Programmiere Dein Gehirn auf Positiv

Mit NLP Deine Vergangenheit verändern

Deine alltägliche Realität, das, was Du Deine “Wirklichkeit” nennst, ist ein sensibles Konstrukt. Obwohl die Neurowissenschaft heute Beweise dafür hat, dass Du Dir den jeweiligen Ausschnitt einer stattfindenden Wirklichkeit selbst schaffst, wissen so viele Menschen noch nichts über die Möglichkeiten, das Gehirn auf geeignete Weise positiv zu programmieren.

Icon: Gehirn Zahnrad Plus

Damit Du erreichen kannst, was Du Dir vorgenommen hast, wirst Du Dir Realitäten schaffen wollen, in denen das gilt, was dem Erreichen Deiner Ziele förderlich ist. WIE also fängst Du es an, Dir Deine Realität so zu schaffen, wie Du es willst? Die nötigen Techniken lernst Du mit NLP. Also los.

Dein Gehirn macht keinen Unterschied

Wir betrachten zuerst dafür die wichtigste Grundannahmen im Modell von NLP: Dein Gehirn macht keinen Unterschied zwischen dem, was Du tatsächlich erlebt hast und dem, was Du Dir nachträglich in Deinem Gehirn konstruiert und zusammengebastelt hast.

Ein Beispiel aus meiner Familie:  Vor Kurzem habe ich mich mit meiner Schwester über gemeinsame Erlebnisse in unserer Vergangenheit ausgetauscht. Sie erzählt mir das, was wir erlebt haben aus einem Blickwinkel, der für mich unreal scheint. Früher konnten wir uns trefflich darüber streiten, wer das Recht der Deutungshoheit über die Erinnerung vergangener Erlebnisse innehat.

Heute sagen Dir die Wissenschaftler, dass solche Streitereien nutzlos sind, weil Deine Realität in Deinem Kopf entsteht – und diese Version gehört Dir ganz alleine. Schwierig wird es, wenn Du diese, Deine Realität mit anderen Menschen teilen sollst. Sie haben ihren jeweils eigenen Begriff und ihre eigene Interpretation der “Wahrheit”. Selbst das, was Du täglich – also auch JETZT – zu erleben glaubst, ist während Du es erlebst und in Deinem Gehirn speicherst, bereits vielfältigen und individuellen Veränderungen unterworfen.

Die “Veränderungstechniker”, die sich mit der Entwicklung des Modells von NLP beschäftigten, waren an diesen Prozessen sehr interessiert. Wenn Du es schaffst, die Wahrnehmung Deiner Wirklichkeit zu verändern, verändert sich auch Deine gelebte Realität.

Alle Veränderung beginnt damit mit der Steuerung Deiner der Wahrnehmung. Im Modell von NLP entstand aus den Erkenntnissen der Neurowissenschaft eine Systematik, die diese Prozesse sehr anschaulich beschreibt und grandiose Techniken zur Informationsgewinnung daraus abgeleitet hat. Den Namen für dieses Modell kenntst Du, wenn Du Dich mit NLP beschäftigt hast: Das MetaModell.

Negative Erinnerungen selbst positiv gestalten

Ich möchte Dir aufzeigen, wie einfach es sein kann, in Deinem Gehirn gespeicherte Erlebnisse zu verändern. Es gibt ja keine Schule, die Dich unterrichtet hätte, negativ erlebte und empfundene Erlebnisse “konstruktiv und zuträglich” für Dein Leben zu verändern.

Vielleicht glaubst Du ja immer noch an die Unveränderbarkeit Deiner Erinnerungen. Vielleicht meinst Du: “Na, ist halt so passiert und Punkt.” Nein, kein Punkt, lieber drei Punkte, denn es kann weitergehen, wie DU willst und wie DU entscheidest. “Zeit heilt alle Wunden” Das ist ein Spruch aus dem Volksmund, der Dir beschreibt, dass Erinnerungen durchaus nicht so unveränderbar sind, wie es viele Menschen glauben.

Hier eine kleine Übung, die Dir schnell zeigt, wie einfach Du Erinnerungen verändern kannst. Wie wäre es, mit dieser Technik eine negative Erinnerung in eine positive unzuwandeln?

  1. Rufe Dir eine negative Erinnerung ins Gedächtnis.
  2. Warte, bis sich ein Bild oder ein Film vor Deinem geistigen Auge geformt hat.
  3. Dissoziiere Dich davon.
  4. Nun betrachte diese Erinnerung und konzentriere Dich darauf, was Du Wichtiges und Positives für Dein Leben daraus gelernt hast.
  5. Finde zu der Einsicht, dass Du froh darüber sein kannst, diese Erfahrung gemacht zu haben.
  6. Fühle Dich richtig gut, weil Du aus diesem Erlebnis etwas sehr positives für Dein Leben gelernt hast.

Deine Beziehung verbessern

Nimm in einem nächsten Beispiel eine Beziehung zu einem Menschen, der Dir wichtig ist. Kennst Du die Situationen, bei denen Du immer wieder in den gleichen, negativen Gefühlen landest? Du kannst entweder darüber lachen, weil Du zu blöde bist, das zu Lernen, was Du eigentlich lernen willst. Einmal Erleben würde zum Lernen ja reichen. Oder Du kannst Dich fragen, wie Du diese immer wieder auftretende Situation der Struktur nach so verändern kannst, dass sie sich nicht beständig wiederholt. Nutze dazu einfach die Übung weiter oben.

Für viele Menschen ist ein Leben frei von schlechten Gefühlen nicht nur nicht vorstellbar, sondern schon gar nicht erlaubt. Viele nutzlose aber in Dir existierende Programmierungen aus den Bereichen von Familie, Staat, Religion, Schule, wollen Dir in guter Absicht dabei helfen, den Glaubenssatz zu verfestigen, gute Gefühle nur haben zu können, wenn Du schlechte im Kontrast dazu hast.

So ein Blödsinn! Einfacher Gegenbeweis: Was wäre, wenn DEIN bestes Gefühl MEIN schlechtestes Gefühl wäre?

So, wie ich meine Umgebung wahrnehme, gibt es Menschen, die mit vielen guten Gefühlen gesegnet zu sein scheinen und welche, die weniger gute Gefühle generieren. Darfst Du Dir also einfach gute Gefühle machen? Lass es mich so beschreiben: Wenn DEIN bisher bestes Gefühl ab sofort Dein schlechtestes wäre, dann müsstest Du viel mehr bessere Gefühle haben.

So viele gute Gefühle wie Du willst

Ich fasse zusammen:

  1. Du darfst so viele gute Gefühle haben, wie Du willst. Es gibt genug davon in unserer Welt und Du nimmst niemandem ein gutes Gefühl weg, wenn Du mehr davon hast.
  2. Damit hast Du ein stabiles Fundament an Glaubenssätzen gebaut, auf dem Du ein Gebäude errichten kannst, das Dein Leben darstellt.
  3. Dann bist DU der Architekt. In Zukunft bestimmst DU, wo und wie Du wohnen willst, metaphorisch gesprochen.

Jetzt geht es um die Technik. Wie geht es, Deine Erinnerungen zu nehmen und sie so zu verändern, dass Positives dabei heraus kommt.

Eine der wirkungsvollsten Techniken besteht in der Veränderung Deiner Submodalitäten, also jener Untereigenschaften, aus denen sich Deine Erinnerung zusammensetzt. Deine fünf Sinne liefern Dir die Inhalte Deiner Erinnerungen.

Damit es nicht kompliziert wird, beschränkt sich das Modell von NLP auf drei: Sehen, Hören, Fühlen. Diese Vereinfachung hat keine Beschränkung für die Wirksamkeit Deiner Veränderung, macht Dir Deine Arbeit allerdings viel einfacher.

Jedes Deiner Erlebnisse setzt sich also aus visuellen, auditorischen und kinästhetischen Teilen zusammen. Wenn also von einer “Veränderung der Submodalitäten” gesprochen wird, meint man damit die Veränderung der Eigenschaften. Um ein Beispiel zu nennen: Es kann sein, dass Du ein Erlebnis als Film abgespeichert hast. Dieses Filmbild hat in Deiner Vorstellung eine bestimmte Größe und Du nimmst es in einer bestimmten Entfernung wahr.

Größe und Entfernung kannst Du relativ einfach verändern. Du kannst den Film oder das Bild größer oder kleiner machen, es weiter weg schieben, oder näher heran ziehen. Das hat dramatische Auswirkungen auf die damit verbundenen Gefühle.

Erinnerungstechnik

Damit sind wir bei einer gangbaren Strategie für die Intensivierung Deines visuellen Kanals gelandet. Was Du nicht gesehen (visuell wahrgenommen) hast, kannst Du auch nicht erinnern. Sehen lernen wäre deshalb ein erster Ansatz zur Intensivierung Deines Erlebens. Vielleicht hilft Dir eine alte Technik?

Damit er beliebige Dinge erinnern konnte, hatte ein mittelalterlicher Novize der Gedächtniskunst einen Ort mit vielen Details auswendig zu lernen. Das bedeutete, vor Ort so lange und so genau zu sehen, bis er jedes einzelne Detail eines Ortes im Gedächtnis abgespeichert hatte und jederzeit erinnern konnte.

Das kannst Du selbst ausprobieren. Vielleicht beginnst Du mit einem berühmten Gemälde, das Dir gefällt. Das kannst Du ja jederzeit während der Öffnungszeiten eines Museums immer und immer wieder besuchen oder in hoher Auflösung auf Deinem Computer betrachten. Setze Dich davor und präge Dir JEDES kleinste Detail ein. Schließe die Augen und rufe Dir die gemerkten Details ins Gedächtnis. Dann öffne die Augen und überprüfe, ob das Bild aus Deiner Vorstellung mit der Realität übereinstimmt.

Scanne das Bild mit Deinen Augen Quadratmillimeter für Quadratmillimeter. Gemälde des Mittelalters mit ihren vielen Details eignen sich dafür besonders gut. Ein Vorschlag von mir wäre ein Gemälde von Pieter Breughel dem Älteren. Kleines Format, viele Details. Von seinen berühmten Bildern findest Du sehr gute und hochauflösende Abbildungen im Internet. Wenn Du glaubst, das Bild auswendig gelernt zu haben, mache eine Pause.

Wie steht es um die Erinnerung

An einem der nächsten Tage, kannst Du einen guten Freund bitten, Dir eine kleine Hilfestellung zu geben. Er hat das Bild auf Deinem Computer vor sich und kann durch gezielte Fragen die Qualität Deiner Erinnerung überprüfen. Welche Blume wächst neben dem nackten Fuß der Frau neben dem Waschzuber? Was siehst Du neben dem Krug vor dem Bauern, der am zweiten Tisch von links sitzt? Welche Farbe hat die Haube der Frau an der Türe des hinteren Bauernhauses? Und so weiter.

Mit derlei Übungen stimulierst Du Deine Aufnahme- und Differenzierungsfähigkeit des visuellen Kanals und seine Wiedergabefähigkeit – in NLP-Termini gesprochen. Es gibt viele ähnliche Übungen. Du kannst Dich beispielsweise auf eine Bank setzen und beobachten, was vor Deinen Augen passiert. Kannst Du daraus eine Geschichte machen, die das große Abenteuer Deines Lebens illustriert?

Achte darauf, Wahrnehmung und Interpretation Deiner Beobachtungen deutlich zu trennen. Das eine kommt von Außen, das andere erfindest Du selbst. Das ist auch bei der Anwendung des Modells von NLP sehr nützlich. Auch dort gilt es klar zwischen Wahrnehmung und der Interpretation dieser Wahrnehmung zu trennen. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Art von Übung ist die Zunahme Deiner Lebensintensität. Mir fällt auf, dass bei vielen Menschen der Wunsch, das Leben als ein großes Abenteuer zu erleben, an der Fähigkeit scheitert, die erlebten Abenteuer entsprechend wahrzunehmen.

Abenteuer machst Du Dir im Kopf

Oft werde ich in Workshops von Teilnehmern gefragt, welche der vielen Geschichten, die ich im Verlaufe eines Workshops erzähle, ich tatsächlich selbst erlebt habe. Zum allgemeinen Erstaunen kann ich sagen: Die Allermeisten! Es ist nur eine Frage der Wahrnehmung, das, was um Dich herum beständig an Leben geschieht entsprechend wahrzunehmen und später als ein spannendes Abenteuer zu erzählen.

Durch meine vielen Erzählungen bin ich deshalb ein Meister der erzählerischen Übertreibung und des pointierten Zuspitzens geworden. Nicht von ungefähr kursiert der Ausdruck des „Mulzer Faktors“ in meinen Workshps. Das verstehe ich durchaus als ein Kompliment. Zur Vermittlung von Inhalten, die Dir im Gedächtnis bleiben sollen, gehört diese Übertreibung.

Ähnlich verhält es sich mit dem akustischen und dem kinästhetischen Wahrnehmungskanal. Ob Du lernst, Melodien nachzusingen und wie Du lernen kannst, Gefühle verstärkt wahrzunehmen, dazu kannst Du Dir einfach selbst eine Menge an „Lehrprogrammen“ gestalten. Sie haben zudem den Vorteil, meist auch sehr unterhaltsam zu sein. Konzerte, spontanes Theater, Diskussionen und vieles Andere können auf diesem Gebiet Lehrreiches für Dich bereit halten.

Das Ziel meiner vorgeschlagenen und Deiner selbst erfundenen Maßnahmen soll sein, Deine Wahrnehmungskanäle durchzupusten und empfindlicher für die Aufnahme von Reizen zu machen. Die Annahme dahinter: Wer mehr wahrnimmt, speichert mehr ab. Damit füllt sich das Reservoir für Fantasien, die Dein Erleben gestalten. So wird Dein Leben bunter, lauter und emotionaler.

Das ist mein erklärtes Ziel beim NLP Practitioner. Während Du das Modell von NLP lernst, erfährst Du Vieles über die Funktionsweise Deiner Wahrnehmungskanäle. Du lernst nebenbei, die Untereigenschaften auf geeignete Weise zu verändern. Plötzlich wirst Du feststellen, dass auch die Vorstellungen, die Du Dir selbst in Deiner Fantasie zusammengebaut hast, viel bunter, größer und farbiger werden.

Mach es doch wie Nicola Tesla. Drehe so lange an der Intensitätsschraube Deiner Vorstellungen, bis Du Schwierigkeiten bekommst, Deine augenblickliche Wahrnehmung von Deiner im Gehirn fabrizierten Fiktion zu unterscheiden. Wenn Du dann damit beginnst, nach den Regeln der fabrizierten, positiven Fiktion zu handeln, wenn Du beginnst, Deine Träume und Fantasien in Deine erinnerten Erlebnisse einzubauen, dann hast Du gefunden, was die Menschen zu allen Zeiten als „Stein der Weisen“ gesucht haben. Diese Suche ist ein überaus lohnenswertes Ziel. Damit kannst Du Dich länger als nur in der nächsten Woche beschäftigen. Für manche Menschen ist es eine Lebensaufgabe geworden. Viel Spass!

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

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