, wenn Du noch keinen Burnout hast. Vielleicht würdest Du durch weitere, permanente Überforderung dort landen – vorausgesetzt Du änderst Dein Verhalten nicht. Deshalb will ich Dir an dieser Stelle einen Ratschlag geben, falls Du glaubst an beginnendem Burnout zu leiden und Hilfe suchst: Arbeiten kannst Du wahrscheinlich nicht mehr. Also halte inne, gib Deinem Körper und Deiner Seele die Chance, den „Reboot“ so gründlich wie möglich zu absolvieren.

Die ayurvedischen Weisheiten nutzen Dir dazu in geradezu idealer Weise. Damit haben ich selbst gute Erfahrungen in Indien und Sri Lanka gesammelt. Alle zwei Jahre begebe ich mich in Klausur für eine dreiwöchige „Runderneuerung“. Besonders schätze ich das am Meer gelegene Barberyn Reef Resort in Beruwala (Sri Lanka). Der Link ist keine versteckte Werbung sondern er ist meiner Dankbarkeit und  der Überzeugung geschuldet, dort bestens aufgehoben zu sein.

Meine achtzehn Tage dort sind die ideale Zeitdauer, um wieder Atem zu schöpfen – auch ohne Burnout. In den etwa vielen Fällen, in denen bisher Freunde und Bekannte meinem Ratschlag nach einem geistigen oder körperlichem Zusammenbruch folgten, legte die natürliche Art der Behandlung den Grundstein für eine dauerhafte Änderung des Lebensweges.

Klar, so eine Kur kostet Geld. Wenn Du nach preiswerten Möglichkeiten suchst, kannst Du Dir die Weisheiten der ayurvedischen Lehre zum guten Teil auch zu Hause zu Nutze machen. Vielleicht beginnst Du mit einer Fastenkur. Dazu wäre ein Artikel über die Frühjahreskur sehr gut geeignet. Die Artikelserie bietet Dir Stoff für Deinen Neuanfang. Ebenfalls rate ich zu täglichem Yoga und zusätzlich zu einer der Entspannungstechniken die Du in meiner Artikelserie beschrieben findest.

Burnout – Der Weg zurück ins normale Leben

Vielleicht bist Du jetzt enttäuscht. Vielleicht hast sehr viel komplexere Methoden für ein ausgeglichenes Leben gesucht. Tut mir leid, das Kind ist in den Brunnen gefallen, WEIL Du nicht auf die Signale Deines Körpers gehört hast. Ein wichtiger Bestandteil Deiner zukünftigen Lebensstrategien wird also darin bestehen müssen, Dir selbst mehr Aufmerksamkeit zu widmen und die Signale beginnender Überforderung auch wahrzunehmen.

Hör auf damit, Dich und Deinen Körper auszubeuten. Denk einmal in Ruhe nach, ob es sinnvoll ist, ehrgeizig Deine Pläne für eine berufliche Karriere fast erreicht zu haben und den zweifelhaften Erfolg aus einem Holzkasten heraus zu betrachten, der sich etwa zwei Meter unter der Erde befindet. Vielleicht willst Du ja einmal darüber nachdenken, was Du Sinnvolles mit Deinem Leben anfangen kannst. Mein Artikel über Deinen Lebensplan kann Dir dabei eine gute Hilfestellung sein.

Gerade junge Menschen verhalten sich oft so, als gäbe es für die Leistungsfähigkeit ihres Körpers und ihres Geistes keine Grenzen. Und wenn Limitierungen auftauchen, müssen Kaffee, Tee und oft noch heftigere Stimulanzien dafür sorgen, dass die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit verschwimmen – zumindest für eine gewisse Zeit.

Burnout – Wie kommst Du da wieder raus?

Ich plädiere deshalb zuerst einmal dafür, dass Du Dir in den nächsten Tagen und Wochen die Zeit nimmst, grundsätzlich Nabelschau zu halten Hier auf der Webseite findest Du viele Artikel zum Thema „selbstbestimmtes Leben“, was ja auch bedeutet, „vernünftiges Leben“. Du kannst Dir einen einfachen Drei-Schritte Plan zurechtlegen:

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Wenn Du an tiefer Erschöpfung leidest, brauchst Du erst einmal nichts zu unternehmen. Beobachte zuerst einmal einfach, wie Du mit Deinen körperlichen und geistigen Ressourcen umgehst. Sollte Dir ein „Fehlverhalten“ auffallen, schreib es in einem ganzen Satz auf ein Blatt Papier. Darunter kannst Du Ideen sammeln, wie Du mit diesem wenig nützlichen Verhalten umgehen kannst und welche Veränderungen dazu nötig sind.

Fertige Dir im Verlaufe der nächsten Wochen eine Wunschliste an, auf der all die Verhaltensänderungen stehen, Die Du Dir vorgenommen hast. Lass Dich von den Themen dieser Webseite inspirieren. Lege vorher die Zeit fest, die Du für Deine Gewissenserforschung brauchst. Ich meine, zwei bis vier Wochen sind genug.

Schritt 2: Priorisierung und Gliederung

Dann sortiere. Gliedere Deine Wunsch-Aktivitätenliste in Bereiche: Arbeit, Privat, Beziehung. Diese Form der Priorisierung und Gliederung kennst Du ja schon aus anderen Artikeln und der Erstellung Deines Lebensplans. Wenn Fragen auftauchen, notiere sie auf einem separaten Blatt Papier. Lass Dich nicht von Deiner eigentlichen Aufgabe abbringen.

Schritt 3: Konzentrierte Aktion

Dann schreite zur Tat. JEDEN Monat eine neue Aktivität, Verhaltensänderung, Optimierung. Das ist langsam, aber erfolgreich. Zeit ist Dein bester Freund, wenn Du Dein Verhalten ändern willst. Denke daran, Deine positive Veränderungen zu notieren. Schreibe auf, woran Du bemerkst, dass Dein neues Verhalten erfolgreich ist? Was siehst, hörst, fühlst Du? Die ganzen NLP-Dinge also, die Du schon aus dem NLP Practitioner kennst.

Burnout – Nutze einen Workshopbesuch

Darf ich in eigener Sache Werbung machen? Eine Erschöpfungperiode, ob nun Burnout oder „nur“ eine temporäre Überforderung braucht meist eine „Initialzündung“. Das kann, wie oben beschrieben eine ayurvedische Kur sein. Das kann jedoch auch der Besuch eines meiner Workshops sein.

Du könntest – nach Deiner Anmeldung – mit der Liste der gewünschten Veränderungen beginnen und pünktlich zum Workshopbeginn erste Erfahrungen gesammelt haben. Dann könntest Du die Übungen und Informationen aus dem Workshop dazu nutzen, Dir mit neuer Motivation (und den dazu gehörigen Werkzeugen) Dein neues Leben zu gestalten.

Das ist doch ein guter Vorschlag, nicht wahr?
Und dieser Vorschlag ist auch deutlich preiswerter, als eine Ayurvedakur.

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2 Kommentare

  • Passend dazu möchte ich ergänzen, dass es bei der Burnout-Prävention sehr wichtig ist, von Vernunftentscheidungen wegzukommen. Denn wie Danial Kahneman rausgefunden hat: Wenn es wirklich darauf ankommt das Richtige zu tun, ist unsere Potential für vernünftige Entscheidungen zumeist schon erschöpft. Man macht sich dann im Nachhinein selbst noch dafür nieder, dass man es wieder nicht geschafft hat und macht die Dinge damit nur noch schlimmer.
    Durch Yoga und verwandte Systeme baut man dagegen gesunde Routinen in den Alltag ein, die uns – einmal eingeübt – ganz automatisch dazu bringen, etwas richtig zu machen; ohne dafür Vernunftentscheidungen treffen zu müssen.

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