Meditation Teil 1: Achtsamkeit

Übungen für das HIER und JETZT

Die Praxis der Meditation haben wir in ihren Grundsätzen aus Asien übernommen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erwachte das Interesse an „exotischen Gebräuchen“ anderer Länder und fand über die Strömungen der Lebensreform Eingang in unsere Kultur. Man nahm (und nimmt), was passend scheint und bastelt sich damit hilfreiche Gewohnheiten für Geist und Körper.

Meistens vergisst man in all den hilfreichen Anweisungen, dass die gelehrten Unterweisungen zur Meditation in einem anderen Kulturkreis praktiziert wird. In Kultur und Sozialisation werden schon „nebenher“ viele der selbstverständlichen Notwendigkeiten vermittelt, die keine Erwähnung finden, weil sie selbstverständlich vorausgesetzt werden. Allerdings fehlen sie in unseren Breiten.

Ich bemühe mich in dieser mehrteiligen Einführung, Dir ohne kulturelle Voraussetzung und ohne großen Ballast an Werten die nötigen Grundlagen zu vermitteln. Damit kannst Du selbst in kurzer Zeit feststellen, ob Dir regelmässige Zeiten der Meditation einen Zugewinn an Lebensqualität bringen.

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Wenn Du daran denkst, mit dem Meditieren zu beginnen, geistern bestimmt die klassischen Vorurteile durch Dein Gehirn. Stundenlanges stilles sitzen mit entrücktem Blick und gelegentlich gehauchtem Ohhhhhmmmmm. Sicherlich, das kann AUCH Teil der Meditationspraxis sein. Deine Übungen können viel einfacher beginnen: vielleicht mit einer Tasse Tee…?

Die schaktilinischen Alternationen
Die subbewusste Programmierung Deiner Bedarfsmuster

NLP und Hypnose stellen uns Sprachmuster zur Verfügung, die Veränderungen herbeiführen, ohne dass Du dabei die genauen Inhalte kennen musst. Prozessorientiertes Arbeiten nennt man das. Bei den schaktilinischen Alternationen treibe ich dieses Prinzip auf die Spitze. Ich fragte mich: "Wie würden Werkzeuge heißen, die etwas könnten, von dem nur mein Unbewusstes weiß, wie ich sie gebrauchen werde.

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Lass mich abschweifen, bevor ich zum Thema komme. Eine der großen Errungenschaften der Evolution, ermöglicht es uns, einigermassen entspannt durch den Tag zu gelangen: es ist Deine Fähigkeit zu generalisieren. Du brauchst, wenn Du durch einen Raum gehst, nicht zu überprüfen, ob bei jedem Schritt der Boden vor Dir trägt. Dein Unterbewusstes hat aus Erfahrung gelernt und generalisiert, dass im Alltag der Fussboden in Deiner Wohnung nach allen Richtungen stabil ist. Du kannst „gedankenlos“ den Raum durchschreiten.

Es lohnt sich für Dich, einmal Deine Aufmerksamkeit auf diese gedankenlos ausgeführten (weil generalisierten) Prozesse zu lenken. Die Achtsamkeit dafür ist Dir im normalen Alltag verloren gegangen. Sie ist nicht nötig. Für die Meditation jedoch ist Achtsamkeit eine Grundvoraussetzung. Rinpoche Anjen Tulku sagt:

Meditation IST Achtsamkeit.

So kannst Du im ersten Schritt also damit beginnen, erst einmal Achtsamkeit in Dein Leben zu bringen.

Vielleicht beginnst Du deshalb mit einer Tasse Tee. Ja, bereite Dir eine Tasse Tee zu.

Begib Dich dazu ganz bewusst in die Gegenwart, in das Hier und Jetzt. Verschwende keinen Gedanken an die Vergangenheit und plane auch nicht an Deiner Zukunft. Bereite Dir einfach eine Tasse Tee. Achte auf jeden noch so kleinen Schritt mit großem Bewusstsein und eben mit Achtsamkeit.

Bemerkst wie Du, WIE Du den Wasserkessel anfasst?  Nimmst Du wahr, wie Du zum Wasserhahn gehst, ihn aufdrehst und das Wasser in den Kessel laufen lässt? Hörst Du wie sich das Geräusch verändert, wenn der Kessel langsam voller wird?Achte einfach darauf, alle nötigen Handreichungen mit großer Genauigkeit und Achtsamkeit zu verrichten.

Ich gebe zu, so dauert die Zubereitung einer Tasse Tee vielleicht etwas länger. Ich glaube allerdings auch, dass es viele Tassen der Zubereitung braucht, bis Du die Ebene der Achtsamkeit erreicht hast, in denen Du alle Schritte mit Achtsamkeit erledigst.

Diese kleine Übung kannst Du auf Deinen gesamten Alltag ausdehnen. In beliebigen Momenten Deines Alltags kannst Du einen Augenblick innehalten und Dich fragen: „Was mache ich gerade in DIESEM Augenblick?“ Du kannst Deine Achtsamkeit auf die Gegenwart richten. Und für einen längeren Moment die gewonnene Achtsamkeit behalten.

Auch bei einem kleinen Spaziergang kannst Du den Blick mit Achtsamkeit auf Deine Umgebung richten. Du kannst die Übungen erweitern und den Moment der Achtsamkeit, mit dem Du Deinen Blick auf Gegenstände richtest, mit einem kleinen Ahhhhhh, Ohhhh, Uhhhhh oder Mhhhh begleitest. Dabei ist es nicht wichtig, ob Du die Geräusche laut machst, oder in Deinem Kopf passieren lässt.

Damit Du sichergehen kannst, dass Du die Geräusche mit der richtigen Art der downwards inflection beherrscht, habe ich Dir eine kleine Audiodatei aufgenommen. Übe die Geräusche, bis Du sie GENAU so beherrscht. Dann kannst Du sie zur Übung Deiner Achtsamkeit einsetzen.

 

Eine kleine Warnung allerdings sei mir erlaubt: Wenn Du mit diesen Geräuschen in dieser Tonalität noch keine Erfahrung gesammelt hast, werden Sie Deinen Alltag ziemlich durcheinander wirbeln. Freunde haben mir berichtet, dass schon nach einigen Minuten der auf Gegenstände gerichteten Achtsamkeit UND den dazu gehörigen Geräuschen eine Art von High entstand, das teilweise über Stunden andauerte.

Auf der einen Seite kann ich dieses Phänomen mit der vermehrten Ausschüttung von Beta-Endorphinen logisch erklären, auf der anderen Seite ist die Suchtgefahr sehr groß.

Ja, darüber hinaus finde ich es auch schlimm, dass plötzlich negative Gedanken weniger Platz in Deinem Gehirn haben.  Das passiert, weil sich die vorher gelernten und angewendeten Geräusche unbewusst selbstständig gemacht haben. Sie tauchen plötzlich automatisch in völlig unerwarteten Momenten des Alltags wieder auf. Du glaubst mir nicht? Na, da hilft nur eines……

Dieser Artikel ist Teil des Themas Meditation: eine Anleitung für Anfänger.

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