NLP Grundannahme 3: Alle Mittel für Deine Veränderungen sind bereits in Dir vorhanden

Wie Du Deine inneren Ressourcen optimal für Dich nutzt

Oft geht es im Leben darum, etwas zu bekommen, das gerade in diesem Augenblick nicht einfach zu haben ist. Geht es um Geld, Autos oder den richtigen Partner dann hilft Dir das Wünschen und prompt liefert Dir das Universum – zumindest nach Aussage derer, die behaupten, davon etwas zu verstehen. Betrifft es die Welt Deiner Gefühle und Glaubenssätze, also das was gemeinhin als »weiche Ressourcen« bezeichnet wird, kommst Du mit Techniken aus dem Modell von NLP schnell ans Ziel.

Icon-Grundnnahmen-2-RessourcenGleich zu Beginn: Übung hilft. Den ständigen und erfolgreichen Umgang mit Ressourcen lernst Du im NLP Practitioner. Einen Überblick über wichtige NLP Techniken kannst Du Dir auch in diesem Artikel verschaffen. Der Umgang mit Ressourcen ist Dir im Beruf und im Privatleben von Nutzen.

Im Modell von NLP hat man zur Erkenntnis gefunden, dass alles das, was Du an Zuständen, Gefühlen und Glaubenssätzen in irgendeiner Situation brauchen könntest, bereits in Dir vorhanden ist. Das kommt in der Grundannahme Nummer drei zum Ausdruck. Selbstbewusstsein wäre dann nach dieser Annahme das Resultat geankerter und erinnerter vergangener Gefühlszustände und Glaubenssätze.

Leider ist es im Leben häufig so, dass es zwar viele Situationen gibt, in denen Du vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Dann aber, wenn Du dieses Selbstbewusstsein wirklich bräuchtest, steht es Dir gerade nicht zur Verfügung. Nimm zum Beispiel einen Abend mit sehr guten Freunden. Mit großem Elan hast Du vehement Deine Meinung vertreten. Hast Selbstbewusstsein überreichlich verströmt! Und dann gab es vielleicht die Situation, als Du einen Menschen des anderen Geschlechts ansprechen wolltest, an dem Du wirklich Gefallen fandest. Wohin war dann plötzlich dieses Selbstbewusstsein verdampft? In welche Ecke hatte es sich verzogen.

Mit diesem kleinen Gedankenexperiment bist Du dem Thema des Ressourcenmanagements aus möglicher, eigener Betroffenheit schon sehr nahe gekommen. Denn es geht genau darum: Gefühle und Glaubenssätze aus einer Situation, in der Du sie überreichlich zur Verfügung hast, in eine andere Situation zu transportieren, in der Du sie nötig brauchst und glaubst, sie nicht zur Verfügung zu haben.

Und noch etwas ganz Wunderbares aus der Welt der kognitiven Wissenschaften: für die Wirksamkeit der Techniken des Ressourcenmanagements macht es keinen Unterschied, ob Du Situationen, in denen Du Dir vorstellst, Ressourcen zur Verfügung zu haben, auch wirklich erlebt hast. Selbst wenn Du Dir nur „einbildest“, sie erlebt zu haben: Dein Gehirn unterscheidet Realität und Vorstellung nicht. Ist das nicht wunderbar? Es gibt also keine Ausreden, »so eine Situation« noch nicht erlebt zu haben.

Was kannst Du nun TUN, um eine Ressource von einer Situation in die andere zu transportieren? Der Prozess funktioniert in zwei Schritten:

Schritt 1: Finde die nötigen Ressourcen

Stelle Dir die Frage: „Was brauche ich in einer gegebenen Situation, um mein Ziel zu erreichen?“  Achte darauf, als Antwort Gefühlszustände und Glaubenssätze zu bekommen. Vielleicht notierst Du die nötigen Gefühlszustände auf ein Blatt Papier. Je nach dem, wie stark und differenziert Du die resultierende Ressource gestalten und wieviel Zeit Du investieren willst, kannst Du die Liste der »nötigen« Gefühle länger oder kürzer gestalten.

Für einen wirksamen Anker genügen nach meiner Erfahrung zwischen drei und sieben Attribute. Im Falle des Selbstbewusstseins könnten dies beispielsweise die Gefühle von Geborgenheit, Sicherheit, Abenteuerlust, Lust an Neuem und ein Schuss an sexuellem Impuls sein.

Schritt 2: Vorstellen, verstärken, ankern – mit allen Attributen

Stelle Dir eine Situation vor, in Du über das erste Attribut Deiner Liste in starkem Masse verfügt hast. Verstärke  die Submodalitäten dieser Erinnerung und ankere sie anschliessend – möglichst in mindestens zwei Rep – Ebenen (vis und ak).

Nutze für alle Attribute Deiner Liste den selben Anker. Das nennt man im NLP einen »stacking Anchor«, auf gut Deutsch einen »Stapelanker«. Das Ergebnis ist ein starker Anker für unterschiedliche Aspekte eines benötigten Zustandes in möglichst allen Repräsentationsebenen.

Nehmen wir einmal an, Dir fehlt es in bestimmten Situationen an Selbstbewusstsein. Für Dich setzt sich Selbstbewusstsein aus folgenden Attributen zusammen: Geborgenheit, Sicherheit, Abenteuerlust, Lust an Neuem und ein Schuss an sexuellem Impuls. Erinnere Dich im ersten Schritt an eine Situation, in der Du Dich geborgen fühltest.

Verstärke die Submodalitäten dieser Geborgenheit und ankere sie. Keine Ahnung wie…? Dann sieh Dir einfach Tag 2 des „Online Practitioner“ an oder komm gleich zum NLP Practitioner. Dort lernst Du die nötigen Techniken. Am Ende hast Du einen Anker für das erste Attribut Deines Selbstbewusstseins.

Dann kommt das Gefühl der Sicherheit an die Reihe und Du elizitierst, verstärkst und ankerst es ebenfalls auf den gleichen Anker. So bewegst Du Dich durch alle Attribute Deiner „Liste“. Das Ergebnis ist ein starker visueller, akustischer und kinästhetischer Anker, der Dir in Situationen mit mangelndem Selbstbewusstsein den Weg weist.

Erinnerst Du Dich an Deine Teilnahme an der NLP Workweek? Da haben wir diese Technik in vier Tagen mit der Ressource »Charisma« absolviert. Der »blaue Diamant« war Dein visueller Anker, die »Fanfare for the Common Man« Dein akustischer Anker und kinästetisch hast Du wahrscheinlich an Orten geankert, wo ich es gar nicht so genau wissen will…

WICHTIG:

Lehn Dich zurück, Du kannst beim Üben nichts falsch machen. Für Dich gilt der NLP Grundsatz: „Wenn das, was Du tust (oder getan hast) nicht funktioniert, TUE ETWAS ANDERES!“ Das ist die Essenz einer wirkungsvollen NLP Übung. So macht NLP wirklich Spaß!

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