NLP Metaprogramme 8: Notwendigkeit / Annehmlichkeit

Warum Deine Bequemlichkeit teuer erkauft ist

Was Du wirklich im Leben brauchst und was Dein Leben bequem macht, das bringt viele Menschen oft ganz schön durcheinander. Dich auch? Maslow mit seiner Bedürfnispyramide gibt Dir einen ersten Anhaltspunkt. In der Schule hast Du gelernt: Nahrung, Kleidung, Wohnung, das sind die Grundbedürfnisse des Menschen. Sehr einprägsam liest sich das in englischer Sprache: full, warm, dry. Was passiert allerdings, wenn Deine Bedürfnisse gedeckt sind? Wenn Du frei entscheiden kannst, heisst das noch lange nicht, dass Du Deine Entscheidungen im Sinne des heutigen Metaprogramms durch Nachdenken triffst.

Notwendigkeit Annehmlichkeit NLP metaprogrammpaar

Jeder Mensch bewegt sich im Sinne des heutigen Metaprogramms auf einer Geraden zwischen der baren Notwendigkeit und der bequemen Annehmlichkeit. Das ist für die jeweilige Situation durchaus unterschiedlich und darüber lohnt es, Dir ein paar Gedanken zu machen. In unseren Breitengraden musst Du ja nicht mehr um Dein tägliches Überleben kämpfen und mit allem zufrieden sein, was Deine Bedürfnisse auch nur halbwegs befriedigt. Für Dich hat der weite Bereich des Luxus, der Annehmlichkeit und der grossen Auswahl längst begonnen. In der englischen Sprache spricht man von Convenience. Bequemlichkeit mag ein jeder von uns. Meist bezahlst Du auch gerne dafür, oft, ohne es zu wissen. Deshalb ist dieser Bereich in unserer Wirtschaft von sehr großer Bedeutung.

Wer verdient heimlich mit?

Du kannst Dich fragen, ob Du vor Antritt einer längeren Autobahnfahrt daran denken willst, eine Literflasche Mineralwasser für 1 Euro zu kaufen. Oder eben bei Bedarf und Bequemlichkeit an der Autobahnraststätte dafür 3,80 Euro zu bezahlen. Du kannst Dir ein gesundes und wohlschmeckendes Pastagericht für etwa 1,40 Euro pro Portion selbst kochen, oder die fertige Onkel Guiseppe Gourmet-Pastasauce im Glas zum Warmmachen für 4 Euro und 25 Cent pro Portion dafür nehmen. Dazu vielleicht die schon vorgekochten Spaghetti, die Du nur schnell warm machen musst, wofür dann aber 3,40 Euro statt 1,20 Euro für die normale Version fällig werden.

Achte einmal darauf, wie oft Du gedankenlos über den Verlauf des Tages eine bequeme, aber teuere Variante vor der preiswerten aber arbeitsintensiven Lösung bevorzugst. Das gilt nicht nur für Dein Essen. „Die Industrie“ sieht es als ihre Aufgabe an, Dir Dein Leben so leicht wie möglich zu machen – und verdient kräftig mit, an Deiner Bequemlichkeit. Verstehe mich richtig, ich will hier nicht als Moralapostel Enthaltsamkeit predigen. Viele von uns sind leider dazu erzogen worden, lieber ein paar Euronen mehr auszugeben und Eigenbetätigung, selbst kochen und vorausdenken als altmodisch und unzeitgemässt zu markieren. Da wären dann zuerst einmal die geeignete Veränderung Deiner Glaubenssätze angesagt.

Ich möchte Dir vorschlagen, als selbstbestimmter Bürger und mit dem in diesem Artikel vorgestellten Metaprogramm möglichst alle Bereiche Deines Lebens zu durchforsten. Mit dem einen oder anderen Experiment wirst Du den Vorteil der Eigentätigkeit schnell wahrnehmen. Dabei sparst Du nebenher eine Menge Geld, das Dir für Anderes zur Verfügung seht. Zusätzlich hast Du den Spass der Eigenbetätigung und des Lernens kostenlos bekommen.

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Nahrung – Notwendigkeit versus Annehmlichkeit

Nimm als ein Beispiel Deine Ernährung. Wie viel sollst Du essen und was sollst Du essen. Das sind die beiden Fragen die ganz am Beginn stehen. Weisst Du wie viel Du essen musst, um (über)leben zu können? Wir leben in einem Land und in einer geographischen Gegend, die uns reichlich beschenkt. Es stellt sich für Dich meist nicht die Frage, ob Du genügend Essen bekommst. Eher musst Du Dir die Frage stellen, wie Du den überbordenden Konsum meist „schlechter“ Lebensmittel auf geeignete Art und Weise so limitieren kannst, dass die positiven Eigenschaften überwiegen.

Fakt ist, dass es Dein Leben verlängert, wenn Du an der Grenze des Hungers isst. Doch mal ehrlich, wer hält sich schon daran, wenn Essen, vor allem in Gemeinschaft, so viel Spass macht. Wenn es Dich interessiert, findest Du einige Strategien, die Du anwenden kannst, damit Du dieses Konzept in Dein Leben integrieren kannst. Eine gängige und in unserer Kultur häufig praktizierte Strategie ist das regelmässige Fasten. Ob Du nun eine Anzahl von Tagen auf das Essen verzichtest oder Dich dem intermittierenden Fasten verschrieben hast, ist nicht wichtig. Beides tut Deinem Körper gut, kostet aber etwas Überwindung. Überwindung und Disziplin sind allerdings leider das Gegenteil von Bequemlichkeit. Wie hältst Du es mit Deiner Disziplin? Einige Übungen dazu findest Du in diesem Artikel.

Ich vermute allerdings, Du wüsstest bereits sehr genau, was Dir gut täte. Damit sind wir wieder einmal am entscheidenden Punkt angelangt. Das ist die Konsequenz. Es gilt, das was Du für Dich als gut erkannt hast, in Dein Leben einzulassen und umzusetzen. Es sind meist die jungen Menschen, die mir in meinen Workshops begegnen, die sich mit dieser Konsequenz in den unterschiedlichsten Lebensbereichen ausprobieren und für sich wirksame Strategien des Lebens finden. Bei den älteren Semestern, so ab 40 und aufwärts bemerke ich häufig, dass eine gewisse Form von Bequemlichkeit die frühere Konsequenz ersetzt hat. Meist höre ich dann: „Ach ja, ich müsste mal wieder….!“ Meist sieht man es diesen Körpern dann auch an.

Wenn Du für Dich die Antwort gefunden hast, wieviel Du essen willst, kannst Du Dir gleich die zweite grosse Frage stellen: was willst Du essen. Dass eine ausgewogene Diät überwiegend (ca. 80 Prozent) pflanzlich orientiert sein soll, wissen die meisten von uns ziemlich genau. Dass eine ausgewogene Mischung von rohem und gekochtem Gemüse und Obst mit einer leichten Tendenz zu Rohem einen gesunden Lebensstil markiert, mögen auch noch Viele wissen, aber bereits viel weniger beachten. Und dann die Frage, die die modernen Geister scheidet: Ich meine, Du kannst durchaus Fleisch essen, wenn Du es wie die Japaner machst: gelegentlich und gut plaziert und von bester Qualität.

Als Faustregel kannst Du gleich beim Einkaufen darauf achten, möglichst viel Rohes und Unverarbeitetes zu kaufen und es dann anschliessend eher selbst zu verarbeiten. Das ist preiswerter als die industriellen Fertiggerichte, schmeckt viel besser und… siehe oben. Mach es doch wie die Italiener. Sie kreieren wunderbare Gerichte mit wenigen, aber ausgewählten Zutaten und essen im Kreise der Familie oder der Freunde. Das ist die wichtigste „Kleinigkeit“: das Essen als ein Gemeinschaftserlebnis zu betrachten. Selbst zu kochen, das sollten Dir Dein Körper und Deine Gesundheit schon wert sein. Meinen jungen und männlichen Trainern empfehle ich, kochen zu lernen, öfters Freunde einzuladen und das zu geniessen, was die Kultur unserer Menschlichkeit seit Jahrtausenden ausmacht: gemeinsam geniessen. Vielleicht wäre es für Dich an der Zeit, Deine eingefahrenen Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen und ein bisschen zu experimentieren.

Ein Schritt weiter… Möglichkeiten schaffen.

Dich um Deine Ernährung wie früher vollständig selbst zu kümmern wäre der ultimative Schritt, den Du mit entsprechender Konsequenz gehen kannst. Ich habe mich damit beschäftigt, unter welchen Umständen es möglich wäre, alles was Du für Deine Ernährung brauchst, mit vernünftigem Aufwand selbst zu erzeugen. Wie viel Platz ist dafür nötig? Es hat mich sehr erstaunt, als ich herausfand, dass Du Dich in unseren Breiten mit alternativen Anbaumethoden, die noch dazu relativ einfach zu lernen sind, auf einer Fläche von 150 bis 300 qm Dich komplett ernähren kannst. Das sind erprobte und bewiesene Zahlen. Dir fällt bestimmt auf, dass ich bereits seit einigen Sätzen ausschliesslich in der Möglichkeitsform (Konjunktiv) schreibe. Diese Informationen sollen „nur“ Deine Fantasie anregen. Ich erwarte nicht, dass Du Dir einen Schrebergarten besorgst und zukünftig Selbstversorgung betreibst. Ich zumindest bin auf diese Weise gross geworden und habe viel dabei gelernt.

Eine Möglichkeit bestünde in der Nutzung von Permakultur und der sagenhaft fruchtbaren Erde, die „Terra Preta“ genannt wird. Wo sie herkommt und wie man sie macht, findest Du wieder einmal im Internet. Ebenfalls jede Menge an Artikeln über die Permakultur. Wenn Du eine Mietwohnung hast und Dich mit diesem Thema auf dem wohnungseigenen Balkon beschäftigen möchtest, empfehle ich Dir das Buch von Mel Bartolomew: „All New Squarefoot Gardening“ Dort kannst Du lernen, wie Du auf EINEM Quadratmeter genug Gemüse und Salat erzeugen kannst, dass es für Dich über eine ganze Wachstumsperiode hinweg reicht.

Was das alles mit NLP und dem heutigen Metaprogramm zu tun hat? Ganz einfach. Wer beginnt, über seine inneren und äusseren Prozesse nachzudenken, der wird sich bald fragen: „Geht es auch anders…?“ Und vielleicht wirst Du Dir dann die Frage aller Fragen stellen: „Was wäre, wenn…..?“ Und wenn Du dann noch beginnst, aktiv und mit Konsequenz die Veränderungen umzusetzen, die dieser Artikel und Deine Ausblidung im Modell von NLP angestossen haben, dann wäre viel erreicht.

Und die anderen Bereiche Deines Lebens?

Du kannst Dir die gleichen Fragen auch zu den Begriffen „Kleidung“ und „Wohnung“ stellen. Du wirst auf Vieles stossen, das Alternativen zu Deiner Art, Dich zu kleiden oder zu wohnen bietet. Du kannst allerdings seitwärts denken (side chunking). Im letzten Absatz habe ich das Aussen (Nahrung, Kleidung, Wohnung) um das Innen ergänzt. Wie „ernährst“ Du Deinen Körper. Es gibt allerdings noch eine andere Form von Nahrung: Wie ernährst Du Deinen Geist?

Ich meine jetzt weniger die optimale Religion oder sowas, ich meine die grundsätzlichen Fragen nach der Art, wie Du mit Dir und Deinen Mitmenschen umgehst. Es macht nach der praktischen Erfahrung vieler Kulturen wenig Sinn, einer ausgewogenen Ernährungsdiät zu folgen, während Du im Kopf und mit Deinen Mitmenschen ständig Katastrophen veranstaltest. Auch damit ruinierst Du Deine Gesundheit. Vielleicht willst Du im Sinne des „was wäre…wenn?“ einmal annehmen, Dein Gemütsleben hätte sogar die grössere Priorität, als die Sorge um ein gutes körperliches Leben.

Dann müsstest Du Dich fragen, was Du tun kannst, um auch für Deinen Geist die ideale Diät zu finden. Neben dem Besuch eines meiner Workshops ist das Wichtigste: Sei positiv zu Dir selbst und zu Deinen Mitmenschen. Aus aktuellem Anlass weiß ich, dass das Auflösen alter Traumata eine wichtige Reinigungsdiät darstellt. Wichtiger, als jede körperliche Diät.

Damit ich diese Erkenntnis möglichst vielen Menschen zugänglich machen kann, habe ich entsprechende Strategien in meinem NLP Practitioner und der NLP Workweek aufgenommen. Auch auf diesem Gebiet verhält es sich wie bei „Terra Preta„. Davon gehört haben Viele, es gibt die entsprechenden Techniken tatsächlich. Und es wird Zeit für Dich, sie auch anzuwenden. Dazu trägt das Modell von NLP in ganz hervorragender Weise bei. Siehst Du, in solche Bereiche kannst Du vorstossen, wenn Du Dich mit einem „harmlosen“ Metaprogrammen auseinandersetzt.

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2 Kommentare

  • Hallo Chris!
    „Weltherrschaft! Werden sie ein Racker“ klingt vielversprechend, würde ich auch zu gerne lesen, leider ist der Artikel nicht mehr zu finden.. Gibt’s da eine Lösung? Vielen Lieben Dank für die großartigen Einblicke und Ansröße zur Selbstarbeit!

    Antworten

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