Realitätsstrategien

Die Welt geht unter, rette sich wer denken kann.

Erst war es der Dezember 2012. Dann hatte man sich verrechnet und es sollte der Juni 2020 sein. Die Welt – sie ist wieder einmal am Ende gewesen. Eigentlich dürftest Du also diesen Artikel gar nicht mehr lesen können. So wie die Dinge allerdings stehen, ist wieder einmal alles gut gegangen und Du kannst Dich weiter an Deinem Leben erfreuen. Auch nach der Jahrtausendwende drehte sich unsere Welt weiter und auch heute ist die Sonne (wenn sie nicht hinter Wolken verborgen war) wieder einmal am Horizont aufgegangen. Nach Aussagen einer deutschen Astrophysikerin ist das allerdings ein Trugschluss: Der Weltuntergang kann jederzeit eintreten. Dies geschieht dann nach ihrer Ansicht durch den Vakuumzerfall eines instabilen Higgins-Feldes. Das musst Du nicht verstehen, Du kannst Dich aber deshalb auch heute vor dem Einschlafen beruhigt wieder mit Fantasien des Weltuntergangs beschäftigen.

Die Mode des ständigen Untergangs

ICON: Bombe Weltuntergang

Woher kommt der ganze Hype um den drohenden Weltuntergang? Mir fallen zwei wichtige Gründe ein, die ich Dir heute durch die Brille des Modells von NLP etwas näher bringen werde. Ich behandle das Prinzip von einer Ursache, deren Wirkung falsch eingeschätzt wird. Zuerst deshalb ein paar Fakten zu einer möglichen Ursache des Weltuntergangs:

Ein vermeintlicher Grund für den Weltungergang fand sich im Kalender der Maya. Am 21. Dezember 2012 endet das Maya-Jahr, das nur 360 Tage hat. Die Maya bezeichnen dies als das Ende eines „Tuns“. 2012 war dies gleichzeitig das Ende des laufenden „Katuns“, das 20 Maya-Jahre umfasst. Darüber hinaus fiel das Datum auch auf das Ende des laufenden „Baktuns“, das 400 Maya-Jahre umfasst. Dass all dies am gleichen Tag passiert, ist ein sehr seltenes Ereignis. Es passiert genau alle 5128 Jahre und die Maya verknüpften damit den Glauben an einen NEUanfang des Zeitenlaufs, womit sie ja aus ihrer Sicht durchaus Recht haben.

Interessant finde ich nun die Wirkung in unserer Gesellschaft. Das, was die Medien und die Menschen, die diese Medien konsumieren aus diesem Fakt machen. Das, was Du liest, stammt von einem immer gleichen Denkansatz. Er entspringt der Frage: „Was wird dann SCHLIMMES passieren?“ Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass viele Menschen davon ausgehen, dass ein ihnen unbekanntes Ereignis ein SCHLIMMES Ergebnis haben müsste. Das ist aber nur eine Seite der Medaille.

Die positive Seite sehen?

Fairerweise müsstest Du doch auch den auch möglichen, positiven Szenarien, eine Chance geben. Wie die Presse mit diesem Ansatz umgeht, wollte ich wissen. Die Journaille ist es schliesslich, die für eine weite Verbreitung dieser negativen Szenarien sorgt. Also habe ich einen Journalisten des Kulturteils einer großen deutschen Zeitung angerufen und ihm den Vorschlag gemacht, auch einmal über die positiven Aspekte der Zeitenwende der Mayas zu berichten. Was hat er zu mir gesagt? “Auf welchem Planeten leben Sie denn, Herr Mulzer? Positives will doch kein Mensch lesen!”

Nun habe ich den Salat. Wenn Du täthlich Zeitung liest und damit dem guten Mann Glauben schenkst und trotzdem positive Gedanken und Gefühle hast, lebst Du in einer positiven Scheinwelt. Nach allgemeiner Ansicht will dort offenbar niemand anderes sonst leben. Die Anderen (wer immer das auch sein mag) wollen immer nur das Schlimme und Negative hören, sehen und lesen. Das hat mich noch mehr nachdenklich gemacht.

Weil nämlich: wieso kommen dann all die Menschen, die ihr Leben glücklicher und selbstbestimmter gestalten wollen, in meine Workshops? Und für jeden, der zu einem Workshop nach Berlin reist, gibt es sicher noch viele andere, die diesen Wunsch ebenfalls in sich tragen. Sie leiden lieber still vor sich hin, als dass sie mit etwas Anspruch und Aktivität ihr Leben in die Hand nehmen.

Nein, Herr Redakteur, so einfach, wie sie wollen, dass „wir“ denken sollen, ist die Welt nicht gestrickt. Doch er hat ja einen Punkt, der Herr Redakteur. Fällt Dir auf, wie allgegenwärtig unreflektierte „Worst Case Szenario“ Dein Leben kontaminieren? Erst mal drüber nachdenken, was das Schlimmste sein kann, das zu einem beliebigen Szenario passieren kann. Und dann stellst Du Dir vor, dass es in Zukunft passieren wird. Möglichst assoziiert. Und dann kannst Du davor eine subtile Angst bekommen. Du kannst zu Dir sagen: „Lieber nicht handeln, es KANN ja soviel Schlimmes passieren!“ Und dann bleibt eben wieder einmal alles beim Alten, Dein Leben läuft weiterhin träge dahin. Bin ich da Pessimist? Nein, ich glaube an den Optimismus und ich glaube, dass DU es in der Hand hast und entscheiden kannst, welche Seite der Medaille Du in Deinem Leben betrachten willst.

Die schaktilinischen Alternationen
Verändere die subbewusste Programmierung Deiner Muster

NLP und Hypnose stellen uns Sprachmuster zur Verfügung, die Veränderungen herbeiführen, ohne dass Du dabei die genauen Inhalte kennen musst. Prozessorientiertes Arbeiten nennt man das. Bei den schaktilinischen Alternationen treibe ich dieses Prinzip auf die Spitze. Ich fragte mich: "Wie würden Werkzeuge heißen, die etwas könnten, von dem nur mein Unbewusstes weiß, wie ich sie gebrauchen werde.

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Veränderung statt Ende

Die Maya maßen den Zeitenwenden in ihrem Kalender große Bedeutung bei. Wie bedeutend muss also die ganz große Zeitenwende für sie gewesen sein, die es während der gesamten Dauer ihrer Kultur nur zweimal gab. Die erste war am Beginn ihrer Kultur. Was für ein Ereignis mag wohl bei den Maya eingetreten sein, das den Anfang ihres Kalenders markierte? Im Internet kannst Du völlig abgefahrene Theorien dazu lesen. Jeder kann eben seinen Glauben und seine Theorien zum Besten geben. Was davon ist richtig und was davon glaubwürdig? Das können wir heute nicht mehr rekonstruieren. Wichtig ist, dass die Maya glaubten, die Zeiten würden sich bei einer Kalenderwende VERÄNDERN. Die Welt, so wie sie die Mayas kannten, würde aufhören zu existieren. Und niemand sagte etwas darüber, ob diese neuen Zeiten nun gut oder schlecht sein würden.

Und eine Zeitenwende, lieber Leser, die erleben wir gerade in unserer Gesellschaft ebenfalls. Lass mich diesen Gedanken ausführen. Ich weiss nicht, wie alt DU bist. Ich jedenfalls erlebte meine Kindheit in einer Zeit, in der es in unserem Haus keinen Fernseher gab. Ich saß oder lag am Abend auf der Couch und fraß mich durch Bücherstapel aus der örtlichen Bücherei. Als ich zehn Jahre alt war, gab es in unserer Straße gerade einmal eine Familie, die einen Fernseher besaß. Unser erstes Telefon bekamen wir, als ich sechzehn Jahre alt war. Es hatte tatsächlich eine Schnur hinten raus und war an der Wand befestigt.

Internet, Computer? Damit habe ich begonnen, mich am Ende meines Studiums auseinander zu setzen. Da war ich über zwanzig Jahre alt. Lies das Buch Timeline von Michael Crichton oder Das Jesus Video von Andreas Eschbach. Dann kannst Du Dir eine Vorstellung davon machen, wie jemandem im Mittelalter zu Mute gewesen wäre, wenn er gesehen hätte, wie selbstverständlich wir heute mit Handy, iPad und Computer umgehen.

Wir sind also mitten drin, in einer Zeitenwende gigantischen Ausmaßes. Dein Sozialverhalten muss sich mit rasender Geschwindigkeit ändern, um mit der Entwicklung der Technik mitzuhalten. Die Basis unserer Weltgesellschaft ändert sich gerade irrsinnig schnell. Und wenn Du, wie die Maya, die Zeit in Sprüngen von 5000 Jahren messen würdest, dann wären die letzten 50 Jahre, die diese dramatischen Veränderungen mit sich gebracht haben, gerade ein Promille davon. Verschwindend wenig.

Vielleicht hast Du Dir im Zusammenhang mit dem Besuch eines NLP Seminars einmal die Frage gestellt, was es in Deinem Leben zu verändern gäbe und ob ich oder das Modell von NLP in der Lage wären, diese Veränderung einzuleiten. Wenn Du in Deiner Vorstellung ein paar Schritte zurücktrittst, dann geht es gegenwärtig nicht nur um Deine persönliche Veränderung, sondern um Deine mögliche Veränderung in einem viel weiter gefassten Kontext.

Die Einflüsse von außen

Es geht nach meiner Meinung ebenfalls darum, wie und womit Du Dich ausrüsten kannst, Dich wappnen kannst für die Veränderungen, die von außen auf Dich einwirken und in noch größerem Masse in Zukunft auf Dich einstürzen werden. Dies passiert ja in einer rasenden Geschwindigkeit, bezogen auf (D)ein Menschenleben. Manchmal vielleicht, wenn Du abends im Bett liegst, malst Du Dir aus, wie die Welt wohl in dreissig, vierzig oder fünfzig Jahren aussehen wird. Fortschritt passiert ja nicht linear, sondern logarithmisch. Veränderung morgen passiert immer noch schneller als gestern. Denkst Du Dir dann: „Wunderbar, nur her damit…!“

Darf ich ein mögliches Dilemma an einem Beispiel illustrieren? Nimm Dein Email Postfach. Eine Untersuchung hat ergeben, dass von den 100 Prozent der Mails, die Du bekommst, 80 Prozent maschinell hergestellter SPAM sind. Ein Prozent besteht aus Nachrichten, in denen ein angekündigter Anhang fehlt, weitere zwei Prozent aus ungeduldigen Nachfragen, wo denn dieser Anhang bleibt. Drei Prozent sind Reminder von Remindern (also deutsch: Erinnerungen von Erinnerungen) und vier Prozent sind nicht abonnierte Newsletter. Weitere zwei Prozent entfallen auf Emails, die dazu dienen, Dich zum Telefonieren zu verabreden. Wenn Du alles zusammenzählst, kommst Du auf 92 Prozent aller Emails, die faktisch nutzlos Zeit verschwenden.

Male Dir ein positives Bild der Zukunft

So, wie gehst Du nun mit diesem Fakt um? Welche Strategien der Undisziplin hast Du für Dich gefunden, Dich an solche Veränderungen anzupassen, die der Lauf der Zeit mit sich bringt. Meist wirst Du Dich bestenfalls darüber beklagen. Denkst Du darüber, wie Du Lösungen findest oder gehörst Du zu einer schweigenden Mehrheit, die sich von solchen Äußerlichkeiten tyrannisieren lässt.

Die bei jeder sich bietenden Gelegenheit weinen, klagen,  sich sorgen und (Ver)zagen (kleine Exkursion: „BWV 12“ – googeln). Und ein weiteres Beispiel: Über ein Drittel meiner Teilnehmer am TrainerTrack beziehen ihr regelmäßiges Einkommen durch Aktivitäten im Internet. Zeitenwende kann also auch positive Ergebnisse haben.

Nach meiner Meinung geht also die Welt nicht unter, sondern Du siehst am Horizont die Sonne einer positiven Neuzeit aufgehen. Natürlich, die Zeiten ändern sich, das haben sie schon immer getan. In meiner Welt ist das wunderbar. Wenn Du Dich mit Deinen Wünschen und Träumen beschäftigst, kannst Du die heutigen Gedanken berücksichtigen und auf eine Erweiterung Deiner Ressourcen verwenden. Investiere in Deine Fähigkeit, mit Veränderung positiv und konstruktiv umzugehen.

Eine Teilnahme am NLP Practitioner wäre diesbezüglich eine wirklich gute Idee. Vielleicht vertraust Du dem Universum und wünscht Dir, dass Dein Leben und Deine Zukunft glücklich und selbstbestimmt verlaufen möge. Dann begleiten Dich meine Wünsche nach VIEL mehr Spaß und Leichtigkeit durch Dein Leben. Ich kann Dir zeigen, wie Du das machst. Geben kannst Du Dir Dies nur selber.

Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose
Chris Mulzer | Trainer für NLP & Hypnose

Seit über 25 Jahren lehre ich Menschen das Modell von NLP und die Techniken von Hypnose. Ich glaube fest daran das jeder Mensch in sich die Ressourcen trägt um sein Leben selbständig und nach eigenen Maßstäben zu gestalten.

2 Antworten

  1. Ich sehe zum Glück fast gar kein TV. Selten mal ein Newspaper. Bei mir auf der Arbeit sind auch einige Kollegen die sich stark von den MEDIEN beeinflussen lassen. Für mich zu stark. Es gibt zum Glück Bücher die das Thema Propaganda in der heutigen Zeit, Skandalierungen vertreten. Es gibt auch Bücher über das Drehbuchschreiben um mal hinter die Kulissen einens Film zu sehen. Das meiste ist Schema F. Und Drama ist es sowieso. Und Drama heisst Konflikt…. Ich sehe die Medien sehr kritisch …Ok sie können Klug machen….Aber wann machen sie das schon….oder es sieht sich keiner an und ist schlecht für die quote

    1. In MEINER Welt ist die Zukunft positiv und neu und aufregend. Wandel ist doch immer auch eine Chance, die Dinge besser zu machen. Je mehr ich allerdings den Medien zuhöre und zuschaue, desto weniger passen ihre Botschaften in meine Welt, was dann schonmal zu Verunsicherung führt. Daher bin ich ein Freund von mentaler Hygiene, meide Fernsehen und Newspaper und lasse möglichst nur die Informationen hinein, die MEINE Welt besser machen. Schließlich gibt es DIE Wahrheit ja nicht, sondern immer nur eine individuelle Wahrheit. Wenn man das einmal erkannt hat, wird vieles einfacher. Dann kann ich auch gleich die Wahrheit so gestalten, wie sie mir gefällt. Das hat mir Pippi Langstrumpf übrigens schon vor 40 Jahren erklärt … hätte ich damals doch richtig hingehört ;-)

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