Gute Entscheidungen bestimmen Dein Leben

Kriterien und Strategien für eine erfolgreiche Lebensführung

Über den Tag hinweg triffst Du etwa 20.000 Entscheidungen. In Worten: ZWANZIGTAUSEND. Viele Deiner Entscheidungen triffst Du automatisch und subbewusst. Ich kann Dir nur empfehlen, Entscheidungsalternativen logisch und bewusst zu überdenken und dann in Deinem Sinne zu entscheiden. Das ist nicht immer einfach. Dieser Artikel hilft Dir, gute Entscheidungen für Dein Leben zu treffen.

EntscheidungenIch liebe klassische Musik und gehe öfters ins Konzert. Danach habe ich meistens einen „kleinen Hunger“ und freue mich, ein Stück Pizza vorne in der Pizzeria an der Ecke zu „knuspern“. Dabei erlebe ich oft großes Kino. So auch neulich. Ein etwas rumpelig gekleideter Mann stand vor mir an der Theke und sprach mehr mit sich selber, als mit dem Pizzabäcker: „Immer nur Pizza ist auch Scheisse. Aber was will man für fünf Euro schon groß anderes essen. Margerita – ist bestimmt schon kalt. Funghi – nicht schon wieder. Salami – zu scharf bekommt meinem Magen nicht. Na, dann ess ich halt wieder einmal Rukola mit Mozarella und Tomate. Hallo, gibts denn hier keine Bedienung, was ist denn los hier?“

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So ging das, zu meinem versteckten Amusement noch einige Zeit lang. Nachdem der Mann seine zwei Stücke Pizza erhalten hatte, bekam ich meines und landete neben ihm auf der Bank. Sofort ging es weiter mit seiner Litanei. Er erzählte mir – ungefragt – wie schlecht die Welt sei. Er lamentierte, es bliebe ihm keine andere Alternative, als täglich entweder Pizza oder Döner oder Currywurst zu essen und das sei doch nicht gesund … aber der Staat kümmere sich ja nicht richtig um seine Harz IV’ler. Ich erspare Dir den Rest…

Das Positiv-Beispiel

Viel interessanter wurde es, als er den Laden verlassen hatte. Ich schickte mich zum Gehen an, als ein dunkelhaariger junger Mann die Pizzeria betrat. In gebrochenem Deutsch fragte er, ob der Pizzabäcker vielleicht Englisch spräche, was der mit „Ja“ beantwortete. Folgende Konversation entwickelte sich:

Wirksame Kreativtätsstrategien mit NLP
NLP Elemente 04: Kreatives Schaffen auch in Deinem Leben

Oft ist es wirklich nützlich, bei Bedarf Deine Kreativität einfach einschalten zu können. Dein Leben wird so viel bunter und vielfältiger, wenn Du die alten und eingetretenen Pfade verlässt und die Wege der Künstler beschreitest: Kreatives Schaffen - auch in Deinem Leben.

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Mann: „Ich habe bei Google nachgeschlagen und hier soll es die beste Pizza im Umkreis geben, stimmt das?“

Verkäufer: „Ja, das sagen viele Leute, die zu uns kommen.“

Mann: „Also gut, dann probiere ich es aus. Wieviele Stücke werden denn im Durchschnitt gekauft?“

Verkäufer: „Bei großem Hunger drei, sonst zwei!“

Mann: „Dann nehme ich zwei, welche ist denn die frischeste?“

Verkäufer: „Die Margerita kam gerade aus dem Ofen!“

Mann: „Ein Stück davon – und welche Pizza schmeckt Ihnen am besten?“

Verkäufer: „Die Thunfisch mit Lauch!“

Mann: „Gut dann nehme ich noch ein Stück davon!“

Er kam neben mir zu stehen und diesmal begann ich mit der Konversation: „Sagen Sie mal, welche Nationalität sind Sie denn?“ Mann: „Raten Sie mal!“ Ich: „Sie sind Israeli, gerade eben vom Militär entlassen und haben sich entschieden, lieber länger nach Berlin zu fahren, als kürzer nach Nepal.“ Mann, bleich werdend: „Woher kennen wir uns, wann haben wir uns schon einmal getroffen?“ Und ab diesem Augenblick wurde unser Gespräch wirklich interessant. Es geht in diesem Artikel um gute Entscheidungen, wie Du dazu kommst und nicht um Gedankenlesen.

Wie habe ich nun die Hintergründe des jungen Mannes „erraten“? Ich weiß zum Beispiel, dass (nicht nur) Angehörige des israelischen Militärs ausgebildet werden, schnell gute Entscheidungen zu treffen. Das Wissen um gute Entscheidungen ist für den Ernstfall gedacht, und natürlich betrifft es auch die Entscheidungen im Alltagsleben. Es ist unmöglich nicht zu lernen.

Weiter: Die Sprachfärbung des jungen Mannes gab mir Hinweise auf seine israelische Herkunft und ich weiß, dass alle jungen Menschen seines Alters in Israel zum Militär eingezogen werden.

Und schließlich: In Nepal, während des Workshops zum TrainerTrack kommen wir oft ins Gespräch mit frisch entlassenen Militärs aus Israel. Ich höre oft, dass es eigentlich nur wenige Alternativen gäbe, für frisch entlassene Militärs: nach Nepal oder Zuhause bleiben … und Berlin wäre auch noch eine Alternative, weil es „so billig“ sei.

Die Basis guter Entscheidungen

Zurück zum Thema „Entscheidungen“. Ist es nicht wirklich lehrreich, zwei so unterschiedliche Typen nacheinander in der Pizzeria zu treffen? Die Handlungen der beiden liessen mich über mehrere Tage hinweg nicht los und regten mich zur Nachdenklichkeit an. Wenn Du nur bei den Erlebnissen in der Pizzeria bleibst, ist es doch interessant, wie jeder der beiden zu seinem Essen kam. Wenn ich die Strategien der beiden jeweils mit einem Begriff zusammenfassen wollte, käme mir im ersten Falle der Begriff „treiben lassen und klagen“ in den Sinn und im zweiten Falle „zielführend gefragt und entschieden“.

Vielleicht käme mir auch in den Sinn, die erste „Entscheidungsstrategie“ als „emotional“ und die zweite als „rational“ zu benennen. Komisch auch, dass der Israeli wirklich gut gelaunt und EXTROVERTIERT (nach aussen gewandt) und der Grummelbär eher INTROVERTIERT und schlecht gelaunt war, meinst Du nicht auch? Das hat selbstverständlich für Dein Leben und für Deine Entscheidungen keine große Konsequenz. DOCH!

Mein Erlebnis illustriert perfekt den ersten Grundsatz der Entscheidungsfindung:

Gute Entscheidungen triffst Du nur mit guten Gefühlen.

Wenn Du also eine Entscheidung treffen willst, sollst oder musst, dann sorge dafür, dass Du während des Nachdenkens und im Moment der Entscheidung die besten Gefühle hast, derer Du habhaft werden kannst. Dafür kannst Du selbstverständlich NLP Techniken nutzen. Resssourcenanker, autohypnotische Strategien oder Submodalitätenveränderungen wären Möglichkeiten dazu.

Das bedeutet natürlich auch, dass bei einer erneuten Überprüfung Deiner Entscheidung auch wieder die guten Gefühle präsent sein sollten. Das missachten sehr viele Menschen. Wenn Du Dich für Deinen Partner im Überschwang Deiner guten Gefühle entschieden hast und weißt, dass dies eine gute Entscheidung war, dann ist es keine gute Idee, bei der ersten Auseinandersetzung im Überschwang der schlechten Gefühle genau diese Entscheidung wieder zu revidieren. So kommt keine Kontinuität in Dein Leben. Achte einmal darauf, ob Du gute Entscheidungen in den Momenten schlechter Gefühle wieder revidierst. Das ist nämlich überhaupt keine gute Idee. Ich schlage Dir folgenden inneren Dialog vor: „Na gut, ich fühle mich jetzt Scheisse. Daran bin ich selber schuld. Jetzt treffe ich KEINE Entscheidung, bis ich wieder gute Laune habe!“

Ich finde es sehr interessant, wie viele Menschen Entscheidungen treffen nach dem Motto: „Ich kann ja nur…..!“ Sie beachten dabei nicht, dass sie dann bereits aus einer Vielzahl von Optionen diese eine ausgewählt haben und sie als einzige Alternative präsentieren. Von erfolgreichen Menschen weiß ich, dass sie vor jeder Entscheidung eine maximale Zahl an Optionen durchdenken. Oft auch wirklich seltsame, auf den ersten Blick vielleicht widersinnige Möglichkeiten. Ich habe einmal einen Multimillionär und Besitzer von acht Firmen gefragt, wieso er dies tut. Antwort: „Ich schalte damit mein Möglichkeitengehirn ein!“ Das kannst Du auch!

Die Richtigen Fragen zur Entscheidung

Solltest Du eine kleine Strategie gebrauchen wollen, damit Du Deine gefundenen Optionen für Dich bewerten kannst, hier sind vier Fragen für Dich:

  • Was wird passieren, wenn ich es tue?
  • Was wird nicht passieren, wenn ich es tue?
  • Was wird passieren, wenn ich es nicht tue?
  • Was wird nicht passieren, wenn ich es nicht tue?

Vielleicht brauchst Du jedoch zuerst noch den Ratschlag, BEVOR Du Dich entscheidest oder darüber nachdenkst, WIE Du Dich entscheiden willst, darüber nachzudenken, WAS Du überhaupt erreichen willst. Im Falle des Fighterpiloten könnte die Antwort gelautet haben: OK ich bin in einer fremden Stadt. Ich habe Hunger. Ich möchte etwas leckeres essen und nicht viel Geld dafür ausgeben. Welche Möglichkeiten habe ich?“ Und DANN kannst Du nachdenken. Mache es Dir zur Gewohnheit, das, was Du entscheiden willst, als Herausforderung für Dich in einem ganzen Satz im Gehirn zu formulieren.

Entscheidungsstrategien am Beispiel: „gutes Lokal“

Wenn ich auf Reisen bin und in einer fremden Stadt ein Lokal suche, nutze ich unterschiedliche Strategien. Ich stelle Dir einige davon hier vor, vielleicht willst Du ja die eine oder andere davon einmal nutzen.

1. Die Kreuzrecherche:

Du kannst beispielsweise das Internet konsultieren und eine „Kreuzrecherche“ machen. Kreuzrecherche heißt, aus unterschiedlichen Richtungen kommende Empfehlungen zu vergleichen und damit zu verifizieren. Wenn Du nur nachschlägst, welches Lokal bei Tripadvisor das beste Restaurant in Berlin ist, werden Lokale angezeigt, von denen ICH noch niemals etwas gehört habe. Du findest bei Tripadvisor eher Anwort auf „Welches Lokal hat die beste Marketingstrategie für Listings bei Tripadvisor?“

Suche also im Internet bei mindestens zehn Empfehlungsportalen das geeignete Lokal heraus. Noch akkurater sind Kritiken in unabhängigen Tageszeitungen. Vielleicht ist es eine gute Übung für Dich (nennt man im NLP „kalibrieren“), wenn Du im Internet das für Dich beste Lokal in Berlin herausfindest und beim nächsten Besuch eines Workshops die Qualität Deiner Strategie testest.

2. Cruising (Herumstromern)

Eine weitere Strategie kann es sein, interessante Gegenden aufzusuchen und so lange herumzulaufen, bis Du ein Lokal findest, das zur Essenszeit (ca. 20:00 Uhr für Berlin) bestens gefüllt ist. Hat leider den Nachteil, dass dann oft kein Tisch mehr zu bekommen ist. Du kannst auch lernen, die Speisekarte eines Restaurants „richtig“ zu lesen. Achte einmal darauf, ob es mehr Standarts gibt oder ob es außergewöhnliche Gerichte sind, die die Speisekarte dominieren. Welche Entscheidungsstrategie nutzt Du, um in einer fremden Stadt ein gutes Lokal zu finden? Heisst Deine Strategie vielleicht „der nächste Mc Donalds“?

Wichtige Kriterien einer Entscheidungsstrategie

Im Modell von NLP sind Prozesse wichtig. Prozesse beschreiben, wie etwas in Einzelschritten abläuft. Im Falle Deiner Entscheidungen kann es sehr erhellend sein, einmal darüber nachzudenken, WIE Du zu einer Entscheidung kommst. Von Schritt 1 bis Schritt N.

Ich schreibe Dir hier einmal ein paar Punkte auf, von denen ich glaube, sie wären für eine Entscheidungsstrategie wichtig. Ich bitte Dich, sie nicht sequentiell anzuwenden, weil jede Entscheidungsstrategie unterschiedlich ist. Überlege einmal: „Will ich ein Haus kaufen?“ braucht eine andere Entscheidungsstrategie als „will ich meinen Partner heiraten!“ Hier also ein paar Aspekte, die Du beachten kannst:

  • Informationen sammeln und auswerten
  • Ressourcen auflisten oder besorgen
  • Alternativen und Optionen zu Deiner Entscheidung finden
  • Ziel festlegen (wo willst Du hin?)
  • Ergebnisse durch die Repräsentationsebenen testen:
    • wie sieht das Ergebnis aus
    • wie fühlt sich das Ergebnis an (wichtig)
    • was sage ich oder andere dazu
  • für Kontinuität sorgen (Selbstdisziplin)
  • MindMap mit allen Optionen und Ressourcen anfertigen
  • Mindestens eine Nacht darüber schlafen
  • Mit Freunden oder Mentoren über die Entscheidung sprechen.

Wenn Du Dich zum Thema „Entscheidungen“ weiterbilden möchtest, empfehle ich Dir einen Film bei youtube. Es ist eine Buchpräsentation von Yosey Baker bei Google. Sieh Dir die Dokumentation an, sie dauert eine Stunde und Yosey erzählt, wie er sich entschieden hat, Bäcker zu werden. Ich garantiere Dir Einsichten in Deine Entscheidungsfindung und in Dein Leben. Das passiert alleine durch den Vergleich mit dem, was Du mit Deinem Leben anstellst und seiner Art, mit seinem Leben umzugehen.

Viel Spass und viel Vergnügen bei und mit Deinen nächsten Entscheidungen.

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